Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hungrig in Friedrichshagen

Genau! Das 28. Friedrichshagener Kneipenmusikfest lud wieder ein. Scheinbar eine Veranstaltung mit viiiel Erfahrung, oder? Mit 28 Jahren hat man gewöhnlicher Weise schon so manches in petto.
Gewöhnlicher Weise jedenfalls.

Unsereiner freute sich schon auf Jenny (Im Ortsplan ganz unten rechts, wo vorsorglich der blaue Punkt gesetzt war...), allerdings nicht ohne auch schon mal einen grünen Klecks zu beachten, weil ja u.a. auch Clover Musike machten. Und Punkte gab es auch in Rot (da wollten wir nicht hin) und in Lila (Mixtur aus Blau und Rot, falls man sich doch mal etwas die Beine vertreten müsste...).
Jedenfalls: Nach der Gartenarbeit rannten wir los, möglichst noch 'ne halbe Stunde eher dort zu sein, denn der Magen brauchte noch etwas zum Verzehr.
Verzehr? Ein Fremdwort im Strandbad, höchstens Salzstangen gab es.
Also losgerannt zum Brauhaus. Ebenso Pustekuchen: "Land unter!" (Zitat). Nun gut, dann eben schnell mal zum Inder...

Ich sage Ihnen, hungrig macht wütend und der erste Musikblock verging nun leider ohne uns, und dann blieben wir nach diesem Gerenne nur noch an diesem einem Ort und lauschten.



Die Location war absolut passend und Jenny gab uns mit ihrer neuen Band wieder etwas Gelassenheit zurück, sodass wir uns allmählich entspannten und den Abend doch noch richtig genießen konnten.

Aber ich kann Ihnen nur ans Herz legen, essen Sie auf jeden Fall vorher, wenn mal wieder das Friedrichshagener Kneipenmusikfest lockt.

Bis denne also!
Ihr inzwischen ziemlich satte Frosch

PS:
OK, Kneipenfest und Futterei vertragen sich vielleicht nicht optimal (Trinken soll man!), aber ein knapper Quadratmeter Grillrost hätte garantiert auch hungrige Mäuler angelockt.
Eene Bratwurst, 'ne Boulette, oder irgendeine andere Kleinigkeit, außer Salzstangen natürlich, wären doch eigentlich für so einen kulturellen Abend schon ausreichend gewesen.
Ja, ich verstehe schon, da hätte man zusätzlich für den einen Abend Personal einstellen müssen.
Ob die, also alle, beim 29. schlauer sind? So optimistisch ist unsereiner nicht!

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Farbenfrohes:
Weiß, grau, graublau und dunkelblau

Irgendwie komisch, dass manch einer an den Farben weiß, grau, graublau und dunkelblau Gefallen finden kann, fehlt doch eigentlich ein rotes oder gelbes i-Tüpfelchen. Nun ja, Ostsee ist eben irgendwie besonders und bedarf eigentlich kaum weiterer Farbnuancen.




Aber trotz Pflichtabgabe gibt es kaum Mülleimer am Wegesrand, die Straßenlaternen sind in der Dunkelheit nicht unbedingt eingeschaltet und im Pub (nicht der in Zinnowitz ist gemeint!) gibt es kühlgefilterte, eingefärbte Standardware. Nicht ein einziger torfiger Tropfen ist dabei...



Da unsereiner aber sowieso nur zum Fischessen und Ausschlafen und um sich ordentlich durchpusten zu lassen nach oben gefahren ist, ist es sowieso irgendwie egal.

Ihnen noch einen schönen vorverlegten 7. Oktober!
Ihr Meeres-Frosch


Sonntag, 30. September 2018

Ritter und Schotten in Hellersdorf

Nun, da trafen sie sich also wieder nach einem Jahr und tjosteten und kämpften und tranken und lachten - die Ritter und die Schotten und die Hausfrauen und die Drohnenpiloten.
Apropos... als die erste Drohne abschmierte und gleich vier Leute verletzte, kam die Polizei, die dann auch bis zum "bitteren" Ende gegen 22:00 Uhr blieb und den Krawallplatz gegen ca. 800 lärmgestörte Anwohner mutig verteidigte.
Mann Leute, einmal im Jahr könnt Ihr ruhig dieses friedliche Miteinander (ich spreche jetzt nicht von den ziemlich harten Kämpfen) aushalten! Selbst schuld, wer nicht vor Ort ein würziges und fruchtiges Craft Beer probierte und die blauen, roten oder rosa(nen) Ritter anfeuerte, oder vielleicht sogar selbst in die Arena stieg.





