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Montag, 18. November 2024

Noch ist Herbst!

In der Kiste gibt es wieder Konzerte, nicht so häufig wie anno dazumal, aber immerhin. Und dann tanzt unsereiner zu Stones-Musik, rockt also richtig ab, wird dann aber sofort wieder in die Realität "zurückgeprügelt", weil jemand erwähnte, dass wohl bald das letzte Jahr dieses für uns einzigartigen Klubs angebrochen sei ...
...womöglich noch Konjunktiv, aber ein ziemlich böser Konjunktiv!

Man kann eigentlich nur hoffen, dass "es nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht worden ist", aber unterschwellig bleibt dieses doofe Gefühl. 
Nutzen wir also solange es geht noch diesen Klub, der zwar noch "Brüder" hat hier und da und jwd, zu denen wir aber kaum zu Fuß hingehen können.

Bleiben Sie gesund!
Ihr vergessener Frosch aus dem Wuhletal

PS:

In Anbetracht der weltpolitischen Lage sollte man derlei Sorgen kaum haben, aber anscheinend klammert man sich an solche "kleinen" Dinge, um nicht ganz in Pessimismus und Verzweiflung zu versinken.
Frösche haben aber nun mal eine ziemlich dünne Haut ...

Mittwoch, 20. Februar 2019

'Brothers in Farms'

Nach weiteren traurigen Ereignissen im Freundeskreis bemerkt man irgendwann, bei denen, die übrig sind, geht das Leben weiter, sogar, ohne ständig auf die schlimmen Möglichkeiten und Eventualitäten fixiert zu sein. Genau so ist das!
Und weil eben das Leben weiter geht, gibt es auch wieder Freude an diesem oder jenem Ding, an Musik, an Filmen, an Feten...

Und es galt, ein Weihnachtsgeschenk einzulösen. Flugs ging es nach der Arbeit in die Zone (Nicht in die Zone, sondern in die, die den Grob- und Feinstaub aus alten Dieselfahrzeugen seit über zehn Jahren, mehr oder weniger erfolgreich, auszusperren versucht).

Hunger!
Geht man beim Columbia-Theater schnell mal um die Ecke, landet man ganz fix bei einem Italiener, der den Hauswein so servierte, wie einst Tante Friedel den Hagebuttenwein, der einem ab dem zweiten Glas die Beine wegknicken ließ:
im Keramikkrug nämlich und mit Mostrichglas (!).
Und er schmeckte!
Die Pizza ebenfalls.

Dann sah man sich auch schon rennen, im Rennen die Jacke anziehend, dabei die Eintrittskarten heraussuchend und guckend, ob man auch noch genügend Geld fürs Bier übrig hatte.

Da war dann auch noch so viel Geld, dass man unweigerlich am Merchandising-Stand herumschaute und sich darüber freute, dass die Kapelle dortselbst ihre Utensilien, vor allem komische Hüte, unters Volk zu bringen versuchte. Das muss auch ziemlich erfolgreich gewesen sein, denn gefühlt trug der halbe Saal den Herman-Hut.

Und jetzt wissen Sie auch schon, wohin uns unsere Kinder (keinesfalls uneigennützig) gelotst hatten:
zu Steve 'n' Seagulls, der finnischen Country-Band.

Was uns zuerst in den Sinn kam, war Schrammelmusik mit Kuhglocke vielleicht, aber weit gefehlt. Es war ein mitreißender Sound, der auch die Sinne wach hielt, weil man ständig rätselte, woher man den Titel kannte.


Ach ja. das ist doch Rammstein!
Steppenwolf?
Und jetzt Zeppelin!
Und hopsend und johlend, dabei nicht unwesentlich viel Bier verkleckernd, machte sich allmählich unten Klebrigkeit und oben Heiserkeit breit.
...trotzdem jede Menge Spaß!

Auf bald also!
Ihr Konzert-Frosch

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hungrig in Friedrichshagen

Genau! Das 28. Friedrichshagener Kneipenmusikfest lud wieder ein. Scheinbar eine Veranstaltung mit viiiel Erfahrung, oder? Mit 28 Jahren hat man gewöhnlicher Weise schon so manches in petto.
Gewöhnlicher Weise jedenfalls.

