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Mittwoch, 27. September 2017

Lassen Sie bloß Ihren Schirm zu Hause!

Ja wirklich!
Es muss ja nun nicht immer aus allen Wolken gießen, wenn unsereiner mal in die Biesdorfer Parkbühne hüpft. So trocken wie selten dort - jedenfalls 2017 - durfte, ja musste man sich allerdings alternativ mit dem kühlen Blonden oder Schwarzen befeuchten.
Sogar Bratwürste und Bouletten gab es noch Stunden nach dem Auftakt. Glauben Sie nicht? Würde unsereiner bestimmt auch nicht glauben...

Jedenfalls stimmte uns MasterPeace auf den sich ankündigenden Abend ein. Stimmgewaltig beeindruckte Steffi Breitings Sopran: Dylan mal ganz anders interpretiert. Das riss selbst die vom Hocker, die eigentlich nur wegen Engerling kamen.




Und die kamen dann auch geschlossen auf die Bühne, wobei Herr Bodag ja sowieso schon seinen Keybordschemel angewärmt haben dürfte.
...irgendwie der Held des Abends, der von sechs bis zehn in die Tasten schlug.




Ein kulturvoller Abend, der neue Erfahrungen brachte, der durchaus sehr balladenlastig war, und der aber dennoch nichts zum Meckern übrig ließ.
Engerling meets Dylan heiß ja nicht, Engerling spielt den Moll-Blues...

Mit einem Augenzwinkern,
Ihr Frosch

MasterPeace:
Steffi Breiting (voc)
Wolfram Bodaq (keyb)
Tobias Hillig (g)
Jeff Allen (dr)
Kuma Harada (bg)

Engerling:
Wolfram Bodag (voc, keyb, harm)
Heiner Witte (g)
Manfred Pokrandt (bg)
Hannes Schulze (dr)

Montag, 7. August 2017

Blues am Rand

Der Blueser54 hatte einst davon berichtet, aber erst in diesem Jahr hat es geklappt, dass wir einen Teil des Wochenendes in Niederlehme beim Blues am Rand verbringen konnten. Das passte zufällig oder auch mit gewisser Absicht gerade ganz gut mit einer Fete in der Gartensparte Sonnenschein zusammen. Von dort ging es dann zu Fuß zum Sportplatz, und wie kann es anders sein, im Regen... Blues und Regen sind anscheinend unzertrennlich.

Nach etwa einer Stunde war aber der Regen vorbei, der kaum die Kraft hatte, das Bier ordentlich zu verwässern.
Wir kippten die Bänke an, wischten mit der  Hand drüber und trockneten den Rest einfach mit dem Hintern. Quatschen, Bier trinken, Musik hören - ein feiner Abend, nicht weit weg von Berlin, gleich neben der Dahme.

Abwechselnd wurden zwei Bühnen bespielt, und unsereiner war mal hier und mal da und rannte zum Tresen, hopste zum Wasser und zwischendurch wieder mal zu den Biertischsitzgelegenheiten.


Trotz Feuchtigkeit ein gemütlicher Abend, der uns dann sogar noch einen schönen Mondhimmel bescherte.

Es lebe der Blues!
Ihr heiserer Frosch

Das Abendprogramm:
Hanno Bruhn Gang
Los Gumbo Duo
Charlie Slavik Revue
Will Jacobs, Stefano Ronchi & Micha Maass

Sonntag, 7. Februar 2016

Engländer
und eine fette Maikäfermade im Karton!


Pardon, doch nicht Karton, Kiste!
Ja und da waren wir also, wie so manches Mal - ohne Abendbrot, auf dem letzten Drücker (nach uns wurde auch sogleich die Tür abgeschlossen...), aber voller Vorfreude auf Engerling, die unsereiner bereits seit 1982 regelmäßig hört. Damals Parkaue Lichtenberg oder Hochschule für Ökonomie "Bruno Leuschner" oder oder oder, heute Kiste oder Parkbühne.
Altersgerecht möchte man eben nicht mehr so weite Wege machen. Und altersgerecht war auch die erste Pause nach 'ner guten Stunde.
Trotzdem wurden wieder die alten AMIGA-Platten, die seit mindestens zehn Jahren auf das Band-Autogramm "warten", erneut zu Hause vergessen. Altersgerecht?
Doch lieber Ginseng-Kapseln schlucken? Vielleicht. War jedenfalls nicht und ist nicht. Noch nicht!