Wer moderne Brillen oder Fotokisten bei Ritterfesten ablehnt, ist dort nicht gut aufgehoben, aber wer es weniger ernst sehen möchte, es etwas weniger authentisch akzeptieren kann, kann daran gar nicht vorbeigehen.

Auf nach Hellersdorf also! Kommen Sie doch wie Sie wollen - in Kettenhemd oder Kilt!
Das Ambiente der Villa Pelikan passte jedenfalls hervorragend und gefiel der Mehrheit.
...vielleicht gibt es 2019 wieder das BärlinPedälBättle dort. Unsereiner würde sich freuen.

Könnse glohm!
Ihr eiserner Frosch

PS:
Gewandete kamen ohne Eintritt hinein, egal ob Ritter, Schotte oder Indianer... Es musste nur mit dem Thema zu tun haben.

Freitag, 21. September 2018

The Dark Side of the Moon

Im Jahr der X. Weltfestspiele schmetterte Pink Floyd ein Album in die weite Welt hinaus, das immer noch, inzwischen fast ein halbes Jahrhundert später, Leute in Wallungen versetzt. Gewissermaßen.
Und hier scheint es völlig egal zu sein, ob man die alte Platte mit dem berühmten Prisma herausholt, um sie fein entstaubt aufzulegen, oder - ist man etwas besser mit den Augen - die viel kleinere CD abspielen lässt.
...aber eher wird man vielleicht, viel zeitgemäßer, MP3s durch die Ohrstöpsel ins Hirn schwappen lassen.



Ein neues visuelles Klangerlebnis (Kann man das überhaupt so sagen?) versprach das Planetarium im Prenzl'berg mit seiner 360°-Halbkugelprojektion.
Im Liegen quasi ließ man sich dort in die winzigen Weiten unseres Sonnensystems entführen, kollidierte mit dem Mond, drang ein in dreidimensionale Fraktale, dass man sich manchmal am Platznachbarn oder der Sessellehne festhalten musste, ehe man von lautem Weckerklingeln, Sekundenklicks und Uhrengeläut als Molekül im Innern eines chronometrischen Universums erwachte.
Rasante Fahrten durch...
Ja, wodurch?
Man sah die Saiten der Gitarren aus der Amöbenperspektive, wuchs uns wuchs und flog durch wabernde, bunte Schlieren mitten durchs All.

Stilbrüche - erst waren es exakte Fraktale, dann plötzlich ausgefranste Kaleidoskopbilder - die den Zeitsprung in die Siebziger vollzogen. Plötzlich wähnte man sich mitten im Rockpalast, ehe augenbewachsene stilisierte Darmzotten tausendfach von allen Seiten in das eigene Innere schauten.

Fühlt sich so ein LSD-Rausch an?
Als man ganz behutsam und sachte wieder in die Wirklichkeit zurückstürzte, konnte man erst nicht glauben, dass die olle Platte wirklich nur so unglaublich kurz gewesen sein soll...

Das war ja vielleicht was!
Ihr immer noch leicht benebelter pinke Floyd-Frosch


Donnerstag, 30. August 2018

Urlaubsende

Heute - es ist ja auch fast schon September - ist es den ganzen Tag angenehm. Berlin: Es regnet leicht und temperatürlich ist alles im "grünen Bereich". Endlich!
Ob sich das vertrocknete Unterholz der Wälder (im Harz gesehen) wieder erholen wird? Die Straßenbäume haben bereits begonnen, etwas Laub abzuwerfen, ...und Früchte auch.
Deswegen wohl leiden gerade hin und wieder auch die wilden Schweine an Bauchweh, wenn die noch grünen Eicheln vertilgt werden.
Uns Fröschen geht es gut, obwohl auch der Moorfrosch nebenan eine sogenannte Zwischenform, temporären Zwergenwuchs nämlich, ausgebildet hat. Ein bekannter Froschdoktor meinte aber, das vergehe mit dem nächsten Jahr. Hoffentlich!

Weniger unbekümmert ist man da schon, wenn man Nachrichten, z.B. aus Gormorgschdod, hört und sieht.
Ihr Erich, also der Kästner, meinte einst, man hätte vielleicht noch bis 1928 das tausendjährige dritte Weltreich (1933-1945) verhindern können, und ich kann in Ihrem Sinne nur hoffen, dass es jetzt noch nicht 1929 ist...

