Posts mit dem Label Herbst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Herbst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. August 2017

Zeitdilatation neulich physisch erlebt!

Na klar! ...eigentlich sogar in jedem Urlaub. Man wartet ewig, bis es endlich soweit ist, und ist es soweit, ist es auch schon im Nu vorbei. Es spielt auch überhaupt keine Rolle, wie lange man hierbei Ferien macht(e). Leider!

Nun ja, natürlich freut man sich aufs Neue auf die Arbeit, auf Berlins Kulturleben, auf das Whiskyfest in Köpenick (oder, wer lieber Frau Kierzek treu bleiben will, auf die Malzfabrik zur selben Zeit...), auf die Baustellen auf Berlins Straßen, auf Pendelverkehr oder SEV, wenn man die Karre stehen lässt.


Das Banale und Alltägliche und auch Besondere wiederholt sich Jahr für Jahr, nur dass man selbst den Kreis der Eintönigkeit mit samt seinen Freunden durchbricht. Alle werden grauer, insgesamt leiser und auch etwas schwerfälliger -
Hängefalten hier und da, hier noch ein Knie, da eine Hüfte...
Na, Sie wissen schon. Und wenn nicht, seien Sie froh!

Vergisst man kurz mal die Zipperlein, schiebt einen die Selbstwahrnehmung in die Zeit, so um die dreißig, aber das ist bei jedem vielleicht immer etwas anders. Und plötzlich ist der neben einem alt. Und überhaupt sind hier alles nur Alte um einem herum. Und ehe man sich noch richtig wundern kann, macht sich beim Aufstehen sogleich der Ischias-Nerv bemerkbar, und man lässt sich wieder leicht resigniert und sehr, sehr vorsichtig zurückfallen.
An Ort und Stelle ist man plötzlich wieder in seiner richtigen Zeit.

Hier wird die Zeit weder gestaucht, noch in die Länge gezogen. Nein, hier macht die Zeit einen Sprung. Gewissermaßen.
Ob das jetzt noch in die Relativitätstheorie des alten zungenbläkenden Graukopps passt?

Immerhin benötigt manch einer keine Ohrstöpsel mehr, wenn er vor der Konzertbühne steht. Er dreht einfach das Hörgerät leiser...
Manch' Alter ist ganz schön schlau!
...und ich hab' jetzt leider vergessen, was ich Ihnen noch erzählen wollte.

Und ich versuch' jetzt gleich nochmal, etwas zu hopsen!
Ihr gelenkbeeinträchtigter, fast tauber, grauer Schrumpel-Frosch

Sonntag, 27. Oktober 2013

Man hat einfach keene Pferdebeene...

Nee, hat man wirklich nicht, keinesfalls wenn man per Pedes da lang latscht (oder hopst), wo man sonst nur mit einigen PS unterm Hintern durchbrettert. Aber Pilzesuchen von der Rumpelkiste aus (Ich trau' mich gerade nicht dazu 'Auto' zu sagen. Wer weiß, wer so alles mitliest...) wäre auch gerade mal suboptimal.

Nun ja, Pilze gab's kaum, weil nämlich die notwendige Feuchtigkeit leider erst nach unserer Abreise eintraf. Und - daran haben wir uns längst gewöhnt - nicht wohl dosiert, sondern so, dass einem gleich der Dreck aus allen Poren gespült worden wäre, wäre man noch dort gewesen. Den Pilzen war es egal.


Immerhin hat uns der Wald auch so Freude bereitet, nämlich immer dann, wenn man kurz verpusten musste ob der steilen Hügel und dann Gelegenheit hatte, sich die Umgebung richtig anzusehen, statt zu jammern, dass es beim letzten Mal aber wesentlich leichter hier lang ging.
Na klar, auf dicken Reifen!

Und irgendwie war das dann schon ziemlich olympiareif: Schweiß statt Ruß und Qualm und dafür gleich noch'n Stück Kuchen mehr zum Kaffee. Ausgleich muss sein!

Also!
Ihr absolut sportlicher Frosch

PS:
Folwark Helena gibt es leider wirklich nicht mehr. Ökonomisch ging wohl das Konzept vom Fliegen, Jeepfahren, Wasserwandern, Pilzesuchen, Streichelzoobesuchen, Reiten, Baden, Campen, Wildschweinessen oder einfach nur Übernachten nicht auf.
Schade.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Herbstniesel:
Morgen ist es soweit...

Morgen, im vorabendlichen Niesel, noch Wochen vor der Nacht Oidhche Shamhna, treffen sich sieben (eine magische Zahl?) Herren unter konspirativen Umständen (ja, ein echter Agent i.R. ist auch mit dabei) im Nebengelass einer Kneipe in Kaulsdorf.
Der Grund?
Abendessen.

