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Samstag, 29. Juni 2019

Die letzte Generation?

Am ersten Tag des Biesdorfer 50-Jahre-Woodstock-Erinnerungs-Wochenendes kamen sie erneut nach Berlin, Ten Years After. Und da wir diesmal, als Novum gewissermaßen, die Enkel mit in die Parkbühne nahmen, müssen wir leider annehmen, dass das jetzt die letzte Generation sein könnte, die die vier Herren (zwei der Gründungsmitglieder von 1967 sind noch dabei) noch live erleben darf...





...ein schöner und lauer Abend, der von BLUEWATER eröffnet und von den "Altehrwürdigen" aus Nottingham im Abendrot beendet worden ist. Das Publikum war begeistert, die Kinder waren es ebenso. Trotz Müdigkeit...


Und jetzt suchen Sie sich am besten ein schattiges Plätzchen, aber vielleicht sind Sie heute auch bei Mountain an ebendieser Stelle. Das kann ich nicht wissen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Frosch

Samstag, 16. März 2019

Friedrichshagen
...mal keine Dampferfahrt

Hungrig?
Sie wussten doch, dass man dort nichts findet. Na ja, das stimmt nur bedingt, denn an manchen Spielorten gab es tatsächlich Kleinigkeiten zum Essen. Wer also mit einer Currywurst oder Boulette zufrieden war, konnte sich in der Spindel laben und gleichzeitig dem Soundcheck lauschen.
Punkt acht war unsereiner dann bei Bluewater im Ratssaal - eine mehrfache Freude, der Band wegen und auch ob der ausgesprochen netten Örtlichkeit. Demnächst soll im Rathaus auch ein eigenes Bier gebraut werden. Der Wartezeit geschuldet behalf man sich erst einmal mit Vergorenem aus Altlandsberg. Nicht übel.


Nach zwei Musikblöcken setzte sich die Neugier durch, und es ging mal kurz in den Keller zu Searchin' The Roots. Den Abend schlossen wir beim Schumann Trio ab.

Man konnte viel quatschen, interessante Biere verkosten, aber auch Weiß- oder Rotwein oder Mojito probieren.
So 'n Kneipenfest ist 'ne prima Idee. Und wer weiß, dass es mit dem Essen nicht ganz so "goldig" aussieht, kann sich ja vorher den Wanst vollhauen, oder?



Man sieht sich also dort, bei dieser oder jener Band.

Bleiben Sie wohlauf!
Bis nachher bei Monokel in der Kiste,
Ihr Frosch

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hungrig in Friedrichshagen

Genau! Das 28. Friedrichshagener Kneipenmusikfest lud wieder ein. Scheinbar eine Veranstaltung mit viiiel Erfahrung, oder? Mit 28 Jahren hat man gewöhnlicher Weise schon so manches in petto.
Gewöhnlicher Weise jedenfalls.

Unsereiner freute sich schon auf Jenny (Im Ortsplan ganz unten rechts, wo vorsorglich der blaue Punkt gesetzt war...), allerdings nicht ohne auch schon mal einen grünen Klecks zu beachten, weil ja u.a. auch Clover Musike machten. Und Punkte gab es auch in Rot (da wollten wir nicht hin) und in Lila (Mixtur aus Blau und Rot, falls man sich doch mal etwas die Beine vertreten müsste...).
Jedenfalls: Nach der Gartenarbeit rannten wir los, möglichst noch 'ne halbe Stunde eher dort zu sein, denn der Magen brauchte noch etwas zum Verzehr.
Verzehr? Ein Fremdwort im Strandbad, höchstens Salzstangen gab es.
Also losgerannt zum Brauhaus. Ebenso Pustekuchen: "Land unter!" (Zitat). Nun gut, dann eben schnell mal zum Inder...

Ich sage Ihnen, hungrig macht wütend und der erste Musikblock verging nun leider ohne uns, und dann blieben wir nach diesem Gerenne nur noch an diesem einem Ort und lauschten.