Unser Tümpel steht allen offen, grünen, türkisen und sogar braunen Fröschen! Enten werden hin und wieder verjagt, und gegen die Quanten der Menschen, die die bei bester Gelegenheit ins Nass stecken und baumeln lassen, können wir sowieso nichts machen.
Die Froschwelt ist also rundum einigermaßen in Ordnung, und in der freien Zeit kann unsereiner auch mal die Nase aus dem Tümpel stecken und vielleicht nach Rummelsburg oder Stralau hüpfen, oder?
Na gut, die Bucht ist vielleicht nicht die sauberste, aber da liegen wenigstens kulinarische Kähne in Reichweite, und so ein Sonnenuntergang "über" Berlin ist ja auch nicht übel.


Es könnte wirklich sooo schön sein, wenn unsereiner beim Schnabulieren nur nicht ständig an Gormorgschdod denken müsste!

Bleiben Sie wachsam!
Ihr Frosch

Donnerstag, 23. August 2018

Erwischt, gefesselt und eingesperrt?

Ein nicht einmal einminütiger Dialog,
eigentlich doch wohl mehr ein nicht einmal einminütiger Monolog:

"Stopp!"
Gegenseitige Vorstellungsrunde, dann:
"Ihr Auto ist ziemlich alt, aber es hat doch wohl schon einen Tacho!?"
"Ähh...".
"Dreißig heißt nicht zweiunddreißig oder dreiunddreißig!"
"Oh, ähh...".
"Jetzt gehen die Erstklässler zur Schule. Fahren Sie also umsichtig!"
"Ja, ähh... Danke".




Samstag, 14. Juli 2018

Einfach mal dasitzen und...

...Bier trinken, 'ne Bratwurst essen, einen Eimer Bowle trinken und und und. Da könnte einem tatsächlich jede Menge einfallen am Freitag nach Feierabend. Und das alles konnte man auch tatsächlich tun in lauer Sommerluft im Garten des Bornholm II.

Da geht man ja nun nicht alle Tage hin, obwohl es am Vortag auch schon gute Musik dort gab.
Heute jedenfalls hatte Jenny gerufen, und wir kamen prompt, ...ihren Geburtstag mitzufeiern.

Laue Abendluft wurde flugs eingetauscht gegen stickige Hitze, brodelnde Dämpfe und vielfältige Töne.





Man lauschte dem saxophonischen Geburtstagsständchen und dem unverwechselbaren Klang von Bluewater, gab tosenden Beifall ab und verzog sich am Ende ganz flink in die noch immer laue Abendluft nicht ohne den guten Vorsatz, gleich wieder zum nächsten und abernächsten Musikblock zurück- und einzukehren.

Gesagt - nicht getan!
Unser musikalisches Hörbedürfnis war weniger stark als der Drang, mit Freunden zu plauschen, die man nicht so häufig trifft, oder einfach mal den Grillen zuzuhören.
Bestimmt war es auch drinnen noch schön (schön warm ganz bestimmt), aber die lange Woche steckte vielleicht so manchem in den Knochen, und der Weg zum Tresen war einfach kürzer als der Weg ganz hinein...

Jenny, es war schön!
Und Ihr anderen Musikanten, seid nicht traurig. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll mit dabei.

Ja, Ihr Frosch macht jetzt die Beene ganz lang am Teich und sagt, ...ach nüscht!

Einfach nur: Schönes Wochenende!
Ihr Frosch


Alarm am Tümpel

N-Nitrosodimethylamin (NDMA) ist ins Wasser gelangt, weshalb empfohlen wird, nicht nur nichts mehr aus dem Tümpel zu trinken, sondern bis zum vollständigen Wasseraustausch, bzw. einem Starkregen ab 45 l/m², dieses Gewässer zu verlassen. Man merkt also, die oberste Froschbehörde kümmert sich.

Bei Ihnen etwa auch?
Keinesfalls! Sie können die paar Pillen, die der eine oder andere sogar schon seit Jahren einnimmt, ruhig weiter fressen. Ist sowieso schon zu spät, oder aber Sie können das ab. Ein gepökeltes Eisbein, mit ein oder zwei Pils genossen, ist ja auch nicht ohne... Das wissen Sie bereits, aber hat es Folgen?
Sehen Sie!

Und, dass das verdreckte Valsartan, welches aus China billig erworben worden ist, Ihnen nicht mehr zugemutet werden soll?
Oder, dass man, da man ja bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln jeden Empfänger kennt, an Ihrer Tür klingelt, ein unvergiftetes Schächtelchen hinhält, im Gegenzug Ihnen die alte (angebrochene) Schachtel abnimmt...?
Fehlanzeige!
So weit geht anscheinend die "Liebe" nicht.


