Sonntag, 1. Februar 2015

Der Januar verging aber schnell

Wir haben es geschafft.
Also wir haben den Januar geschafft und steuern quasi mit Riesenschritten auf Ostern zu. Die Insel Skye ist nicht mehr weit (temporär betrachtet), und man kann schon wieder an die Weihnachtseinkäufe denken. 
So zieht die Zeit dahin, ob man will oder nicht. Und besonders schlimm ist es, dass die Zeit immer schneller vergeht, je mehr Zeit man selbst schon verbraucht hat...


Also schnell mal alles erleben, was nicht unbedingt aufgeschoben werden sollte: 
Glühwein und (nachgeholtes) Weihnachtsbaumverbrennen in Kaulsdorf. Dazu im Schneeregenniesel Musikvideos, die unsereiner einst nie gesehen hat und Musik, die unsereiner einst von den Bändern verbannt hat. Na ja, so krass hat eine gewisse Fröschin es nicht gesehen. Schon vor vielen Jahren, sehr langer Zeit, hat selbige über die Disko in der "Wirtschaft" (Studentenclub der WiWis [Wirtschaftswissenschaftler]) in Merseburg gemeckert... 
Aber wirklich mal. Jeder wusste doch, dass dort z.B. donnerstags nur Doors gespielt würden.

Trotzdem, oder sogar der fortschreitenden Lebenszeit geschuldet, hat es bei Uwe im Busch sehr viel Spaß gemacht.

Ein Verweilen war dennoch nicht möglich, so man sich eben auf ein paar Bierchen und Glühweinchen und Bratwürstchen dort beschränkte, ehe es geschwind in die Kiste ging. ...nee, der Klub ist gemeint.



Engerling spielten auf und spielten ganz ohne Musikergäste wieder ihre eigenen Musik: Engerling, etwas Stones, dann Beatles (als Gegengewicht quasi), ...na Sie wissen schon. 

Und obwohl die Rolle des Eintänzers den Patschefüßen eher schlecht steht, konnte unsereiner den Moll-Blues (wiedermal der Eröffnungstitel, diesmal aber nicht außen vor und nicht verpasst...) nicht einfach so vergehen lassen.

Nach zwölf mussten die Maikäferlarven dann auch noch Zugaben spielen, weil das Kistenpublikum sie sonst nicht hätte gehen lassen. Ganz bestimmt ein schöner Geburtstag für Fred, der viele Bekannte und Freunde auf Appelschnaps einlud. Danke auch dafür.


Und wie lässt sich so ein Abend würdig abschließen?
Wicked Wendy scheint eigentlich nur dafür abgefüllt worden zu sein, aus welchem Haus auf Islay sie auch stammen mag...

Jetzt sehr rauchig, voll bluesig und kein bisschen müde!
Ihr Frosch

Samstag, 31. Januar 2015

Schnee, Schnee, Schnee!

Da sind also doch noch drei bis vier Schneeflocken über unser Land hergefallen...
Ich hab's gewünscht, und ehrlich gesagt wünsche ich mir sogar noch etwas mehr davon.

Aber für die Trübsalbläser hier und da gibt es einen Streif am Horizont - also aus meiner Perspektive. Sie müssten wohl schon etwas in die Hocke gehen...


Nun ja, bestimmt wird bald alles matschig sein, aber dennoch lassen wir uns nachher nicht vom "Neujahrsfeuer" im Kaulsdorfer Busch abhalten, und bei Engerling in der Kiste werden wir auch noch 'ne kesse Sohle aufs Parkett legen. Sagt man doch so bei Ihnen, oder?

Wozu doch Patschefüße so alles gut sein können...

Schönes Wochenende!
Ihr Frosch

Sonntag, 25. Januar 2015

Erneut Umbau in der Kiste

Dit glooben Sie natürlich nicht, aber es ist tatsächlich so.

Gestern zu heute spielten Clover auf, und wie eh und je gab es über drei Stunden Musik, die man nur vernünftig hören konnte, wenn man gleichzeitig wild herumsprang.
Nun ja, irgendwann war man schlapp, ordentlich durchnässt und überhaupt, und da war es sehr gut, dass der Kinosaal geöffnet war, wo man bequem sitzen und am Bierchen nippeln konnte.