Die Location war absolut passend und Jenny gab uns mit ihrer neuen Band wieder etwas Gelassenheit zurück, sodass wir uns allmählich entspannten und den Abend doch noch richtig genießen konnten.

Aber ich kann Ihnen nur ans Herz legen, essen Sie auf jeden Fall vorher, wenn mal wieder das Friedrichshagener Kneipenmusikfest lockt.

Bis denne also!
Ihr inzwischen ziemlich satte Frosch

PS:
OK, Kneipenfest und Futterei vertragen sich vielleicht nicht optimal (Trinken soll man!), aber ein knapper Quadratmeter Grillrost hätte garantiert auch hungrige Mäuler angelockt.
Eene Bratwurst, 'ne Boulette, oder irgendeine andere Kleinigkeit, außer Salzstangen natürlich, wären doch eigentlich für so einen kulturellen Abend schon ausreichend gewesen.
Ja, ich verstehe schon, da hätte man zusätzlich für den einen Abend Personal einstellen müssen.
Ob die, also alle, beim 29. schlauer sind? So optimistisch ist unsereiner nicht!

Samstag, 14. Juli 2018

Einfach mal dasitzen und...

...Bier trinken, 'ne Bratwurst essen, einen Eimer Bowle trinken und und und. Da könnte einem tatsächlich jede Menge einfallen am Freitag nach Feierabend. Und das alles konnte man auch tatsächlich tun in lauer Sommerluft im Garten des Bornholm II.

Da geht man ja nun nicht alle Tage hin, obwohl es am Vortag auch schon gute Musik dort gab.
Heute jedenfalls hatte Jenny gerufen, und wir kamen prompt, ...ihren Geburtstag mitzufeiern.

Laue Abendluft wurde flugs eingetauscht gegen stickige Hitze, brodelnde Dämpfe und vielfältige Töne.





Man lauschte dem saxophonischen Geburtstagsständchen und dem unverwechselbaren Klang von Bluewater, gab tosenden Beifall ab und verzog sich am Ende ganz flink in die noch immer laue Abendluft nicht ohne den guten Vorsatz, gleich wieder zum nächsten und abernächsten Musikblock zurück- und einzukehren.

Gesagt - nicht getan!
Unser musikalisches Hörbedürfnis war weniger stark als der Drang, mit Freunden zu plauschen, die man nicht so häufig trifft, oder einfach mal den Grillen zuzuhören.
Bestimmt war es auch drinnen noch schön (schön warm ganz bestimmt), aber die lange Woche steckte vielleicht so manchem in den Knochen, und der Weg zum Tresen war einfach kürzer als der Weg ganz hinein...

Jenny, es war schön!
Und Ihr anderen Musikanten, seid nicht traurig. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll mit dabei.

Ja, Ihr Frosch macht jetzt die Beene ganz lang am Teich und sagt, ...ach nüscht!

Einfach nur: Schönes Wochenende!
Ihr Frosch


Freitag, 19. Januar 2018

Happy Birthday, Janis!

75 Jahre sind schon nicht so ganz wenig, und wer weiß wie Janis heute auftreten würde, wenn sie das noch könnte. Wie hätte sie die  Musik, ihre Musik weiterentwickelt, ...oder würde sie vielleicht nur noch banale Schlager singen?
Wir können es nicht wissen und wollen es auch gar nicht glauben!

Also versammelte sich wieder etliches Musikanten- und anderes Volk zu einer Wir-Feiern-In-Janis'-75.-Geburtstag-Hinein-Session in der Gartenkneipe, in der donnerstags üblicherweise interessante Veranstaltungen stattfinden und man echtes "Bornholmer Pils" aus Tschechien bekommt.


Trotz des Sturmes mit dem wohlklingenden Namen "Friederike" wagten sich doch viele Gäste in die Gartenanlage, die hinter einigen Zäunen auch schon Spuren der zerstörerischen Luftbewegung erkennen ließ.
Der Wind pfiff dann aber auch durch den dunklen Saal, als Bluewater die ersten Takte und Akkorde aufspielte.
...Auftakt quasi gegen dreiviertelneun!

