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Dienstag, 17. Februar 2015

Strand und Meer und mehr

Es ist gar nicht mal so lange her, als sich im Winter an der Ostsee Fuchs und Hase "Gute Nacht!" wünschen konnten.
Nun ja, im Laufe der Jahre hat sich jedenfalls herumgesprochen, dass es auch an der winterlichen Ostseeküste ganz schön sein kann.

Vorbei scheinen jedenfalls die Zeiten, als man weder am Strand, noch im Wald beim Spaziergang Leute getroffen hat.
Ja, es kam schon mal vor, aber eben nur mal.
Immerhin gibt es jetzt schon wieder jeden zweiten oder dritten Mülleimer an der Strandpromenade. Man muss also nicht mehr seine Bananenschale von Ahlbeck bis Bansin herumtragen. Die Kurtaxe macht's wohl möglich.
Allerdings reicht es wohl nicht mehr für die Toiletten. Der sehr dringliche Klogast (also Toilettentourist) muss leider bis Ende März warten.
Wenn das mal gut geht...

Nun könnte man denken, dass dort oben das Leben tobt. So schlimm ist es aber doch noch nicht, da mindestens die Hälfte aller Häuser noch Pause macht. Ebenso die Hälfte aller Restaurants.
Ergo drängeln sich die Ostseeurlauber schon beim Frühstück in der Hotellobby und später im Restaurant. Man könnte fast sagen, dass die sortierten Essensdurchgänge beim FDGB-Feriendienst gar nicht mal so unpraktisch waren...
'Tschuldigung, Sie haben darüber ja gewiss nur Schlechtes gehört.

Na ja, jetzt wird man eben mal noch für 'ne halbe Stunde weggeschickt.
Mit hungrigem Magen kann man ruhig mal zur Seebrücke latschen und wieder zurück, und wenn immer noch kein Platz sein sollte, latscht man eben nochmal.

Dafür überbieten sich die Häuser gegenseitig mit Sonderleistungen und preiswerten Arrangements. Fast schon Standard sind enthaltene Abendessen im eigenen Haus und der kostenlose Besuch der Therme nebenan. Man geizt auch nicht mit Rabatten bei Massagen und Gesichtskosmetik. Nur das hauseigene Schwimmbad könnte doch ein wenig wärmer sein...


Die Ostseeküste eint jetzt auch gewissermaßen unser Land, obwohl man doch sofort weiß, woher derjenige kommt, der für sein 13-jähriges Kind für zwei, drei Tage Abwesenheit zu Hause eine Betreuung organisieren musste.
Die sind auf jeden Fall keine Rabeneltern.
Mass auch mal gesagt sein!

Trotzdem, armes Kind!
...sturmfreie Bude war doch immer herrlich, auch wenn man kurz vor dem Wiedererscheinen der Eltern sehr viel aufzuräumen und zu putzen hatte.

"Schweine raus, Preußen rein!" gilt für den Fremdenverkehr der Ostseebäder nur noch bedingt. Deswegen fühle ich mich auch immer wieder eingeladen, und der Sealord entschädigt auf jeden Fall für das Gedränge beim Frühstück.

Gute Fahrt!
Ihr reisender Frosch


Donnerstag, 30. Januar 2014

Unglaublich:
Berliner S-Bahn auf Winter vorbereitet

Nun muss man ja leider sagen, so richtig Winter ist es in dieser Saison (noch) nicht geworden. Vielleicht kommt aber auch noch etwas nach...
Aber egal, wie frostig oder schneeig es wird, diesmal ist die Berliner S-Bahn richtig gut auf den Winter vorbereitet. Jedenfalls liegen in allen Schaffnerhäuschen an allen Linien in ausreichend großer Anzahl bunte Zettelchen aus. Selbstklebende Zettelchen, die wohl für jede Eventualität sofort nutzbar sind.