Für die Faulen oder Erschlafften wurde hierhin das Bühnengeschehen im Maßstab 1:1.02 übertragen, so dass man sich nicht unbedingt "mittendrin" fühlte, aber immerhin gut mithören konnte.

Was aber, wenn der Titel zu Ende ist?
Was ist mit Applaus?
Kommt dieser denn bis in den Konzertraum rüber?

Sehn'se, tut er nicht!
Deshalb also der geplante Umbau. Aus dieser etwas einseitigen Video"konferenz" muss man was Ganzes machen: Rückübertragung des Tones aus dem Kinosaal wenigstens in die Monitorboxen der Band, damit der Applaus nicht ungehört verhallt.

Nach solcherlei Überlegungen und einem großen Schluck Berliner Pilsener waren wir aber sogleich auch wieder vor der Bühne und zappelten und hopsten und applaudierten ggf. ganz direkt.
...und wir warfen unsere Arme, dass das Tanzensemble BERLIN CRAZY TAPS, welches uns zusätzlich professionelle Tanzeinlagen bescherte, erst unverständlich die Köpfe schüttelte und dann sogar mithopste, aber so, dass die Fetzen flogen.

Das war ja wieder was!
Schade, dass die anderen, G+R und W+H, sich doch nicht mehr aufraffen konnten, so einen schönen und langen Abend mit zu verleben, sich so auszuschütteln, dass sogar der Sport am Sonntag komplett wegfallen durfte.
Dafür traf man aber andere Leute.
Eigentlich wie immer dort, und gegen dreiviertel eins latschten wir nach Hause.

Genießen Sie den Rest vom Sonntag!
Ihr Tanzfrosch

PS:
YouTube war scheinbar auch dabei ;-)

Freitag, 23. Januar 2015

Von Garbáty gibt es nicht nur Zigaretten

J. Garbáty war einst der Gründer des großen Berliner Zigarettenimperiums in Pankow, sagt wenigstens Wikipedia. Und Rauchen schadet bekanntermaßen der Gesundheit. Deswegen wohl auch wird im Café Garbáty nicht mehr geraucht. Na ja, kurz hatte ich mal einen ganz anderen Duft in der Nase, der unsereinen als Spürhund irgendwie interessant erscheinen lässt, aber nur ganz kurz eben.

Es wurde also nicht geraucht, aber dennoch brannte die Luft, als die Dame, deren Apfelsaft-Leitungswasser-"Cocktail" anfangs etwas zu süß (und klebrig) geraten war, die 15 cm hohe Bühne betrat und eben einfach mal kurz loslegte.
Und so ging es dann drei Stunden lang... (Jenny, das ist hier absolut positiv gemeint und bezieht sich nicht mehr auf den verdünnten Appelsaft!)


Man musste ganz schön löschen und ab und zu auch wieder kräftig die Gliedmaßen schütteln um das viele Bier auch wieder auszuschwitzen: Bluewater wurde fünf, und Jenny hat sich für das nächste Jahr 'ne Schultüte gewünscht... Logisch!









Und zum Klub muss ich sagen, ...kannte ich noch nicht (kommt man von Kaulsdorf aus auch blöde hin und normalerweise noch blöder nachts wieder zurück), aber hopse ich auf jeden Fall trotzdem wieder hin.

Es lohnt also, künftig den Spielplan anzuschauen, dann die Fröschin unterzuhaken und genau bei den Koordinaten 52.5630892 °N 13.4091053,17 °O (oder am Tisch daneben) erneut Bekannte zu treffen, die man sonst auch u.a. in der Kiste oder im Kaulsdorfer Busch sieht.
...und bestimmt ist dann wieder der eine dort, der selbst überhaupt kein Schlagzeug und der andere, der überhaupt keine Mundharmonika spielen kann.
Musikkneipe eben und ein toller Abend!

Man sieht sich also! Garantiert!
Ihr Frosch

Montag, 5. Januar 2015

2015
Das Jahr der Trennungen

Dieses Jahr wird in mancherlei Hinsicht sehr spannend, u.a. auch, weil es das Jahr der Trennungen sein wird. Ganz bestimmt!
Keine Ahnung, ob sich Herr und Frau Untrieser trennen werden, aber wir haben auf jeden Fall vor, uns zu trennen, und zwar von jeder Menge Unrat und Gerümpel im Garten oder Schuppen. Und wir trennen Müll. Das aber sowieso schon eine ganze Weile.