Die Konspiration geht aber danach weiter.
Mit hochgeschlagenen Kragen, tief ins Gesicht gezogenen Hüten und jeder Menge Vorfreude begeben sich diese Herren in den Norden, um den Achten zu treffen.
Das passiert dann am Feuer, bei Fackel- oder Kerzenschein und neben einem kargen, späten Mahl, welches lediglich aus bitterer Schokolade und kräftigem Käse besteht.

Getränke?
Nur trockener Rotwein, Guinness und Wasser stehen zur Auswahl, und der eine oder andere Tropfen Wasser wird garantiert auch verbraucht werden, ...

...um die Kostproben auf Trinkstärke, nämlich zur besseren Entfaltung ihrer Aromen, herunterzuverdünnen. Ganz maßvoll natürlich! Und auch zum Spülen der Gläser zwischendurch.
Und das alles verdanken wir zum großen Teil dem sprichwörtlichen Geiz der Schotten, nämlich gebrauchte Fässer verwendet zu haben.

Jetzt wissen Sie es also. Es geht um eine Whiskyverkostung, und es geht nur um Single Malt.
Und spannend wird es auch, weil wieder einige Raritäten dabei sein werden. Diese stehen bereits im Probierzimmer und erwärmen sich auf Zimmertemperatur. Die Nosinggläser sind auch bereits poliert.
Für den interessierten Probierer liegen auch der aktuelle Michael Jackson und Jim Murray in Reichweite, aber nur, um vielleicht nachträglich doch noch zu schmulen.

Und dann gibt es weitere Überraschungen, kann man doch heute noch nicht wissen, welche Kostproben die Gäste mitbringen, oder ob das Feuer draußen dem Regen trotzen wird, oder ob der ach so besondere Tropfen doch aus einem gammeligen Fass stammt...

Geht aber alles gut, wird jedes Tröpfchen gelobpreist, vermutet man, dass dieser Genuss dennoch einmalig bleiben wird, denn man weiß, z.B. eine von nur 172 oder auch 1100 Flaschen weltweit stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wiederholung in Frage.
So ist es eben mit den Raritäten.
Allerdings gibt es ja auch Sorten, die der Nachfrage besser gerecht werden können und dennoch eine hohe Qualität widerspiegeln, die auch, je nach Geschmack, mehr oder weniger rauchig sind und/oder eine mehr oder weniger kräftige Fassnote tragen. Diese muss aber erst mal jeder für sich selbst (heraus)finden, auch unter dem Aspekt, welche Bedeutung man z.B. der Kühlfilterung zubilligt.

Aber eins ist gewiss: am Feuer verträgt fast jeder einen etwas torfigeren Whisky und der sollte auch keinesfalls und niemals kühlgefiltert sein...

Slàinte mhath!
Ihr Frosch

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Altweibersommer?

Ja, na klar haben wir jetzt Altweibersommer!
Die Frage ist doch nur, darf man das so noch sagen? Negerkuss und Zigeunersauce sind ja bereits von der Liste korrekter Ausdrücke gestrichen. Pipi Langstrumpf wurde in einzelnen Passagen schon umgedichtet...

Altweibersommer kann es aber wohl weiter heißen, denn wer kennt schon alte Weiber? Und die, die man kennt, werden nicht beleidigt sein, sind sie doch mehrfach geliftet, tragen sie doch ihr Silikon mit Stolz und verdecken die unkorrigierbare Falte zwischen den Brüsten mit fetten Glitzerutensilien, hat man mir erklärt.
Alte Hexen, die mit Kröten zaubern, gibt es wohl auch kaum noch. Und die paar letzten ziehen Handschuhe an und wickeln Wolle oder Seide um den Hals. Außerdem vernebeln sie den Männern den ach so objektiven Blick, indem sie Funken sprühen lassen, Wohlgerüche verströmen und durch bunten Rauch ablenken. Und es hilft!


Aber irgendwann kommt bestimmt alles wieder, auch der Stolz des Alters. Man wird sich zuerst zwar erschrecken, wenn einem in der U-Bahn ein Platz angeboten wird. Aber dann werden einem die Unzerknautschten lauschen, werden versuchen, fremde Lebenserfahrung aufzusaugen. Und die Achtung vor dem Alter erst...

Aber jetzt fange ich bereits wieder an zu spinnen. Bis dahin ist ja noch 'ne Menge Zeit, und solange kann man sich ja einfach vom schönen Herbst entzücken lassen, besonders, wenn das Wetter mitmacht.