Bereits im ersten Musikblock gesellte sich das Saxophon, getragen und gespielt von Shaspi, hinzu. Diese Klangergänzung wurde mit viel Beifall und auch Tanz bedacht. Als dann die Mundi ins Spiel kam, gab es tosenden Applaus für Holger.
Schade, Harald ist ja leider doch nicht mehr mit seiner Mundharmonika vorbei gekommen. Bestimmt des Sturmes wegen.

Man tanzte also, oder saß gemütlich beisammen, amüsierte sich, lauschte der Musik, sang mit, unterhielt sich, nahm sogar Kontakt über soziale Netze miteinander auf und staunte nicht schlecht, plötzlich u.a. den gecoverten Titel Demon's eye aus Bluewaters Boxen zu hören. Für mich persönlich war das ein Novum, und es passte garantiert sehr gut zu diesem Abend.

Auf dem Nach-Hause-Weg - mit ausreichend Bier im Blut - hat sich unsereiner erstmalig getraut, die Whisky-Bar im ehemaligen italienischen, dann australisch-italienischen Restaurant, danach Fußball-TV-Kneipe, dann türkischen Restaurant, danach Longdrink Club, zu besuchen, um noch einen winzig kleinen Absacker (vielleicht sogar einen feinen Bourbon auf Janis?) kurz vor eins zu trinken.
Der Keeper bot an: "Jim, Johnny oder Jack?".
Unsereiner schüttelte den Kopf.
"Dann vielleicht Tullamore, Ballantines oder Chivas?".
Nö, aber ein Versuch war es wohl wert...

Jetzt wollte man sich den schönen Abend doch nicht mehr verderben lassen! Bleibt abzuwarten, was demnächst die nächste "Restauration" in diesen Hallen, bestimmt mit wieder dem selben Inventar, alles versprechen wird...


Mehr gibt es jetzt nicht zu sagen, außer "Happy Birthday, Janis!". Und feiern auch Sie noch schön!

Weich gebettet , im Traum nämlich auf Seerosenblättern, verabschiedet sich
Ihr immer noch ausgelassener Feten-Frosch

Sonntag, 20. August 2017

Das Wetter macht Musike!

Hah, ist der eine am letzten Freitag in der Biesdorfer Parkbühne (wiedermal) abgesoffen, hat es gleichzeitig in Köpenick den anderen erwischt...
BLUEWATER konnte offensichtlich die Instrumente retten und Jenny ihre Stimme, sodass gleich am nächsten Tag, husch-husch-husch, Daheim gespielt werden konnte. Daheim heißt die Kneipe, die sonst Kaulsdorfer Busch im Kaulsdorfer Busch hieß. Und etwas anders als früher, finden jetzt auch sommers Konzerte dort statt. Was sagen die Laubenpieper dazu?
Unsereiner hat nicht danach gefragt, aber pünktlich um zehn wurde schallschutztechnisch die Tür geschlossen.
Gemütlich war der Abend auf jeden Fall, und auch Don Marcos füllte den Part des neuen Gitarristen aus Sicht einiger Zuhörer und Tänzer schon ganz gut aus. Vielleicht ist ja das Ensemble so wieder komplett.


Im Kaulsdorfer Busch gilt zwar kein Fotoverbot, aber wer knipsen möchte, sollte wenigstens einen entsprechenden technischen Gegenstand dabei haben, aber wie stets im Busch, blieb die olle Knipskiste leider daheim...
Nun ja, es gab keine Currywurst, sondern gutbürgerliche Deutsche Küche, verschiedenes Gezapftes und jede Menge feiner Liköre und Leute von damals, bei denen der olle Frosch immer wieder ins Fettnäpfchen hopste, wenn er manchmal viel zu laut nachfragte: "Wer ist denn das?" und "Ach, den kennst Du schon von ganz früher?!".
Früher bedeutet hier die Zeit, als es noch ganze Täler von Ahnungslosen im Lande gab und auch Leute, die prinzipiell nur Ostmusik hörten, wenn sie von Engerling, Monokel oder Kerth gemacht war...

