Bedenken wir angesichts des neuen Jahres, dass wohl durchschnittlich weltweit 60 Sklaven pro Mitteleuropäer anschaffen gehen (müssen). Gerne würde unsereiner darauf verzichten, aber lediglich nur Fair-Trade-Kaffee oder faserige Teppiche aus dem Dritte-Welt-Laden zu kaufen, reichen für einen Verzicht weder vorne noch hinten aus.
Sie würden auf Metalle der Seltenen Erden verzichten wollen? Zu Ihrem Glück nehme ich Sie mal nicht beim Wort! ...ohne Fernseher? Ohne Handy? Ohne Alexa-Ich-Wisch-Dich-Hinten-Sauber können Sie doch gar nicht mehr leben. Sie würden vielleicht sogar Hungers sterben, würde der Kühli sich nicht von ganz allein melden, dass mal wieder bestellt werden müsste, oder?
Nehmen Sie ruhig Ihren frischen Blattsalat direkt an der Wohnungstür entgegen, erleben Sie Saunafreuden mit Ihrer VR-Brille und dem passenden Heißluftfön und genießen Sie auch die anderen tollen Errungenschaften unserer Zeit!
Das, was es zu erzählen gibt, hat bedingt auch mit dem angeschnittenen Thema zu tun. Irgendwie jedenfalls. Es geht um den einen fetten Frosch vom Tümpel, der zur Silvesterfeier stets mit einer Scheibe Kassler, einem Löffel Kartoffelsalat, einer Stulle und 'ner Boulette (mit Mostrich natürlich) voll zufrieden war, für den der Luxus schon mit einem nicht ganz so hart gekochtem Ei ins Unermessliche gesteigert, getoppt worden wäre... Wäre!
Wurde aber nicht.
Stattdessen wurde ein exorbitantes Fünf-Gänge-Menü fein serviert und auch fein verspeist, fast bis zum letzten Bissen, der dann im wahrsten Sinne des Wortes der letzte Bissen war.
Bevor er ganz zerplatzte, quälte er sich noch kurze Zeit über die Tanzfläche, versuchte es mit einem Mokka und ließ sogar den Wein links liegen. Erfolglos.
Na ja, nicht ganz erfolglos wohl: 60 Erdenbewohner in Afrika und Asien und vielleicht auch Südamerika können ab sofort das Sklavenhalsband ablegen...
...es war kein richtiger Knall, eher ein gequältes Zischen, dass leider ganz im Lärm und Rauch des Feuerwerks zum Jahresbeginn unterging.
Ein angemessener Nachruf fiel der Aufräum-Brigade auch nicht ein. Eher mit viel Gemecker wurde der Boden gesäubert. Und als er dann wieder sauber war, wurden Kaffee und Pfannkuchen* (der verheißenden Glückes wegen mit Mostrich gefüllt) serviert.
Übrigens, auch unsereiner fühlt sich auch heute noch ziemlich vollgefressen. Allein am vollen Magen mag es nicht liegen...
Trotzdem alles Gute für 2018!
Ihr Frosch
*Noch ein Hinweis für die Auswärtigen:
Das, was Sie Pfannkuchen nennen, heißt hierzulande möglicherweise Eierkuchen, und die Pfannkuchen heißen bei Ihnen bestimmt Berliner, und falls nicht, verstehen Sie ja vielleicht auch die Uhrzeit "dreiviertelneun"...
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Freitag, 5. Januar 2018
Mittwoch, 17. November 2010
Winterfestmachung
Nee, ich mache nicht den Winter fest, denn der kommt doch sowieso. Mit Winterfestmachung meine ich u.a. das Abstellen des Gartenwassers, das 'Einpacken' der Rohre, die Rettung einiger verirrter Gesellen etwa (eine Kröte, zwei Molche), das Reinigen der Dachrinnen (eimerweise Laub und Nadeln) und das Harken der Wiese (mindestens sechzehn Laubsäcke, womit wohl?).