Fakt ist, wir brauchen Platz!
Platz für die herumbalgenden Enkelkinder, Platz, um wenigstens ein einziges Mal den Rasenmäher ordentlich wegstellen zu können. Im Moment fällt man dreimal hin, wenn man nur mal was aus dem Weg räumen möchte. Manchmal findet man auch den Hammer, den man allerdings letzte Woche gesucht hat. Schlängelt man sich an den Fahrrädern vorbei, bleibt man mit dem Mantel an der Sackkarre hängen und verheddert sich anschließend rettungslos zwischen Verlängerungsschnüren und Gartenschläuchen.
Schnell mal Vogelfutter herausholen?
Fehlanzeige.
Farbeimer fallen dabei um, Beutel mit Leergut scheppern und man beschmaddert sich ordentlich an der öligen Kettensäge, dabei versehentlich das Eimerchen mit den Altbatterien umschießend und fächerförmig ausleerend.



Ordnung ist angeblich das halbe Leben, aber ich kann Ihnen sagen, Unordnung ist mindestens ein dreiviertel Leben wert, ähh, naja, Sie wissen schon.

...2011, 2012 und 2013 beschlossen, für 2014 fest eingeplant, nun aber hoffentlich wirklich 2015 realisiert, ist so 'ne Ordnung ein richtiges Wunderding. Plötzlich hat man nämlich acht oder neun Spannungsprüfer, die Luftpumpe liegt gleich vorn im Regal und der schöne Hammer ist auch wieder an seinem Platz.

Und Platz, ja Platz hat man nun jede Menge...
Man kann dann sogar kreativ werden in der Raumgestaltung und kommt fortan gänzlich ohne Suchen und Straucheln an die verstecktesten Dinge. Aber das wissen Sie ja auch.

Es ist immer schön, wenn man gute Vorsätze für's neue Jahr hat. Arbeiten wir also an deren Umsetzung.

Alles Gute für 2015!
Ihr vorsätzlicher Neujahrsfrosch

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Glühwürmchen im Winter?

Wahrlich von Glück kann der sprechen, der nicht bei Minusgraden auf dem Glühweinmarkt Weihnachtsmarkt rumhopste, sonst dürfte nämlich der wärmende Trunk dort in noch größeren Mengen geflossen sein.
Aber auch so konnte man ganz ohne Karussell alles zum Drehen und Schaukeln bringen.
Sauferei ist nicht gut!
Natürlich hatte man Spaß, man erzählte und lachte, wechselte sich ab beim Getränkeholen, lachte, dass das Geld immer weniger wurde... (haha), outete sich gegenseitig, klopfte sich auf die Schultern (bestimmt zum Abwischen des süßen Zeugs von den Händen), wollte Jacken und Mäntel tauschen, versicherte sich gegenseitigen Verständnisses...

Die wichtigste Frage bleibt nun aber, sind denn alle wieder gut zu Hause angekommen?
Größere Durchmischungen wurden am Abend dort eigentlich nicht beobachtet, so man nur auf das berühmte "Durchrufen" angewiesen war.
Da manche Rückmeldung bislang noch fehlt, bleibt vorerst abzuwarten, wie der glühende Umtrunkabend letztlich zu bewerten sein wird.



Eines wiederholt sich aber jedes Jahr beim ach so beliebten Glühweintrinken, egal ob manch eine Trink(er)gruppe von Markt zu Markt zieht, eine andere ganz ortstreu nur von Stand zu Stand, nämlich das anschließende obligatorische Verdünnen des fast alle Ein- und Ausgänge verkleisternden Süßgetränks, dessen Qualität mit steigendem Zuckergehalt gewöhnlicher Weise kräftig sinkt.

Stellen Sie sich also schon mal Bier, oder besser, Wasser hin, sollten Sie diesen jährlichen Umtrunk noch wagen wollen.
Und manch einer ist sogar gut beraten, wenn er auch noch einen Kotzeimer dazu stellt...