Mannomann, wie die Zeit rennt!
Ihr gemeiner Ohren-Frosch

PS:
Wir freuen uns jedenfalls schon auf weitere Veranstaltungen gleich um die Ecke im Grünen, und wer weiß, vielleicht geht man auch einfach nur mal zum Eisbeinessen hin...

Und noch ein PS:
Bluewater schafft es, die Lautstärke stets dem entsprechenden Etablissement anzupassen, egal ob Freilichtbühne, Saal oder winziger Gastraum. Die Froschohren finden es jedenfalls toll. Danke!

Sonntag, 20. März 2016

Die Nacht der neun Scheunen


Mitte/Ende März führen alle Wege irgendwie - nee, nicht nach Rom - eher nach Kremmen. Und wie letztes Jahr schon, nahmen wieder neun Scheunen am Event teil.
Von der 10. Kremmener Bluesnacht ist die Rede.

Um acht ging es überall los, und überall nach einer Stunde, in der geplanten Pause, konnten die Gäste zwischen den neun Veranstaltungsorten wechseln.
Unser Abend begann bei Bluewater in der Musikantenscheune. Die Band trat noch in der "alten" Besetzung auf, und sofort war dort die Tanzfläche voll - übervoll. Statt der blauen Sitzwürfel wurden neben der Freifläche weitere Tische hineingezwängt. Mehr Sitzplätze, ...weniger Platz.
Eine suboptimale Optimierung quasi.


Dass immer wieder das Bühnenlicht ausfiel war nicht schlimm, zumal die Tänzer gut angestrahlt wurden. Der Musik war das nicht abträglich.
Hier störte diesmal eher die Lautstärke. Hatten die Roadies ihre Hörgeräte nicht richtig kalibriert?
Der Körperschall schlug auf den Brustkorb, und wer saß, spürte die Wachstuchtischdecke vibrieren... Großer Saal - big volume?
Nö, letztes Jahr ging es ja auch ohne Schmerz im Ohr an gleicher Stelle. Wir wollten es Jenny noch sagen, aber einmal im Scheunenviertel unterwegs, gab es eigentlich keinen Weg mehr zurück an einen Ort von vorher...

Zwischen den Gebäuden gab es Feuerschalen und Grillstände, und wer daran vorbei kam (also nicht hängen blieb), erreichte mitunter andere Räumlichkeiten.
Wir tranken unser Bier dann bei Joris Hering, ehe uns Neugier und Spielpause weiterdrängten. Das Verweilen bei Pete Gavin war eher kurz, denn der Platz war dort dermaßen knapp, dass nicht mal jemand mit 'nem Bier mehr durchpasste... Schön sitzen und hören konnte man wieder bei Kat Baloun. Toller Gesang. Tolle Mundi!




Wieder eine Pause weiter schauten wir in der Scheune vorbei, von der das Bluesspektakel wohl ursprünglich angestoßen wurde. Hier war aber die Bühne inzwischen verwaist. Eigentlich waren wir auch schon knülle, hatten selbst keine Stimme mehr, nur noch riesengroßen Hunger.
Und der wurde uns dort gestillt. Es gab noch einen Berg Schrippen. Oberteil auf Oberteil oder Unterteil auf Unterteil und Salami auf Käse oder Hühnchen auf Hühnchen oder... wie es eben kam, und wir konnten eine ganze Zeit kaum sprechen, weil wir nämlich die Gusche voll hatten...

Haste noch wat übrig? Denn lass nochma abbeißen...
Ihr Frosch

Pressestimmen:
http://www.maz-online.de/Lokales/Musik-in-Scheune-29
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1468409

Sonntag, 21. Juni 2015

Zwischen Bushaltestelle und Knobibude

Köpenicker Sommer ist schon was an und für sich.
Da gibt es den großen Festumzug mit Hauptmann und Konsorten, vierspännige Postkutschen, Fischverkäuferinnen und auch sonst jede Menge Trimuli, Wurstbuden, Bowlestände, Karussells und und und.
Und direkt dazwischen spielte Bluewater im allerschönsten Sonnenschein. Vergessen war der Hagelguss, 'ne Stunde zuvor, der ölsardinenenge Bus noch vor zehn Minuten.
Jenny sang auch erfolgreich gegen die Musike vom Riesenrad an, und mehr und mehr Leute gesellten sich zu den Zuhörern. Bestimmt ließ manch einer sogar den Bus fahren, um noch ein paar Takte mehr ins Wochenende mitzunehmen.