Nun ja, zum Tanzen war eigentlich kein Platz. Man konnte sich lediglich im Takt wiegen. Aber einem Paar gelang es dann doch beim Moll-Blues einige volle Runden zu drehen.
Man merkt also manchmal doch schon, wie klein die Schachtel Kiste tatsächlich ist. Jedenfalls für manche Band, die u.U. nicht einmal von weit her kommen muss...

Bodag und Konsorten spielten sich diesmal mehr durchs ausländische Repertoire, und schwupps waren wohl auch sehr viele Briten gekommen. Denkt unsereiner jedenfalls, denn im Kino (das wurde zum Glück ob des großen Ansturmes geöffnet) waren sogleich die ersten beiden Reihen komplett "reserviert". Nur, dass statt der üblichen Hotelhandtücher Jacken, Anoraks und Parkas rumlagen...
Bekloppte, die sich Sitze freihalten.

Nur wer braucht dort schon Sitze?!
Man steht, notfalls sogar mit 'nem Berliner Pilsener in der Hand, einfach so im Saal. Und nur wer sich mal 'ne Weile Ausruhen möchte, sitzt im Kino beim Live-Video 1:1 von nebenan.
Ach nee, ging ja nicht wegen der Briten Knalltüten!


Engerling zelebrierte so manches Stück irgendwie sogar lockerer als sonst. Play With Fire wurde regelrecht ins Publikum gehaucht.
Irgendwie schien die Band froh darüber, nicht auch mit den anderen Musikern, wie kürzlich Lemmy oder David oder Achim Mentzel (einer aus dem Publikum ergänzte den in der Aufzählung vergessenen Barden) abberufen worden zu sein.
...oder Engerling freut sich schon so sehr auf die Mitch-Ryder-Tour, oder aber der Frosch hatte dermaßen gute Laune, dass ihm alles so locker und entspannt vorkam.
Erst um halbeins machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg.

Ein paar Freunde kamen leider nicht mit. Denen sitzt die An- also Absage (!) von Fred anlässlich der Silvesterfeier noch immer zu tief im Gemüt fest. Da muss wohl erst mal noch etwas mehr Zeit vergehen.

Aber wir gehen trotzdem hin., ...in die Kiste, auf ein Bier, 'ne Bockwurst oder 'ne Schmalzstulle und eben zur Musike.

Woran sollte unsereiner doch gleich denken?
Ginseng-Pillen?
Nee! Ach ja, an die beiden AMIGA-Platten.
Aber bis zum nächsten Mal ist ja noch etwas Zeit.

Und schlucken Sie mal schön selbst Ihre Pillen!
Ihr Frosch

Sonntag, 11. Oktober 2015

Der Kisten-Blues


Wieder netter Besuch aus Erfurt in der Kiste: Jürgen Kerth kam. Und weil es für das wartende Publikum im oberen "Rang" etwas eng war, man quetschte sich quasi Gesäß an Rücken durch die Reihen, hin zur oder zurück von der Theke, kündigte der fidele Fred sogleich an, mit dem Konzert noch fünfzehn Minuten zu warten und dann, als räumliche Zugabe, den Kinosaal zu öffnen.
Gesagt, getan. Der Abendfilm ging zu Ende, die Übertragung begann.


Und wer es noch nicht weiß, dortselbst gibt es dann die Bühne auf der Leinwand im Maßstab 1:1 zu sehen. Nur muss sich der, der sich dort verlustiert, hin und wieder in den Nebenraum begeben, um zu applaudieren (oder evtl. auch neue Getränke heranzuschaffen).
Nur quatschen sollte man dort keinesfalls, fühlten sich doch die, die vielleicht dachten, das wäre ein Kinofilm, gestört. Die dermaßen Verscheuchten ob des Lärmes, des Gequassels, Lachens und Herumalberns, merkten ab der Schallschutztüre, dass das genau das war, was z.B. im Fernsehen immer als "Live" beworben wird. Und das war es ja - Live in den Nebenraum mit allem Drum und Dran.
Mit allem Drum und Dran! Fast.


Man hätte auch die Kinogucker in Ruhe Kino gucken lassen können, wäre diesmal nicht die Bühne nur nach Überwindung einer winzigen olfaktorischen Hemmschwelle erreichbar gewesen. Nach ein paar Tänzen ging man dann doch lieber nach nebenan.
Dass die Band sich ebenfalls manchmal an den rechten Bühnenrand "verkrümelte", war ganz bestimmt nur Einbildung.

