Freitag, 13. Juni 2014

Freiwilliger Helfer der Volkspolizei

Gibt's nicht mehr?
Gibt's wohl!

Gestern auf dem Nach-Hause-Weg in der Leninallee krachte es. Rush hour, Stau.
...Linksherumschlängeln, Rechtsherumschlängeln.

Ein Polizist sprach einen in einer ziemlich luftigen Kiste fahrenden Bürger an und meinte, weil er nämlich so schön auf gleicher Augenhöhe mit ihm reden könne, würde er ihn bitten, eine Spur zu blockieren, damit problemlos die Fahrbahn beräumt werden könne.
Na klar, tat der doch gern!
Es wurde beräumt.


Nach kurzer Zeit, kam er zurück, und bedankte sich mit militärischem Gruße.

Na, das war doch wieder was, was man den Enkeln noch erzählen kann...

Fahren Sie also lieber vorsichtig,
denn heute ist Freitag, der 13.
Ihr Frosch

Sonntag, 8. Juni 2014

Blitzlichtscheue ältere Herren in Biesdorf

Anders als beim letzten Mal hier, und anders als in Woodstock - die Biesdorfer Parkbühne präsentierte sich im allerherrlichsten Sonnenschein.
Den Auftakt machte die Joris Hering Blues Band, und eigentlich wollte sie niemand von der Bühne entlassen.
Um die zwei Stunden spielte die bluesige Vorband, ehe nach kurzer Umbaupause die altehrwürdigen Herrschaften aus L.A. die Bretter betraten.

Fred musste allerdings noch die Ansage machen, dass bitte kein Blitzlicht verwendet werden soll, sonst würde die "Eingeweckten" das Konzert umgehend beenden. Irgendwie lachhaft, dass die im Alter noch komisch werden... Vielleicht war auch Eitelkeit im Spiel. Das wäre aber eigentlich noch alberner.
Allerdings sind auch Frösche nicht vor Altersstarrsinn gefeit. Könnse glohm!






Die Stimmung war toll und ausgelassen, und auch war die Freilichtbühne ganz gut gefüllt. So, halbvoll schätze ich mal.

Den Fotogenuss am fortgeschrittenen Abend möchte ich Ihnen aber keinesfalls vorenthalten:


Auch wenn Sie jetzt schmunzeln mögen, der Hammer des Abends war das Bier. Also das kleine Bier. Für einen Spielgeldtaler weniger wollten die Zapfer einem doch tatsächlich ein 100-ml-Becherchen anbieten. Dem fragenden Blick und einem unzufriedenen Gemurmel des Gastes folgend, wurde erklärt, dass man etwas warten solle, schließlich müsse sich der Schaum ja erst etwas setzen...
Ganz so 'verwässert' war aber der Geist doch noch nicht, dass man sich darauf hätte einlassen müssen: 'n Taler druff und 'n richtiges Bier bitte!

Für den achten neunten Beatles-treffen-Stones-Abend sollte man sich jetzt schon mal die Karten besorgen. Immerhin wurde schon im Vorverkauf die Hälfte aller Plätze vergeben. Es wird voll! Wir sind dann sicher auch wieder dort und genießen eben Doubles statt der Originale.
Und auf's Fotografieren mit Blitzlicht freut sich unsereiner heute schon...

Schönen Pfingstmontag noch!
Ihr Frosch

Montag, 2. Juni 2014

Nun machen Sie aber mal 'nen Punkt!

...beschweren sich, dass die schöne Zeit vorüber ist.

Ja, erst Wochenende mit Spreewaldausflug und alternativem Zirkus in Friedrichshain, dann Kurzurlaub irgendwo in Brandenburg, die Herrentagstour um den Bötzsee (wo sonst!?), der Freitagsempfang des Grafen von Eibenstock, Wochenende mit Enkelkind am Tümpel usw. usf.

Aber schließlich ruft dann um so lauter irgendwann die Arbeit:
S-Bahn und E-Mail-Postfach sind zu voll, das Telefon zu laut, der Kaffee zu dünn, die Pause zu kurz...

Keine Ahnung, wie man sich am besten und schnellsten wieder an den Alltag gewöhnen kann. Und schreien hilft hier ganz bestimmt nicht!

Mir fällt trotzdem gerade nichts besseres ein.
Ihr Alltagsfrosch



Samstag, 17. Mai 2014

Heutige Schlagzeilen:
"Währungsreform in Biesdorf?",
"Der Frosch rockt" und
"Viel zu schön für den Blues!"

