Montag, 18. März 2019

...Monokel in den Salat gefallen?

Was erzählte Harald?
"Monokel in' Salat jefallen.
Situation jerettet.
Salatblatt ins Ooge jedrückt!".

Nun ja, das hat aber gewiss nichts mit dem Kistenabend am letzten Sonnabend zu tun. Dort spielten nämlich die Musikanten von Monokel (die Kraftblueser, falls es jemand genau wissen möchte) auf.

Und Lefty war wieder mit dabei.
Ja, er ging am Stock (im wahrsten Sinne des Wortes) und er musste während der Vorstellung sitzen, aber er war mit dabei!
Die Freude war bei allen Anwesenden so groß, dass schon während seines Einmarsches jeder aufstand und im Nu die komplette Tanzfläche in der Kiste besetzt war. Im Tanze drehen? Kaum eine Chance. Aber wozu auch, wollte man doch nicht nur Töne im Ohr, sondern auch die Band im Auge...




Irgendwie erfasste vom ersten Takt die Begeisterung das Publikum, und nicht selten meinte jemand am Ende, dass es wohl das absolut beste Monokelkonzert aller Zeiten gewesen sein müsse.
Grandios oder einfach nur Freude über Leftys Anwesenheit?
Wer will das wissen?
Unsereiner garantiert nicht. Hauptsache es hat Spaß gemacht! Uns und der Band!

Und in verklärter Erinnerung an den wunderschönen Abend verabschiedet sich jetzt
Ihr Frosch

Samstag, 16. März 2019

Friedrichshagen
...mal keine Dampferfahrt

Hungrig?
Sie wussten doch, dass man dort nichts findet. Na ja, das stimmt nur bedingt, denn an manchen Spielorten gab es tatsächlich Kleinigkeiten zum Essen. Wer also mit einer Currywurst oder Boulette zufrieden war, konnte sich in der Spindel laben und gleichzeitig dem Soundcheck lauschen.
Punkt acht war unsereiner dann bei Bluewater im Ratssaal - eine mehrfache Freude, der Band wegen und auch ob der ausgesprochen netten Örtlichkeit. Demnächst soll im Rathaus auch ein eigenes Bier gebraut werden. Der Wartezeit geschuldet behalf man sich erst einmal mit Vergorenem aus Altlandsberg. Nicht übel.


Nach zwei Musikblöcken setzte sich die Neugier durch, und es ging mal kurz in den Keller zu Searchin' The Roots. Den Abend schlossen wir beim Schumann Trio ab.

Man konnte viel quatschen, interessante Biere verkosten, aber auch Weiß- oder Rotwein oder Mojito probieren.
So 'n Kneipenfest ist 'ne prima Idee. Und wer weiß, dass es mit dem Essen nicht ganz so "goldig" aussieht, kann sich ja vorher den Wanst vollhauen, oder?



Man sieht sich also dort, bei dieser oder jener Band.

Bleiben Sie wohlauf!
Bis nachher bei Monokel in der Kiste,
Ihr Frosch

Mittwoch, 20. Februar 2019

'Brothers in Farms'

Nach weiteren traurigen Ereignissen im Freundeskreis bemerkt man irgendwann, bei denen, die übrig sind, geht das Leben weiter, sogar, ohne ständig auf die schlimmen Möglichkeiten und Eventualitäten fixiert zu sein. Genau so ist das!
Und weil eben das Leben weiter geht, gibt es auch wieder Freude an diesem oder jenem Ding, an Musik, an Filmen, an Feten...

Und es galt, ein Weihnachtsgeschenk einzulösen. Flugs ging es nach der Arbeit in die Zone (Nicht in die Zone, sondern in die, die den Grob- und Feinstaub aus alten Dieselfahrzeugen seit über zehn Jahren, mehr oder weniger erfolgreich, auszusperren versucht).

Hunger!
Geht man beim Columbia-Theater schnell mal um die Ecke, landet man ganz fix bei einem Italiener, der den Hauswein so servierte, wie einst Tante Friedel den Hagebuttenwein, der einem ab dem zweiten Glas die Beine wegknicken ließ:
im Keramikkrug nämlich und mit Mostrichglas (!).
Und er schmeckte!
Die Pizza ebenfalls.

