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Montag, 18. November 2024

Noch ist Herbst!

In der Kiste gibt es wieder Konzerte, nicht so häufig wie anno dazumal, aber immerhin. Und dann tanzt unsereiner zu Stones-Musik, rockt also richtig ab, wird dann aber sofort wieder in die Realität "zurückgeprügelt", weil jemand erwähnte, dass wohl bald das letzte Jahr dieses für uns einzigartigen Klubs angebrochen sei ...
...womöglich noch Konjunktiv, aber ein ziemlich böser Konjunktiv!

Man kann eigentlich nur hoffen, dass "es nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht worden ist", aber unterschwellig bleibt dieses doofe Gefühl. 
Nutzen wir also solange es geht noch diesen Klub, der zwar noch "Brüder" hat hier und da und jwd, zu denen wir aber kaum zu Fuß hingehen können.

Bleiben Sie gesund!
Ihr vergessener Frosch aus dem Wuhletal

PS:

In Anbetracht der weltpolitischen Lage sollte man derlei Sorgen kaum haben, aber anscheinend klammert man sich an solche "kleinen" Dinge, um nicht ganz in Pessimismus und Verzweiflung zu versinken.
Frösche haben aber nun mal eine ziemlich dünne Haut ...

Montag, 18. März 2019

...Monokel in den Salat gefallen?

Was erzählte Harald?
"Monokel in' Salat jefallen.
Situation jerettet.
Salatblatt ins Ooge jedrückt!".

Nun ja, das hat aber gewiss nichts mit dem Kistenabend am letzten Sonnabend zu tun. Dort spielten nämlich die Musikanten von Monokel (die Kraftblueser, falls es jemand genau wissen möchte) auf.

Und Lefty war wieder mit dabei.
Ja, er ging am Stock (im wahrsten Sinne des Wortes) und er musste während der Vorstellung sitzen, aber er war mit dabei!
Die Freude war bei allen Anwesenden so groß, dass schon während seines Einmarsches jeder aufstand und im Nu die komplette Tanzfläche in der Kiste besetzt war. Im Tanze drehen? Kaum eine Chance. Aber wozu auch, wollte man doch nicht nur Töne im Ohr, sondern auch die Band im Auge...




Irgendwie erfasste vom ersten Takt die Begeisterung das Publikum, und nicht selten meinte jemand am Ende, dass es wohl das absolut beste Monokelkonzert aller Zeiten gewesen sein müsse.
Grandios oder einfach nur Freude über Leftys Anwesenheit?
Wer will das wissen?
Unsereiner garantiert nicht. Hauptsache es hat Spaß gemacht! Uns und der Band!

Und in verklärter Erinnerung an den wunderschönen Abend verabschiedet sich jetzt
Ihr Frosch

Montag, 8. Mai 2017

Büro: Beene hoch, Augen zu!

Ausruhen vom anstrengenden Wochenende?

Oh ja, Feiern ist anstrengend und das Rennen zwischen den festgesetzten Terminen ebenso stressig. Leider stimmt die Überschrift nicht ganz, denn unablässig klingelt das Telefon und auch das normale Tagwerk wartet überhaupt nicht gerne.

So war es also:
Auf Freitag, Sonnabend und Sonntag verteilten sich völlig gleichmäßig drei feierliche ziemlich runde Festtage, die unbedingt wahrgenommen werden mussten und natürlich auch wahrgenommen werden wollten. Hintereinander aufgeschrieben ergäben sich binär 1100 0100 1100 1000 1110, übersetzt also achtzig, sechzig, dreißig... Sie verstehen schon.

Und dazwischen, also zwischen diesem ganzen Trubel, gab es auch einen Ausflug in die Kiste zum Stones-Abend. Das musste sein!
Leider war der Sänger der einen Coverband, die wir mögen, verhindert. Dieser wurde flugs ersetzt durch den Sänger einer anderen Coverband, die wir ebenfalls mögen.
Beim gleichen Repertoire sollte das ganz gut funktionieren.

...tat es leider nicht!


Harsche Kritik aus dem Sumpfloch: Unsereiner war ziemlich platt, und ich sag' jetzt mal, was wir wohl am Tümpel getan hätten. Dort nämlich hätte entweder die Band den Sänger von der Bühne jagen müssen, oder der Sänger hätte die Band ins Wasser schubsen sollen. Stattdessen wurde versucht, den Mangel an Harmonie durch immer lautere Töne zu kompensieren, was nur bis zu einem bestimmten Grade funktionierte. Auch das immer lautere Mitsingen der Gäste ließ manchen Misston nicht unerhört.
Natürlich wurde getanzt, aber dennoch wurde die Luft dort nicht so entzündet, wie manch einer gehofft hatte. Und die, bei denen der Funke einfach nicht übersprang, gingen spätestens nach der zweiten Rauchpause gegen dreiviertelzwölf nach Hause.

So ist das nun mal. An manch einem Kistenabend brennen die Teelichter dort ohne uns zu Ende, d.h. vier Stunden sind dann vielleicht schon nach zweieinhalb Stunden um...
Zeitdilatation?
Mag wohl sein.

Erholen Sie sich trotzdem gut!
Ihr feiernder Frosch

Sonntag, 9. April 2017

Er hat mein Pelzerhemd nicht erkannt...


Es war wieder soweit. Anstatt die Enkelkinder zu bewachen sind wir in die Kiste geflüchtet.
...weil wir auch wussten, dass Monokel dort aufspielen wird.

Und wie stets dort (mit kleinem Eintritt) ging es direkt hinein ins Vergnügen. Getanzt wurde ab dem ersten Takt, ob allein oder zu zweit oder zu noch mehreren. Egal, denn die Tanzfläche, die nicht für alle ausreichte (Die Schleichers nämlich tanzten im Foyer) war gefüllt mit sich in alle Richtungen drehenden Gestalten, die sich wiegten, hopsten, u.U. verschlungen schlichen, rutschten, wild gestikulierten und winkten, oder auch sonstwie zappelten.
Na klar! Und nicht nur das Monster von Schilkinsee oder die Schwarze Marie wurden sehnlichst erwartet.