Und wenn man so manche Tänzer beobachtete, blieb der Blick ungeniert an Leuten hängen, die sonst eher selten auf Konzerten zu sehen sind. Der Eine, der sich voll und ganz im Rampenlicht des blendenden Sonnenscheins wähnte, der Andere, der ganz allein mit seinen Bassboxen tanzte, oder die Flaschensammlerin, die sich ganz entrückt von der schnöden Welt im herrlichen Blues wiegte. ...Ausdruckstanz.

Ich ertappte mich auch dabei, wie ich in die Runde blickte.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, vielleicht doch irgendwo auch Janis erspähen zu können, die ja möglicherweise  auch mal einen Tag Ausgang hat vom Club 27...

War sie das nicht, die gerade hinter der Langosbude verschwand?
...oder die ganz hinten, die eben der Band zugewunken hat?

Beim nächsten Mal achte ich besser darauf, aber jetzt klopfe ich erst mal den Takt mit. Bluewater macht einfach Spaß, und Bier und Sonnenschein passen auch ganz gut zusammen.

Schöne Woche!
Ihr Frosch

Sonntag, 29. März 2015

...weit weg in die Provinz

"...der schenkt dem Bubi jeden Tag 'ne Rolle Drops."
Nee, wir waren zwar zum Blues, aber nicht bei Molls Bubi im neuen Zuhause, und Dropse wollten wir uns auch nicht abholen.


Diesmal gab es die BLAUE STUNDE in Kremmen...
Die 9. Kremmener Bluesnacht fand dort im Scheunenviertel statt - eine sehr passende Lokalität. Neun Bands bespielten neun Scheunen, aber wir waren ganz auf BLAU fixiert, als Gäste von Bluewater nämlich.

Und so war auch dortselbst die Musikantenscheune ganz in blau gehalten.
Und dermaßen bläulich illuminiert entführte uns Jenny mit ihrer Band in einen sehr bluesigen Abend.




Es gab Bier (die Gläser nicht so voll, wie die, die der Band serviert wurden), es gab Burger und Würstchen, sogar schmackhaften Kaffee. Deswegen waren wir aber nicht so weit weg vom Tümpel.

Doch der allererste Eindruck war, "Mann, sitzen denn die meisten Gäste in der falschen Scheune?".
Aber mit dem "Einmarsch" von Bluewater bemerkte man schon erstes erwartungsvolles Zucken beim Publikum.
Die volle Begeisterung schlug dann dermaßen schnell auf dieses zuerst eher sehr seriös anmutende Publikum über, dass deren Liebe zum Blues überhaupt nicht mehr zu übersehen war.
...auch hier kamen also Fans u.U. von weit her.

Wir wollten schöne Musik hören und sehen und ordentlich hopsen. Und das gelang auch unheimlich gut auf der sehr schnell bevölkerten Tanzfläche - Auge in Auge mit der Band.

War das ein schöner Abend!

Am Karfreitag schaffen wir es wohl eher nicht zu Bluewater.
Familienostern.
Aber man weiß ja nie...
Ihr erwartungsvoller Frosch

PS:
Ein Fan neben einem blau leuchtenden Partytischchen meinte, dass er dermaßen berauscht von der Musik sei, dass er eigentlich vermute, dass Jenny irgendwann ihren Nachnamen geändert haben müsse... Tja.