Signalrot:
 "Türstörung - Bitte die anderen Türen benutzen"

Kristallblau:
"Wagen nicht geheizt"

Orange:
"Vorsicht! Wagen konnte nicht gereinigt werden"

Hellgrün:
"Achtung Weichenstörung! Zug fährt nicht, aber es ist wenigstens geheizt"

Gelbgrün:
"Gleisbruch - Bitte auf andere Verkehrsmittel ausweichen"



Hoffen wir also, nicht alle gut vorbereiteten Zettelchen sehen zu müssen, jedenfalls nicht alle auf einmal...

Gute Fahrt!
Ihr skeptischer Frosch

Montag, 25. Februar 2013

Winter ade?

Da kann ich ja eigentlich nur lachen. Hab's mir gewünscht, und prompt klopfte Frau Holle nochmals ganz kräftig die verpupste Bettwäsche.
Jedenfalls war es am Wochenende das schönste Schneegestöber, was man sich wünschen konnte. Hier, in Sachsens Hauptstadt.



War bereits am Freitag Abend der schneeige Boden bereit für den einen oder anderen Fußabdruck, konnte man sich am Sonnabend gleich ganz einpudern lassen.
So zogen wir dann auch nach Pillnitz, dick angezogen und angezogen von der angekündigten Kamelienblüte, der Bäckerei mit der Brezel, dem berühmten Schloss...

Sächsische Zeitung 25.02.2013





Auf dem Rückweg ging es dann per Fähre aufs andere Elbufer. Außer unsereiner ließ allerdings niemand seine Patschfüße ins kühle Nass baumeln, ...die Enten und Gänse und Möwen mal ausgenommen. Na ja...



Nasse Füße hatte aber wohl trotzdem jeder bekommen. Das war aber nicht schlimm, denn bevor das Abendprogramm mit 1001 Nacht beginnen sollte, blieb noch genügend Zeit zum Umziehen.

Bleiben Sie auf jeden Fall gesund!
Ihr reisender Frosch

Donnerstag, 31. Januar 2013

Das soll ein Tümpel sein?

Überhaupt nicht! Das ist eben die Ostsee.
Obwohl das eigentlich ja auch völlig falsch ist. Von meinem Tümpel aus betrachtet ist die Ostsee die Nordsee, die Nordsee die Westsee, und da, wo die Ostsee sein müsste, befindet sich die Oder. Oder sehen Sie das anders?! Schauen Sie es sich doch mal an bei Googles Landkartendienst.

Jedenfalls lässt unsereiner sich bei plus zehn Grad ordentlich den Wind um die Nase wehen, während Kinder und Enkel den schlafenden Tümpel bewachen und die Katze füttern müssen. Angereichert mit Ostseezuckersand ist der Wind wie ein schmerzliches Hautpeeling, falls man seine Glubschaugen rechtzeitig zumachen kann. Sonst... Ja, sonst tut es da auch noch weh!



Obwohl jede Menge Schnee auf dem Wunschzettel stand, gibt es davon hier nur Reste am Strand. Möwen hopsen drauf rum, Sand weht den letzten Schnee allmählich zu. Trotzdem ist es schön, den Tag mit dem Schwimmbad zu beginnen, ehe man sich am Kaffee labt. Man kann rumlatschen, kann außer der Reihe und vor zwanzig Uhr Rotwein trinken, kann sich im neuen Tarantino ordentlich mit Blut besudeln lassen, fangfrischen (?) Fisch genießen und bei Bedarf auch noch aus einer feinen Auswahl an Whiskies wählen.
Jetz hab' ich es Ihnen also verraten: Wir sind gerade mal kurz in Zinnowitz. Aber nicht nur der Sealord beeindruckte mit seiner Karte, sondern auch der eher hässliche Neubau-Riesenklotz aus Wismut- und FDGB-Zeiten, der sogar Bruichladdichs Second Edition neben Macallans Sherry Oak aufzählt.



