Das Urteil ist gesprochen und alle Welt findet es irgendwie gerechtfertigt.
Na klar, darf man als Pilot nicht mit dem Gameboy spielen und als Fahrdienstleiter nicht Ich hack' Dir die Hand ab auf dem Handy oder Tablet. Jedenfalls nicht im Dienst!
Aber, dass überhaupt jemand Herr über die Signale sein kann und auch noch bestimmte Sicherheitsmechanismen ggf. einfach abschalten darf, ist doch, rein konzeptionell betrachtet, Irrsinn.
Irrsinn!
Wieso sind die Sicherheitsmechanismen nicht, angemessen der möglichen Gefahrenlage, robust genug?
Unsere Großeltern, Urgroßeltern hatten scheinbar bessere und sogar einfachere Methoden.
Kennen Sie die Knüppelbahn, die von Stralau nach Treptow und zurück fuhr? Unter der Spree ging es hindurch auf eingleisiger Strecke, und nur wer das Hölzchen (in der Hand) hatte, durfte fahren.
Es gab nur eins, und es gab auch kein virtuelles Hölzchen, welches u.U. ein Fahren erlaubte, weil man dachte, dass man es vielleicht haben könnte...
Holz oder kein Holz!
1 oder 0!
Das absolute Vertrauen in die ach so moderne Technik sollte irgendwie mitbestraft werden! Und die Technikgläubigen müssten nachweisen müssen, dass sie wenigstens aus den Todesopfern gelernt haben.
...dort fährt jetzt also auch 'ne Knüppelbahn?
Knüppel aus dem Sack!
Ihr Frosch
Montag, 5. Dezember 2016
Sonntag, 27. November 2016
Zwei Kerzen zum 1. Advent
Ob es wirklich mal einen Gedenktag Deiner geben wird, ist völlig unklar und zurzeit auch überhaupt nicht absehbar.
Ja, 'ne Menge Freunde hattest Du.
Und auch viele Feinde hast Du Dir gemacht.
Dein Vierzigster war Dir schon nicht mehr vergönnt. Möglicher Weise gerade deshalb...
Heute hättest Du nun wieder Geburtstag und wir würden ganz bestimmt zusammen ein Bier auf Dich trinken.
Vielleicht sogar ein Lübzer...?
Prosit 60, mein Freund!
Montag, 21. November 2016
Tha an geamhradh a' tighinn
Ist Ihnen dieser Leitspruch fremd?
Ich hätte es eigentlich nicht anders erwartet. Dieses Motto des Hauses Stark (hier in seiner gälischen Fassung) kann unsereiner leider gerade nicht richtig verinnerlichen, bzw. genießen, denn die unverzichtbare 3D-5.1-Super-Dolby-Surround-Anlage von einem großen Hersteller, dessen Name klingt, als wäre es die Koseform eines Zonenbewohners, ist nach wie vor imArsch Eimer. Zwar wurde die (alte) sechste Staffel von GoT kürzlich als Kauf-BlueRay-Scheibe ausgeliefert, aber es fehlt immer noch das entsprechende Anguckwerkzeug, und das ist jetzt garantiert nicht als Werbung für Unterhaltungselektronik gemeint!
...ja, gerade wieder aus der Reparatur zurück (Welcher Idiot lässt sich schon zum Preis einer Neuanlage das alte, defekte Mainboard auswechseln?) war das Gehäuse angeknackst, eine Ecke fehlte, unzählige durchsichtige Plastesplitter lagen in der Verpackung, und beim vorfreudigen Einbauversuch klapperte das Innenleben wie ein Kaleidoskop auf dem Rücken eines betrunkenen Dromedars.
Einen Kurzschluss auf dem neuen Mainboard zu riskieren - danach war mir nicht der Sinn!
...bestimmt lag der Apparat schon zu unterst in der werkstatteigenen Elektroschrottkiste, als die Nachricht des Kunden kam, das Ding bitte zu reparieren.
Und ursprünglich gemeint als winziger Beitrag, die Erde vielleicht zu retten und also nicht die Sollbruchstellen der Hersteller, die geplante Obsoleszenz, einfach so hinzunehmen, die großen und kleinen Boxen wegzuwerfen, die Kabel zu entsorgen und den Effektboxenverstärker zu verschrotten, wird daraus vielleicht noch ein Hin- und Hergeschicke zwischen Berlin und Rostock und Rostock und Berlin, und alles "ohne Netz und doppelten Boden", wie die tatsächliche Umweltbilanz der am Transport beteiligten deutschen Kraftfahrzeuge leider vermuten lassen muss.
