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Montag, 14. Juli 2014

Schottland 'gleich um de Ecke'...

Latscht man ganz touristisch durch die sächsische Hauptsdtadt, kommt man, ob man will, oder nicht, an herrlichen Wiesen vorbei. Der ganz faule Spaziergänger fährt dabei auch mal mit der Pioniereisenbahn durch die Gegend, natürlich nicht, ohne die Spurweite an der eigenen Fußlänge messen zu müssen.
Wirklich ein Wunder, dass die schmalspurige Bahn nicht umkippt!

Hat man Glück, scheint die Sonne, und man selbst ist von den Disteln so verzückt, wie manch' Schmetterling.
Und es erinnert sehr an die Wiesen in Schottland.



Und jetzt schon etwas aufmerksamer beim Herumlaufen findet man eher zufällig, versteckt zwischen Glas und Beton, nicht ganz am üblichen Hauptweg der Laufkundschaft und Schaufensterbummler einen winzigen Laden, der Sachsen, Irland und Schottland unter einen Hut, also Dreispitz, zu bekommen sucht.

Immerhin wurden in den ersten sieben Wochen seines Bestehens u.a. schon mindestens drei Flaschen eines jungen Ledaig ohne Altersangabe verbraucht/verkauft (und wer weiß, was noch), und dem, der auf allen möglichen kleinen und größeren Whiskyveranstaltungen vergeblich nach einem Octomore Ausschau hielt, stolperte endlich mal darüber - also noch vor dem Genuss.



Nicht nur der Ochdamh-mòr, der mit den 167 ppm Phenol nämlich, sondern auch das Ambiente des Ladens, machten Spaß: Whisky-Sahne zum ganz besonderen Kaffee, Fachgespräche über ganz besondere Flaschen und anderes ganz Besonderes aus den drei Landen gab und gibt es dort.
Des Herumreisenden Zeit reichte leider nicht, auch die Spezialangebote zu probieren: z.B. den Whiskyfreitagabend oder (ganz spezielle) Tastings.

Einem Frosch, der leider so eine Lokalität nicht in seiner Nähe weiß, sei diese Werbung gestattet. Und vielleicht guckt sich ja der eine oder andere hiesige Kaufmann mit Affinität zum Lebenswasser etwas ab. Das wäre wirklich schön, zumal doch der allgemeine Trend (Mainstream?) langsam, aber unaufhaltsam weltweit die Blends ablöst.
Irgendwann fallen dann auch bestimmt noch die Kühlgefilterten und Gefärbten in der Gunst des Kunden (durch).
...und dann haben wir nur noch BIO!

Mit etwas Augenzwinkern: Slàinte mhath!
Ihr ganz schön grüner Frosch

Freitag, 9. November 2012

Nachtrag vom Lagerfeuer

Es war doch ganz schön eng am Feuer...



...aber wir rückten eben etwas zusammen und genossen neben Glühwein, Bier und Tee auch Whisky. Hiervon schmeckte einer besser als der Andere, so dass man sich am Ende schon nicht mehr festlegen konnte, welcher der Leckerste war.
Na ja, für manch einem war alles andere als Whisky lecker, aber ich muss sagen, der Lagavulin im Rauche des Feuers - einfach unbeschreiblich...

Slàinte mhath!
Ihr Frosch

Dienstag, 30. Oktober 2012

Oidhche Shamhna

Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Zum morgigen Keltischen Winteranfang wird schon Holz zusammengetragen. Die Zutaten für den Glühwein (Tee, Zimt, Biozitronen, Nelken, etwas Zucker, Rotwein und geheime Kräuter) stehen auch schon bereit. Natürlich wird der Lagavulin 16 endlich geöffnet. Immerhin wartet der Karton mit dem zerbrechlichen Inhalt, der wiederum das Lebenswasser (uisge-beatha) enthält, auf das große Aufreißen - angekündigt bereits am siebten August in Napoleons Brauhaus in Leipzig.
Deswegen darf diese Flasche auch nicht ganz alle werden, damit nämlich eine winzige Kostprobe davon irgendwann mal nach Zschorlau mitgenommen werden kann.
Dieser Whisky ist nicht ganz der allerallerbeste aller Heilwässerchen, aber doch schon ein ziemlich guter. Und auf jeden Fall einer mit unheimlich großer Symbolkraft.



Was essen wir am Feuer? Genau, Kürbissuppe(n) und Butterstullen. Na ja, eine Suppe wird eher lieblich schmecken und eine ordentlich Ingwer enthalten. Dazu gibt es geröstete Kürbiskerne und ein paar Spritzer Kürbisöl zur Dekoration.
Dieser Tag (also die Nacht Oidhche Shamhna) fällt nun mit dem hierzulande neumodischen Halloween zusammen, wo verkleidete Gören aus der Nachbarschaft mit Begleitschutz ihrer Eltern grölend nach Süßigkeiten betteln und gleich nach Erhalt oft/meist das ganze (unverrottbare) Bonbonpapier achtlos in den Wind werfen. Da steht also wirklich das Tor zum Totenreich, zur Unterwelt offen. Na gut, Bücken ist gut für unsereiner.
Und diese Terminüberschneidung kann eigentlich nur rein zufällig sein... Doch, doch!

Ich werde mich diesbezüglich aber auch etwas vorbereiten und schon mal eindecken mit Peperoni-Bonbons, Ingwerstückchen, Lakritzschokolade und anderen Leckereien. Die Begleitschutzeltern bekommen, wie jedes Jahr einen Glühwein, falls am Keltischen Winterfeuer noch Platz sein sollte.

Aha, mein Glühwein ist Ihnen zu sauer!?
Die Gören wollen lieber Vollmilchschokolade!?
Etwas kalt ist Ihnen auch noch!?

Wie immer also.
Und ewig grüßt das Murmeltier...
Diesmal aber
Ihr Frosch