Ich würde mir an Ihrer Stelle die Deliquenten merken und ihre eigenen Pillen schlucken lassen, die dann hoffentlich auch noch schön bitter sein werden!
Aber mal ganz abseits aller Wunschgedanken: Gibt es denn keine sinnvolle Eingangskontrolle? Man wusste doch, dass das Syntheseverfahren 2012 geändert worden ist. Da läuten doch stets alle Alarmglocken, und man nutzt ausgefeilte Analysetechnik, die Wirkstoffmischung neu zu charakterisieren, bzw. die neue Wirkstoffmischung überhaupt zu charakterisieren. Üblicherweise.
Sie ahnen aber schon, ...das kostet nämlich was. Und so bleiben eben vielleicht Sie und vielleicht wir alle auf der Strecke. Dafür hat man den Begriff Kollateralschaden parat.

Und da das Ding 'nen Namen hat, kann man wenigstens darauf schon mal anstoßen!

Prosit!
Ihr nun etwas hypertone Frosch

Wen es interessiert:
>>> Fragen und Antworten zum Valsartan-Rückruf
>>> Liste der betroffenen Hersteller und Chargen

Sonntag, 10. Juni 2018

Biesdorf heiß und trocken

Na klar, trocken.
Sie erinnern sich doch noch an letztes Jahr, als Sie durch fast knietiefes Wasser tanzten... Diesmal blieben die Himmelsschleusen geschlossen, und das wenige Nass, außer literweise Schweißbäche natürlich,  quälte sich lediglich durch die Zapfhähne.
Das ist dort eben so! Na und?


Die Besetzung des Abends: Pangea und Starfucker.
Pangea entschuldigte sich gleich zu Beginn dafür, dass sie auf deutscher Bühne die beiden einzigen deutschsprachigen Beatlestitel leider nicht auf deutsch singen können.
Schwach! Hätten sie einfach ohne großes Palaver englisch gesungen, na gut, aber mit Ansage blöde dazustehen, war eher etwas unklug. Nicht alle Opernsänger verstehen die italienischen Opern und können sie dennoch singen, und unsereiner singt По долинам и по взгорьям ja auch ohne besondere Russischkenntnisse.
Ich sage es also noch dreimal: schwach, schwach, schwach!

Piepegal, ohnehin sind die Beatles immer nur ein notwendiges Anhängsel des Abends. Die Stones waren der Höhepunkt. Mike Kilian forderte zwar keine Büstenhalter ein und kam ohne Jack-Daniels-Fahne auf die Bretter, aber sang wie gewohnt, unterstützt von der Band und diesmal auch einem Saxophon.






Sehr schnell war die Tanzfläche zugetanzt, aber man wiegte sich in der nicht enden wollenden Bierschlange weiter, hoppelte mit der Bratwurst in der Hand und sang laut mit, während man die Schmalzstulle zerkaute.

Heiß war es ohnehin, und die körperliche Betätigung ließ kein Haar trocken. Schweißtriefend mit einem seltsamen Lächeln im Gesicht liefen wir nach Hause und ließen den angebrochenen Abend bei Whisky und Guinness am Lagerfeuer ausklingen.

Mein Fazit: Schlau, wer sich rechtzeitig die Karten besorgt hat.

Bis im nächsten Jahr wieder dort!
Ihr Sing- und Hüpffrosch

Samstag, 5. Mai 2018

Es hat also geklappt.
Irgendwie.

Berlin hat es also geschafft!
Zwar haben sich die beiden Großen aus Köpenick und der Malzfabrik nicht vernünftig ins Benehmen gesetzt, um dem alten Irrsinn abzuschwören, stets zum selben Termin die Maltheads aus Berlin und Umgebung anzulocken, hierhin oder dorthin eben...
Der Appell, dass doch Berlin wohl zwei Whiskymessen "verträgt", wurde offensichtlich missverstanden, und unsereiner muss sich schon jahrelang entscheiden: hierhin ODER dorthin.
Beides geht schlecht, wollen doch die Enkelkinder ebenfalls etwas vom Wochenende abbekommen...

Jetzt ist sie aber da, die ZWEITE richtige Whiskymesse, die nach vorn sowie nach hinten soviel Zeit lässt, dass man in der Zwischenzeit gut für eine neue Verkostungsrunde oder sogar den Kauf ganzer 700 Milliliter eines erlesenen Tropfens sparen kann.

Es bleibt natürlich abzuwarten, wie die neue Lokalität bei den Besuchern ankommt. Am allerersten Tag trampelte man sich noch nicht tot dort. Man hatte Platz und jede Menge Gelegenheit, sich mit den Ausstellern zu unterhalten. Einer kredenzte sogar alles aus dem Amiland, von Bourbon über Rye bis Single Malt, aber leider war der potentielle Gesprächspartner auf Besucherseite verhindert gewesen. Der Blutdruck! Sie verstehen schon.