Die Musik kam zuerst mit etwas übersteuerten Bässen daher, was unsereines alterstauben Ohren eigentlich kaum auffiel. Aber im "side stage" nebenan klang es dann doch irgendwie einen Deut besser.
Bläulicheres Bild, besserer Sound - eine gute, alternative Mischung!
Und beim Tanzen dort diente man auch gleichsam als partielle Projektionswand, war also fast unsichtbar, bis auf die Schatten.


Und genau hier gab es auch hin und wieder Applaus.
...war es für die "Vortänzer" oder die Band oder beides?
Keine Ahnung.

Danke an Jürgen Kerth und seinen Musikern und dem Kisten-Kollektiv im Namen der zehn Mopsfidelen vom Tümpel!
Ihr Frosch

Sonntag, 21. Juni 2015

Zwischen Bushaltestelle und Knobibude

Köpenicker Sommer ist schon was an und für sich.
Da gibt es den großen Festumzug mit Hauptmann und Konsorten, vierspännige Postkutschen, Fischverkäuferinnen und auch sonst jede Menge Trimuli, Wurstbuden, Bowlestände, Karussells und und und.
Und direkt dazwischen spielte Bluewater im allerschönsten Sonnenschein. Vergessen war der Hagelguss, 'ne Stunde zuvor, der ölsardinenenge Bus noch vor zehn Minuten.
Jenny sang auch erfolgreich gegen die Musike vom Riesenrad an, und mehr und mehr Leute gesellten sich zu den Zuhörern. Bestimmt ließ manch einer sogar den Bus fahren, um noch ein paar Takte mehr ins Wochenende mitzunehmen.


Und wenn man so manche Tänzer beobachtete, blieb der Blick ungeniert an Leuten hängen, die sonst eher selten auf Konzerten zu sehen sind. Der Eine, der sich voll und ganz im Rampenlicht des blendenden Sonnenscheins wähnte, der Andere, der ganz allein mit seinen Bassboxen tanzte, oder die Flaschensammlerin, die sich ganz entrückt von der schnöden Welt im herrlichen Blues wiegte. ...Ausdruckstanz.

Ich ertappte mich auch dabei, wie ich in die Runde blickte.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, vielleicht doch irgendwo auch Janis erspähen zu können, die ja möglicherweise  auch mal einen Tag Ausgang hat vom Club 27...

War sie das nicht, die gerade hinter der Langosbude verschwand?
...oder die ganz hinten, die eben der Band zugewunken hat?

Beim nächsten Mal achte ich besser darauf, aber jetzt klopfe ich erst mal den Takt mit. Bluewater macht einfach Spaß, und Bier und Sonnenschein passen auch ganz gut zusammen.

Schöne Woche!
Ihr Frosch

Samstag, 31. Januar 2015

Schnee, Schnee, Schnee!

Da sind also doch noch drei bis vier Schneeflocken über unser Land hergefallen...
Ich hab's gewünscht, und ehrlich gesagt wünsche ich mir sogar noch etwas mehr davon.

Aber für die Trübsalbläser hier und da gibt es einen Streif am Horizont - also aus meiner Perspektive. Sie müssten wohl schon etwas in die Hocke gehen...


Nun ja, bestimmt wird bald alles matschig sein, aber dennoch lassen wir uns nachher nicht vom "Neujahrsfeuer" im Kaulsdorfer Busch abhalten, und bei Engerling in der Kiste werden wir auch noch 'ne kesse Sohle aufs Parkett legen. Sagt man doch so bei Ihnen, oder?

Wozu doch Patschefüße so alles gut sein können...

Schönes Wochenende!
Ihr Frosch

Freitag, 23. Januar 2015

Von Garbáty gibt es nicht nur Zigaretten

J. Garbáty war einst der Gründer des großen Berliner Zigarettenimperiums in Pankow, sagt wenigstens Wikipedia. Und Rauchen schadet bekanntermaßen der Gesundheit. Deswegen wohl auch wird im Café Garbáty nicht mehr geraucht. Na ja, kurz hatte ich mal einen ganz anderen Duft in der Nase, der unsereinen als Spürhund irgendwie interessant erscheinen lässt, aber nur ganz kurz eben.

Es wurde also nicht geraucht, aber dennoch brannte die Luft, als die Dame, deren Apfelsaft-Leitungswasser-"Cocktail" anfangs etwas zu süß (und klebrig) geraten war, die 15 cm hohe Bühne betrat und eben einfach mal kurz loslegte.
Und so ging es dann drei Stunden lang... (Jenny, das ist hier absolut positiv gemeint und bezieht sich nicht mehr auf den verdünnten Appelsaft!)