Freitag, 23. Januar 2015

Von Garbáty gibt es nicht nur Zigaretten

J. Garbáty war einst der Gründer des großen Berliner Zigarettenimperiums in Pankow, sagt wenigstens Wikipedia. Und Rauchen schadet bekanntermaßen der Gesundheit. Deswegen wohl auch wird im Café Garbáty nicht mehr geraucht. Na ja, kurz hatte ich mal einen ganz anderen Duft in der Nase, der unsereinen als Spürhund irgendwie interessant erscheinen lässt, aber nur ganz kurz eben.

Es wurde also nicht geraucht, aber dennoch brannte die Luft, als die Dame, deren Apfelsaft-Leitungswasser-"Cocktail" anfangs etwas zu süß (und klebrig) geraten war, die 15 cm hohe Bühne betrat und eben einfach mal kurz loslegte.
Und so ging es dann drei Stunden lang... (Jenny, das ist hier absolut positiv gemeint und bezieht sich nicht mehr auf den verdünnten Appelsaft!)


Man musste ganz schön löschen und ab und zu auch wieder kräftig die Gliedmaßen schütteln um das viele Bier auch wieder auszuschwitzen: Bluewater wurde fünf, und Jenny hat sich für das nächste Jahr 'ne Schultüte gewünscht... Logisch!









Und zum Klub muss ich sagen, ...kannte ich noch nicht (kommt man von Kaulsdorf aus auch blöde hin und normalerweise noch blöder nachts wieder zurück), aber hopse ich auf jeden Fall trotzdem wieder hin.

Es lohnt also, künftig den Spielplan anzuschauen, dann die Fröschin unterzuhaken und genau bei den Koordinaten 52.5630892 °N 13.4091053,17 °O (oder am Tisch daneben) erneut Bekannte zu treffen, die man sonst auch u.a. in der Kiste oder im Kaulsdorfer Busch sieht.
...und bestimmt ist dann wieder der eine dort, der selbst überhaupt kein Schlagzeug und der andere, der überhaupt keine Mundharmonika spielen kann.
Musikkneipe eben und ein toller Abend!

Man sieht sich also! Garantiert!
Ihr Frosch

Sonntag, 5. Oktober 2014

Bluewater hat mir meine Schuhe kaputt gemacht!

Es kommt vor, dass ein Frosch ausgeht: Kino, Kneipe oder Tanzen.

Und wieder mal lud Jenny mit Ihrer Band in die Kiste ein.
Und wie stets zu Bluewater komme ich im Pelzerhemd, in Jeans und weißen Schuhen. Seit '75 ist das für unsereinen die höchste Form der Kleiderordnung.
Und weil die Klamotten üblicher Weise an mir ewig halten, komme ich stets mit den selbigen Zwirn- und Lederutensilien.
Geschuldet der allmählichen Zunahme des Körperumfanges müssen heutzutage allerdings die Ärmel andeutungsweise hochgekrempelt werden, denn diese sind nicht mehr lang genug...
Aber ab jetzt wird alles anders!

Sind doch gerade am letzten Freitag die hübschen Schuhchen quasi im Nu zerfallen.


Ein paar Schritte nach links, ein paar nach rechts... und aus war's. Die hochwertige Polymersohle zerbröselte gewissermaßen im Takt der Musik - nicht allmählich, nicht lange angekündigt, nee, ganz plötzlich von jetzt auf sofort.
...Sollbruchstelle nach genau 7.300,25 Tagen.

Trotz dieser Nebenwirkung(en) waren wir, gemeinsam mit den 21 anderen Gästen, geradezu begeistert. Wer liebt nicht Jenny oder Janis Joplin? Und gut gewürzt auch mit ganz anderen Titeln, ging es kreuz und quer durch den Rockblues. Selbst die Nicky-Beschriftung von Frank (das, was auf so 'nem neumodischen T-Shirt draufsteht), "Gary Moore" nämlich, forderte ihren Tribut von der Band.



Hmm, manchmal denke ich sogar darüber nach, ob ich wegen der Musik in der Kiste aufkreuze, oder wegen des Gelabers zwischen Bühne und Fußvolk oder wegen des Gebrabbels in den Pausen oder noch nach dem Konzert.
Auch das macht nämlich Spaß!