 


Auch unsereiner war sehr aufgeregt, über die Frauen von Anam na h-Alba zu reden und die Fiona zu verkosten. Man sprach mit den Barreliers und durfte den Miltonduff probieren, den Eschenbrenner Noch-nicht-Whisky vorkosten und sogar einen noch jüngeren und noch torfigeren Malzbrand aus Franken verköstigen. Interessant! Interessant.

Dennoch blieb der vom Tümpel beim Ledaig hängen. Da gab es etliche Proben vor Ort, und die Wahl fiel nicht ganz so leicht...
Lassen Sie sich doch mal überraschen, wenn Sie am Tümpel vorbeischauen möchten.





Ich drücke der SPREESIDE-WHISKY beide Froschdaumen.
Auf gutes Gelingen!
Viel Erfolg!
Und kommt wieder!

Der mit der Eintrittskarte Nummer 219 sagt Slàinte mhath,
Ihr Frosch

Montag, 30. April 2018

Mutter-Vater-Land

Liebe Leserinnen und Leser, liebe LeserInnen und Leser*I*nnen und überhaupt,

da verklagt also 'ne Omi 'ne Bank, weil in den Verträgen stets von "Kontoinhaber" (männliches Substantiv) die Rede ist. Das ist gut so!
Wir ändern schnell mal das Deutschlandlied mit Worten, die bei der Entstehung noch gar nicht gebräuchlich waren.
Ich würde allerdings noch weiter gehen wollen. Denken Sie mal an den Garten Eden... Genau!
DIE Schlange, das böse Tier und DER leckere Apfel der Versuchung.
Das geht ja so ganz und gar nicht mehr!
Nach mindestens zweitausend Jahren Gebrauch Missbrauch werde ich jetzt tatsächlich der Gerechtigkeit Tribut zollen wollen.
Für mich bitte nur noch DER Schlange und DIE Apfel. Die Enkel werden sicher Probleme haben, stets die richtigen bestimmten Artikel anzuwenden. Na und?!
Aber was ist eigentlich mit dem Genitiv des weiblichen Substantivs in der Einzahl?
Die rote Backe DER Apfel...
Da beißt man sich doch selbst in den Allerwertesten, und mir reicht's auch gerade!

Was ist mit befürchteten rassistischen oder diskriminierenden Vorbehalten in unserer Sprache, unseres Alltags?
Nun, die bekannten Astrid-Lindgren-Bücher erhielten bereits hier und da neue Begriffe verpasst, und Eskimo soll ja ein Schimpfwort sein. Das weiß man, jedenfalls wenn man nur oberflächlich recherchiert.
Es ist wie es ist, und ein Zitat meiner Oma vor über fünfzig Jahren lautete:
"Neger sagt man nicht! Sag' mal lieber Sarotti-Mohr.'

Aus irgend einem Grund denke ich gerade an Schokolade..., aber die bleibt mir doch auch im Halse stecken, denke ich an die Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen.

Ohne Gruß!
DER Frosch

Donnerstag, 22. Februar 2018

Abschied vom Aal,
Abschied vom Dorsch...

Wieder winters wuselt unsereiner oben an der Küste rum...
Es ist nicht mehr wie in den Neunzigern, als nur jedes dritte Haus geöffnet war und abends die Bürgersteige hochgeklappt wurden. Nein, die Ostostsee ist beliebter denn je. Und Zinnowitz ist gewissermaßen unser Wunschort auf Usedom.

Da beginnt der Tag mit Planschen im hauseigenen Planschbecken - zwei, drei Kraulschläge, fünf Minuten Whirlpool, kurz unter den Wasserfall, wieder Whirlpool...
Beim Frühstück lässt man sich viel Zeit und geht nicht, bevor Kaffe ausgetrunken und Lokalzeitung ausgelesen sind. Das hat schon irgendwie den Charakter eines Rituals, denn daran erkennt man unweigerlich, dass tatsächlich Urlaub (!) ist.

Die Nachrichten, unseren Planeten betreffend, sind schon schlimm, aber zum Glück ganz weit weg. Den Krieg in Syrien oder Myanmar kann man nicht direkt spüren. Man bemerkt keine Erschütterungen, kein Rumoren.
Man spürt ja nicht einmal, wenn der Boden einstürzt, selbst wenn es quasi gleich um die Ecke passiert.
Das Loch auf der A20 ist inzwischen 94 Meter lang und sechs Meter tief. Das ist Ingenieurskunst!
Und die globale Erwärmung nimmt man eigentlich auch nur wahr, indem man bedauert, dass es im Februar hier oben keinen Schnee gibt.