Ach ja, dem einen Frosch ging es ganz gut, und es machte ihm diesmal überhaupt nichts aus, spät abends noch bei WoT daneben zu schießen und auch sonst alles falsch zu machen.
So ist das mit dem Allolol...!

Seien Sie hoffentlich gewarnt!
Ihr Frosch

Sonntag, 7. Dezember 2014

Mal ganz ohne Titel und überhaupt...

Ach ja, die Hauptstadt ist ja so wahnsinnig kulturell.
Will man in die Letzte Instanz, einem Rezitator zuzuhören, einer Opernsängerin zu lauschen, auch noch deftiges Abendbrot zu genießen, muss man erst mal (jedenfalls wenn man aus Richtung Kino International kommt) den Rummel durchqueren.

Lust auf idiotische Karussells?
Auf keinen Fall! Seit den Tagen der aus Wien geborgten Kosmosgondeln (so etwa bis 1975) hat sich hier einfach zu viel getan. Zahnprothesen, Holzbeine und zuvor Vertilgtes werden zentrifugal weggeschleudert, die eine oder andere Beule verursachend, irgend wen zu erschlagen oder als fein zerstäubter Sprühnebel in den Gesichtern der Schaulustigen zu landen.




Glühwein?
Fehlanzeige bei dem gesüßten Abwaschwasser Etwas dort. Da muss man wohl doch schon zu einem anderen Weihnachtsmarkt gehen: vielleicht zur Kulturbrauerei, nach Kaulsdorf (der Markt dort findet allerdings nur an einem einzigen Tag im Jahr statt) oder zum Platz der Akademie.

Und auf dem Weg zum Letztgenannten (allerdings nicht am selben Tag!) kommt der hungrige Kulturgänger unweigerlich oder auch gezielt am Meisterstück vorbei: süddeutsche rustikale Küche mit echten Berliner Hinterhofbieren, pro Mahlzeit zum Preis eines Kleinflugzeuges. Na ja, so ähnlich, aber immerhin geht man ja ganz freiwillig hinein oder eben nicht...
Also, wer mal 'ne winzige Blutwurst, gegrillt am offenen Feuer im Gastraum, mit einem Löffelchen "Sauerkraut" (nee, nicht den Berliner Sauerkohl, eher Bayrischkraut), süßem Delikatess-Mostrich und 'ner gerösteten Schwarzbrotstulle kosten möchte, ist hier genau richtig.



Ein Bier dort schmeckt sehr fruchtig und ähnelt dem Atlantic Ale aus Stralsund: Heidenpeters Pale Ale.
Dreimal so teuer, wie anno dazumal das Herrengedeck im Café Moskau (und ziemlich genau 53 mal so teuer für den, der noch immer klassisch umrechnet,
nämlich 1 € = 2 DM = 20 Ostmark...).
...und man fühlt sich toll und ausgelassen, bestellt man doch gleich noch ein Bierchen. Wir haben's ja!

Dermaßen gestärkt und euphorisiert begibt man sich dann in den großen Saal im Schauspielhaus, dem Adventskonzert zu lauschen.


Extra aus Sachsens Hauptstadt kamen die Jungs vom Kreuzchor, und das allein wäre schon das Qualitäts-i-Tüpfelchen des Abends, aber auch noch ein ganzes Orchester und weitere Sänger zelebrierten u.a. Werke von Händel und Charpentier. 

Ein so schöner Abend konnte natürlich nur auf dem edlen Markt auf Europas schönstem Platz beendet werden.
Vielleicht noch einen kleinen Glühwein?
Ein Weihnachtsgeschenk hier und da.
Ein Zipfel Wurst an diesem Stand, eine Ecke Käse dort.
Und schnell noch geguckt nach einem Heisenberg-Hut...
Und dann ging auch schon das Licht dort aus. Feierabend!

Und jetzt ist wirklich Feierabend!
Ihr Weihnachtsfrosch







Anhang zum Konzert:
05.12.2014, Konzerthaus

Georg Friedrich Händel Utrechter Te Deum mit Jubilate
Marc-Antoine Charpentier Te Deum
Weihnachtslieder

Dresdner Kreuzchor
Christina Elbe Sopran
Sophie Harmsen Alt
Tobias Hunger Tenor
Sebastian Wartig Bass
Konzerthausorchester Berlin
Kreuzkantor Roderich Kreile Leitung