Nun ja, die Wartezeit wird ganz schön lang, gerade jetzt, wo es wieder kalt wird, und man abends draußen, außer man sitzt am Feuer, kaum Aktivitäten geplant haben dürfte.
Ich sitze nun im Warmen und stiere auf die eingeschweißten BlueRays und den Stapel Musik-CDs, die unbedingt angesehen/angehört werden sollten...
Zonie, warum tust Du mir das an?! Mir, als Dein Kunde der ersten Stunde nach dem Mauerfall, dem selbst ein paar Tausendwestmarkscheine nicht zu viel waren, damals eine wunderbare analoge Verstärkeranlage zu erwerben, ...die kürzlich sogar an einen der Nachkommen "vererbt" werden konnte.
...damals zwar teuer, aber nicht zu vergleichen mit meinem REMA Arietta (MDN 1710,- ohne Boxen, 2 x 10 W Sinusleistung, und man musste sich per Bandbreitenverschiebung mit dem Schraubenzieher entscheiden, entweder AFN oder Radio 100 auf der Skala zuzulassen. Diese reichte nämlich nicht komplett von 87.9 Mhz bis 103.4 MHz...).
2016! Schwamm d'rüber!
Von REMA hab' ich schon lange nichts mehr im Laden gesehen.
Nun wieder zu den anderen vier Buchstaben!
Wird es weitergehen, oder werde ich mich auf meine vier Buchstaben setzen und das tun, was man nie und nimmer tun darf - nämlich die den Deutschen nachgesagte Markentreue "in die Tonne zu treten"?
Winter is coming!
In vielerlei Hinsicht.
Ihr ziemlich enttäuschter Markenfrosch
Ich hätte es eigentlich nicht anders erwartet. Dieses Motto des Hauses Stark (hier in seiner gälischen Fassung) kann unsereiner leider gerade nicht richtig verinnerlichen, bzw. genießen, denn die unverzichtbare 3D-5.1-Super-Dolby-Surround-Anlage von einem großen Hersteller, dessen Name klingt, als wäre es die Koseform eines Zonenbewohners, ist nach wie vor im
...ja, gerade wieder aus der Reparatur zurück (Welcher Idiot lässt sich schon zum Preis einer Neuanlage das alte, defekte Mainboard auswechseln?) war das Gehäuse angeknackst, eine Ecke fehlte, unzählige durchsichtige Plastesplitter lagen in der Verpackung, und beim vorfreudigen Einbauversuch klapperte das Innenleben wie ein Kaleidoskop auf dem Rücken eines betrunkenen Dromedars.
Einen Kurzschluss auf dem neuen Mainboard zu riskieren - danach war mir nicht der Sinn!
...bestimmt lag der Apparat schon zu unterst in der werkstatteigenen Elektroschrottkiste, als die Nachricht des Kunden kam, das Ding bitte zu reparieren.
Und ursprünglich gemeint als winziger Beitrag, die Erde vielleicht zu retten und also nicht die Sollbruchstellen der Hersteller, die geplante Obsoleszenz, einfach so hinzunehmen, die großen und kleinen Boxen wegzuwerfen, die Kabel zu entsorgen und den Effektboxenverstärker zu verschrotten, wird daraus vielleicht noch ein Hin- und Hergeschicke zwischen Berlin und Rostock und Rostock und Berlin, und alles "ohne Netz und doppelten Boden", wie die tatsächliche Umweltbilanz der am Transport beteiligten deutschen Kraftfahrzeuge leider vermuten lassen muss.
Nun ja, die Wartezeit wird ganz schön lang, gerade jetzt, wo es wieder kalt wird, und man abends draußen, außer man sitzt am Feuer, kaum Aktivitäten geplant haben dürfte.
Ich sitze nun im Warmen und stiere auf die eingeschweißten BlueRays und den Stapel Musik-CDs, die unbedingt angesehen/angehört werden sollten...