Man spaziert dann am Strand, entweder nach Trassenheide oder Richtung Zempin, immer mit Mütze und manchmal sogar mit Kapuze. Logisch, denn meistens pfeift einem ein feiner (oder auch stärkerer) Wind ins Gesicht.
Während man sich mittags auf den feinen Fisch abends freut, kommt man nicht umhin, wenigstens einen leckeren nicht zu großen Fischimbiss einzunehmen - mal ein Süppchen, mal eine Schrippe mit diesem oder jenem Fisch. Und weil der Fisch bekanntlich schwimmen muss, kommt meist ein Lübzer noch dazu.
Aber, dass die Aale verschwinden, ist schon krass und auch direkt wahrnehmbar. Ein Fischer erzählte, dass die Franzosen Unmengen Glasaale an die Chinesen verscherbeln und hatte den Schuldigen parat.
Kann das sein?

Nun gut, es ist ja Urlaub!
Also begnügt man sich ein letztes Mal mit einer Räucheraalschrippe zur Mittagszeit und nimmt dabei ganz bewusst Abschied vom Aal.
Vielleicht sogar für immer.

Und, was soll ich Ihnen sagen, abends steht fast genauso der Dorsch auf der Abschiedsliste. Spelunken, die diesen noch immer in ihrer Karte führen, müssen beim Bestellversuch meist leider verneinen.
Aber dennoch fanden wir eine nette Kneipe, ganz im Stil des ollen Admirals im roten Hemd, dessen historische Hängematte mit unseren heutigen Babybettchen konkurrieren könnte, in der an der Tafel mit den gewissen täglichen Extras wirklich 'Dorsch' angeschrieben stand.

Nichts wie hinein! ...zum Abschied nehmen.
Fein auf der Haut gebraten, dazu Butterkartoffeln - was will man mehr?

Die tränengetrübten Augen bestaunten dann auf jedem Tellerchen zwei ganze Dorschfilets.
Zwei ganze Dorschfilets! So klein sind also die Dorsche schon...

Es wird offensichtlich Zeit, zu verzichten!

Erholen auch Sie sich!
Ihr ab sofort nur noch Grünalgen verzehrender Frosch






Sonntag, 28. Januar 2018

Winterzeit? Winterbahn!

Was wird denn gerade so am Tümpel getuschelt, jetzt wo das Eis wieder geschmolzen ist? Es hört sich bestimmt gewaltiger an, als es tatsächlich war: 2 cm, mehr nicht...
Dennoch hofft unsereiner immer noch auf Eis und Schnee.

Aber wir wollen doch tuscheln oder etwas tratschen. Na dann!

Wer Zeit und Lust hat, geht winters zur Winterbahn. Früher war es die Werner-Seelenbinder-Halle, heute geht man an fast gleicher Stelle ins Velodrom zu Six Day(s) Berlin, dem Wanderzirkus der Pedalritter (...Bremen, Berlin, Kopenhagen...).
Ein Unterschied zu damals ist, dass man heutzutage sein Bier mit in die Ränge nehmen kann, und natürlich die Preise... Da man die Karten üblicherweise bereits ein knappes Jahr zuvor gekauft hatte, war dieser Preis schon vergessen, aber die Garderobe (€ 10 für vier Jacken) erschien nicht mehr ganz so billig. Die ersten vier Bier kosteten gleich € 28! Immerhin war da der Pfand enthalten. Allerdings, wenn man bedenkt, wie viele Biere man in sieben Stunden trinken konnte und mochte...

Sie sehen, es ist vielleicht doch weniger das "Familienereignis" der Saison, statt dessen ein Herren- oder Damenausflug.


Das Programm war schön bunt (genau wie die Nickis, die die Damen und Herren auf den Rädern trugen), aber dank ausführlicher Erläuterungen seitens der Rennleitung, verstand man das Regelwerk und konnte so sogleich "seine" Manschaft bestimmen. Unsereiner nahm die Zwei, eigentlich die mit den roten Mützen, die am winzigen Ärmelchen eine 2, ...nein 12, erkennen ließen. Da war aber die Zwei bereits angesagt...

Die Anzeigetafeln Bildschirme zeigten ununterbrochen wichtige Videosequenzen, Zielfotos, Plazierungen, Rundenverluste oder
-gewinne, Interviews sowie künstlerische Darbietungen (und erträgliche Werbung).
Information und Unterhaltung pur, ...bis auf das Steherrennen ab zwölf.
Da war offensichtlich der Computer- und Anzeigenwart bereits im Feierabend, so dass man nur noch ins Blaue raten konnte, wer eigentlich führt, oder wo die Zwei so steht, also fährt.