Aber wen interessiert das schon? Interessant ist doch eher die Frage, wie der Winter wird. Pessimisten haben bereits Extra-Frostschutz ihrem Heizöl beigemengt und den Scheibenreiniger im Auto nicht weiter verdünnt.
Strenger Dauerfrost soll diesmal in mindestens zwei Perioden über uns kommen. Damit würde allerdings die Statistik gestört werden, denn der letzte Winter war doch schon nicht 'ohne'. Die globale Erwärmung verzögert sich also vielleicht doch noch ein bisschen.
Schade nur, dass, sollte der Golfstrom wirklich verschwinden, unsere Lieblingsgegenden von Irland bis Schottland ihre üppige (und für uns sogar exotisch anmutende) Pflanzenpracht verlieren werden. Fuchsien, Montbretien, Stechginster perdu.
Aber gibt es nicht sogar unter dem Eis der Antarktis Kohle? Na bitte!
Veränderungen - kleine und große - wird es wohl immer geben. Man kann dem nicht entgehen, aber man könnte planen, damit umzugehen. Irgendwie.
Der eine friert, der andere verliert sein Land an das Meer, den fruchtbaren Boden an die Wüste. Trinkwasser wird knapp werden, die Nahrungsverteilung nicht besser.
Aber wen schockiert das schon?
Angst vor der Zukunft?
Auf keinen Fall!
Gerade wird der große Berliner Weihnachtsmarkt an der Jannowitzbrücke aufgebaut. Wir kaufen bereits unsere Geschenke für die Familie ein, Glitzerzeug, das niemand braucht.
Und wenn wir dann den gepanschten und übersüßten Glühwein trinken, fröhliche Weihnachtsmusik hören und uns mit gebratener Geflügelleber oder fettigen Krapfen den Mantel bekleckern, wer denkt dann an den Rest der Welt?
Wir sind doch der Nabel!
Sollen die gefälligst an uns denken.
Und das tun die auch! Versprochen.
Ihr Frosch
Aber wen interessiert das schon? Interessant ist doch eher die Frage, wie der Winter wird. Pessimisten haben bereits Extra-Frostschutz ihrem Heizöl beigemengt und den Scheibenreiniger im Auto nicht weiter verdünnt.
Strenger Dauerfrost soll diesmal in mindestens zwei Perioden über uns kommen. Damit würde allerdings die Statistik gestört werden, denn der letzte Winter war doch schon nicht 'ohne'. Die globale Erwärmung verzögert sich also vielleicht doch noch ein bisschen.
Schade nur, dass, sollte der Golfstrom wirklich verschwinden, unsere Lieblingsgegenden von Irland bis Schottland ihre üppige (und für uns sogar exotisch anmutende) Pflanzenpracht verlieren werden. Fuchsien, Montbretien, Stechginster perdu.
Aber gibt es nicht sogar unter dem Eis der Antarktis Kohle? Na bitte!
Veränderungen - kleine und große - wird es wohl immer geben. Man kann dem nicht entgehen, aber man könnte planen, damit umzugehen. Irgendwie.
Der eine friert, der andere verliert sein Land an das Meer, den fruchtbaren Boden an die Wüste. Trinkwasser wird knapp werden, die Nahrungsverteilung nicht besser.
Aber wen schockiert das schon?
Angst vor der Zukunft?
Auf keinen Fall!
Gerade wird der große Berliner Weihnachtsmarkt an der Jannowitzbrücke aufgebaut. Wir kaufen bereits unsere Geschenke für die Familie ein, Glitzerzeug, das niemand braucht.
Und wenn wir dann den gepanschten und übersüßten Glühwein trinken, fröhliche Weihnachtsmusik hören und uns mit gebratener Geflügelleber oder fettigen Krapfen den Mantel bekleckern, wer denkt dann an den Rest der Welt?
Wir sind doch der Nabel!
Sollen die gefälligst an uns denken.
Und das tun die auch! Versprochen.
Ihr Frosch
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