"Querbeet" ging es durch die vielen Jahre Monokelsound und an der Klampfe war diesmal wieder jemand, der wohl einst in Merseburg (ich sage '75, andere sagen 1976...) mit geborgtem Instrument spielen musste, ähh ...durfte.
Altes erneut aufzuwärmen, dürfte nicht sonderlich schwerfallen, haben wir doch alle immer und überall unseren PMWO* parat, aber wer will das schon?!
Nee, dem Wilfried Borchert hätte eigentlich nur mein Hemd auffallen sollen, welches unsereiner einst auch bei dem allerersten auswärtigen Monokel-Konzert trug.


Die Diskussionen mit weiteren Diskussionsteilnehmern, die u.a. meinten, die Farbe sei zu hell, oder es sei ja gar kein echtes Fleischerhemd usw., übergehe ich gelassen, denn erstens war es tatsächlich nie ein Fleischerhemd, sondern ein echtes Pelzerhemd (welches schon Mitte/Ende der Siebzieger fast nur im Karbid zu bekommen war. Und dass die Ärmel inzwischen viel zu kurz sind, dürfte doch Beweis genug sein!) und außerdem darf man ja wohl annehmen, dass, selbst mit westlichem Color-Waschmittel, hunderte Waschdurchgänge die Farbe inzwischen etwas verblasst haben dürften...
Eigentlich will ich auch gar nicht darüber diskutieren, und auch nicht, ob es tatsächlich zwei unterschiedliche Arten der Kunden-Oberbekleidung gab. Ich glaub's nämlich nicht!
Fleischerhemd. Pelzerhemd. Papperlapapp!

So, das Konzert ist jetzt aus!

Ihnen noch viel Spaß beim Umgraben, Komposthaufenwenden oder Wegsteineschleppen morgen!
Ihr Frosch

Monokel Kraftblues (Kiste, Hellersdorf, 08.04.2017):
Michael "Lefty" Linke (g, voc)
Wilfried Borchert (g)
Michael "Pitti" Pflüger (bg)
Dicki Grimm (dr)

*Personal micro wave oven

Sonntag, 7. Februar 2016

Engländer
und eine fette Maikäfermade im Karton!


Pardon, doch nicht Karton, Kiste!
Ja und da waren wir also, wie so manches Mal - ohne Abendbrot, auf dem letzten Drücker (nach uns wurde auch sogleich die Tür abgeschlossen...), aber voller Vorfreude auf Engerling, die unsereiner bereits seit 1982 regelmäßig hört. Damals Parkaue Lichtenberg oder Hochschule für Ökonomie "Bruno Leuschner" oder oder oder, heute Kiste oder Parkbühne.
Altersgerecht möchte man eben nicht mehr so weite Wege machen. Und altersgerecht war auch die erste Pause nach 'ner guten Stunde.
Trotzdem wurden wieder die alten AMIGA-Platten, die seit mindestens zehn Jahren auf das Band-Autogramm "warten", erneut zu Hause vergessen. Altersgerecht?
Doch lieber Ginseng-Kapseln schlucken? Vielleicht. War jedenfalls nicht und ist nicht. Noch nicht!

Nun ja, zum Tanzen war eigentlich kein Platz. Man konnte sich lediglich im Takt wiegen. Aber einem Paar gelang es dann doch beim Moll-Blues einige volle Runden zu drehen.
Man merkt also manchmal doch schon, wie klein die Schachtel Kiste tatsächlich ist. Jedenfalls für manche Band, die u.U. nicht einmal von weit her kommen muss...

Bodag und Konsorten spielten sich diesmal mehr durchs ausländische Repertoire, und schwupps waren wohl auch sehr viele Briten gekommen. Denkt unsereiner jedenfalls, denn im Kino (das wurde zum Glück ob des großen Ansturmes geöffnet) waren sogleich die ersten beiden Reihen komplett "reserviert". Nur, dass statt der üblichen Hotelhandtücher Jacken, Anoraks und Parkas rumlagen...
Bekloppte, die sich Sitze freihalten.

Nur wer braucht dort schon Sitze?!
Man steht, notfalls sogar mit 'nem Berliner Pilsener in der Hand, einfach so im Saal. Und nur wer sich mal 'ne Weile Ausruhen möchte, sitzt im Kino beim Live-Video 1:1 von nebenan.
Ach nee, ging ja nicht wegen der Briten Knalltüten!


Engerling zelebrierte so manches Stück irgendwie sogar lockerer als sonst. Play With Fire wurde regelrecht ins Publikum gehaucht.
Irgendwie schien die Band froh darüber, nicht auch mit den anderen Musikern, wie kürzlich Lemmy oder David oder Achim Mentzel (einer aus dem Publikum ergänzte den in der Aufzählung vergessenen Barden) abberufen worden zu sein.
...oder Engerling freut sich schon so sehr auf die Mitch-Ryder-Tour, oder aber der Frosch hatte dermaßen gute Laune, dass ihm alles so locker und entspannt vorkam.
Erst um halbeins machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg.

Ein paar Freunde kamen leider nicht mit. Denen sitzt die An- also Absage (!) von Fred anlässlich der Silvesterfeier noch immer zu tief im Gemüt fest. Da muss wohl erst mal noch etwas mehr Zeit vergehen.

Aber wir gehen trotzdem hin., ...in die Kiste, auf ein Bier, 'ne Bockwurst oder 'ne Schmalzstulle und eben zur Musike.