Fazit:
Im Großen und Ganzen hat es der Fünfertruppe mit den vier Biertrinkern Spaß gemacht. Ergo kommen wir wieder.
Nächstes Jahr am Sonnabend.
Wann sonst?!

Schönen Sonntag noch!
Ihr radelnder Frosch

Freitag, 19. Januar 2018

Happy Birthday, Janis!

75 Jahre sind schon nicht so ganz wenig, und wer weiß wie Janis heute auftreten würde, wenn sie das noch könnte. Wie hätte sie die  Musik, ihre Musik weiterentwickelt, ...oder würde sie vielleicht nur noch banale Schlager singen?
Wir können es nicht wissen und wollen es auch gar nicht glauben!

Also versammelte sich wieder etliches Musikanten- und anderes Volk zu einer Wir-Feiern-In-Janis'-75.-Geburtstag-Hinein-Session in der Gartenkneipe, in der donnerstags üblicherweise interessante Veranstaltungen stattfinden und man echtes "Bornholmer Pils" aus Tschechien bekommt.


Trotz des Sturmes mit dem wohlklingenden Namen "Friederike" wagten sich doch viele Gäste in die Gartenanlage, die hinter einigen Zäunen auch schon Spuren der zerstörerischen Luftbewegung erkennen ließ.
Der Wind pfiff dann aber auch durch den dunklen Saal, als Bluewater die ersten Takte und Akkorde aufspielte.
...Auftakt quasi gegen dreiviertelneun!

Bereits im ersten Musikblock gesellte sich das Saxophon, getragen und gespielt von Shaspi, hinzu. Diese Klangergänzung wurde mit viel Beifall und auch Tanz bedacht. Als dann die Mundi ins Spiel kam, gab es tosenden Applaus für Holger.
Schade, Harald ist ja leider doch nicht mehr mit seiner Mundharmonika vorbei gekommen. Bestimmt des Sturmes wegen.

Man tanzte also, oder saß gemütlich beisammen, amüsierte sich, lauschte der Musik, sang mit, unterhielt sich, nahm sogar Kontakt über soziale Netze miteinander auf und staunte nicht schlecht, plötzlich u.a. den gecoverten Titel Demon's eye aus Bluewaters Boxen zu hören. Für mich persönlich war das ein Novum, und es passte garantiert sehr gut zu diesem Abend.

Auf dem Nach-Hause-Weg - mit ausreichend Bier im Blut - hat sich unsereiner erstmalig getraut, die Whisky-Bar im ehemaligen italienischen, dann australisch-italienischen Restaurant, danach Fußball-TV-Kneipe, dann türkischen Restaurant, danach Longdrink Club, zu besuchen, um noch einen winzig kleinen Absacker (vielleicht sogar einen feinen Bourbon auf Janis?) kurz vor eins zu trinken.
Der Keeper bot an: "Jim, Johnny oder Jack?".
Unsereiner schüttelte den Kopf.
"Dann vielleicht Tullamore, Ballantines oder Chivas?".
Nö, aber ein Versuch war es wohl wert...

Jetzt wollte man sich den schönen Abend doch nicht mehr verderben lassen! Bleibt abzuwarten, was demnächst die nächste "Restauration" in diesen Hallen, bestimmt mit wieder dem selben Inventar, alles versprechen wird...


Mehr gibt es jetzt nicht zu sagen, außer "Happy Birthday, Janis!". Und feiern auch Sie noch schön!

Weich gebettet , im Traum nämlich auf Seerosenblättern, verabschiedet sich
Ihr immer noch ausgelassener Feten-Frosch

Sonntag, 14. Januar 2018

Mitsingen gefällig?

Ja, könnte man quasi...
Es war ja wie zu Hause zur Familienfeier: Da die Familie immer größer wird, wird der Platz am Tisch immer enger, jedenfalls zur Jahreszeit, die den Garten als Veranstaltungsort eher ausschließt.

Wir saßen also eng beisammen, so eng, dass die Teller zum reichhaltigen Abendbrot nicht (nebeneinander) auf den Tisch passten und man mit Messer und Gabel sehr vorsichtig hantieren musste, um den Nebenmann nicht zu verletzen. Am Sechsertisch zu zehnt...