Zonie, warum tust Du mir das an?! Mir, als Dein Kunde der ersten Stunde nach dem Mauerfall, dem selbst ein paar Tausendwestmarkscheine nicht zu viel waren, damals eine wunderbare analoge Verstärkeranlage zu erwerben, ...die kürzlich sogar an einen der Nachkommen "vererbt" werden konnte.
...damals zwar teuer, aber nicht zu vergleichen mit meinem REMA Arietta (MDN 1710,- ohne Boxen, 2 x 10 W Sinusleistung, und man musste sich per Bandbreitenverschiebung mit dem Schraubenzieher entscheiden, entweder AFN oder Radio 100 auf der Skala zuzulassen. Diese reichte nämlich nicht komplett von 87.9 Mhz bis 103.4 MHz...).
2016! Schwamm d'rüber!
Von REMA hab' ich schon lange nichts mehr im Laden gesehen.
Nun wieder zu den anderen vier Buchstaben!
Wird es weitergehen, oder werde ich mich auf meine vier Buchstaben setzen und das tun, was man nie und nimmer tun darf - nämlich die den Deutschen nachgesagte Markentreue "in die Tonne zu treten"?
Winter is coming!
In vielerlei Hinsicht.
Ihr ziemlich enttäuschter Markenfrosch
Montag, 17. Oktober 2016
Uisge-Beatha
Lebenswasser - Eine eher unerquickliche Marktanalyse
Es sieht gerade mächtig schlecht aus mit dem Wasser des Lebens.
Nicht nur, dass die Fässer weltweit zur Mangelware werden, obwohl inzwischen nicht nur die von Onkel Mateo oder Pedro Ximénez von Interesse sind. Keinesfalls! Selbst "nackige" Weißeichefässer, Fässer von Rot- oder Weißweinen, von Bourbon oder Rum oder Tante Friedels Hagebuttenwein sind gefragt.
Nun ja, auch an Zeit fehlt es den Schotten, die in immer kürzerer Zeit den stetig steigenden Bedarf decken möchten. Die Folge, feine Sorten mit ausführlicher Altersangabe machen Platz für gutklingende Namen gänzlich ohne age statement, also wohl eher junge Abfüllungen.
Jung ist ja auch nicht schlecht, mag man nämlich mehr die phenolhaltigen Abkömmlinge des Wunderwassers. Trotzdem möchte man doch gerne sehen, wie jung...
Die Verknappung des Genussmittels "zwingt" den Handel zu Preisanstiegen.
Angebot und Nachfrage. Das kennt man ja noch aus dem Fach Politische Ökonomie des Kapitalismus. Nur dieses Theoretische leibhaftig erfahren zu müssen, ist unzweifelhaft eindringlicher als jeder noch so spannende 3D-Film.
Man geht von Abfüller zu Abfüller und findet dort plötzlich scheinbar außer Kontrolle geratene Preise vor. Selbst Klubmitgliedschaften verteuern sich hierzulande und in Leith selbst, an der Quelle quasi, wo es sogar einen Anstieg etwa auf das Fünffache gab (von 20 Euro auf 61.50 Pfund).
...jenseits von gut und böse, meint der langjährige Beobachter.
Also, lassen wir diese Preise weiter in die Höhe schnellen, indem wir noch schnell ordern, was die dicke Brieftasche hergibt. Wo gibt es noch die guten Schnäpse - nicht kühlgefiltert, vielleicht sogar in Fassstärke, möglichst aus dem Einzelfass und natürlich nicht gefärbt?
Da muss man heute bereits etwas länger suchen, aber man wird gerade noch so fündig bei Lüning & Co. und bei den unabhängigen Abfüllern in der Nähe: Cadenhead, Frau Kierzek, Whisky-Doris, Königsmann Neustrelitz, Jack Wiebers, Whisky & Genuss in Dresden, Anam na h-Alba, Oberhausen, Caminneci, Meckenheim oder SMWS...
Diese Aufzählung ließe sich weiter verlängern, wenn unsereiner nicht sogleich losrennen müsste, um nämlich noch vor Ihnen dort aufzukreuzen.
Sie verstehen schon!
Slàinte mhath!
Ihr Frosch
Es sieht gerade mächtig schlecht aus mit dem Wasser des Lebens.
Nicht nur, dass die Fässer weltweit zur Mangelware werden, obwohl inzwischen nicht nur die von Onkel Mateo oder Pedro Ximénez von Interesse sind. Keinesfalls! Selbst "nackige" Weißeichefässer, Fässer von Rot- oder Weißweinen, von Bourbon oder Rum oder Tante Friedels Hagebuttenwein sind gefragt.