Man musste ganz schön löschen und ab und zu auch wieder kräftig die Gliedmaßen schütteln um das viele Bier auch wieder auszuschwitzen: Bluewater wurde fünf, und Jenny hat sich für das nächste Jahr 'ne Schultüte gewünscht... Logisch!









Und zum Klub muss ich sagen, ...kannte ich noch nicht (kommt man von Kaulsdorf aus auch blöde hin und normalerweise noch blöder nachts wieder zurück), aber hopse ich auf jeden Fall trotzdem wieder hin.

Es lohnt also, künftig den Spielplan anzuschauen, dann die Fröschin unterzuhaken und genau bei den Koordinaten 52.5630892 °N 13.4091053,17 °O (oder am Tisch daneben) erneut Bekannte zu treffen, die man sonst auch u.a. in der Kiste oder im Kaulsdorfer Busch sieht.
...und bestimmt ist dann wieder der eine dort, der selbst überhaupt kein Schlagzeug und der andere, der überhaupt keine Mundharmonika spielen kann.
Musikkneipe eben und ein toller Abend!

Man sieht sich also! Garantiert!
Ihr Frosch

Sonntag, 8. Juni 2014

Blitzlichtscheue ältere Herren in Biesdorf

Anders als beim letzten Mal hier, und anders als in Woodstock - die Biesdorfer Parkbühne präsentierte sich im allerherrlichsten Sonnenschein.
Den Auftakt machte die Joris Hering Blues Band, und eigentlich wollte sie niemand von der Bühne entlassen.
Um die zwei Stunden spielte die bluesige Vorband, ehe nach kurzer Umbaupause die altehrwürdigen Herrschaften aus L.A. die Bretter betraten.

Fred musste allerdings noch die Ansage machen, dass bitte kein Blitzlicht verwendet werden soll, sonst würde die "Eingeweckten" das Konzert umgehend beenden. Irgendwie lachhaft, dass die im Alter noch komisch werden... Vielleicht war auch Eitelkeit im Spiel. Das wäre aber eigentlich noch alberner.
Allerdings sind auch Frösche nicht vor Altersstarrsinn gefeit. Könnse glohm!






Die Stimmung war toll und ausgelassen, und auch war die Freilichtbühne ganz gut gefüllt. So, halbvoll schätze ich mal.

Den Fotogenuss am fortgeschrittenen Abend möchte ich Ihnen aber keinesfalls vorenthalten:


Auch wenn Sie jetzt schmunzeln mögen, der Hammer des Abends war das Bier. Also das kleine Bier. Für einen Spielgeldtaler weniger wollten die Zapfer einem doch tatsächlich ein 100-ml-Becherchen anbieten. Dem fragenden Blick und einem unzufriedenen Gemurmel des Gastes folgend, wurde erklärt, dass man etwas warten solle, schließlich müsse sich der Schaum ja erst etwas setzen...
Ganz so 'verwässert' war aber der Geist doch noch nicht, dass man sich darauf hätte einlassen müssen: 'n Taler druff und 'n richtiges Bier bitte!

Für den achten neunten Beatles-treffen-Stones-Abend sollte man sich jetzt schon mal die Karten besorgen. Immerhin wurde schon im Vorverkauf die Hälfte aller Plätze vergeben. Es wird voll! Wir sind dann sicher auch wieder dort und genießen eben Doubles statt der Originale.
Und auf's Fotografieren mit Blitzlicht freut sich unsereiner heute schon...

Schönen Pfingstmontag noch!
Ihr Frosch

Samstag, 17. Mai 2014

Heutige Schlagzeilen:
"Währungsreform in Biesdorf?",
"Der Frosch rockt" und
"Viel zu schön für den Blues!"

Tja, gestern ging es wieder ganz schön ab in der Parkbühne und Fred hatte sogar einen Luxus-Reisebus für den nächtlichen Transfer zur Kiste gechartert. Blues de luxe sozusagen, der erste und überhaupt nicht verregnete Tag des zweiten Power-Blues-Park-Festivals...