Tja, gestern ging es wieder ganz schön ab in der Parkbühne und Fred hatte sogar einen Luxus-Reisebus für den nächtlichen Transfer zur Kiste gechartert. Blues de luxe sozusagen, der erste und überhaupt nicht verregnete Tag des zweiten Power-Blues-Park-Festivals...

Zuerst muss man aber bemerken, dass es der rot-grün-blinde Mann schwer hat ab sofort dort, denn zu den grünen Pfandmarken (damit niemand eines Tänzers Bier austrinkt und womöglich noch Pfand "abrechnet", meint der oberste Hutträger) sind nun auch noch rote "Taler" gekommen. Der Dialog beim ersten Biererwerb war schon ulkig, als Taler verlangt wurden und der unbedarfte Konzertgänger artig ein paar Euro hinpackte. Nee, nee, Taler!
Auch hierfür wurde ein Grund genannt: Flinkeres Kassieren und damit schnelleres Bier also.
Das war natürlich erst mal nicht überprüfbar, denn so richtig voll war weder die Freilichtbühne, noch gab es Andrang an den Buden für Bier und Bratwurst, Wein und Schmalzstullen, Kaffee usw.
Nachteil der roten Plastemünzen: Alles kostet fortan nur noch ganze Taler, was angesichts des Fehlens von 10-Pfennig-Schmalzstullen, wie anno dazumal im Studentenclub, sowieso egal ist. Allerdings steht der Kurs dieser Forumscheckcoupons gerade 1:1 zum Euro.
Das wird sich bestimmt auch nicht sobald ändern, es sei denn ich stoße meinen restlichen Talerbestand, der noch immer in der Bluesweste steckt, etwas billiger ab. Vielleicht sind die Chips aber auch heute Abend, am zweiten Tag des PBPF, noch gültig.






Die Musik machte Spaß, es wurde getanzt und gelacht, applaudiert und gestaunt.
Ja, gestaunt, als nach Fuel to the fire und der Hajo Blues Band Elizabeth Lee auf 14-cm-Pfennigabsätzen den Blues sang.

Hoffentlich war der Bus zur Kiste auch gut gefüllt. Unsereiner hatte nach der langen Woche nicht mehr die richtige Puste für die beiden Nachtkonzerte.
Früher war das natürlich anders...

Bleiben Sie also jung!
Ihr Frosch

Donnerstag, 8. Mai 2014

Urbanes Glück

Gibt's nicht, sagen Sie?
Nun ja, da würde mir schon so manches einfallen, was Glücksseligkeit am Morgen, obwohl das ja selbst fast schon ein Paradoxon ist, auslösen könnte.

Flitzen wir also zu Arbeit.
Zuerst erreicht uns frischer Rasenduft von der gerade gemähten Wiese.
Die Sonne scheint.
Ein Sprosser (der, der tagsüber ähnlich einer Nachtigall zwitschert) hat sein Nest gleich neben dem Damm.
Völlig unerwartete Grüne Welle in der ehemaligen Leninallee.
Länger dauernde Ampelresets diesmal bei Grün, nicht wie sonst immer bei Rot.
Blümchen am Straßenrand.



Parkplatzsuche schon im zweiten Anlauf erfolgreich gemeistert.
Und immer noch schönes Wetter.
Freundliche Kollegen, sogar freundliche Kunden.
Keine zweihundertsechsundachtzig blöde E-Mails.
Kaffeeduft.

Na bitte!
Wenn Sie immer noch glauben, dass es das nicht gibt, kann Ihnen wohl niemand mehr helfen.

Frühling eben und Tag der Befreiung
Ihr Frosch



Dienstag, 8. April 2014

4|°®!|_ /\|>|21][_

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Es kann schon sein, dass Sie gerade etwas irritiert waren, ob der scheinbar fremden Symbolik oben.
Nun ja, eigentlich kennt man das ja von irgendwoher, wenn auch in meist etwas komprimierterer Form, z.B vom cuL8er, gN8 usw.

Das ganz oben war jedenfalls gerade Leetspeak, falls jemand genauer nachlesen und recherchieren möchte.

Sehen Sie, so, wie der Spatz die Inhaltsstoffe der allgemein bekannten Zuckerkulör-Brause studiert, guckt auch unsereiner manchmal wie ein Schwein ins Uhrwerk.
...weit aufgerissene Augen, dann wieder zugekniffen, dabei ständig versuchend, den mikroskopisch kleingedruckten Text zu entschlüsseln.