Unsereiner freute sich schon auf Jenny (Im Ortsplan ganz unten rechts, wo vorsorglich der blaue Punkt gesetzt war...), allerdings nicht ohne auch schon mal einen grünen Klecks zu beachten, weil ja u.a. auch Clover Musike machten. Und Punkte gab es auch in Rot (da wollten wir nicht hin) und in Lila (Mixtur aus Blau und Rot, falls man sich doch mal etwas die Beine vertreten müsste...).
Jedenfalls: Nach der Gartenarbeit rannten wir los, möglichst noch 'ne halbe Stunde eher dort zu sein, denn der Magen brauchte noch etwas zum Verzehr.
Verzehr? Ein Fremdwort im Strandbad, höchstens Salzstangen gab es.
Also losgerannt zum Brauhaus. Ebenso Pustekuchen: "Land unter!" (Zitat). Nun gut, dann eben schnell mal zum Inder...

Ich sage Ihnen, hungrig macht wütend und der erste Musikblock verging nun leider ohne uns, und dann blieben wir nach diesem Gerenne nur noch an diesem einem Ort und lauschten.



Die Location war absolut passend und Jenny gab uns mit ihrer neuen Band wieder etwas Gelassenheit zurück, sodass wir uns allmählich entspannten und den Abend doch noch richtig genießen konnten.

Aber ich kann Ihnen nur ans Herz legen, essen Sie auf jeden Fall vorher, wenn mal wieder das Friedrichshagener Kneipenmusikfest lockt.

Bis denne also!
Ihr inzwischen ziemlich satte Frosch

PS:
OK, Kneipenfest und Futterei vertragen sich vielleicht nicht optimal (Trinken soll man!), aber ein knapper Quadratmeter Grillrost hätte garantiert auch hungrige Mäuler angelockt.
Eene Bratwurst, 'ne Boulette, oder irgendeine andere Kleinigkeit, außer Salzstangen natürlich, wären doch eigentlich für so einen kulturellen Abend schon ausreichend gewesen.
Ja, ich verstehe schon, da hätte man zusätzlich für den einen Abend Personal einstellen müssen.
Ob die, also alle, beim 29. schlauer sind? So optimistisch ist unsereiner nicht!

Samstag, 14. Juli 2018

Einfach mal dasitzen und...

...Bier trinken, 'ne Bratwurst essen, einen Eimer Bowle trinken und und und. Da könnte einem tatsächlich jede Menge einfallen am Freitag nach Feierabend. Und das alles konnte man auch tatsächlich tun in lauer Sommerluft im Garten des Bornholm II.

Da geht man ja nun nicht alle Tage hin, obwohl es am Vortag auch schon gute Musik dort gab.
Heute jedenfalls hatte Jenny gerufen, und wir kamen prompt, ...ihren Geburtstag mitzufeiern.

Laue Abendluft wurde flugs eingetauscht gegen stickige Hitze, brodelnde Dämpfe und vielfältige Töne.





Man lauschte dem saxophonischen Geburtstagsständchen und dem unverwechselbaren Klang von Bluewater, gab tosenden Beifall ab und verzog sich am Ende ganz flink in die noch immer laue Abendluft nicht ohne den guten Vorsatz, gleich wieder zum nächsten und abernächsten Musikblock zurück- und einzukehren.

Gesagt - nicht getan!
Unser musikalisches Hörbedürfnis war weniger stark als der Drang, mit Freunden zu plauschen, die man nicht so häufig trifft, oder einfach mal den Grillen zuzuhören.
Bestimmt war es auch drinnen noch schön (schön warm ganz bestimmt), aber die lange Woche steckte vielleicht so manchem in den Knochen, und der Weg zum Tresen war einfach kürzer als der Weg ganz hinein...

Jenny, es war schön!
Und Ihr anderen Musikanten, seid nicht traurig. Beim nächsten Mal sind wir wieder voll mit dabei.

Ja, Ihr Frosch macht jetzt die Beene ganz lang am Teich und sagt, ...ach nüscht!

Einfach nur: Schönes Wochenende!
Ihr Frosch


Sonntag, 20. August 2017

Das Wetter macht Musike!