Zuerst muss man aber bemerken, dass es der rot-grün-blinde Mann schwer hat ab sofort dort, denn zu den grünen Pfandmarken (damit niemand eines Tänzers Bier austrinkt und womöglich noch Pfand "abrechnet", meint der oberste Hutträger) sind nun auch noch rote "Taler" gekommen. Der Dialog beim ersten Biererwerb war schon ulkig, als Taler verlangt wurden und der unbedarfte Konzertgänger artig ein paar Euro hinpackte. Nee, nee, Taler!
Auch hierfür wurde ein Grund genannt: Flinkeres Kassieren und damit schnelleres Bier also.
Das war natürlich erst mal nicht überprüfbar, denn so richtig voll war weder die Freilichtbühne, noch gab es Andrang an den Buden für Bier und Bratwurst, Wein und Schmalzstullen, Kaffee usw.
Nachteil der roten Plastemünzen: Alles kostet fortan nur noch ganze Taler, was angesichts des Fehlens von 10-Pfennig-Schmalzstullen, wie anno dazumal im Studentenclub, sowieso egal ist. Allerdings steht der Kurs dieser Forumscheckcoupons gerade 1:1 zum Euro.
Das wird sich bestimmt auch nicht sobald ändern, es sei denn ich stoße meinen restlichen Talerbestand, der noch immer in der Bluesweste steckt, etwas billiger ab. Vielleicht sind die Chips aber auch heute Abend, am zweiten Tag des PBPF, noch gültig.






Die Musik machte Spaß, es wurde getanzt und gelacht, applaudiert und gestaunt.
Ja, gestaunt, als nach Fuel to the fire und der Hajo Blues Band Elizabeth Lee auf 14-cm-Pfennigabsätzen den Blues sang.

Hoffentlich war der Bus zur Kiste auch gut gefüllt. Unsereiner hatte nach der langen Woche nicht mehr die richtige Puste für die beiden Nachtkonzerte.
Früher war das natürlich anders...

Bleiben Sie also jung!
Ihr Frosch

Samstag, 29. März 2014

Move Over bei Kaffee und Currywurst

Dank findiger Pfadfindereigenschaften gelang es uns, gleich hinter'm Busch um die Ecke die Gartenkneipe zu finden, wo man die zwei monochromen Stufen am Eingang leicht übersieht und dann aber mit gebrochenem Knöchel einen netten Musikabend beim Musikantenclub verbringen kann.
Unsereiner hatte Glück: außer einer kleinen Schwellung schien alles gesund.

Da sitzt man also im Gastraum, kommt sofort mit anderen Gästen ins Gespräch und lauscht dann mit etwa dreißig weiteren Zuhörern der ebenerdig aufspielenden Kapelle.
Gestern also die Band, deren Singstimme ganz den Stil von Janis Joplin pflegt: Bluewater mit Jenny Kallbis, dem zierlichen Energiebündel mit der grandiosen Stimme.
Aber auch jeder der anderen Künstler stellte ausführlich sein Instrument vor. Kulle sang sogar und spielte.

Nun ja, im Gastraum gab es immerhin zwei Typen, von denen der eine überhaupt kein Schlagzeug spielen konnte und der andere überhaupt keine Mundharmonika...
Ansonsten schienen alle irgendwie vom Fach zu sein, von der Seite, die sonst auf der Bühne zu Hause ist, statt davor. Bestimmt eine gute Kulisse für die eine oder andere spontane Bluessession.

Apropos Kulisse: wäre wohl nicht dieser gewaltige Tisch mitten auf der Tanzfläche, hätten bestimmt mehr als zwei ihr Tanzbein geschwungen. So saß unsereiner nur da, vor Bier oder Kaffee, und wippte und klopfte im Takt der bekannten Titel, dabei aber doch irgendwie sehr konzentriert, die Currysoße nicht durch die Gegend zu verspritzen.


Eine prima Entdeckung, zu der sich absolut lohnt, irgendwie die Veranstaltungspläne zu ergattern, was ja vielleicht ab sofort auch klappt. Die Webseite ist hier leider etwas hinterm Mond mit Terminen vom vorletzten Jahrzehnt...

Wir sehen uns garantiert wieder dort!
Ihr Frosch

PS:
Die olle Knipskiste hat diesmal versagt, und ich hab's leider nicht bemerkt.
Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Montag, 24. März 2014

Kiste oder Pappkarton?

"Wie war's in der Kiste?", wurde ich gefragt.
Nun ja, am Sonnabend war ja Jürgen Kerth zu Besuch. Kurz gesagt: Mir hat's prima gefallen wie eh und je, aber am Tisch wurde auch darüber diskutiert, ob es nicht vielleicht besser wäre, solo aufzutreten und die etwas zu dominanten Instrumente, Schlagzeug und Bass, einfach wegzulassen.
Ich denke, eher nicht, da unsereinem die Texte ohnehin geläufig sind.
...schwieriger allerdings für den nur gelegentlichen Bluesgänger.