Ach ja, Frau Kallabis, irgendwann müssen wir mal einen Whisky (oder Kirschlikör) zusammen trinken, oder Bier oder Wein oder Kaffee...


Das war jedenfalls was am Freitag!
Ein toller Abend (aber auch nicht ein My unerwartet), der die insgesamt doch recht wenigen Gäste begeisterte und offensichtlich sogar zwei Fremde weit in den Osten lockte. Und diese beiden mit den Anzeichen des Fremd-in-der Kiste-Seins tanzten ganz besonders gut und eifrig und freuen sich vielleicht wieder auf die "weite" Reise dort hin.
Die Kistensaison beginnt ja gerade erst!

Also, nochmals danke für dieses schöne Klubkonzert, Bluewater!
Danke auch an Fred und seine Leute!

Und was ist jetzt mit meinen Schuhen?!
Ihr und Euer Frosch


PS:
Während man zu den Freitagskonzerten in der Parkbühne stets rennen musste, kam man nämlich von der Arbeit, fängt die Kiste mit der Musike erst nach 21:00 Uhr an.
Ganz schön spät für uns "Alte".

Samstag, 29. März 2014

Move Over bei Kaffee und Currywurst

Dank findiger Pfadfindereigenschaften gelang es uns, gleich hinter'm Busch um die Ecke die Gartenkneipe zu finden, wo man die zwei monochromen Stufen am Eingang leicht übersieht und dann aber mit gebrochenem Knöchel einen netten Musikabend beim Musikantenclub verbringen kann.
Unsereiner hatte Glück: außer einer kleinen Schwellung schien alles gesund.

Da sitzt man also im Gastraum, kommt sofort mit anderen Gästen ins Gespräch und lauscht dann mit etwa dreißig weiteren Zuhörern der ebenerdig aufspielenden Kapelle.
Gestern also die Band, deren Singstimme ganz den Stil von Janis Joplin pflegt: Bluewater mit Jenny Kallbis, dem zierlichen Energiebündel mit der grandiosen Stimme.
Aber auch jeder der anderen Künstler stellte ausführlich sein Instrument vor. Kulle sang sogar und spielte.

Nun ja, im Gastraum gab es immerhin zwei Typen, von denen der eine überhaupt kein Schlagzeug spielen konnte und der andere überhaupt keine Mundharmonika...
Ansonsten schienen alle irgendwie vom Fach zu sein, von der Seite, die sonst auf der Bühne zu Hause ist, statt davor. Bestimmt eine gute Kulisse für die eine oder andere spontane Bluessession.

Apropos Kulisse: wäre wohl nicht dieser gewaltige Tisch mitten auf der Tanzfläche, hätten bestimmt mehr als zwei ihr Tanzbein geschwungen. So saß unsereiner nur da, vor Bier oder Kaffee, und wippte und klopfte im Takt der bekannten Titel, dabei aber doch irgendwie sehr konzentriert, die Currysoße nicht durch die Gegend zu verspritzen.


Eine prima Entdeckung, zu der sich absolut lohnt, irgendwie die Veranstaltungspläne zu ergattern, was ja vielleicht ab sofort auch klappt. Die Webseite ist hier leider etwas hinterm Mond mit Terminen vom vorletzten Jahrzehnt...

Wir sehen uns garantiert wieder dort!
Ihr Frosch

PS:
Die olle Knipskiste hat diesmal versagt, und ich hab's leider nicht bemerkt.
Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Sonntag, 26. Mai 2013

Deutscher Fußball vs. English Weather

Das war ja wohl ein schlechter Tausch! Wir haben denen unseren Fußball gegeben und haben dafür deren Wetter bekommen... Ob wir dieses miese Geschäft erneut machen würden?
Na klar!