Woran sollte unsereiner doch gleich denken?
Ginseng-Pillen?
Nee! Ach ja, an die beiden AMIGA-Platten.
Aber bis zum nächsten Mal ist ja noch etwas Zeit.

Und schlucken Sie mal schön selbst Ihre Pillen!
Ihr Frosch

Sonntag, 3. Januar 2016

Prosit Neujahr!


In jedem Jahr freut man sich aufs neue Jahr.
Und diese Vorfreude wird bekanntlich durch Feierlichkeiten eingeleitet, die u.a. auch dazu dienen, den Weihnachtsspeck etwas abzutrainieren, oder?
Na ja, jedenfalls so ähnlich.

Wir gingen also zum "Trainieren" in die Kiste. 
Wie auch sonst gab es zuerst Kino, womit die Wartezeit auf den Zwölf-Uhr-Gong immer stark verkürzt wird. Daneben und danach und überhaupt spielte Hey Tonight auf.
Die machten genau die richtige Musik für Silvester und für uns...






Ihnen für 2016 alles erdenklich Gute!
Bleiben Sie gesund!

Und wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch mal wieder nach, ob es im Getuschel hier etwas Neues gibt.
Ihr Frosch



PS:
Vielen Dank an das Kisten-Team. Das Buffet war gut wie immer, der Sekt hatte mehr Sprudel als sonst, und wir saßen auch zwischendurch ausgesprochen bequem.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Der Kisten-Blues


Wieder netter Besuch aus Erfurt in der Kiste: Jürgen Kerth kam. Und weil es für das wartende Publikum im oberen "Rang" etwas eng war, man quetschte sich quasi Gesäß an Rücken durch die Reihen, hin zur oder zurück von der Theke, kündigte der fidele Fred sogleich an, mit dem Konzert noch fünfzehn Minuten zu warten und dann, als räumliche Zugabe, den Kinosaal zu öffnen.
Gesagt, getan. Der Abendfilm ging zu Ende, die Übertragung begann.


Und wer es noch nicht weiß, dortselbst gibt es dann die Bühne auf der Leinwand im Maßstab 1:1 zu sehen. Nur muss sich der, der sich dort verlustiert, hin und wieder in den Nebenraum begeben, um zu applaudieren (oder evtl. auch neue Getränke heranzuschaffen).
Nur quatschen sollte man dort keinesfalls, fühlten sich doch die, die vielleicht dachten, das wäre ein Kinofilm, gestört. Die dermaßen Verscheuchten ob des Lärmes, des Gequassels, Lachens und Herumalberns, merkten ab der Schallschutztüre, dass das genau das war, was z.B. im Fernsehen immer als "Live" beworben wird. Und das war es ja - Live in den Nebenraum mit allem Drum und Dran.
Mit allem Drum und Dran! Fast.


Man hätte auch die Kinogucker in Ruhe Kino gucken lassen können, wäre diesmal nicht die Bühne nur nach Überwindung einer winzigen olfaktorischen Hemmschwelle erreichbar gewesen. Nach ein paar Tänzen ging man dann doch lieber nach nebenan.
Dass die Band sich ebenfalls manchmal an den rechten Bühnenrand "verkrümelte", war ganz bestimmt nur Einbildung.

Die Musik kam zuerst mit etwas übersteuerten Bässen daher, was unsereines alterstauben Ohren eigentlich kaum auffiel. Aber im "side stage" nebenan klang es dann doch irgendwie einen Deut besser.
Bläulicheres Bild, besserer Sound - eine gute, alternative Mischung!
Und beim Tanzen dort diente man auch gleichsam als partielle Projektionswand, war also fast unsichtbar, bis auf die Schatten.


Und genau hier gab es auch hin und wieder Applaus.
...war es für die "Vortänzer" oder die Band oder beides?
Keine Ahnung.

Danke an Jürgen Kerth und seinen Musikern und dem Kisten-Kollektiv im Namen der zehn Mopsfidelen vom Tümpel!
Ihr Frosch

Sonntag, 10. Mai 2015

Saubere Arbeit!

...Kiste war angesagt. Das hieß also, sich nach getaner Gartenarbeit dorthin zu schleppen. Die müden Waden, der Muskelkater im Gesäß waren sofort vergessen, als die Stones, die tatsächlich noch spontan sein können, die nicht alles bis ins Kleinste durchchoreografiert haben, mit dem Auftakt - also mit dem allerersten Takt - begannen.
Sollten sich Mick & Co. hier vielleicht etwas abgucken?

Da ich nie mehr zu Riesenkonzerten der Stones gehen möchte, und in die Kiste oder Biesdorfer Parkbühne werden die garantiert nicht kommen wollen, darf ich dermaßen respektlose Gedanken hier und jetzt äußern.
Niemand nimmt Ihnen den Ruhm, hunderte Titel geschaffen zu haben, die tief in die Seelen, in unsere Seelen drangen, oder einfach nur laut und rebellisch klangen. Sollen sie sich doch fortan doubeln lassen und ihren verdienten Lebensabend genießen!
Unsereiner ist mit den Doubeln doch sehr zufrieden!

Doch aufpassen! So manch ein Fan, der seine extrem langhalsige Luftgitarre zupft, kneift unter Umständen einem anderen Tänzer ins Gesäß. Unabsichtlich.
Und so manch Mega-Stones-Fan war noch niemals im Konzert bei denen.
Kann es das denn geben?!
Nicht mal 1989 in Weißensee, als die Karte "nur" 43,- Ostmark kostete und 2000 Light Years From Home Live-Weltpremiere hatte? Unglaublich aber eigentlich auch völlig egal.