Tja, mich geht das ja eigentlich alles nichts an, oder haben Sie schon mal einen Frosch mit Falten im Gesicht gesehen?
Also, genießen Sie Ihren Feiertag, und vergessen Sie nicht, der wurde ein paar Tage vorverlegt.

Ganz unbehaart und völlig unzerknautscht!
Ihr schöner Frosch


Freitag, 9. November 2012

Liebeserklärung an alle Jahreszeiten

Ja, natürlich kann man auch im Sommer kuscheln, bei 30 Grad und so, oder wie auf Kuba üblich, im seichten Ozean ab 28 Grad Wassertemperatur.
Unsereiner bevorzugt aber die etwas kühlere Jahreszeit, bei der man am Ofen sitzen kann ("Ach Annabell, ach Annabell, komm setz Dich auf mein Bärenfell...") oder aber unter dem Deckbett zusammenkriecht.
Der Duft weihnachtlicher Gewürze umzingelt einen. Ob das am frischen Glühwein liegen mag? Vielleicht kommt das aber auch von den gerösteten Mandeln oder den gerade geschälten Südfrüchten. Ja, und der Rauch, der evtl. aus dem Ofen, nicht unbedingt vom guten Whisky stammen muss, oder doch, oder auch beides...



Eine rundum angenehme Herbstzeit, vor der viele gerne fliehen würden. Ich aber mag einfach diese gemäßigte Zone mit dem Sich-Abwechseln der Jahreszeiten. Ich liebe Schnee, aber auch das Warten auf den Frühling danach. Ich bin verknallt in den Sommer am und im Tümpel. Und erst der Herbst..., aber das wissen Sie ja bereits.

Wissen Sie auch noch, wie man einen Drachen baut?
Ihr Frosch

Montag, 3. Oktober 2011

Der 7. Oktober ist bereits am Dritten

Klaue nie jemandem seine Feiertage!
Das wusste sogar die Kirche, als flugs aus dem Fruchtbarkeits- und Frühlingsritualen Ostern wurde und aus der Wintersonnenwendfeier das Weihnachtsfest.
Egal, was gefeiert wird, Hauptsache es wird gefeiert...
Und was unsereiner schon immer getan hat: am 7. Oktober war Abbaden in Eggersdorf oder Spitzmühle, nachdem vorab die Parade 'abgenommen' wurde, weil wir nämlich erst einmal mit den Rädern die Karl-Marx-Allee langfahren mussten.

Zeiten ändern sich.
Aus dem 7. wurde der 3., und so richtige Militärparaden gibt es hierzulande auch nicht mehr. Wahrscheinlich gäbe es nicht einmal mehr genügend uniformierte Statisten.
Und die, die man hätte, verteidigen bekanntlich gerade unsere Interessen am Hindukusch oder sonstwo.

Ach so, und mit dem Rad fährt man doch auch nicht mehr durch die Gegend, oder?
Unsereiner natürlich nicht. Auch Frosch ist jetzt motorisiert!

Da stört man lieber die morgendliche Waldesruhe, knattert durchs Geäst, zermatscht ein paar Steinpilze - das Wildbret kann gerade noch fliehen - und freut sich wie ein Schneekönig, die fast 100-Prozent-Steigung in den Kavel-Bergen geschafft zu haben.

Alles natürlich mit 4x4 und Geländeuntersetzung, wobei echte Muskelkraft auf das Kuppeln und Festhalten beschränkt bleibt. Gelenkt wird ab und zu einarmig, denn der andere Arm hilft dem Buschpiloten auf dem Sitz zu bleiben.





Damit die Maschine dann wieder etwas abkühlen kann, geht es diesmal ein klein wenig schneller - Fahrtwind wird benötigt - über Wiesen und Felder, die seit dem EU-Beitritt unseres Nachbarlandes kontrolliert brachliegen.



Ich ahne fast, hier kommt der wirtschaftliche Aufschwung auch noch hin. Wie wäre es denn mit einem Spielplatz für die Männer?
Tags durchs Dickicht brettern, abends dann Żubr und Wildschwein am Lagerfeuer.

Ich spinne mal weiter:
Wer nicht in seinem SUV schlafen mag, müsste ein Zelt aufbauen dürfen.
Irgendwann gibt es dann vielleicht auch Bungalows
...und richtige Toiletten
...und Waschräume
...und - damit der Lack nicht zerkratzt - vollständig entästete Fahrwege.

Bis dahin wird aber hoffentlich noch etwas Zeit ins Land gehen. Und solange kann man ja erst einmal den herrlichen Altweibersommer genießen.



Die alten Herren müssen eben noch warten.

Bis dahin!
Ihr Frosch