Nun ja, auch an Zeit fehlt es den Schotten, die in immer kürzerer Zeit den stetig steigenden Bedarf decken möchten. Die Folge, feine Sorten mit ausführlicher Altersangabe machen Platz für gutklingende Namen gänzlich ohne age statement, also wohl eher junge Abfüllungen.
Jung ist ja auch nicht schlecht, mag man nämlich mehr die phenolhaltigen Abkömmlinge des Wunderwassers. Trotzdem möchte man doch gerne sehen, wie jung...
Die Verknappung des Genussmittels "zwingt" den Handel zu Preisanstiegen.
Angebot und Nachfrage. Das kennt man ja noch aus dem Fach Politische Ökonomie des Kapitalismus. Nur dieses Theoretische leibhaftig erfahren zu müssen, ist unzweifelhaft eindringlicher als jeder noch so spannende 3D-Film.
Man geht von Abfüller zu Abfüller und findet dort plötzlich scheinbar außer Kontrolle geratene Preise vor. Selbst Klubmitgliedschaften verteuern sich hierzulande und in Leith selbst, an der Quelle quasi, wo es sogar einen Anstieg etwa auf das Fünffache gab (von 20 Euro auf 61.50 Pfund).
...jenseits von gut und böse, meint der langjährige Beobachter.
Also, lassen wir diese Preise weiter in die Höhe schnellen, indem wir noch schnell ordern, was die dicke Brieftasche hergibt. Wo gibt es noch die guten Schnäpse - nicht kühlgefiltert, vielleicht sogar in Fassstärke, möglichst aus dem Einzelfass und natürlich nicht gefärbt?
Da muss man heute bereits etwas länger suchen, aber man wird gerade noch so fündig bei Lüning & Co. und bei den unabhängigen Abfüllern in der Nähe: Cadenhead, Frau Kierzek, Whisky-Doris, Königsmann Neustrelitz, Jack Wiebers, Whisky & Genuss in Dresden, Anam na h-Alba, Oberhausen, Caminneci, Meckenheim oder SMWS...
Diese Aufzählung ließe sich weiter verlängern, wenn unsereiner nicht sogleich losrennen müsste, um nämlich noch vor Ihnen dort aufzukreuzen.
Sie verstehen schon!
Slàinte mhath!
Ihr Frosch
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Die böse Sieben
Gedanken eines Reisenden bei Regen im Wartehäuschen
Ha! Wer kennt es nicht, das slowakische Kneipenspiel, gespielt mit einem gewöhnlichen Skatblatt?
Die Sieben sticht immer! Und sogar die "Herren" am Tisch fürchten sich vor dem "Fuchs", der nämlich "hinten die Eier hat".
Wer Pech hat, bekommt ein Fettbatzen aufgemalt, wer mehr Pech hat, gleich 'ne ganze Bockwurst.
So sieht es aus!
...und diese ominöse Sieben zieht sich scheinbar wie ein roter Faden durch des gemeinen Frosches Leben. Die Sieben ist das häufigste Doppelwürfelergebnis und die gegenüberliegenden Seiten ergeben in der Summe stets sieben. Man bleibt nicht nur, statistisch betrachtet, sieben Jahre im Tümpel oder im Job, ehe man auf die Suche nach Neuem geht, nein, man muss auch beim Umsteigen auf dem Weg zur Arbeit sieben Minuten warten.
Und, um beim Letzten zu bleiben, diese geheimnisvollen sieben Minuten sind offensichtlich bei jedem Umsteigen präsent!
So passiert es leicht, dass man in Berlin auf dem Weg zur Arbeit sieben, vierzehn (2 x 7), einundzwanzig (Sie vermuten richtig: 3 x 7) oder achtundzwanzig Minuten nur mit Warten verbringt. Und alles vermutlich auch nur, damit die statistischen Angaben zum durchschnittlichen Arbeitsweg in der Metropole stimmen.
Wie schnell wäre man im Betrieb (und auch abends wieder zu Hause!), wären es nicht sieben geheimnisvolle Minuten, sondern vielleicht nur zwei!