Alle genossen die Tour durch die Sechziger und Siebziger mit Abstechern auch in neuere Zeiten. So mancher bekam Gänsehaut, als die ersten Töne von Gimmie Shelter oder You Can't Always Get What You Want erklangen.
Gegen viertel eins ließen wir uns dann auf unseren Patschfüßen vom Midnight Rambler aus dem Laden tragen.
Durchgeschwitzt.
Abgekämpft.
Zufrieden!

Saubere Arbeit, Dirty Work!
Danke und bis zum nächsten Mal, wo auch immer wir Euch hören werden
Ihr Frosch

Samstag, 25. April 2015

Die Kiste war einfach zugenagelt!

Ist es nicht der Blues, der einem durch alle Lebenslagen begleitet, ohne aufdringliche Fragen zu stellen, blöde herumzuplappern und überhaupt?
Genau deshalb (und natürlich auch der netten Kistencrew wegen) hüpften wir zur Joris Hering Blues Band, bestehend aus dem Namensgeber (g, voc), Bruder Thomas (bg) und dem "Urgestein" Hans-Jürgen Beier (dr).
Und da Blues eben für alle Situationen und Gemütslagen passt oder auch passend gemacht werden kann, waren die zugenagelten Fenster und Türen überhaupt kein Grund, vor den irgendwie doch hindurchgeschlüpften dreizehn oder vierzehn Gästen nicht ordentlich aufzuspielen.



Bis gegen Mitternacht gab es dann also schöne Musik und Bier ganz ohne anzustehen und für den, der wollte, auch 'ne Glitzerscheibe mit Autogrammen.

... der Freitag ist schon so ein Tag, wo eigentlich die ganze lange Woche in den Knochen steckt, und man sich schon manchmal richtig aufraffen muss, um schön auszugehen, aber hinterher meinte bestimmt jeder der dreizehn oder vierzehn Gäste auf dem Nach-Hause-Weg, wie schön es war.
Ist ja meistens so!

Aber was kann man eigentlich gegen die unternehmen, die in böser Absicht nicht ganz so selten dort alle Zugänge verrammeln, zunageln, vermauern...?
Darüber hinweg sehen und weitermachen!

Erlauben Sie mir noch einen vielleicht nicht ganz uninteressanten grünlichen Fingerzeig:
Hat nicht jemand Lust auf das Blueswochenende in Biesdorf?
Fred hat Hinz und Kunz einbestellt, The Lateriser (Oelsnitz), Bluewater (Berlin), The Brew (UK) für den Freitag und Phil Seeboth Blues Project (Münster), Who are you (Köln) und Ten Years After (UK) für den Sonnabend. Und immer gibt es dazu noch den Nachtgig in der Kiste.

Unsereiner ist leider nicht in Berlin, aber vielleicht kann ja so mancher den Fußball Fußball sein lassen und einfach mal ins "Jrüne" (S Biesdorf) reisen...

Man sieht sich, aber leider nicht dort!
Ihr abwesender Frosch

Hier kommt Reklame:
pbp Tag 1 29.05.2015
pbp Tag 2 30.05.2015

Sonntag, 22. März 2015

Karaoke in Hellersdorf?

Shawue kam in die Hellersdorfer Kiste, und ein oller Frosch hatte Gäste aus Dresden und per Facebook beim Kistenteam reservierte Karten.
Und dortselbst lud nun die alte "Fregatte" auf eine Reise durch oder um die Welt ein, die alle ohne Vorbehalt freudig begleiten wollten.

Aber irgendwie schien uns der Seegang zu schwer, oder die angelaufenen Orte interessierten zu wenig, so dass Menschen und Frösche zur Pause kurz nachdachten, von Bord zu gehen und den Abend irgendwie anders abzuschließen.



Es lag wohl etwas am "Karaoke". Nicht Karaoke im eigentlichen Sinne. Nein, nur wir hörten ständig Instrumente spielen, die überhaupt nicht zu sehen waren...
Jeder der vier stehenden Spielleute hatte einen ganzen "Werkzeugkoffer" zu Füßen, welchem ab und an per Fußtritt ganz neue (oder auch gerade aufgezeichnete) Geräusche zusätzlich zur gespielten Musik entlockt wurden.
...und diese Gemengelage erinnerte unsereinen mehr an olle Oldfields Hitindustrie.

Die Entscheidung, das Bier, den Wein oder Kaffee doch noch in Ruhe auszutrinken, war dann aber doch richtig, denn mit dem auffrischenden Wind sprangen dann noch einige Funken auf das Publikum über, so dass viel mehr getanzt wurde und auch weder dominante Instrumente (Die Geige tat schon manchmal den Froschohren weh! Laut! Ungewohnte Tonlage.), noch "Geistermusik" die Stimmung störten.

Man muss nicht nur immer zu Musikern gehen, die man bereits kennt! Aber wenn man Neues kennen lernt, braucht man hin und wieder doch etwas mehr Lockerheit, Leichtigkeit oder Toleranz für einen schönen und gelungenen Abend, der natürlich nicht nur von den Interpreten abhängt, aber üblicherweise doch von diesen stark geprägt wird.

Mein alter Satz, "Egal, wer in der Kiste spielt, da macht jede Musike Spaß!" sollte eventuell neu überdacht werden und bedarf vielleicht einer kleinen Korrektur, aber selbst bei Monokel oder Engerling musste mancher bekanntermaßen von dort schon eher loshopsen...

Insofern hat Shawue ja beste Referenzen erhalten.

Mit noch einem winzigen Hauch der Wicked Wendy in der Nase (Das ist eine Insiderinformation.) wünsche ich Ihnen eine schöne Woche!
Ihr Frosch



Sonntag, 1. Februar 2015

Der Januar verging aber schnell

Wir haben es geschafft.
Also wir haben den Januar geschafft und steuern quasi mit Riesenschritten auf Ostern zu. Die Insel Skye ist nicht mehr weit (temporär betrachtet), und man kann schon wieder an die Weihnachtseinkäufe denken. 
So zieht die Zeit dahin, ob man will oder nicht. Und besonders schlimm ist es, dass die Zeit immer schneller vergeht, je mehr Zeit man selbst schon verbraucht hat...