Leider ist es so, dass, noch bevor die Sachen wieder richtig trocken sind, wir bereits wieder zu Hause sein müssen. Kurzurlaub würde nicht so heißen, wäre er nicht kurz. Zu kurz!
Und das mit dem Nass ging so: Gestern also kam ein plötzlicher Eisregen von oben (woher sonst!), der innerhalb von nur zehn Sekunden Hosenbeine und Schuhe völlig durchnässte. Beeindruckt und fast gelähmt von der heraufziehenden schwarzen Wand, schaffte ich es gerade noch, die Knipskiste wasserdicht zu verstauen, ehe die Gegend um Peenemünde völlig undurchsichtig wurde.





Unterstrichen durch die Schilder am Wegesrand, fühlte man sich kurzzeitig wirklich wie im Strudel eines englischen Tiefspülbeckens...
Trotzdem gehören Regen und Sonnenschein irgendwie zusammen, und der April ist ja nun auch nicht mehr so weit weg.

Viel Spaß bei Ihren Winterausflügen, und vielleicht kommt ja auch noch mal richtiger Schnee...
Ihr Frosch, gerade noch am Ostseestrand

Donnerstag, 17. Januar 2013

Schwarze Marie und weiße Pracht

Halten Sie mich keinesfalls für einen Schwarz-Weiß-Maler, aber zum Wochenende hin soll die weiße Pracht ja noch viel prächtiger werden. Ich freu' mich d'rauf, obwohl bei einer gefühlten Schneehöhe von drei Millimetern bereits das gesamte gesellschaftliche Leben verkehrstechnisch zusammenbricht.



Trotzdem ist der Winter schön! Punsch, Kaminfeuer, Eislaufen, nackig Engel im Schnee hinterlassen (natürlich mit sauberem Stietz), Bratäpfel, Nüsse knacken, das W-Wort (ich bekomm' nämlich Ärger, wenn ich "Whisky" ausschreibe) u.v.a.m.

Was fällt Ihnen denn zum Winter ein?
Klingen schärfen und putzen, die Kettenhemden einölen, den einen oder anderen Mantel flicken, wenn man den nicht gerade am Lagerfeuer übergeworfen hat, tiefe Narben fetten und massieren, Schneeballschlacht mit dem Enkelkind, Vögel füttern, aktiv die Eisdicke auf dem Tümpel prüfen...

Wie dem auch sei, morgen hören wir uns Monokels Schwarze Marie an - mit Freunden zusammen im wohl gemütlichsten und molligsten Klub Hellersdorfs, vielleicht sogar Berlins.
Zuvor werden wir Maniok und Lamm essen, vielleicht sogar einen winzigen Havana Club Añejo 7 Años mit zwei Pfefferminzblättchen genießen, ehe wir uns in die Bluesgemeinde begeben. Voraussetzung ist natürlich, dass das Licht ausreicht, die Karte lesen zu können...



Bleiben Sie gesund!
Und vielleicht sehen wir uns ja in der Kiste.
Warum Sie jetzt so komisch schmunzeln, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben...
Ihr Frosch

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Das soll Weihnachten sein???

Da sitzen wir nun bei über zehn Grad um die Fichte herum und warten irgendwie darauf, dass es Winter wird.



Irgendwie war es ja schon mal Winter, und in Russland erfrieren auch die Leute, aber uns scheint der abhanden gekommen zu sein.
Selbst der Teich hat nur noch eine dünne Eisschicht.

Nun ja, die Geschenke haben wir eingesammelt, aufgerissen, ausgepackt, und morgen gehen wir zur Tauschbörse... Wie jedes Jahr also. Außer, dass wir Socken von Jahr zu Jahr als Geschenk immer blöder finden. Oder Espressomaschinen. Oder Töpfe. Oder oder...
Gratulieren wir uns doch einfach dazu, den Weltuntergang am astronomischen Winteranfang überlebt zu haben! Freuen wir uns, auch die Festtage ganz gut überstanden zu haben, trotz Völlerei, Südfrüchten und Familientreffen. Prost Mahlzeit!
Wir sind also wer!

