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Sonntag, 10. Februar 2013

Larkin in der Kiste

Larkin kam gestern in die Kiste und wurde vom Stammpublikum begeistert empfangen. Seit einer ganzen Weile ist ein neues Gesicht mit dabei - Anne, Keyborderin, Flötistin, Geigerin, Sängerin... Und gestern gab es nun laut Ansage eher die 'Raritäten' zu hören.



Ich fand die Gruftgesänge aus dem Totentanz gut, meine Lieblingsfröschin mochte eher das Irische aus dem Pub, und wir beide hätten auf die Cranberries oder den Fluch der Karibik eigentlich verzichten können. Mainstream!
Larkin wechselt vielleicht peu au peu ins Englische Fach, ...Clover kommt damit ja auch gut über die Runden.
Mal sehen, wie das Publikum das insgesamt aufnehmen wird. Ich bin jedenfalls, obwohl mir die rothaarige Musikerin ausgesprochen gut gefallen hat, noch ganz unentschieden. Und ein Stilwechsel macht der Band nach Jahren musikalischen Gleichklangs garantiert jede Menge Spaß.

Schönen Sonntag!
Ihr Frosch

Sonntag, 4. März 2012

So ein Mist! Nichts zu meckern!

Der letzte Freitag in der Kiste war ausgesprochen schön. Pünktlich, zehn Minuten nach Vorgabe, begann(en) Larkin mit der Musik. Es ging durch Irland, durch Schottland und durch gruselige Gruften und Gräber.
...und wir haben immer noch Muskelkater vom Hampeln und Tanzen.

Unsere Dresdener Freunde kauften spontan die neue CD und ließen sich natürlich auch gleich das Cover signieren. Das war ja auch gar nicht schwer in dem familiären Ambiente, das die Kiste stets bietet.



Verschwitzt, zufrieden und abgekämpft gingen wir nach gut drei Stunden nach Hause, den Abend ganz passend mit einem winzigen Single Malt krönend.

Vielen Dank an Larkin und die Kistencrew um Fred.
Und natürlich bis zum nächsten Mal!

Ist ja auch irgendwie blöd, wenn man nichts zu meckern hat!
Ihr Frosch

Sonntag, 13. Juni 2010

Geigenrocknacht in Biesdorf

Leute, Leute. Leute. Ein Publikum, welches kaum Bier trinkt? Ja, glauben Sie es mir, niemand musste diesmal am Bierstand anstehen.
Die Sonne schien, als Hans die Geige den Reigen der Geigenspieler eröffnete. Verliebt in sein eigenes güldenes Haar stolzierte er die Tonleiter auf und ab.
Nee, natürlich nicht! Er stand ja auf der Bühne.

Vom Hörensagen dachte ich, er sei der Beste. Farfarello jedoch übertrumpfte an Virtuosität und dargestelltem Gefühl alle Beteiligten dieses Abends. Mani Neumann zupfte Töne allergrößten Schmerzes aus seiner Geige und ließ sie danach gleich wieder in schallendes Gelächter ausbrechen. Und wie er selbst mit Mimik und Bewegungen mitging...
Kein Frosch hätte das besser hinbekommen!



Zwischen diesen beiden großen Altmeistern (aus meiner Perspektive sieht jeder wie ein Riese aus) gastierte Larkin. Und wie immer konnte man bei Larkin kaum ruhig sitzen bleiben. Ergo es wurde getanzt. Nur bei Larkin!

Dennoch möchte ich erwähnen, dass einige Besucher (hauptsächlich Nicht-Biertrinker, vermutete ein Mensch) ob der schwarzen Töne vielleicht, die Larkin diesmal anschlug, auch nicht sitzen bleiben konnten.
Die gingen ganz, was sehr schade war für Farfarello und das gemeinsame, wirklich grandiose, Finale.





Das war bestimmt der Höhepunkt der diesjährigen Parkbühnensaison: drei Geiger zwischen Dialog und musikalischem Duell. Und alles war erlaubt: es wurde gestrichen, gezupft, geklopft.
Vielen Dank an alle Musikanten und an das Kistenteam!

Ich sitze jedenfalls wieder im Tümpel und schmunzle in mich hinein, während ich an den tollen Abend denke.

Ihr Frosch

PS:
Natürlich musste ich gleich eine CD der Gruselklänge besorgen, die jetzt gleichberechtigt neben den Irischen Liedern steht. Ein toller Song über fette Würmer ist auch drauf.
Ja, und mal sehen, ob die in gelb-schwarz gehaltene Farfarello-CD den Abend wiedergibt.
Ich wär' auch ziemlich scharf auf ein Video vom Finale...