Also schnell mal alles erleben, was nicht unbedingt aufgeschoben werden sollte: 
Glühwein und (nachgeholtes) Weihnachtsbaumverbrennen in Kaulsdorf. Dazu im Schneeregenniesel Musikvideos, die unsereiner einst nie gesehen hat und Musik, die unsereiner einst von den Bändern verbannt hat. Na ja, so krass hat eine gewisse Fröschin es nicht gesehen. Schon vor vielen Jahren, sehr langer Zeit, hat selbige über die Disko in der "Wirtschaft" (Studentenclub der WiWis [Wirtschaftswissenschaftler]) in Merseburg gemeckert... 
Aber wirklich mal. Jeder wusste doch, dass dort z.B. donnerstags nur Doors gespielt würden.

Trotzdem, oder sogar der fortschreitenden Lebenszeit geschuldet, hat es bei Uwe im Busch sehr viel Spaß gemacht.

Ein Verweilen war dennoch nicht möglich, so man sich eben auf ein paar Bierchen und Glühweinchen und Bratwürstchen dort beschränkte, ehe es geschwind in die Kiste ging. ...nee, der Klub ist gemeint.



Engerling spielten auf und spielten ganz ohne Musikergäste wieder ihre eigenen Musik: Engerling, etwas Stones, dann Beatles (als Gegengewicht quasi), ...na Sie wissen schon. 

Und obwohl die Rolle des Eintänzers den Patschefüßen eher schlecht steht, konnte unsereiner den Moll-Blues (wiedermal der Eröffnungstitel, diesmal aber nicht außen vor und nicht verpasst...) nicht einfach so vergehen lassen.

Nach zwölf mussten die Maikäferlarven dann auch noch Zugaben spielen, weil das Kistenpublikum sie sonst nicht hätte gehen lassen. Ganz bestimmt ein schöner Geburtstag für Fred, der viele Bekannte und Freunde auf Appelschnaps einlud. Danke auch dafür.


Und wie lässt sich so ein Abend würdig abschließen?
Wicked Wendy scheint eigentlich nur dafür abgefüllt worden zu sein, aus welchem Haus auf Islay sie auch stammen mag...

Jetzt sehr rauchig, voll bluesig und kein bisschen müde!
Ihr Frosch

Samstag, 31. Januar 2015

Schnee, Schnee, Schnee!

Da sind also doch noch drei bis vier Schneeflocken über unser Land hergefallen...
Ich hab's gewünscht, und ehrlich gesagt wünsche ich mir sogar noch etwas mehr davon.

Aber für die Trübsalbläser hier und da gibt es einen Streif am Horizont - also aus meiner Perspektive. Sie müssten wohl schon etwas in die Hocke gehen...


Nun ja, bestimmt wird bald alles matschig sein, aber dennoch lassen wir uns nachher nicht vom "Neujahrsfeuer" im Kaulsdorfer Busch abhalten, und bei Engerling in der Kiste werden wir auch noch 'ne kesse Sohle aufs Parkett legen. Sagt man doch so bei Ihnen, oder?

Wozu doch Patschefüße so alles gut sein können...

Schönes Wochenende!
Ihr Frosch

Sonntag, 25. Januar 2015

Erneut Umbau in der Kiste

Dit glooben Sie natürlich nicht, aber es ist tatsächlich so.

Gestern zu heute spielten Clover auf, und wie eh und je gab es über drei Stunden Musik, die man nur vernünftig hören konnte, wenn man gleichzeitig wild herumsprang.
Nun ja, irgendwann war man schlapp, ordentlich durchnässt und überhaupt, und da war es sehr gut, dass der Kinosaal geöffnet war, wo man bequem sitzen und am Bierchen nippeln konnte.




Für die Faulen oder Erschlafften wurde hierhin das Bühnengeschehen im Maßstab 1:1.02 übertragen, so dass man sich nicht unbedingt "mittendrin" fühlte, aber immerhin gut mithören konnte.

Was aber, wenn der Titel zu Ende ist?
Was ist mit Applaus?
Kommt dieser denn bis in den Konzertraum rüber?

Sehn'se, tut er nicht!
Deshalb also der geplante Umbau. Aus dieser etwas einseitigen Video"konferenz" muss man was Ganzes machen: Rückübertragung des Tones aus dem Kinosaal wenigstens in die Monitorboxen der Band, damit der Applaus nicht ungehört verhallt.

Nach solcherlei Überlegungen und einem großen Schluck Berliner Pilsener waren wir aber sogleich auch wieder vor der Bühne und zappelten und hopsten und applaudierten ggf. ganz direkt.
...und wir warfen unsere Arme, dass das Tanzensemble BERLIN CRAZY TAPS, welches uns zusätzlich professionelle Tanzeinlagen bescherte, erst unverständlich die Köpfe schüttelte und dann sogar mithopste, aber so, dass die Fetzen flogen.

Das war ja wieder was!
Schade, dass die anderen, G+R und W+H, sich doch nicht mehr aufraffen konnten, so einen schönen und langen Abend mit zu verleben, sich so auszuschütteln, dass sogar der Sport am Sonntag komplett wegfallen durfte.
Dafür traf man aber andere Leute.
Eigentlich wie immer dort, und gegen dreiviertel eins latschten wir nach Hause.

Genießen Sie den Rest vom Sonntag!
Ihr Tanzfrosch

PS:
YouTube war scheinbar auch dabei ;-)

Sonntag, 5. Oktober 2014

Bluewater hat mir meine Schuhe kaputt gemacht!

Es kommt vor, dass ein Frosch ausgeht: Kino, Kneipe oder Tanzen.