Und so quasi über uns hinausgewachsen verkünden wir unser weltliches Urbi et Orbi als "Frohes Fest für alle!", gerade noch rechtzeitig am 2. Feiertag fünf vor zwölf.

Also, allen noch ein Frohes Fest!
Ihr Frosch

Freitag, 9. November 2012

Liebeserklärung an alle Jahreszeiten

Ja, natürlich kann man auch im Sommer kuscheln, bei 30 Grad und so, oder wie auf Kuba üblich, im seichten Ozean ab 28 Grad Wassertemperatur.
Unsereiner bevorzugt aber die etwas kühlere Jahreszeit, bei der man am Ofen sitzen kann ("Ach Annabell, ach Annabell, komm setz Dich auf mein Bärenfell...") oder aber unter dem Deckbett zusammenkriecht.
Der Duft weihnachtlicher Gewürze umzingelt einen. Ob das am frischen Glühwein liegen mag? Vielleicht kommt das aber auch von den gerösteten Mandeln oder den gerade geschälten Südfrüchten. Ja, und der Rauch, der evtl. aus dem Ofen, nicht unbedingt vom guten Whisky stammen muss, oder doch, oder auch beides...



Eine rundum angenehme Herbstzeit, vor der viele gerne fliehen würden. Ich aber mag einfach diese gemäßigte Zone mit dem Sich-Abwechseln der Jahreszeiten. Ich liebe Schnee, aber auch das Warten auf den Frühling danach. Ich bin verknallt in den Sommer am und im Tümpel. Und erst der Herbst..., aber das wissen Sie ja bereits.

Wissen Sie auch noch, wie man einen Drachen baut?
Ihr Frosch

Montag, 27. Februar 2012

Wetter- und andere Kapriolen

"Morgenstund' hat Gold im Mund" sagen Sie sich bei passender Gelegenheit. Keine Ahnung, was Sie damit meinen könnten, aber goldig war der heutige Morgen.
Bei minus zwei Grad schönster Sonnenaufgang in Berlin...

...nun kommen Sie aber wieder runter, die Arbeitswoche hat soeben begonnen!



Trotzdem lässt sich schön auf ein Wochenende im Garten zurückblicken: die Hecken wurden etwas verjüngt, Pfingstrosen umgesetzt, die Oleander wieder ins Freie gebracht und der Weihnachtsbaum endlich abgeschmückt.
Da ich kaum glaube, dass es nochmal ordentlich und lange kalt werden wird, lässt sich aus meiner Perspektive sagen: "So 'n richtiger Winter war das aber nicht!". Na klar war es kalt, aber der Schlitten stand die ganze Zeit ungenutzt und blöde in der Gegend rum (Der steht immer noch am selben Fleck).
Während sogar Italiener und Griechen im Schneechaos zu ersticken drohten, gab es zwar dickes Eis auf dem Tümpel, aber kaum ein winziges Schneeflöckchen.

Wir können zwar darüber meckern, oder auch nicht, aber dennoch ist das völlig normal. mal so und mal so eben!
Erik der Rote hat ja nicht umsonst Grønland Grænland (also Grünland) genannt.
Na also, jetzt verstehen Sie, was ich meine.

Nicht normal hingegen sind die vielen Kältetoten, besonders in Osteuropa. Da kann ich nur traurig lächeln und mit dem Kopf schütteln. An einem Ende der Welt erfrieren die Leute, im Mittelmeer ersaufen welche und wieder woanders wird gehungert.
Ihre Welt ist kalt!
Und das liegt nun bestimmt nicht am Klima.