Danke sehr! Hier sind mir freundlicher Weise Videos (nicht nur vom Finale) gezeigt worden.
Vielen Dank auch für den sehr ausführlichen Bericht und die vielen Fotos.
Nachschauen und Nachlesen lohnen sich!

Sonntag, 6. Juni 2010

Sonniger Sonntag in der Parkbühne

Na, auch ein schönes Wochenende gehabt?
Da hoppsen 9 Menschen nach irischen Klängen auf der Bühne rum, dass es die wahre Freude ist. Mal klappern und klopfen und knallen die Schuhe, mal geht es auf ganz leisen Sohlen zu, wie bei 'Clann Lir' in Tralee.

Ja, und alles musikalisch begleitet und untermalt von Larkin. Wenn Sie Larkin noch nicht kennen, schauen Sie weiter unten im Dezember 2009 rein.



Jetzt weiß ich auch, ob in der Parkbühne die Sonne scheinen kann, ob der hohen Bäume. Ja das tut sie. Ist ja auch etwas ungewohnt, bereits nachmittags zum Konzert zu gehen. So ungewöhnlich 'variös' war dann auch das Publikum: nämlich vom kleinen Kind bis zum Rentner.

Es gab mindestens zwei echte Schlachtenbummlerinnen (erste Reihe links, von hinten betrachtet), die wohl wegen der Band da waren, oder wegen Attila, der stets alle schönen Frauen anblinzelt. Aber auch Prominente der letzten Konzerte waren unter den Zuschauern. Ich hörte, wie am Rande über das UFO-Konzert von neulich diskutiert wurde. Das ist nichts Besonderes, schon klar. Aber es wurde mit Mitwirkenden von neulich diskutiert.
Na, jetzt sind Sie baff! Aber das ist ja alles Schnee von gestern, wenn Sie mir diesen eigentlich unpassenden Vergleich gestatten. Immerhin herrschten gefühlte dreißig Grad. Plusgrade! Einige gerötete Kahlköpfe waren schon zu sehen, und manch einer hatte sich aus Zeitungspapier 'n Hütchen gebastelt. Kreativität pur.



Ach so, ich wollte doch erzählen was so abging. Reicht es Ihnen zu hören, dass es prima war? Haben Sie aber bestimmt oben schon herausgehört.
Das bedeutet dann aber auch, dass wir uns am kommenden Freitag dort möglicherweise treffen, zur Geigenrocknacht nämlich.

Achten Sie aber dann bitte darauf, wohin Sie treten!
Ihr Frosch

Sonntag, 6. Dezember 2009

Kaulsdorf 2009 um 17:46 Uhr

Oh, oh, oh, hoffentlich ist Felix nicht mit der gesamten Sippe von der Küste auf den auch so großartig angekündigten Kaulsdorfer Weihnachtsmarkt gegangen. Peinlich! Es gab weder Schmied, noch ein Zelt der Templer. Stattdessen illuminierte die Polizei mit Blaulicht die dunstige Luft.
Zu gerne hätten die unter den Umhang des einzigen einsamen Ritters, der dort am 5.12. gesehen worden ist, geschaut, um das Schwert zu suchen. Aber mal ehrlich, was hätte er mit einem Schwert dort anfangen sollen?



Zum Trost gab es Punsch!?
Falsch gedacht, denn das berühmte Rezept aus dem Hause Schilkin wurde nicht umgesetzt. Es gab Punsch, notariell beglaubigt, aus 'Glühwein und sonst nichts' hergestellt.

Der Ritter zog nach einem Rundgang gegen dreiviertel sechs ab. Mit hängenden Schultern und traurigem Gemüt und schweigsamen Gefolge. Der kleine Trupp zerstreute sich auch sogleich. Einer ging zum Copelius-Konzert, die anderen zu Larkin in die Kiste nach Hellersdorf.

Das hob alles wieder aus der Traufe. Es war großartig! Die Stimmung im Klub sucht ohnehin seinesgleichen. Nach zwanzig Jahren war die Zeit auch wieder reif für die gute alte Soljanka und das berühmte Toast Hawaii. Klubkost wie früher.

Larkin spielte auf, dass es die reinste Freude war, das Tanzbein mächtig zuckte und nur hin und wieder durch ein kühles Hasseröder gebremst werden konnte. Wem muss ich berichten, dass das Durchschnittsalter des Publikums genau dem der Parkbühnenbesucher in Biesdorf entsprach?
Jedenfalls hampelte und hoppelte und tanzte und hüpfte der einsame Ritter zu irischen und schottischen und so ähnlichen Klängen, den angeknacksten Abend völlig vergessend.

Niemand ahnte, dass er sich ursprünglich garnicht für die Band gewandet hatte...

Was es nicht so alles gibt!
Ihr Frosch