Und wieder mal lud Jenny mit Ihrer Band in die Kiste ein.
Und wie stets zu Bluewater komme ich im Pelzerhemd, in Jeans und weißen Schuhen. Seit '75 ist das für unsereinen die höchste Form der Kleiderordnung.
Und weil die Klamotten üblicher Weise an mir ewig halten, komme ich stets mit den selbigen Zwirn- und Lederutensilien.
Geschuldet der allmählichen Zunahme des Körperumfanges müssen heutzutage allerdings die Ärmel andeutungsweise hochgekrempelt werden, denn diese sind nicht mehr lang genug...
Aber ab jetzt wird alles anders!

Sind doch gerade am letzten Freitag die hübschen Schuhchen quasi im Nu zerfallen.


Ein paar Schritte nach links, ein paar nach rechts... und aus war's. Die hochwertige Polymersohle zerbröselte gewissermaßen im Takt der Musik - nicht allmählich, nicht lange angekündigt, nee, ganz plötzlich von jetzt auf sofort.
...Sollbruchstelle nach genau 7.300,25 Tagen.

Trotz dieser Nebenwirkung(en) waren wir, gemeinsam mit den 21 anderen Gästen, geradezu begeistert. Wer liebt nicht Jenny oder Janis Joplin? Und gut gewürzt auch mit ganz anderen Titeln, ging es kreuz und quer durch den Rockblues. Selbst die Nicky-Beschriftung von Frank (das, was auf so 'nem neumodischen T-Shirt draufsteht), "Gary Moore" nämlich, forderte ihren Tribut von der Band.



Hmm, manchmal denke ich sogar darüber nach, ob ich wegen der Musik in der Kiste aufkreuze, oder wegen des Gelabers zwischen Bühne und Fußvolk oder wegen des Gebrabbels in den Pausen oder noch nach dem Konzert.
Auch das macht nämlich Spaß!

Ach ja, Frau Kallabis, irgendwann müssen wir mal einen Whisky (oder Kirschlikör) zusammen trinken, oder Bier oder Wein oder Kaffee...


Das war jedenfalls was am Freitag!
Ein toller Abend (aber auch nicht ein My unerwartet), der die insgesamt doch recht wenigen Gäste begeisterte und offensichtlich sogar zwei Fremde weit in den Osten lockte. Und diese beiden mit den Anzeichen des Fremd-in-der Kiste-Seins tanzten ganz besonders gut und eifrig und freuen sich vielleicht wieder auf die "weite" Reise dort hin.
Die Kistensaison beginnt ja gerade erst!

Also, nochmals danke für dieses schöne Klubkonzert, Bluewater!
Danke auch an Fred und seine Leute!

Und was ist jetzt mit meinen Schuhen?!
Ihr und Euer Frosch


PS:
Während man zu den Freitagskonzerten in der Parkbühne stets rennen musste, kam man nämlich von der Arbeit, fängt die Kiste mit der Musike erst nach 21:00 Uhr an.
Ganz schön spät für uns "Alte".

Montag, 24. März 2014

Kiste oder Pappkarton?

"Wie war's in der Kiste?", wurde ich gefragt.
Nun ja, am Sonnabend war ja Jürgen Kerth zu Besuch. Kurz gesagt: Mir hat's prima gefallen wie eh und je, aber am Tisch wurde auch darüber diskutiert, ob es nicht vielleicht besser wäre, solo aufzutreten und die etwas zu dominanten Instrumente, Schlagzeug und Bass, einfach wegzulassen.
Ich denke, eher nicht, da unsereinem die Texte ohnehin geläufig sind.
...schwieriger allerdings für den nur gelegentlichen Bluesgänger.

Aber irgendwie schien mir zu Beginn der Sound, gerade der tiefen Töne, nun ja, etwas schwammig. Vielleicht lag es aber auch an den Schallreflektionen in der oberen "Sitzecke", eingekeilt zwischen glattem Paneel und unbeweglicher Biertischgarnitur.
Nach einer Weile klang es aber dann doch wieder wie Kiste statt Karton.


Gute drei Stunden füllten Blues (und Reggae) den kleinen Raum und brachten den einen oder anderen der etwa sechzig Zuhörer auch zum Mittanzen.
Ein Schwatz am Rande, schnell mal ein Pfund für die eigentlich ausverkaufte "Live-in-Reitwein"-Doppel-Scheibe, Gelaber mal hier und da, Rauchpause neben dem Bratwurstgrill, Wunschtitel am Ende...

Die befürchteten Fotografenheere blieben aus, warum auch immer, und eins muss ich trotzdem noch sagen:
Ich mag den Kerth-Blues wirklich sehr, aber die gecoverten Titel höre ich mir doch lieber im Original an.
Der Applaus in der Kiste war zwar gerade hier gewaltig, aber bei mir am Tümpel gab's am nächsten Tag dann z.B. doch das echte "Sunshine of Your Love" von Cream aus der Konserve.

Apropos Dose: Fred kündigte ja so manch Interessantes für hier und die Parkbühnensaison an. So sollen u.a. Canned Heat und Eric Burdons Vorband vom Neuruppiner Konzert, Lord Bishop Rocks und auch Johnny Winter vorbeischauen - in Hellersdorf oder Biesdorf eben.

Dort, also hier oder da, sehen wir uns bestimmt wieder, evtl. den Schirm in der Linken, das Bier in der Rechten. Und wenn das Wetter schön wird, wäre es ja auch nicht so schlimm.

Man soll ja eigentlich nicht unken!
Ihr Wetterfrosch

Samstag, 21. Dezember 2013

Sensation:
Jetzt drei Whiskysorten in der Kiste

Darum geht es aber überhaupt nicht. Man sollte jetzt eigentlich in der Kiste sein und der Stern-Combo Meißen lauschen, aber...
Unsereiner kann sich nur leider gerade nicht bewegen nach der Winterfestmachung des Gartens. Trotz anschließender entspannender Badewanne! Aber man kommt eben doch so langsam in die Jahre. Also wird der Abend heute doch ganz anders verlaufen (müssen).