Ach ja, jetzt wo Ihr Innenminister (Dass die heutzutage auch immer von allen Dingen Ahnung zu haben glauben!) Athen, durch die Blume gesagt, empfiehlt, die Drachme wieder einzuführen, könne Sie wieder hoffen, ab Ende 2014 endlich Ihre geliebte DM zurück zu bekommen.
Dominoeffekt!

Da lassen wir doch am besten jetzt schon die Korken knallen!
Ihr zynischer Frosch

Dienstag, 17. Januar 2012

Nehmen Sie sich eine Lupe!

Das Beweisfoto zeigt den Weihnachtsbaum im Schnee. Naja, in etwas Schnee jedenfalls. Sie sehen, es hat doch noch geklappt, auch wenn man zum Kieken 'ne Lupe benötigt. Auch, wenn es jetzt schon alles gewesen sein soll, war wenigstens etwas Winter da. Vielleicht kommt's ja auch noch ganz dicke.
Ich wünsch' es mir jedenfalls.



Mit 4x4 durch die Schneewehe macht sicher Spaß! Erinnern Sie sich an die Parklücken im letzten Jahr, die für den gewöhnlichen Familienwagen unerreichbar waren. Wer raus kam, hatte Glück, aber so viel Glück, dass man auch wieder hinein kam, gab es eben nicht...
Anders bis jetzt in diesem Winter. Sogar die eingesparten mittleren Heizkosten werden in der Presse diskutiert. Da schwillt dem preisbewussten Konsumenten gewiss der Kamm.
Wieder ein Schnäppchen gemacht!
Und ich gratuliere Ihnen dazu.

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Wie wäre es mit einer Hahnenkammtour im Mittelmeer?
Dicht an den Inseln entlangschrubben.
Tröten was das Zeug hergibt.
Leuchten, glitzern und flanieren.
Und wenn es irgendwie ernst wird, einfach ausbüchsen!
Machen Sie es wie der Kapitän der Costa Concordia.

Puh, wer heutzutage so alles Karriere machen kann, nicht nur in der Seefahrerbranche...

Ersaufen Sie mir nicht!
Ihr Frosch

Montag, 14. November 2011

Eiszeit

Nee, nicht, was Sie denken.
Ich will nur sagen, dass seit Sonnabend jede Nacht eine feine Eisschicht meinen Teich überzieht. Tagsüber verschwindet diese wieder, aber unsereiner merkt daran, dass es langsam dem Winter entgegen geht.
Bis auf die alte Weide haben alle Bäume (fast) alle Blätter abgeschmissen, und wie aufgezogen marodieren im Sonnenlicht ganze Maisenbanden durch die Gegend, überall nach Früchten und Körnern suchend. Selbst ein pieksiges Brombeerdickicht ist ihnen dabei nicht zu eng. Ab und zu kommt noch ein Eichelhäher vorbei, oder das Elsterpärchen von nebenan.

Stören würde hier nur der Mensch, aber der ist ja glücklicherweise von Montag bis Freitag nicht hier.
Jedenfalls tagsüber nicht.
Prima!
Außerdem haben Sie doch gar nicht den gewissen Blick für uns: Sie schauen lieber auf Börsenkurse, glotzen grünen Rasen nur an, weil buntgekleidete Männeken, von denen jeder seinen Namen auf dem Rücken trägt, hin und her rennen.
Kalles Geburtstag wird vergessen. Bei den Nachrichten hören Sie nur halb hin, naja, bei Berlusconi spitzt man schon mal die Ohren.
Rechter Terror? Die übertreiben doch!
Weltweite Wasserknappheit? Das ist wieder so eine Panikmache.
Ilse schalt doch mal um. Da läuft doch jetzt Boxen.
Und 'n Bier kannste ooch gleich mitbringen...