Als es danach aber am Tisch eigentlich nur noch um den Platzbedarf der Gläser ging, entspannte sich die Situation, ...oder es lag daran, dass man nach Ertönen der ersten Takte kaum mehr auf derartige Nebensächlichkeiten achtete.
Roger mit seinen Evolutionären taktierte das Publikum, heizte gewissermaßen ein, ehe Mrs. Gordon mit Ihrer charmanten Art ganz beiläufig die Bühne betrat, dann aber sofort sehr stimmungsvoll (in doppelsinniger Weise bezüglich Stimme und Stimmung) loslegte.



Wirklich eine tolle Idee, mit Freunden in netter (enger) Umgebung zu Abend zu essen und dann mitreißenden Klängen zu lauschen, laut mitzusingen, mitzutrommeln, mitzuklatschen, mitzutanzen... Nee, zum Tanzen war es dann doch etwas suboptimal. Lediglich ein Pärchen wiegte sich zwischen den engen Tischreihen, ein zweites direkt am Eingang.
Dennoch, das war es ein Musikabend vom Feinsten, ...wir noch lange auf dem Nach-Hause-Weg wippten und uns kaum mehr am äußerst miserablen Berliner ÖPNV-Nachtverkehr störten.

Na dann!
Ihr Trommel-Frosch

Freitag, 5. Januar 2018

Im Wohlstand vollgefressen und verendet

Bedenken wir angesichts des neuen Jahres, dass wohl durchschnittlich weltweit 60 Sklaven pro Mitteleuropäer anschaffen gehen (müssen). Gerne würde unsereiner darauf verzichten, aber lediglich nur Fair-Trade-Kaffee oder faserige Teppiche aus dem Dritte-Welt-Laden zu kaufen, reichen für einen Verzicht weder vorne noch hinten aus.

Sie würden auf Metalle der Seltenen Erden verzichten wollen? Zu Ihrem Glück nehme ich Sie mal nicht beim Wort! ...ohne Fernseher? Ohne Handy? Ohne Alexa-Ich-Wisch-Dich-Hinten-Sauber können Sie doch gar nicht mehr leben. Sie würden vielleicht sogar Hungers sterben, würde der Kühli sich nicht von ganz allein melden, dass mal wieder bestellt werden müsste, oder?
Nehmen Sie ruhig Ihren frischen Blattsalat direkt an der Wohnungstür entgegen, erleben Sie Saunafreuden mit Ihrer VR-Brille und dem passenden Heißluftfön und genießen Sie auch die anderen tollen Errungenschaften unserer Zeit!

Das, was es zu erzählen gibt, hat bedingt auch mit dem angeschnittenen Thema zu tun. Irgendwie jedenfalls. Es geht um den einen fetten Frosch vom Tümpel, der zur Silvesterfeier stets mit einer Scheibe Kassler, einem Löffel Kartoffelsalat, einer Stulle und 'ner Boulette (mit Mostrich natürlich) voll zufrieden war, für den der Luxus schon mit einem nicht ganz so hart gekochtem Ei ins Unermessliche gesteigert, getoppt worden wäre... Wäre!

Wurde aber nicht.
Stattdessen wurde ein exorbitantes Fünf-Gänge-Menü fein serviert und auch fein verspeist, fast bis zum letzten Bissen, der dann im wahrsten Sinne des Wortes der letzte Bissen war.

Bevor er ganz zerplatzte, quälte er sich noch kurze Zeit über die Tanzfläche, versuchte es mit einem Mokka und ließ sogar den Wein links liegen. Erfolglos.
Na ja, nicht ganz erfolglos wohl: 60 Erdenbewohner in Afrika und Asien und vielleicht auch Südamerika können ab sofort das Sklavenhalsband ablegen...


...es war kein richtiger Knall, eher ein gequältes Zischen, dass leider ganz im Lärm und Rauch des Feuerwerks zum Jahresbeginn unterging.

Ein angemessener Nachruf  fiel der Aufräum-Brigade auch nicht ein. Eher mit viel Gemecker wurde der Boden gesäubert. Und als er dann wieder sauber war, wurden Kaffee und Pfannkuchen* (der verheißenden Glückes wegen mit Mostrich gefüllt) serviert.

Übrigens, auch unsereiner fühlt sich auch heute noch ziemlich vollgefressen. Allein am vollen Magen mag es nicht liegen...

Trotzdem alles Gute für 2018!
Ihr Frosch

*Noch ein Hinweis für die Auswärtigen:
Das, was Sie Pfannkuchen nennen, heißt hierzulande möglicherweise Eierkuchen, und die Pfannkuchen heißen bei Ihnen bestimmt Berliner, und falls nicht, verstehen Sie ja vielleicht auch die Uhrzeit "dreiviertelneun"...