Neuigkeiten?
Gewissermaßen. Es gibt fortan dort, in der Kiste nämlich, eine Empore für die hinteren Sitzbänke und Tische. Allerdings passen jetzt wohl nicht mehr so viele Sitzgarnituren hin, dafür ist die Tanzfläche gewachsen. Na ja, Fred wird sicherlich wissen, wie die optimale Bestuhlung ist.
Von dieser zweistufigen Empore haben wir gestern quasi auf die Bühne geschaut und Speiches Monokel gelauscht. Es gab ein ganz spezielles Weihnachtsprogramm.
Nur war unsereiner wohl nicht so gut aufgelegt. Irgendwie klang für Froschohren alles so, wie so manche Speyside-Originalabfüllung empfunden wird - einfach geradeaus. Zuppe hat schon etwas komisch geguckt, als er diese Kritik aus dem Froschmaul hörte, aber bis gegen elf gab es eben nicht so die Songs, die wir gerne gehört hätten, die Titelzusammenstellung war also auch etwas..., 'Tschuldigung, geradeaus.



Getanzt wurde ordentlich (Das Foto täuscht. Es wurde ganz zu Beginn aufgenommen.) und bestimmt ging die Post auch nach elf noch ordentlich ab.
Wir versuchen es beim nächsten Mal wieder, und hoffentlich auch mit mehr Ausdauer, sonst gibt's bestimmt was auf die Ohren. Ja, sagt man doch so bei Ihnen, oder?

Genießen Sie den 4. Advent!
Ihr Frosch

PS:
Fred, wir laden Dich zum nächsten Gleann Bhùile mal mit ein. Du wirst Dich wundern, wie vielseitig das Getränk sein kann, und ganz sicher finden wir eine Sorte, die Dir mundet. Ich vermute mal: Ein etwas länger im 1st-Fill-Sherryfass gelagerter Speyside-Whisky von einem unabhängigen Abfüller.
...garantiert nicht geradeaus!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Vorweihnachtlicher Kulturkreisel

Nach Vogtland und Erzgebirge geriet Sachsens Herz in den Fokus des interessierten Reisenden. Noch ganz vernebelt in Berlin losgereist, wartete dann schon die sächsische Hauptstadt mit purem Sonnenschein auf, obwohl es schon etwas komisch war, in der freitaglichen Nachmittagssonne den 579. Strietzelmarkt zu besuchen. Immerhin konnte man noch ganz gut treten, wurde nicht geschoben, und der Glühweinstand hatte eine erträglich lange Schlange. Das änderte sich allerdings in der Dunkelheit abrupt - ganz zu schweigen von Sonnabend und Sonntag...

Blick von der Feldschlösschenbrücke gen Altstadt


Nun geht es ja nicht nur um den Glühwein oder die Pfefferkuchen und Holzschnitzereien für die zu Hause zurückgebliebenen.
Kultur war ganz groß angesagt. Und so ging es dann auch gleich in die Kreuzkirche zu den Striezelmarktmusiken. Theater gab's am Sonnabend: Follow Light im Societaetstheater.

Ampelmädchen
Nicht der Strietzelmarkt...
Detail auf dem berühmten Weihnachtsmarkt
Frauenkirche bei Nacht
Ein Stückchen Elbe


Als Kultur-Wochenend-Ausklang folgte ein Besuch im Historischen Grünen Gewölbe.
Überwältigt von der Fülle des ganzen Glitzerkrams, welches bereits der starke August ausstellte, entweder weil er angeben wollte, oder weil ihm die Sammelei solcher Kleinodien Spaß machte...
Jedenfalls hatte unsereiner tatsächlich Probleme, alles aufzunehmen, so dass man sich eigentlich auf wenige, ich nämlich auf ganze drei, Exponate fixieren musste: eine unbeschreibliche und im Katalog unbeschriebene Drachenvase, einen unglaublichen Tisch aus Steineinlegearbeiten und ein geschnitztes Nashornhorn.

Der Besuch dort ist als Achterbahnfahrt der Sinne geplant und auch umgesetzt: der Glanz steigert sich, steigert sich und steigert sich in dieser barocken Schatzkammer von Raum zu Raum, ehe man wieder kurz entspannen kann, um sich danach wieder ins Unermessliche zu steigern... Man stolpert dann quasi auf die Straße und denkt sich: "Geschafft!".
...einem selbst völlig unklar, was damit eigentlich gemeint sein könnte.

Für den, der es noch nicht kennt: man tritt ein in das Bernsteinkabinett, kommt ins Elfenbeinzimmer, geht weiter zum Weißsilberzimmer und zum Silbervergoldeten Zimmer, schwebt durch den Pretiosensaal mit seinem Eckkabinett, entspannt im Wappenzimmer, verflüchtigt sich dann im Juwelenzimmer, um im Bronzenzimmer zu kondensieren und dann aus dem Raum der Renaissancebronzen auf allen Vieren durch die Sicherheitsschleuse rauszukriechen...

Nun ja, beim nächsten Mal ist das Neue Grüne Gewölbe an der Reihe. da ist man vielleicht auch schon etwas abgebrüht, mindestens aber in gewisser Weise vorbereitet.

Was soll ich sagen?
Es war schön!

Und wenn wir uns nicht in Dresden sehen, treffen wir uns bestimmt in der Kiste. Das vorweihnachtliche Rumreisen hat ein Ende, und dort spielen dieses Wochenende außerdem Speiches Monokel (manchmal auch mit Deppenapostroph geschrieben) und Stern-Combo Meißen (mal mit, mal ohne Bindestrich) auf. Es wird ganz bestimmt ziemlich gut.