Bin ich froh, dass das Eis langsam dicker wird!
Ihr Frosch

Freitag, 11. Februar 2011

Urlaubszeit in Zinnowitz und die bescheuerte Angewohnheit, blöde Nummern zu verwenden

Urlaub!
Der glücksgefärbte Ausruf des gebeutelten Werktätigen, denken Sie.
Nee, HIER ist Urlaubszeit - der Smutje hat zu...
Das ist zwar wirklich ärgerlich, mögen wir doch die dortige Küche besonders gern, aber es gibt auch noch andere Lokalitäten, in denen man ganz gut essen kann.
Und man isst mehr, viel mehr, als vielleicht gut ist, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren hin und her diskutiert.
Jede Mahlzeit erfordert dann einen leckeren Sanddornlikör zur besseren Verdauung.
Könn'se glauben!



Nun ja, heute habe ich mir jedenfalls ein herzhaftes Rotbarschfilet mit warmen Specksalat genehmigt, und hin und wieder habe ich möglichst unauffällig zum Nachbartisch gelugt.
Die dort haben die Neun und die Siebenundzwanzig gegessen. Zum Nachtisch gab's dann die Hundertneunzehn.
Ob das eine Alternative zum Sanddornlikör sein kann?
Glauben Sie das nicht!

Ahoi sagt Ihnen
Ihr satter Frosch

PS:
Manchmal sind Nummern gar nicht so schlecht. Nummerierung schafft Eindeutigkeit und Ordnung!
Aber "Einen Espresso bitte." klingt in meinen Ohren einfach besser als "Die Hundertneunundneunzig!".
...und das nicht nur wegen des winzigen Wörtchens mit dem doppelten T.

Danke jedenfalls an Alex und Felix.
Hoffentlich hat auch alles so geklappt, wie es sollte.
Ich genieße weiter den stürmischen Seewind und sammle Strandgut, wenn es hier schon keinen richtigen Winter gibt.
:-)

Freitag, 21. Januar 2011

Vorfrühling oder retardierendes Moment?

Nun ist das Eis auf dem Teich ganz weg, lediglich ein paar Schneehäufchen sind an besonderen Stellen im Garten noch zu finden. Winter ade? Schmuddelwetter!
Man kann ja nie wissen, was die nächste Zeit bringt, aber ein Tümpel, auf dem ein Eisfreihalter blöde dümpelt, ist ebenso unschön wie die Straßen in Berlin, die nach einer Woche 'Sommerhitze' immer noch aussehen, als seien Silvester und Hunde-Ostern auf einen Tag gefallen.

Tänzelt man zwischen den aufgeweichten Knallern und den Häufchen ähnlicher Konsistenz zur U-Bahn, kann einem schon mal ein nadelnder, ausgesonderter Weihnachtsbaum im Weg liegen, dem man aber ohne Tempoverlust gut umrunden kann - Dank der spitzen Spike-Steinchen in der Schuhsohle.

Irgendwann wollen die auch mal den ganzen ausgebrachten Streusplitt einsammeln.
Ich würde mich damit beeilen, denn bestimmt wird das Streugut in der übernächsten Woche wieder gebraucht. Jedenfalls hoffe ich das!



Sonst ist alles wie gehabt: die S-Bahn fährt unzuverlässig wie eh und je (Können Sie sich noch an die vier Feinde des Sozialismus erinnern? Frühling, Sommer, Herbst und Winter!), die Leute, die zur Arbeit müssen, sehen sowieso meist griesgrämig aus, irgendwer klimpert immer auf seinem Kasperhandy rum, aus 'ner anderen Ecke kommt der allerblödeste Klingelton, saulaut dazu...
ABER die Schrippenfrau im Bahnhof Osloer Straße hat mir heute ein ganz besonderes Frühstück zusammengebastelt. Danke.

Es wird also bestimmt doch noch ein prima Arbeitstag, ehe endlich das Wochenende (viel zu kurz wie immer) eingeläutet werden kann. Wir werden das (fast) alle genießen.
Da bin ich mir sicher.