Vielleicht würde man dann aber auch so manche S-Bahn oder U-Bahn verpassen, weil man es einfach nicht schnell genug durch die schmale Gasse vor dem Ausstieg (auch Einstieg) schafft. Und drängeln sich die neuen Fahrgäste auch schon während des Aussteigens hinein, würde dieses avisierte Zeitfenster noch wesentlich enger.
Es ist wie es ist!
Da lässt selbst die cleverste Verkehrsplanung "keine Luft ran", soll heißen, dass man da überhaupt nichts machen kann.
Kurz:
Kurz ist zu kurz, und lang ist zu lang!
Bleibt also nur, sich die Wartezeit möglichst angenehm zu "verkürzen" und auch beim Herumstehen das zu tun, was man beim Herumfahren tut.
Sieben lesen ein Buch, vierzehn andere lesen im Kindle, einundzwanzig hören Musik, und wiederum achtundzwanzig tippen auf ihrem Smartphone herum, nicht ohne dauernd den virtuellen Staub herunterzuwischen.
So ungefähr.
Vielleicht.
Kommen Sie gut ins Büro!
...oder in die Bäckerei oder zur Schneeschieberausgabe oder.
Ihr inzwischen siebenmal verspätete Frosch
PS:
Probieren Sie manchmal auch Alternativen aus? Fahrrad, Auto?
Seh'n Sie!
Es scheint, als sei man für immer Leibeigener oder Gefangener der BVG.
Unserer BVG...
Ha! Wer kennt es nicht, das slowakische Kneipenspiel, gespielt mit einem gewöhnlichen Skatblatt?
Die Sieben sticht immer! Und sogar die "Herren" am Tisch fürchten sich vor dem "Fuchs", der nämlich "hinten die Eier hat".
Wer Pech hat, bekommt ein Fettbatzen aufgemalt, wer mehr Pech hat, gleich 'ne ganze Bockwurst.
So sieht es aus!
...und diese ominöse Sieben zieht sich scheinbar wie ein roter Faden durch des gemeinen Frosches Leben. Die Sieben ist das häufigste Doppelwürfelergebnis und die gegenüberliegenden Seiten ergeben in der Summe stets sieben. Man bleibt nicht nur, statistisch betrachtet, sieben Jahre im Tümpel oder im Job, ehe man auf die Suche nach Neuem geht, nein, man muss auch beim Umsteigen auf dem Weg zur Arbeit sieben Minuten warten.
Und, um beim Letzten zu bleiben, diese geheimnisvollen sieben Minuten sind offensichtlich bei jedem Umsteigen präsent!
So passiert es leicht, dass man in Berlin auf dem Weg zur Arbeit sieben, vierzehn (2 x 7), einundzwanzig (Sie vermuten richtig: 3 x 7) oder achtundzwanzig Minuten nur mit Warten verbringt. Und alles vermutlich auch nur, damit die statistischen Angaben zum durchschnittlichen Arbeitsweg in der Metropole stimmen.
Wie schnell wäre man im Betrieb (und auch abends wieder zu Hause!), wären es nicht sieben geheimnisvolle Minuten, sondern vielleicht nur zwei!
Vielleicht würde man dann aber auch so manche S-Bahn oder U-Bahn verpassen, weil man es einfach nicht schnell genug durch die schmale Gasse vor dem Ausstieg (auch Einstieg) schafft. Und drängeln sich die neuen Fahrgäste auch schon während des Aussteigens hinein, würde dieses avisierte Zeitfenster noch wesentlich enger.
Es ist wie es ist!
Da lässt selbst die cleverste Verkehrsplanung "keine Luft ran", soll heißen, dass man da überhaupt nichts machen kann.
Kurz:
Kurz ist zu kurz, und lang ist zu lang!
Bleibt also nur, sich die Wartezeit möglichst angenehm zu "verkürzen" und auch beim Herumstehen das zu tun, was man beim Herumfahren tut.
Sieben lesen ein Buch, vierzehn andere lesen im Kindle, einundzwanzig hören Musik, und wiederum achtundzwanzig tippen auf ihrem Smartphone herum, nicht ohne dauernd den virtuellen Staub herunterzuwischen.
So ungefähr.
Vielleicht.
Kommen Sie gut ins Büro!
...oder in die Bäckerei oder zur Schneeschieberausgabe oder.