Aber irgendwie schien mir zu Beginn der Sound, gerade der tiefen Töne, nun ja, etwas schwammig. Vielleicht lag es aber auch an den Schallreflektionen in der oberen "Sitzecke", eingekeilt zwischen glattem Paneel und unbeweglicher Biertischgarnitur.
Nach einer Weile klang es aber dann doch wieder wie Kiste statt Karton.


Gute drei Stunden füllten Blues (und Reggae) den kleinen Raum und brachten den einen oder anderen der etwa sechzig Zuhörer auch zum Mittanzen.
Ein Schwatz am Rande, schnell mal ein Pfund für die eigentlich ausverkaufte "Live-in-Reitwein"-Doppel-Scheibe, Gelaber mal hier und da, Rauchpause neben dem Bratwurstgrill, Wunschtitel am Ende...

Die befürchteten Fotografenheere blieben aus, warum auch immer, und eins muss ich trotzdem noch sagen:
Ich mag den Kerth-Blues wirklich sehr, aber die gecoverten Titel höre ich mir doch lieber im Original an.
Der Applaus in der Kiste war zwar gerade hier gewaltig, aber bei mir am Tümpel gab's am nächsten Tag dann z.B. doch das echte "Sunshine of Your Love" von Cream aus der Konserve.

Apropos Dose: Fred kündigte ja so manch Interessantes für hier und die Parkbühnensaison an. So sollen u.a. Canned Heat und Eric Burdons Vorband vom Neuruppiner Konzert, Lord Bishop Rocks und auch Johnny Winter vorbeischauen - in Hellersdorf oder Biesdorf eben.

Dort, also hier oder da, sehen wir uns bestimmt wieder, evtl. den Schirm in der Linken, das Bier in der Rechten. Und wenn das Wetter schön wird, wäre es ja auch nicht so schlimm.

Man soll ja eigentlich nicht unken!
Ihr Wetterfrosch

Montag, 9. Dezember 2013

Kennse fleich Neuruppin?

Sie sagen bestimmt: "Fontanestadt und so...". Logisch.
Aber auch wenn das Wetter so mies ist, dass man den bissigsten Köter nicht vor die Haustür jagen würde, gibt es doch Leute, die hinter Hut und Schal versteckt durch das abendliche Neuruppin flitzen, Kneipen zum Abendessen suchen, und sich nach beglichener Zeche den Weg erklären lassen.
...zum Kreiskulturhaus nämlich
(Auf der Garderobenmarke stand noch das alte KKH).

Und dort traf sich dann auch die Gemeinde der Bluesfans, die sich noch rechtzeitig Karten besorgen konnten. Natürlich musste es ausverkauft sein, denn nach Berlin kam der Meister gar nicht erst. Und in Brandenburg war es das einzige Tour-Konzert:
"Til Your River Runs Dry".

Burdon & The Animals 2013 in Neuruppin

Wir hatten ein Hotelzimmer gleich nebenan bezogen, um nämlich den Abend ganz unhektisch ausklingen lassen zu können, waren am See unten noch schnell Wildschwein, Kaninchen und Gans essen, ehe wir uns von dort aus einreihten in den Zug der Parkas. Trotz glatter Wege und vieler unbeleuchteter Stolperstellen auf der Magistralenbaustelle gelangten wir rechtzeitig an Ort und Stelle, wo schon Plakate die nächsten Ereignisse ankündigten: Canned Heat und Engerling feat. Mitch Ryder.

Aber wir kamen jetzt erst mal zu Eric Burdon, schon um zu schauen, wen er diesmal in seine Animals geholt hat. Uns erwartete dann auch eine Sieben-Mann-und-eine-Frau-Bigband, in deren Fokus selbstverständlich der kleine, große Mann stand. Erst gab es aber eine Vorband, die er zwar nicht nötig gehabt hätte, die aber dennoch mit ihrem Hendrixian Motör Funk Spaß machte, sich selbst und den Zuhörern.

Aber was soll ich Ihnen erzählen?!
Mit Hopsen und Klatschen ging es von Titel zu Titel, Bier gab's in dünnen Bechern, und es war so, dass wir am Ende noch begeistert stehen blieben und den Roadies beim Abbau zusahen. Große Klasse, ...wie erwartet eben.