Hah, ist der eine am letzten Freitag in der Biesdorfer Parkbühne (wiedermal) abgesoffen, hat es gleichzeitig in Köpenick den anderen erwischt...
BLUEWATER konnte offensichtlich die Instrumente retten und Jenny ihre Stimme, sodass gleich am nächsten Tag, husch-husch-husch, Daheim gespielt werden konnte. Daheim heißt die Kneipe, die sonst Kaulsdorfer Busch im Kaulsdorfer Busch hieß. Und etwas anders als früher, finden jetzt auch sommers Konzerte dort statt. Was sagen die Laubenpieper dazu?
Unsereiner hat nicht danach gefragt, aber pünktlich um zehn wurde schallschutztechnisch die Tür geschlossen.
Gemütlich war der Abend auf jeden Fall, und auch Don Marcos füllte den Part des neuen Gitarristen aus Sicht einiger Zuhörer und Tänzer schon ganz gut aus. Vielleicht ist ja das Ensemble so wieder komplett.


Im Kaulsdorfer Busch gilt zwar kein Fotoverbot, aber wer knipsen möchte, sollte wenigstens einen entsprechenden technischen Gegenstand dabei haben, aber wie stets im Busch, blieb die olle Knipskiste leider daheim...
Nun ja, es gab keine Currywurst, sondern gutbürgerliche Deutsche Küche, verschiedenes Gezapftes und jede Menge feiner Liköre und Leute von damals, bei denen der olle Frosch immer wieder ins Fettnäpfchen hopste, wenn er manchmal viel zu laut nachfragte: "Wer ist denn das?" und "Ach, den kennst Du schon von ganz früher?!".
Früher bedeutet hier die Zeit, als es noch ganze Täler von Ahnungslosen im Lande gab und auch Leute, die prinzipiell nur Ostmusik hörten, wenn sie von Engerling, Monokel oder Kerth gemacht war...

Mannomann, wie die Zeit rennt!
Ihr gemeiner Ohren-Frosch

PS:
Wir freuen uns jedenfalls schon auf weitere Veranstaltungen gleich um die Ecke im Grünen, und wer weiß, vielleicht geht man auch einfach nur mal zum Eisbeinessen hin...

Und noch ein PS:
Bluewater schafft es, die Lautstärke stets dem entsprechenden Etablissement anzupassen, egal ob Freilichtbühne, Saal oder winziger Gastraum. Die Froschohren finden es jedenfalls toll. Danke!

Sonntag, 9. Juli 2017

Feuchtfröhliche Party in Biesdorf

Es war nicht ganz so schlammig, wie es einst in Woodstock gewesen sein soll, aber etwas Regen von oben und nasse Füße auf dem Tanzparkett waren durchaus drin. Unsereiner fühlt sich dann erst so richtig wohl, aber dass auch Sie sich nicht Ihren Spaß nehmen ließen... Hut ab!

Die, die bei der ersten großen Husche gerade an der Bierschlange anstanden, hatten solange ein trockenes Obdach, bis es anfing, durch die Zeltbahnen zu laufen. Zu diesem Zeitpunkt stieg aber auch schon das Wasser soweit an, dass der, der sich die Schuhe auszog, wohl am besten dran war.
Nur das Tragen der Bierbecher wurde dadurch (Schuhe in der einen Hand, Bier in der anderen) erschwert. Die Sturzbäche Regenwasser direkt auf den Bierschaum nahm man gelassen hin.

Die Beatles (Pangea aus Tschechien) auf ihrer trockenen Bühne ließen sich nicht davon abbringen, den Abend pünktlich musikalisch zu eröffnen. Und nass wie alle waren, wurde hauptsächlich an Ort und Stelle, teilweise aber auch vor der Bühne getanzt.
Nass ist eben nass, sagten sich alle auch als auch die Stones (Starfucker aus Berlin) kamen.

Ob des Wetters soll es aber auch einige Beschwerden gegeben haben, ließen jedenfalls die (für die Veranstaltung Verantwortlichen) verlauten.

Bis zum nächsten Mal in der Parkbühne!
Ihr ziemlich nasser Frosch

Montag, 8. Mai 2017

Büro: Beene hoch, Augen zu!

Ausruhen vom anstrengenden Wochenende?