Bis dann also!
Ihr Frosch

Sonntag, 14. April 2013

Sogar Sachsen oder Thüringer
kann man leichter verstehen...

Was unterscheidet Jürgen Kerth von Boo Boo Davis?
Ja, na klar, Mr. Davis ist schwarz. So einfach wollte ich die Frage aber nicht beantwortet wissen.
Ich sag's Ihnen: Den Erfurter kann der Berliner leichter verstehen. Könnseglohm!
Boo Boo Davis jedenfalls kam in die Kiste und nuschelte seine Texte und das nach jedem Titel wiederkehrende 'Thank you Ladies and Gentlemen. Thank you day.'
Und das, was als Text nicht ganz so deutlich rüber kam, wurde mit den Mundis, von denen Mr. Davis ein ganzes Arsenal mitführte, mehr als wett gemacht. In kristallklarem Sound, den die Kiste offensichtlich wieder hervorzubringen versteht, lachten, weinten und schrien die Instrumente. Das Schlagwerk (John Gerritse) und die Gitarre (Jan Mittendorp) begleiteten so dezent, dass immer die Mundharmonika im Zentrum der Akustik und damit der ungeteilten Aufmerksamkeit stand. Grandios!





Was an diesem Abend noch nicht mal im Internet nachzulesen war, was mir aber der eingeweihte Blueser flüsterte, wurde dann doch noch publik gemacht. Jetzt freut man sich, noch ganz beeindruckt von Mr. Davis, auf das Blueswochenende in der Biesdorfer Parkbühne. Dort erwarten wir nämlich u.a. Monokel, Dirty Past, Bluewater, Joris Hering.
Letzterer hörte sich auch den Besuch vom Mississippi an der Wuhle an und lernte damit gleich mal das Bluesstammpublikum in Hellersdorf kennen.




Freuen wir uns also schon mal auf die Parkbühnensaison!

Wir sehen uns dort, auch wenn ich bis dahin noch 'ne Menge im und am Teich zu tun haben werde...
Bis später!
Ihr fleißiger Frosch

PS:
Hoffentlich sind alle 12 von uns gut nach Hause gekommen, bepackt mit CDs, in die eine oder andere Richtung, mit mehr oder weniger Bier oder Wein oder Kaffee intus.

Sonntag, 17. März 2013

Ein Reggae ist auch nur 'n Blues

So, wie manch einer den Cognac und den Rum zu den Whiskies zählen würde, ist irgendwie auch der Reggae bloß ein Blues.
Ansonsten bringt Jürgen Kerth meist die 12-taktigen Stücke aus Erfurt mit und seinen Sohn am Bass und den lockigen Schlagzeuger, der wie kein anderer sein Haar hinters Ohr streichen kann.



Irgendjemand hat das Konzert vorab in facebook gepostet und prompt war es beinahe zu voll in der Kiste. Das Besondere waren aber die Schwärme von Fotografen, denen man die Tanzfläche fast gewaltsam abtrotzen musste.
Dann merkte man aber, was Paparazzis bedeuten. Vom Blitzlicht geröntge Ohren, Schnappschüsse von hinten durch den Schritt, ohne überhaupt irgendeinen Sicherheitsabstand nahe der Intimsphäre einzuhalten... Fotografen!

Immerhin hat eine Fotografin netterweise die Betroffenen geknipst - und gar nicht mal so schlecht.

Jürgen Kerth zu hören bedeutet immer, sich mit den melancholischen und dann doch wieder trotzig optimistischen Texten auseinander zu setzen. Man genießt die überlangen Lieder, wiegt sich im Blues, küsst sich hin und wieder, lächelt und greift zum Bier. Und für die ganzen Zuhörer, die dem Blitzlichtgewitter trotzten, gab es gleich nach der Verabschiedung - ganz ohne Bettelei und langem Applaus - drei saftige Zugaben am Stück. Ich nenne das interaktiv und altersgerecht. Danke dafür!
;-)

Das Besondere in der Kiste ist stets die Nähe zu den Künstlern. Man redet mit Jürgen Kerth über den Schnee auf der Autobahn nach Süden (morgen - also heute - ist man selbst dort unterwegs) und man kauft sich schnell mal nebenbei 'ne CD, die er auch gleich noch signiert. Bei manch anderem Konzert ergab sich auch mal ein gemeinsames Bier an der Bar.



Kommt wieder gut nach Hause!
Euer/Ihr Frosch

PS:
Da jetzt bereits der St. Patrick's Day angebrochen ist, darf man sich nach dem Heimweg auch noch einen kleinen Talisker eingießen.
Zum Hören der Neuen CD wird es heute allerdings nicht mehr kommen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

PS am 19.03.2013:
Ein Masterfoto. Saubere Qualität, aber irgendwie viel zu artig... (Soundcheck)
Trotzdem lohnt ein Blick ins s/w-Album.

Youtube:
Kiste, 16.02.2013:
Der Blues vom Blues
Jürgen Kerth mit Stefan Kerth & Ronny Dehn

Kiste, 16.02.2013:
Jürgen Kerth in Berlin 2013 - part 1
- part 2
- part 3

Hier gibt es einen umfassend illustrierten, qualifizierten Konzertbericht.

Sonntag, 17. Februar 2013

Der Rabe hat mein Bild geklaut!

Konnte gar nicht so richtig berichten...
Der hat mein Bild geklaut und auch versaut!
Na, egal. Das, was der Meckervogel krakehlt, hat auch sein Gutes: ich habe damit keine Arbeit, und gesagt werden sollte es ja trotzdem. Immerhin dürfte Fred dann nicht auf mich sauer sein...



Nächstens also wieder!
Ihr Frosch