So kam am Wochenende der Blues nach Biesdorf, direkt in die Parkbühne. Und wieder musste man fragen, ob die nicht endlich die Sektorengrenzen aufmachen könnten?!
Jedenfalls war nicht viel Besuch dort, und deshalb war das Ereignis, das Power-Park-Blues-Festival, eher ein sehr intimes Ereignis. Eigentlich schön für die Zuhörer, aber die Bands werden damit sicherlich keine Euro-Millionäre...

Am ersten Abend, das war der, bei dem noch die ganze Arbeitswoche in den Knochen der Kunden steckte, kamen Bluewater und huldigten Janis Joplin, die ja auch inzwischen 70 wäre.
Danach spielten die Thüringer mit dem Hund - Dogma'n. Der Hund (Seinen Namen konnte er mir nicht sagen. Ich glaube, er hat mich einfach akustisch nicht verstanden...) lag nicht nur auf der Bühne rum, sondern futterte sich auch durch so manchen Wurstzipfel der Besucher.
Monokel, also die Kraftblueser, krönten dann als Abschlussband den Abend.



Für den Sonnabend gab es dann gleich mehrere Hindernisse für eine gefüllte Parkbühne:
Zuerst war da das nach England vergebene Deutsche Fußballfinale, es gab E-Sports-Meisterschaften und ein absolut bekacktes Wetter, offensichtlich importiert aus UK, oder aber einer der Künstler hat es mitgebracht.
Und wer könnte mir da wohl einfallen?!


Bleibt man bei diesem Wetter nicht lieber in seinen vier Wänden, im Haus?
Wie Sie sehen können, wagten sich auch nur Wenige ins Freie. Und diese Wenigen ließen sich von Dirty Past, Joris Hering und Mike Seeber begeistern und als Höhepunkt des ganzen Wochenendes, von der Regenlieferantin Connie Lush...
Na ja, vielleicht tue ich ihr hier Unrecht, aber mal ehrlich, woher sollte diese ganze Feuchtigkeit denn sonst kommen Ende Mai?
Für mich war die Feuchtigkeit OK, aber etwas wärmer hätte es auch für unsereinen sein können. Na ja, so musste man sich eben an den Klängen wärmen und den raren Körperkontakt pflegen.



Für die ganz harten und Ausharrenden gab es am Ende noch frisch belichtete Fotos mit Autogrammen des jeweiligen persönlichen Favoriten des Abends.
Manchmal hat der Fred aber auch Ideen!



Also dann, bis zum nächsten Mal!
Ihr bluesiger Frosch

PS:
Diese beiden Tage (24.5. und 25.5.) sind Geburtstage von Ex-Freundinnen. Deshalb die Kälte und der Regen?
Man kann wirklich nie genau wissen...

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Absolut festgewachsen

Ja, festgewachsen am S-Bahnhof Kaulsdorf!

Ich kam gerade von Paulis Tümpel - nochmals ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG! - etwas Bier intus, etwas Bowmore intus, und stand an der Haltestelle des 399-er am S-Bahnhof.

Als der 164-er kam, dachte ich an Bluewater im Kaulsdorfer Busch, eine mir bis jetzt völlig unbekannte Kneipe bei den Kaulsdorfer Seen - und eigentlich sollte mir hier jeder See, jeder Tümpel, jede Lokalität bekannt sein...



Ich dachte so bei mir, "Bluewater spielen bestimmt noch 'ne Stunde", und konnte mich dennoch überhaupt nicht rühren um einfach den 164-er, der sich ja von zu Hause mehr und mehr entfernen sollte, zu besteigen.

Festgewurzelt!
Festgewachsen im täglichen Einerlei, unfähig die Schranke des Unüblichen zu übersteigen. Na, ich bin mir ja einer!

Jetzt, da ich weiß, was für Einer ich bin, wird mir das aber bestimmt nicht nochmal passieren. Ich gelobe, fortan spontaner zu sein, auch wenn mir die Blase drückt!

Bitte seien Sie nachsichtig mit Ihrem Urteil und glauben Sie mir.
Auf jeden Fall werde ich ab sofort auch die Termine im Kaulsdorfer Busch verfolgen.

Aber seien auch Sie ab jetzt etwas spontaner!
Ihr Frosch