Dann sah man sich auch schon rennen, im Rennen die Jacke anziehend, dabei die Eintrittskarten heraussuchend und guckend, ob man auch noch genügend Geld fürs Bier übrig hatte.

Da war dann auch noch so viel Geld, dass man unweigerlich am Merchandising-Stand herumschaute und sich darüber freute, dass die Kapelle dortselbst ihre Utensilien, vor allem komische Hüte, unters Volk zu bringen versuchte. Das muss auch ziemlich erfolgreich gewesen sein, denn gefühlt trug der halbe Saal den Herman-Hut.

Und jetzt wissen Sie auch schon, wohin uns unsere Kinder (keinesfalls uneigennützig) gelotst hatten:
zu Steve 'n' Seagulls, der finnischen Country-Band.

Was uns zuerst in den Sinn kam, war Schrammelmusik mit Kuhglocke vielleicht, aber weit gefehlt. Es war ein mitreißender Sound, der auch die Sinne wach hielt, weil man ständig rätselte, woher man den Titel kannte.


Ach ja. das ist doch Rammstein!
Steppenwolf?
Und jetzt Zeppelin!
Und hopsend und johlend, dabei nicht unwesentlich viel Bier verkleckernd, machte sich allmählich unten Klebrigkeit und oben Heiserkeit breit.
...trotzdem jede Menge Spaß!

Auf bald also!
Ihr Konzert-Frosch

Dienstag, 22. Januar 2019

R.I.P Achim

2019.
Dein Schicksal lähmt uns noch.
Gerade wurdest Du zur letzten Ruhe gebettet und unsereiner vermisst den, der stets kritisch und mit angemessener Distanz die Tümpelbeobachtungen hinterfragt hat.
Der aber auch manchmal sogar neue Beiträge angemahnt hatte...

Nun fehlt diese mahnende Erinnerung, und deswegen wird am Tümpel gerade auch wenig getuschelt.

Unsere Hoffnung, die auch bestimmt in Deinem Sinne wäre:
Nach dieser temporären Lethargie werden ziemlich sicher neue Beiträge an dieser Stelle folgen.
...aber etwas Zeit benötigen wir Frösche noch.

Solange also,
Ihr/Dein Frosch

Freitag, 14. Dezember 2018

...ist gerade unregelmäßig

Das volle Zitat lautet etwa:
"KLING-KLONG! Der Zugverkehr auf der U-Bahn-Linie 8 ist zurzeit unregelmäßig. Wir bitten um Entschuldigung."

Nö! Da das ja jeden Tag so ist, egal ob morgens auf dem Weg zur Arbeit oder abends wieder nach Hause, und da das ja auch für die Linien U6 und U9 und bestimmt noch weitere zutrifft, entschuldige ich das überhaupt nicht (mehr)!
Verkehrsbetriebe! Wenn Ihr schon nicht in der Lage seid, Eure Züge zu warten oder warten zu lassen (stattdessen lasst Ihr lieber die Fahrgäste warten!), um damit einen einigermaßen planmäßigen Zugverkehr aufrecht erhalten zu können, ändert doch wenigstens die blöden Ansagen, bei denen der normale Fahrgast ja bereits zusammenzuckt, wenn die "Glöckchen" aus den Lautsprechern erschallen.


Wie wäre es denn, immer nur den regelmäßigen Zugverkehr anzukündigen? Die Fahrgäste würden sich über so viel Entgegenkommen garantiert freuen.

Ein ziemlich ungehaltener U-Bahn-Fahrer,
Ihr Frosch nämlich

Montag, 10. Dezember 2018

Steckstnfingerinarschunddrestn

...und hier ist die Frage, die zur Überschrift passt: "Wie kommste am schnellsten nach Dresden?".
Man bemerkt schon, dass man selbst in unserer kleinen, fast winzigen DDR 'ne Menge Geographie lernen konnte...
Jetzt aber im Ernst, was macht der Preuße, der einen Wochenendausflug nach Dresden im Nikolausstiefel gefunden hat?