Ihr inzwischen siebenmal verspätete Frosch
PS:
Probieren Sie manchmal auch Alternativen aus? Fahrrad, Auto?
Seh'n Sie!
Es scheint, als sei man für immer Leibeigener oder Gefangener der BVG.
Unserer BVG...
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Wartezeit
Dienstag, 4. Oktober 2016
Feiertag!
Ein kleiner Reisebericht: Dem Flüchtigen auf der Spur
Ein Feiertag ist zum Feiern da, das weiß ja jedes Kind. Aber was bedeutet es, zu feiern? Der Tag der Republik ist ein solcher Tag, an dem am liebsten die ganze Nation feiern sollte. Saufen, futtern, lustig sein...
Es ist etwas anders geworden im Laufe der Jahre. Zuerst erfolgte dieses ominöse Vordatieren. Der 7. Oktober mutierte zum 3. Oktober. Die "Genossen" wussten schon, klaue nie einem Volk seine Feiertage! Und unsereinem ist es piepegal, ob man üblicherweise am 7. oder am 3. abbaden geht...
Der des offiziellen Feierns müde Frosch verzieht sich also gerne in die Provinz zum "Feiern" (Beene baumeln lassen, futtern, lustig sein...) und konnte ja nicht wissen, dass ausgerechnet ihm dorthin die zentrale Feier folgen sollte.
Planänderung.
...also sich noch tiefer in die Provinz verkriechen! Hirschbachmühle, danach Reinhardtsgrimma, Kirche und Schloss, ein Abstecher nach Glashütte.
Wie spät ist es doch gleich?
Kaffeetrinken wieder in Dresden und "Austrudeln" in einer dortigen Studentenkneipe.
Am Sonntag ging es dann nach Freiberg.
Baustellen und entsprechende Umleitungen versprachen vielseitige Unterhaltung. Geländespiel und Schnitzeljagd mit Schikanen und erschwerten Bedingungen. Immerhin kamen wir hin!
Ein kleiner Vorgriff:
Dass wir auch wieder aus der Stadt heraus kamen, ist bis jetzt immer noch gänzlich unerklärlich, führten doch die beiden Umleitungen, die zur 101 oder 173 nämlich, immer wieder im kleinen Bogen in die Innenstadt zurück.
Ein garantierter "Spaß" für ausländische Gäste und Nicht-Sachsen!
Diese Stadt lässt einen nicht mehr los!
Weiter im Programm:
Im Dom erlebt man geführte Besichtigungen mit Hörprobe der Gottfried-Silbermann-Hauptorgel. Was dem einen polyphon ist, erscheint dem anderen eher kakophon, aber an der Goldenen Pforte herrscht dann wieder Einigkeit beim Bewerten der herausragenden Figuren und Ornamente mit tieferer, biblischer Bedeutung.
Sieh an, Kopien dieses Portals gibt es in Boston und Moskau!
Im Böhmischen Restaurant erwarten den Gast nicht nur klassische Tschechenbiere. Die haben nämlich den Trend erkannt und auch schon den Anschluss gefunden an den modernen Geschmack der Biervielfalt.
Der einfältige Einheitsbiergenießer hingegen könnte sich dort ganz schön wundern über Craft Beer oder American Ale böhmischer Herkunft...
Schade, dass Bestellen, Servieren und Kassieren gefühlte Ewigkeiten dauerten. Und egal wie gut das Essen schmeckte, gibt der eine oder andere am Ende (endlich!) dann doch kein, oder aber kaum Trinkgeld.
Sagte ich schon "Schade"?
Im Sauseschritt ging es dann zu den zehntausendmillionen Kristallen und Mineralien im Schloss Freudenberg. Ein Mineral schöner als das andere.
Die geografische Aufteilung der ausgestellten Minerale nimmt man ab dem zweiten Saal schon nicht mehr richtig wahr. Einfach überwältigt verfällt der Besucher nur noch in stoisches Geglotze oder aber er jauchzt bei jedem neuen Exponat mit (bereits) heiserer Stimme.
Hier bräuchte man neben der örtlichen Nähe auch noch eine Museums-Jahreskarte, um immer im Wochenabstand eine neue Vitrine studieren zu können.
...andernfalls bleibt man unter Verlust seines geistigen Aufnahmevermögens früher oder später auf der Strecke.
Einfach so!

