Freitag, 21. September 2018

The Dark Side of the Moon

Im Jahr der X. Weltfestspiele schmetterte Pink Floyd ein Album in die weite Welt hinaus, das immer noch, inzwischen fast ein halbes Jahrhundert später, Leute in Wallungen versetzt. Gewissermaßen.
Und hier scheint es völlig egal zu sein, ob man die alte Platte mit dem berühmten Prisma herausholt, um sie fein entstaubt aufzulegen, oder - ist man etwas besser mit den Augen - die viel kleinere CD abspielen lässt.
...aber eher wird man vielleicht, viel zeitgemäßer, MP3s durch die Ohrstöpsel ins Hirn schwappen lassen.



Ein neues visuelles Klangerlebnis (Kann man das überhaupt so sagen?) versprach das Planetarium im Prenzl'berg mit seiner 360°-Halbkugelprojektion.
Im Liegen quasi ließ man sich dort in die winzigen Weiten unseres Sonnensystems entführen, kollidierte mit dem Mond, drang ein in dreidimensionale Fraktale, dass man sich manchmal am Platznachbarn oder der Sessellehne festhalten musste, ehe man von lautem Weckerklingeln, Sekundenklicks und Uhrengeläut als Molekül im Innern eines chronometrischen Universums erwachte.
Rasante Fahrten durch...
Ja, wodurch?
Man sah die Saiten der Gitarren aus der Amöbenperspektive, wuchs uns wuchs und flog durch wabernde, bunte Schlieren mitten durchs All.

Stilbrüche - erst waren es exakte Fraktale, dann plötzlich ausgefranste Kaleidoskopbilder - die den Zeitsprung in die Siebziger vollzogen. Plötzlich wähnte man sich mitten im Rockpalast, ehe augenbewachsene stilisierte Darmzotten tausendfach von allen Seiten in das eigene Innere schauten.

Fühlt sich so ein LSD-Rausch an?
Als man ganz behutsam und sachte wieder in die Wirklichkeit zurückstürzte, konnte man erst nicht glauben, dass die olle Platte wirklich nur so unglaublich kurz gewesen sein soll...

Das war ja vielleicht was!
Ihr immer noch leicht benebelter pinke Floyd-Frosch


Donnerstag, 30. August 2018

Urlaubsende

Heute - es ist ja auch fast schon September - ist es den ganzen Tag angenehm. Berlin: Es regnet leicht und temperatürlich ist alles im "grünen Bereich". Endlich!
Ob sich das vertrocknete Unterholz der Wälder (im Harz gesehen) wieder erholen wird? Die Straßenbäume haben bereits begonnen, etwas Laub abzuwerfen, ...und Früchte auch.
Deswegen wohl leiden gerade hin und wieder auch die wilden Schweine an Bauchweh, wenn die noch grünen Eicheln vertilgt werden.
Uns Fröschen geht es gut, obwohl auch der Moorfrosch nebenan eine sogenannte Zwischenform, temporären Zwergenwuchs nämlich, ausgebildet hat. Ein bekannter Froschdoktor meinte aber, das vergehe mit dem nächsten Jahr. Hoffentlich!

Weniger unbekümmert ist man da schon, wenn man Nachrichten, z.B. aus Gormorgschdod, hört und sieht.
Ihr Erich, also der Kästner, meinte einst, man hätte vielleicht noch bis 1928 das tausendjährige dritte Weltreich (1933-1945) verhindern können, und ich kann in Ihrem Sinne nur hoffen, dass es jetzt noch nicht 1929 ist...

Unser Tümpel steht allen offen, grünen, türkisen und sogar braunen Fröschen! Enten werden hin und wieder verjagt, und gegen die Quanten der Menschen, die die bei bester Gelegenheit ins Nass stecken und baumeln lassen, können wir sowieso nichts machen.
Die Froschwelt ist also rundum einigermaßen in Ordnung, und in der freien Zeit kann unsereiner auch mal die Nase aus dem Tümpel stecken und vielleicht nach Rummelsburg oder Stralau hüpfen, oder?
Na gut, die Bucht ist vielleicht nicht die sauberste, aber da liegen wenigstens kulinarische Kähne in Reichweite, und so ein Sonnenuntergang "über" Berlin ist ja auch nicht übel.


Es könnte wirklich sooo schön sein, wenn unsereiner beim Schnabulieren nur nicht ständig an Gormorgschdod denken müsste!

Bleiben Sie wachsam!
Ihr Frosch

Donnerstag, 23. August 2018

Erwischt, gefesselt und eingesperrt?