Bis dann!
Ihr Freitags-Frosch

Dienstag, 18. Januar 2011

Das Eis schmilzt

Ja, mein Teich hat immerhin schon wieder eisfreie Ränder, und ob die Scholle in der Mitte noch ganze Pferdefuhrwerke tragen könnte, ist eher zweifelhaft. Eigentlich sehne ich mich aber noch nach ein bisschen Weiß und Eis. Der Winter ist doch noch nicht vorbei!

Und wenn wir demnächst an der Ostsee rumspazieren, sollte alles überpudert sein, sollte wenigstens die Brandung diesen Eis-Wasser-Brei hin und her bewegen.
Noch besser wäre allerdings eine richtige Eiswüste vor der Veranda...



Etwas Zeit hat ja die Natur noch, sich diesbezüglich zu befleißigen. Winterferien mit Vogelgezwitscher sind nun mal keine Winterferien!

Ich bin jedenfalls schon ganz der Vorfreude verfallen, denke an eisigen Wind, an Sauna, an Schnee und an den Sealord in Zinnowitz. Und auf dem Weg nach oben gibt es vielleicht sogar einen Schluck Bohnenkaffee bei Ingo. Mal sehen, was die nächsten Wochen so in petto haben.

Auf bald also!
Ihr wartender Frosch

PS:
Wirklich schade, dass die Kiste immer noch zu hat. Erst wenn was fehlt, merkt man, dass es irgendwie was ganz Besonderes war...
So ist es wohl immer.

Mittwoch, 17. November 2010

Winterfestmachung

Nee, ich mache nicht den Winter fest, denn der kommt doch sowieso. Mit Winterfestmachung meine ich u.a. das Abstellen des Gartenwassers, das 'Einpacken' der Rohre, die Rettung einiger verirrter Gesellen etwa (eine Kröte, zwei Molche), das Reinigen der Dachrinnen (eimerweise Laub und Nadeln) und das Harken der Wiese (mindestens sechzehn Laubsäcke, womit wohl?).




Aber wen interessiert das schon? Interessant ist doch eher die Frage, wie der Winter wird. Pessimisten haben bereits Extra-Frostschutz ihrem Heizöl beigemengt und den Scheibenreiniger im Auto nicht weiter verdünnt.
Strenger Dauerfrost soll diesmal in mindestens zwei Perioden über uns kommen. Damit würde allerdings die Statistik gestört werden, denn der letzte Winter war doch schon nicht 'ohne'. Die globale Erwärmung verzögert sich also vielleicht doch noch ein bisschen.
Schade nur, dass, sollte der Golfstrom wirklich verschwinden, unsere Lieblingsgegenden von Irland bis Schottland ihre üppige (und für uns sogar exotisch anmutende) Pflanzenpracht verlieren werden. Fuchsien, Montbretien, Stechginster perdu.
Aber gibt es nicht sogar unter dem Eis der Antarktis Kohle? Na bitte!
Veränderungen - kleine und große - wird es wohl immer geben. Man kann dem nicht entgehen, aber man könnte planen, damit umzugehen. Irgendwie.

Der eine friert, der andere verliert sein Land an das Meer, den fruchtbaren Boden an die Wüste. Trinkwasser wird knapp werden, die Nahrungsverteilung nicht besser.
Aber wen schockiert das schon?
Angst vor der Zukunft?
Auf keinen Fall!

Gerade wird der große Berliner Weihnachtsmarkt an der Jannowitzbrücke aufgebaut. Wir kaufen bereits unsere Geschenke für die Familie ein, Glitzerzeug, das niemand braucht.
Und wenn wir dann den gepanschten und übersüßten Glühwein trinken, fröhliche Weihnachtsmusik hören und uns mit gebratener Geflügelleber oder fettigen Krapfen den Mantel bekleckern, wer denkt dann an den Rest der Welt?
Wir sind doch der Nabel!
Sollen die gefälligst an uns denken.

Und das tun die auch! Versprochen.
Ihr Frosch