Bis bald!
Ihr musikalischer Frosch

Konzerte und Gedanken:
Berlin 2006
Erfurt 2010
Nur ein Traum 2010

Sonntag, 26. Mai 2013

Deutscher Fußball vs. English Weather

Das war ja wohl ein schlechter Tausch! Wir haben denen unseren Fußball gegeben und haben dafür deren Wetter bekommen... Ob wir dieses miese Geschäft erneut machen würden?
Na klar!



So kam am Wochenende der Blues nach Biesdorf, direkt in die Parkbühne. Und wieder musste man fragen, ob die nicht endlich die Sektorengrenzen aufmachen könnten?!
Jedenfalls war nicht viel Besuch dort, und deshalb war das Ereignis, das Power-Park-Blues-Festival, eher ein sehr intimes Ereignis. Eigentlich schön für die Zuhörer, aber die Bands werden damit sicherlich keine Euro-Millionäre...

Am ersten Abend, das war der, bei dem noch die ganze Arbeitswoche in den Knochen der Kunden steckte, kamen Bluewater und huldigten Janis Joplin, die ja auch inzwischen 70 wäre.
Danach spielten die Thüringer mit dem Hund - Dogma'n. Der Hund (Seinen Namen konnte er mir nicht sagen. Ich glaube, er hat mich einfach akustisch nicht verstanden...) lag nicht nur auf der Bühne rum, sondern futterte sich auch durch so manchen Wurstzipfel der Besucher.
Monokel, also die Kraftblueser, krönten dann als Abschlussband den Abend.



Für den Sonnabend gab es dann gleich mehrere Hindernisse für eine gefüllte Parkbühne:
Zuerst war da das nach England vergebene Deutsche Fußballfinale, es gab E-Sports-Meisterschaften und ein absolut bekacktes Wetter, offensichtlich importiert aus UK, oder aber einer der Künstler hat es mitgebracht.
Und wer könnte mir da wohl einfallen?!


Bleibt man bei diesem Wetter nicht lieber in seinen vier Wänden, im Haus?
Wie Sie sehen können, wagten sich auch nur Wenige ins Freie. Und diese Wenigen ließen sich von Dirty Past, Joris Hering und Mike Seeber begeistern und als Höhepunkt des ganzen Wochenendes, von der Regenlieferantin Connie Lush...
Na ja, vielleicht tue ich ihr hier Unrecht, aber mal ehrlich, woher sollte diese ganze Feuchtigkeit denn sonst kommen Ende Mai?
Für mich war die Feuchtigkeit OK, aber etwas wärmer hätte es auch für unsereinen sein können. Na ja, so musste man sich eben an den Klängen wärmen und den raren Körperkontakt pflegen.



Für die ganz harten und Ausharrenden gab es am Ende noch frisch belichtete Fotos mit Autogrammen des jeweiligen persönlichen Favoriten des Abends.
Manchmal hat der Fred aber auch Ideen!



Also dann, bis zum nächsten Mal!
Ihr bluesiger Frosch

PS:
Diese beiden Tage (24.5. und 25.5.) sind Geburtstage von Ex-Freundinnen. Deshalb die Kälte und der Regen?
Man kann wirklich nie genau wissen...

Mittwoch, 8. Mai 2013

Meine verehrten Damen und Herren!

Sie müssen sich entscheiden.
Der Eine kann es leicht, der Andere überlegt ewig hin und her, was das Beste wär'. Etwas Zeit ist ja noch, und eigentlich ist doch jedem bereits klar, wohin die Reise geht: Fußball gucken, vielleicht sogar auf eilig eingerichteter Fanmeile oder eben Biesdorfer Parkbühne - Blues pur und non stop.
Ich weiß natürlich, was ich mache.



Damals war's (Geschichten aus dem alten Berlin?!), als wir uns stets mittwochs auf ein Bier verabredeten und in die Kneipe gingen. Da waren mittwochs nämlich Plätze frei, weil so mancher zu Hause Fußball gucken musste. Und in den Kneipen gab es ja keine Fernseher, und schon gar keine, die evtl. Westfernsehen verbreiteten.

Das waren Zeiten!
Heutzutage wird man ja überall (sogar beim Mexikaner) mit Fußballübertragungen auf Großbildleinwand oder Riesenplasmabildschirm drangsaliert, aber sicher nicht in der Parkbühne!

Ich muss es mir unbedingt vormerken, denn sogar der Glatte kommt und Hinz und Kunz, und dann geht es bestimmt ordentlich ab!