Ein nicht einmal einminütiger Dialog,
eigentlich doch wohl mehr ein nicht einmal einminütiger Monolog:

"Stopp!"
Gegenseitige Vorstellungsrunde, dann:
"Ihr Auto ist ziemlich alt, aber es hat doch wohl schon einen Tacho!?"
"Ähh...".
"Dreißig heißt nicht zweiunddreißig oder dreiunddreißig!"
"Oh, ähh...".
"Jetzt gehen die Erstklässler zur Schule. Fahren Sie also umsichtig!"
"Ja, ähh... Danke".




Samstag, 14. Juli 2018

Einfach mal dasitzen und...

...Bier trinken, 'ne Bratwurst essen, einen Eimer Bowle trinken und und und. Da könnte einem tatsächlich jede Menge einfallen am Freitag nach Feierabend. Und das alles konnte man auch tatsächlich tun in lauer Sommerluft im Garten des Bornholm II.

Da geht man ja nun nicht alle Tage hin, obwohl es am Vortag auch schon gute Musik dort gab.
Heute jedenfalls hatte Jenny gerufen, und wir kamen prompt, ...ihren Geburtstag mitzufeiern.

Laue Abendluft wurde flugs eingetauscht gegen stickige Hitze, brodelnde Dämpfe und vielfältige Töne.





Man lauschte dem saxophonischen Geburtstagsständchen und dem unverwechselbaren Klang von Bluewater, gab tosenden Beifall ab und verzog sich am Ende ganz flink in die noch immer laue Abendluft nicht ohne den guten Vorsatz, gleich wieder zum nächsten und abernächsten Musikblock zurück- und einzukehren.

Gesagt - nicht getan!
Unser musikalisches Hörbedürfnis war weniger stark als der Drang, mit Freunden zu plauschen, die man nicht so häufig trifft, oder einfach mal den Grillen zuzuhören.
Bestimmt war es auch drinnen noch schön (schön warm ganz bestimmt), aber die lange Woche steckte vielleicht so manchem in den Knochen, und der Weg zum Tresen war einfach kürzer als der Weg ganz hinein...

Jenny, es war schön!
Und Ihr anderen Musikanten, seid nicht traurig. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll mit dabei.

Ja, Ihr Frosch macht jetzt die Beene ganz lang am Teich und sagt, ...ach nüscht!

Einfach nur: Schönes Wochenende!
Ihr Frosch


Alarm am Tümpel

N-Nitrosodimethylamin (NDMA) ist ins Wasser gelangt, weshalb empfohlen wird, nicht nur nichts mehr aus dem Tümpel zu trinken, sondern bis zum vollständigen Wasseraustausch, bzw. einem Starkregen ab 45 l/m², dieses Gewässer zu verlassen. Man merkt also, die oberste Froschbehörde kümmert sich.

Bei Ihnen etwa auch?
Keinesfalls! Sie können die paar Pillen, die der eine oder andere sogar schon seit Jahren einnimmt, ruhig weiter fressen. Ist sowieso schon zu spät, oder aber Sie können das ab. Ein gepökeltes Eisbein, mit ein oder zwei Pils genossen, ist ja auch nicht ohne... Das wissen Sie bereits, aber hat es Folgen?
Sehen Sie!

Und, dass das verdreckte Valsartan, welches aus China billig erworben worden ist, Ihnen nicht mehr zugemutet werden soll?
Oder, dass man, da man ja bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln jeden Empfänger kennt, an Ihrer Tür klingelt, ein unvergiftetes Schächtelchen hinhält, im Gegenzug Ihnen die alte (angebrochene) Schachtel abnimmt...?
Fehlanzeige!
So weit geht anscheinend die "Liebe" nicht.


Ich würde mir an Ihrer Stelle die Deliquenten merken und ihre eigenen Pillen schlucken lassen, die dann hoffentlich auch noch schön bitter sein werden!
Aber mal ganz abseits aller Wunschgedanken: Gibt es denn keine sinnvolle Eingangskontrolle? Man wusste doch, dass das Syntheseverfahren 2012 geändert worden ist. Da läuten doch stets alle Alarmglocken, und man nutzt ausgefeilte Analysetechnik, die Wirkstoffmischung neu zu charakterisieren, bzw. die neue Wirkstoffmischung überhaupt zu charakterisieren. Üblicherweise.
Sie ahnen aber schon, ...das kostet nämlich was. Und so bleiben eben vielleicht Sie und vielleicht wir alle auf der Strecke. Dafür hat man den Begriff Kollateralschaden parat.

Und da das Ding 'nen Namen hat, kann man wenigstens darauf schon mal anstoßen!