Den letzten Tag der Flucht - dieses etwas verlängerten Wochenendes - erlebte der platschfüßige Protagonist behelmt im heimischen Dachkastenbei Wasser und Brot in und mit Steinwolle.
Das Starksche Motto aus Winterfell ist in gewisser Weise nur noch teil-angsteinflößend. ...und abends am Kamin hat jeder bereits vergessen, was damit eigentlich gemeint sein könnte.
Da bleibt dann nur noch der Griff zur Fernbedienung, um wenigstens etwas vom Einheitsfest der Deutschen zu erfahren, falls man inzwischen nicht auch vergessen hat, warum es einen Tag länger frei gab.
Und mir kommt es gerade noch nicht einmal mehr so vor, als hätte man überhaupt länger frei gehabt.
So was von flüchtig...
...und gewöhnlich wie immer!
Ihr Normalo-Frosch
Ein Feiertag ist zum Feiern da, das weiß ja jedes Kind. Aber was bedeutet es, zu feiern? Der Tag der Republik ist ein solcher Tag, an dem am liebsten die ganze Nation feiern sollte. Saufen, futtern, lustig sein...
Es ist etwas anders geworden im Laufe der Jahre. Zuerst erfolgte dieses ominöse Vordatieren. Der 7. Oktober mutierte zum 3. Oktober. Die "Genossen" wussten schon, klaue nie einem Volk seine Feiertage! Und unsereinem ist es piepegal, ob man üblicherweise am 7. oder am 3. abbaden geht...
Der des offiziellen Feierns müde Frosch verzieht sich also gerne in die Provinz zum "Feiern" (Beene baumeln lassen, futtern, lustig sein...) und konnte ja nicht wissen, dass ausgerechnet ihm dorthin die zentrale Feier folgen sollte.
Planänderung.
...also sich noch tiefer in die Provinz verkriechen! Hirschbachmühle, danach Reinhardtsgrimma, Kirche und Schloss, ein Abstecher nach Glashütte.
Wie spät ist es doch gleich?
Kaffeetrinken wieder in Dresden und "Austrudeln" in einer dortigen Studentenkneipe.
Am Sonntag ging es dann nach Freiberg.
Baustellen und entsprechende Umleitungen versprachen vielseitige Unterhaltung. Geländespiel und Schnitzeljagd mit Schikanen und erschwerten Bedingungen. Immerhin kamen wir hin!
Ein kleiner Vorgriff:
Dass wir auch wieder aus der Stadt heraus kamen, ist bis jetzt immer noch gänzlich unerklärlich, führten doch die beiden Umleitungen, die zur 101 oder 173 nämlich, immer wieder im kleinen Bogen in die Innenstadt zurück.
Ein garantierter "Spaß" für ausländische Gäste und Nicht-Sachsen!
Diese Stadt lässt einen nicht mehr los!
Weiter im Programm:
Im Dom erlebt man geführte Besichtigungen mit Hörprobe der Gottfried-Silbermann-Hauptorgel. Was dem einen polyphon ist, erscheint dem anderen eher kakophon, aber an der Goldenen Pforte herrscht dann wieder Einigkeit beim Bewerten der herausragenden Figuren und Ornamente mit tieferer, biblischer Bedeutung.
Sieh an, Kopien dieses Portals gibt es in Boston und Moskau!
Im Böhmischen Restaurant erwarten den Gast nicht nur klassische Tschechenbiere. Die haben nämlich den Trend erkannt und auch schon den Anschluss gefunden an den modernen Geschmack der Biervielfalt.
Der einfältige Einheitsbiergenießer hingegen könnte sich dort ganz schön wundern über Craft Beer oder American Ale böhmischer Herkunft...
Schade, dass Bestellen, Servieren und Kassieren gefühlte Ewigkeiten dauerten. Und egal wie gut das Essen schmeckte, gibt der eine oder andere am Ende (endlich!) dann doch kein, oder aber kaum Trinkgeld.
Sagte ich schon "Schade"?
Im Sauseschritt ging es dann zu den zehntausendmillionen Kristallen und Mineralien im Schloss Freudenberg. Ein Mineral schöner als das andere.
Die geografische Aufteilung der ausgestellten Minerale nimmt man ab dem zweiten Saal schon nicht mehr richtig wahr. Einfach überwältigt verfällt der Besucher nur noch in stoisches Geglotze oder aber er jauchzt bei jedem neuen Exponat mit (bereits) heiserer Stimme.