Sie ahnen es bestimmt schon.
Kultur ist angesagt gewesen.
Quasi.
Irgendwie.


Kommt man nachmittags im Regen in die Stadt (aus nördlicher Richtung), begrüßt einen zuerst die Moschee, ehemals Zigarettenfabrik, jetzt Bürogebäude und Kulturfabrik Yenidze. Jedenfalls haben wir dort schon "unterm Dach" bei Kerzenschein Märchen aus 1001 Nacht gehört.
Nicht diesmal.

Relativ zeitnah sprintete unsereiner zum Striezelmarkt, in der Hoffnung, am Freitag wäre es dort nicht ganz so voll...



Und dann gibt es noch jede Menge weiterer Märkte, die sich an Reiz in altstädtischer Umgebung stets sehr einladend präsentieren. An manchen Ecken hat man quasi das Gefühl, Dresden besteht fast nur aus den Hackeschen Höfen.





Hier Töpfereiwaren, dort Aquarelle, schnell ein Craft Beer im Gehen, 'n heißen Winzerglühwein dort, ein Blick in den und aus dem Kulturpalast, über die windigen Elbbrücken gehuscht, Goldener Reiter, Böhmische Kellerkneipe, Pub, fast schon fußmüde im Kellerkabarett...



Spätabends mit ausgestreckten Beinen wieder im warmen Zuhause bei Freunden.
"Liebascht ä Mogga oda ...?".
Ja, ein Whisky wär' jetzt nicht schlecht.










Wochenenden vergehen nur immer so wahnsinnig schnell!
Schönen Advent,
Ihr Weihnachts-Frosch

Dienstag, 4. Dezember 2018

Besinnlichkeit - was sonst?

Zeit der Besinnlichkeit (oder Besinnung?) bedeutet, die U-Bahn-Bettler etwas großzügiger abzuspeisen, oder wenigstens nicht ganz so ablehnend ihnen gegenüber zu sein.
Mann kannn es sich ja leisten, deutlich zu sehen an den riesigen Tüten und Paketen, die manch einer aus den bunt glitzernden Kaufhäusern oder Weihnachtsmärkten schleppt. Hier jedenfalls den einen oder anderen Euro abzuknappsen, bringt vielleicht nichts, tut aber garantiert auch nicht weh.

Besinnlichkeit geht u.U. aber noch weiter. Man selbst will aus "alter" Tradition Berlins Glühweinvielfalt verköstigen, bleibt aber letztendlich doch wieder beim Zarenpunsch hängen - heißer Georgischer Rotwein mit Wodkakirschen verfeinert und bei Bedarf auch noch eine Sahnehäubchen obenauf...



Im Tippelschritt geht es durch die Menge, hier 'ne Wurst, da 'n Krapfen, gebrannte Nüsse, Lebkuchenherzen mit viel Text oder kandierte Äpfel.
Kennen Sie eigentlich jemanden, der möglicherweise schon mal einen kandierten Apfel gegessen hat?

Holzspielzeug, Kerzen, Delikatessen fester oder flüssiger Art.
Mann, geht es uns gut!




Besinnlichkeit in den Gesichtern?
Keine Spur.
Jeder spurtet irgendwie von irgendwo nach irgendwo oder nirgendwo. Kaum Zeit, die Thüringer mit Mostrich richtig zu genießen, dafür kommt aber noch 'n Kurzer in den übersüßen "Glühweinverschnitt".
Weiter geht die Hatz mit bekleckertem Lätzchen und süßweinklebrigen Fingern...




Unsereiner hopste dann noch in den Dom, zum "Advent am sächsischen Königshofe". Händel, Vivaldi, Teleman u.a. brachten mit Pauken und Trompeten weihnachtliche Stimmung. Virtuose Musikanten ließen es uns quasi miterleben.

Mein Fazit:
Die Frauenkirche hat eine bessere Akustik und auf dem Nach-Hause-Weg mit defekten Türen in S- oder U-Bahn, mit Pendel- und Ersatzverkehr geht eine derart erhaschte Besinnlichkeit doch ziemlich schnell verloren...

Schöne Adventszeit!
Ihr Besinnlichkeit suchender Frosch