Prosit!
Ihr nun etwas hypertone Frosch

Wen es interessiert:
>>> Fragen und Antworten zum Valsartan-Rückruf
>>> Liste der betroffenen Hersteller und Chargen

Sonntag, 10. Juni 2018

Biesdorf heiß und trocken

Na klar, trocken.
Sie erinnern sich doch noch an letztes Jahr, als Sie durch fast knietiefes Wasser tanzten... Diesmal blieben die Himmelsschleusen geschlossen, und das wenige Nass, außer literweise Schweißbäche natürlich,  quälte sich lediglich durch die Zapfhähne.
Das ist dort eben so! Na und?


Die Besetzung des Abends: Pangea und Starfucker.
Pangea entschuldigte sich gleich zu Beginn dafür, dass sie auf deutscher Bühne die beiden einzigen deutschsprachigen Beatlestitel leider nicht auf deutsch singen können.
Schwach! Hätten sie einfach ohne großes Palaver englisch gesungen, na gut, aber mit Ansage blöde dazustehen, war eher etwas unklug. Nicht alle Opernsänger verstehen die italienischen Opern und können sie dennoch singen, und unsereiner singt По долинам и по взгорьям ja auch ohne besondere Russischkenntnisse.
Ich sage es also noch dreimal: schwach, schwach, schwach!

Piepegal, ohnehin sind die Beatles immer nur ein notwendiges Anhängsel des Abends. Die Stones waren der Höhepunkt. Mike Kilian forderte zwar keine Büstenhalter ein und kam ohne Jack-Daniels-Fahne auf die Bretter, aber sang wie gewohnt, unterstützt von der Band und diesmal auch einem Saxophon.






Sehr schnell war die Tanzfläche zugetanzt, aber man wiegte sich in der nicht enden wollenden Bierschlange weiter, hoppelte mit der Bratwurst in der Hand und sang laut mit, während man die Schmalzstulle zerkaute.

Heiß war es ohnehin, und die körperliche Betätigung ließ kein Haar trocken. Schweißtriefend mit einem seltsamen Lächeln im Gesicht liefen wir nach Hause und ließen den angebrochenen Abend bei Whisky und Guinness am Lagerfeuer ausklingen.

Mein Fazit: Schlau, wer sich rechtzeitig die Karten besorgt hat.

Bis im nächsten Jahr wieder dort!
Ihr Sing- und Hüpffrosch

Samstag, 5. Mai 2018

Es hat also geklappt.
Irgendwie.

Berlin hat es also geschafft!
Zwar haben sich die beiden Großen aus Köpenick und der Malzfabrik nicht vernünftig ins Benehmen gesetzt, um dem alten Irrsinn abzuschwören, stets zum selben Termin die Maltheads aus Berlin und Umgebung anzulocken, hierhin oder dorthin eben...
Der Appell, dass doch Berlin wohl zwei Whiskymessen "verträgt", wurde offensichtlich missverstanden, und unsereiner muss sich schon jahrelang entscheiden: hierhin ODER dorthin.
Beides geht schlecht, wollen doch die Enkelkinder ebenfalls etwas vom Wochenende abbekommen...

Jetzt ist sie aber da, die ZWEITE richtige Whiskymesse, die nach vorn sowie nach hinten soviel Zeit lässt, dass man in der Zwischenzeit gut für eine neue Verkostungsrunde oder sogar den Kauf ganzer 700 Milliliter eines erlesenen Tropfens sparen kann.

Es bleibt natürlich abzuwarten, wie die neue Lokalität bei den Besuchern ankommt. Am allerersten Tag trampelte man sich noch nicht tot dort. Man hatte Platz und jede Menge Gelegenheit, sich mit den Ausstellern zu unterhalten. Einer kredenzte sogar alles aus dem Amiland, von Bourbon über Rye bis Single Malt, aber leider war der potentielle Gesprächspartner auf Besucherseite verhindert gewesen. Der Blutdruck! Sie verstehen schon.

 


Auch unsereiner war sehr aufgeregt, über die Frauen von Anam na h-Alba zu reden und die Fiona zu verkosten. Man sprach mit den Barreliers und durfte den Miltonduff probieren, den Eschenbrenner Noch-nicht-Whisky vorkosten und sogar einen noch jüngeren und noch torfigeren Malzbrand aus Franken verköstigen. Interessant! Interessant.

Dennoch blieb der vom Tümpel beim Ledaig hängen. Da gab es etliche Proben vor Ort, und die Wahl fiel nicht ganz so leicht...
Lassen Sie sich doch mal überraschen, wenn Sie am Tümpel vorbeischauen möchten.





Ich drücke der SPREESIDE-WHISKY beide Froschdaumen.
Auf gutes Gelingen!
Viel Erfolg!
Und kommt wieder!

Der mit der Eintrittskarte Nummer 219 sagt Slàinte mhath,
Ihr Frosch