Freitag, 24. Mai 2013
Sonnabend, 25.Mai 2013

Bis dann also!
Ihr Frosch

PS:
Was machen eigentlich die, die weder Fußball, noch Blues mögen? Gute Frage, nicht wahr?

Und Fred, öl' doch bitte schon mal den Zapfhahn.

Sonntag, 14. April 2013

Sogar Sachsen oder Thüringer
kann man leichter verstehen...

Was unterscheidet Jürgen Kerth von Boo Boo Davis?
Ja, na klar, Mr. Davis ist schwarz. So einfach wollte ich die Frage aber nicht beantwortet wissen.
Ich sag's Ihnen: Den Erfurter kann der Berliner leichter verstehen. Könnseglohm!
Boo Boo Davis jedenfalls kam in die Kiste und nuschelte seine Texte und das nach jedem Titel wiederkehrende 'Thank you Ladies and Gentlemen. Thank you day.'
Und das, was als Text nicht ganz so deutlich rüber kam, wurde mit den Mundis, von denen Mr. Davis ein ganzes Arsenal mitführte, mehr als wett gemacht. In kristallklarem Sound, den die Kiste offensichtlich wieder hervorzubringen versteht, lachten, weinten und schrien die Instrumente. Das Schlagwerk (John Gerritse) und die Gitarre (Jan Mittendorp) begleiteten so dezent, dass immer die Mundharmonika im Zentrum der Akustik und damit der ungeteilten Aufmerksamkeit stand. Grandios!





Was an diesem Abend noch nicht mal im Internet nachzulesen war, was mir aber der eingeweihte Blueser flüsterte, wurde dann doch noch publik gemacht. Jetzt freut man sich, noch ganz beeindruckt von Mr. Davis, auf das Blueswochenende in der Biesdorfer Parkbühne. Dort erwarten wir nämlich u.a. Monokel, Dirty Past, Bluewater, Joris Hering.
Letzterer hörte sich auch den Besuch vom Mississippi an der Wuhle an und lernte damit gleich mal das Bluesstammpublikum in Hellersdorf kennen.




Freuen wir uns also schon mal auf die Parkbühnensaison!

Wir sehen uns dort, auch wenn ich bis dahin noch 'ne Menge im und am Teich zu tun haben werde...
Bis später!
Ihr fleißiger Frosch

PS:
Hoffentlich sind alle 12 von uns gut nach Hause gekommen, bepackt mit CDs, in die eine oder andere Richtung, mit mehr oder weniger Bier oder Wein oder Kaffee intus.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Schwarze Marie und weiße Pracht

Halten Sie mich keinesfalls für einen Schwarz-Weiß-Maler, aber zum Wochenende hin soll die weiße Pracht ja noch viel prächtiger werden. Ich freu' mich d'rauf, obwohl bei einer gefühlten Schneehöhe von drei Millimetern bereits das gesamte gesellschaftliche Leben verkehrstechnisch zusammenbricht.



Trotzdem ist der Winter schön! Punsch, Kaminfeuer, Eislaufen, nackig Engel im Schnee hinterlassen (natürlich mit sauberem Stietz), Bratäpfel, Nüsse knacken, das W-Wort (ich bekomm' nämlich Ärger, wenn ich "Whisky" ausschreibe) u.v.a.m.

Was fällt Ihnen denn zum Winter ein?
Klingen schärfen und putzen, die Kettenhemden einölen, den einen oder anderen Mantel flicken, wenn man den nicht gerade am Lagerfeuer übergeworfen hat, tiefe Narben fetten und massieren, Schneeballschlacht mit dem Enkelkind, Vögel füttern, aktiv die Eisdicke auf dem Tümpel prüfen...

Wie dem auch sei, morgen hören wir uns Monokels Schwarze Marie an - mit Freunden zusammen im wohl gemütlichsten und molligsten Klub Hellersdorfs, vielleicht sogar Berlins.
Zuvor werden wir Maniok und Lamm essen, vielleicht sogar einen winzigen Havana Club Añejo 7 Años mit zwei Pfefferminzblättchen genießen, ehe wir uns in die Bluesgemeinde begeben. Voraussetzung ist natürlich, dass das Licht ausreicht, die Karte lesen zu können...



Bleiben Sie gesund!
Und vielleicht sehen wir uns ja in der Kiste.
Warum Sie jetzt so komisch schmunzeln, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben...
Ihr Frosch