In meiner Kaufhalle (die mit dem Deppenapostroph im Namen) gibt es seit einer Weile Lupen an den Einkaufswagen; sollte es nämlich einer wagen, nachlesen zu wollen, kann er sich damit gut behelfen. Eigentlich fehlt nur noch der Katalog oder das Lexikon der Zutaten, angebaumelt mit einer Schnur oder Kette ebenfalls am Einkaufswagen.
Und dann blättern Sie alles (jedenfalls das, was Sie zu entziffern glauben) alphabetisch durch: Antioxidationsmittel, Emulgatoren, Farbstoffe, Feuchthaltemittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, modifizierte Stärke, Säuerungsmittel, Stabilisatoren, Süßungsmittel, Trennmittel, Verdickungsmittel... Kein Wunder, wenn Ihnen jetzt der Kopf raucht.
Wirklich toll!
Aber achten Sie ruhig mal auf... Speck beispielsweise. Abgepackt mit dermaßen vielen Zutaten, dass die Schrift ja extrem klein sein muss, wenn alles raufpassen soll. Anders hoffentlich der Speck beim Fleischer.
Normaler Weise jedenfalls.

Und so, wie manch eine Whiskyabfüllung mit "nicht kühlgefiltert" wirbt, tut es so manche Milch ähnlich: "nicht homogenisiert" nämlich.
Wir als kritische Konsumenten sind jedenfalls sehr lernfähig.
Garantiert!

Eigentlich wollte ich aber gar nicht so viel herumlabern, sondern einfach nur ganz kurz darauf hinweisen, dass jetzt endlich das Aprilwetter bei uns angekommen zu sein scheint.
Ja, endlich!

Vergessen Sie nicht Ihren Schirm und stecken Sie auch unbedingt die Sonnencreme ein!
Ihr grüner E140-Frosch

Donnerstag, 3. April 2014

Altes Eisen mit zwanzig...

Kalkofes Mattscheibe wird inzwischen 20 Jahre alt, und da lohnt vielleicht und/oder wenigstens ein kleiner Rückblick auf die wöchentlichen 13 Minuten, die damals unverschlüsselt auf Premiere ausgestrahlt worden sind.
Die aktuelle Fernsehlandschaft wurde gnadenlos aufs Korn genommen, parodiert und besudelt, dass es die reinste Freude war.

Für den Einen oder Anderen waren manche Tiefschläge etwas zu sehr unter der Gürtellinie. Nun ja, das ist allerdings reine Geschmackssache.
Ich fand es jedenfalls immer erquicklich erfrischend. Ich mochte auch das Verkleidungstalent des Herrn Kalkhöfer, der auch gerne in Frauenkleider schlüpfte und selbst diese Rollen immer sehr überzeugend spielte.
Jedenfalls war es tatsächlich so, dass man keine Sendung verpassen durfte. Und dafür gab es ja auch den Grimme-Preis.
Aber das ist nun eher Schnee von gestern!

Vielleicht ging das Interesse auch ob der Comedy-Inflation in deutschen Fernseh- und Schlafzimmern allmählich verloren,
oder aber weil ja auch alles irgendwie ONLINE zu haben ist, immer und jederzeit,
oder weil einfach die Gags trotz oder sogar wegen zunehmender Fernsehverblödung rar werden.
Wer weiß das schon?!

Aber eins weiß ich bestimmt: ich muss mir nicht den gequält in die Länge gezogenen Quatsch reinziehen, wenn die Pointe schon längst erfolgte und sogar verstanden worden ist. Heute dreißig Minuten für fünf Spitzen, damals dreizehn für elf?
5:1, wirklich eine doofe Quote!
Dieses "In der Kürze liegt die Würze!" wurde anscheinend vergessen, oder allmählich mehr und mehr relativiert.

Trotzdem werden wir Sie auch nach 20 Jahren nicht vergessen, denn die alten Frühstyxcradio-CDs und Matscheiben-DVDs laufen ja noch, ...wenn heutzutage auch etwas seltener.



Jeder kommt so langsam in die Jahre, und vielleicht können Sie ja auch ganz gut malen oder so...
Ihr etwas gehässiger Frosch

PS:
Lassen Sie es doch einfach sein, aber grüßen Sie mir unbedingt den Achim!