Hier bräuchte man neben der örtlichen Nähe auch noch eine Museums-Jahreskarte, um immer im Wochenabstand eine neue Vitrine studieren zu können.
...andernfalls bleibt man unter Verlust seines geistigen Aufnahmevermögens früher oder später auf der Strecke.
Einfach so!
Den letzten Tag der Flucht - dieses etwas verlängerten Wochenendes - erlebte der platschfüßige Protagonist behelmt im heimischen Dachkasten
Das Starksche Motto aus Winterfell ist in gewisser Weise nur noch teil-angsteinflößend. ...und abends am Kamin hat jeder bereits vergessen, was damit eigentlich gemeint sein könnte.
Da bleibt dann nur noch der Griff zur Fernbedienung, um wenigstens etwas vom Einheitsfest der Deutschen zu erfahren, falls man inzwischen nicht auch vergessen hat, warum es einen Tag länger frei gab.
Und mir kommt es gerade noch nicht einmal mehr so vor, als hätte man überhaupt länger frei gehabt.
So was von flüchtig...
...und gewöhnlich wie immer!
Ihr Normalo-Frosch
Samstag, 24. September 2016
Feierabend!
Warum haben Frösche Frauen?
Sie denken bestimmt, damit unsereiner ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn er 'n Weechbier trinkt?
Weit gefehlt! Nö, das Weechbier reicht gewöhnlich sowieso nicht bis nach Hause. Der Weech ist einfach viel zu lang!
Und fährt man eben mit der S-Bahn, gehört es wenigstens am Freitag dazu, auch weil es eben nicht erlaubt ist. Ach, sind wir Rebellen!
...an den anderen Tagen jedoch wirklich nur, wenn man z.B. in den Pub fährt, sich mit Kollegen zum Spieleabend trifft, vom Sport kommt, aber sonst bestimmt NICHT! Nee, nee!
Nun ja, es reicht gewöhnlich höchstens bis zum Ostkreuz, und wenn man mal länger auf den Zug warten muss, ist Leninallee bereits Schluss... So sieht's nämlich aus!
Jedenfalls, so gemütlich nach Hause getrullert, werden einem sogleich Hut und Parka zugeworfen, kaum dass man den Begrüßungskuss schafft.
Ab geht's!
Fünf Minuten vor Hosenknopf, wenn 'de rennst, denn schaffst'ditt noch!
Sie ahnen es schon - da hat wohl doch jemand an die Parkbühne gedacht.
Und es ging tatsächlich dorthin. Abendbrot (Ha-ha, 'ne Schmalzstulle und zwei der meist knappen Bratwürste ergattert. Bouletten wurden als Reserve erst mal zurückgehalten.) gab es eben beim Konzert. Beim Tanzen wäre höchstwahrscheinlich der Mostrich heruntergekleckert, aber solange man nur beim Zuhören ist, kann man eigentlich gefahrlos abbeißen und kauen.
Dermaßen gestärkt ging es "hinein" ins Konzert. Apfeltraum spielten natürlich Altes, manchmal aber nicht so intensiv, wie man es von damals in Erinnerung hat. Vielleicht hat man es aber früher auch nur intensiver empfunden, weil es spannend und irgendwie konspirativ war, die zwischen den Textzeilen versteckten Botschaften zu erahnen, ...quasi zu entschlüsseln.
The times they are a changin'...
Engerlings Version von Bob Dylans bekanntem Titel eröffnete nach kurzer Umbaupause und eher rudimentärem Soundcheck den zweiten Teil des Abends. Dreimal hoch- und zweimal heruntergeregelt, und alles hörte sich so an, wie erwartet.
Ich ahne jetzt schon Ihre Frage.
Na klar, der Moll-Blues kam als vierter Titel. Zufrieden?
Ein schöner Abend, und dennoch versuchte unsereiner immer wieder irgendwo nach dem Blueser Ausschau zu halten.
...ehe einem erneut einfiel, dass wir hier niemals wieder ein Bier gemeinsam trinken werden.
The times they are a changin'...
Schönes Wochenende jedenfalls!
Ihr Frosch
PS:
Zum Vormerken:
13. November 15:00 Uhr in der Wabe.
Wir sehen uns bestimmt dort.
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