Oh ja, Feiern ist anstrengend und das Rennen zwischen den festgesetzten Terminen ebenso stressig. Leider stimmt die Überschrift nicht ganz, denn unablässig klingelt das Telefon und auch das normale Tagwerk wartet überhaupt nicht gerne.

So war es also:
Auf Freitag, Sonnabend und Sonntag verteilten sich völlig gleichmäßig drei feierliche ziemlich runde Festtage, die unbedingt wahrgenommen werden mussten und natürlich auch wahrgenommen werden wollten. Hintereinander aufgeschrieben ergäben sich binär 1100 0100 1100 1000 1110, übersetzt also achtzig, sechzig, dreißig... Sie verstehen schon.

Und dazwischen, also zwischen diesem ganzen Trubel, gab es auch einen Ausflug in die Kiste zum Stones-Abend. Das musste sein!
Leider war der Sänger der einen Coverband, die wir mögen, verhindert. Dieser wurde flugs ersetzt durch den Sänger einer anderen Coverband, die wir ebenfalls mögen.
Beim gleichen Repertoire sollte das ganz gut funktionieren.

...tat es leider nicht!


Harsche Kritik aus dem Sumpfloch: Unsereiner war ziemlich platt, und ich sag' jetzt mal, was wir wohl am Tümpel getan hätten. Dort nämlich hätte entweder die Band den Sänger von der Bühne jagen müssen, oder der Sänger hätte die Band ins Wasser schubsen sollen. Stattdessen wurde versucht, den Mangel an Harmonie durch immer lautere Töne zu kompensieren, was nur bis zu einem bestimmten Grade funktionierte. Auch das immer lautere Mitsingen der Gäste ließ manchen Misston nicht unerhört.
Natürlich wurde getanzt, aber dennoch wurde die Luft dort nicht so entzündet, wie manch einer gehofft hatte. Und die, bei denen der Funke einfach nicht übersprang, gingen spätestens nach der zweiten Rauchpause gegen dreiviertelzwölf nach Hause.

So ist das nun mal. An manch einem Kistenabend brennen die Teelichter dort ohne uns zu Ende, d.h. vier Stunden sind dann vielleicht schon nach zweieinhalb Stunden um...
Zeitdilatation?
Mag wohl sein.

Erholen Sie sich trotzdem gut!
Ihr feiernder Frosch

Sonntag, 9. April 2017

Er hat mein Pelzerhemd nicht erkannt...


Es war wieder soweit. Anstatt die Enkelkinder zu bewachen sind wir in die Kiste geflüchtet.
...weil wir auch wussten, dass Monokel dort aufspielen wird.

Und wie stets dort (mit kleinem Eintritt) ging es direkt hinein ins Vergnügen. Getanzt wurde ab dem ersten Takt, ob allein oder zu zweit oder zu noch mehreren. Egal, denn die Tanzfläche, die nicht für alle ausreichte (Die Schleichers nämlich tanzten im Foyer) war gefüllt mit sich in alle Richtungen drehenden Gestalten, die sich wiegten, hopsten, u.U. verschlungen schlichen, rutschten, wild gestikulierten und winkten, oder auch sonstwie zappelten.
Na klar! Und nicht nur das Monster von Schilkinsee oder die Schwarze Marie wurden sehnlichst erwartet.

"Querbeet" ging es durch die vielen Jahre Monokelsound und an der Klampfe war diesmal wieder jemand, der wohl einst in Merseburg (ich sage '75, andere sagen 1976...) mit geborgtem Instrument spielen musste, ähh ...durfte.
Altes erneut aufzuwärmen, dürfte nicht sonderlich schwerfallen, haben wir doch alle immer und überall unseren PMWO* parat, aber wer will das schon?!
Nee, dem Wilfried Borchert hätte eigentlich nur mein Hemd auffallen sollen, welches unsereiner einst auch bei dem allerersten auswärtigen Monokel-Konzert trug.


Die Diskussionen mit weiteren Diskussionsteilnehmern, die u.a. meinten, die Farbe sei zu hell, oder es sei ja gar kein echtes Fleischerhemd usw., übergehe ich gelassen, denn erstens war es tatsächlich nie ein Fleischerhemd, sondern ein echtes Pelzerhemd (welches schon Mitte/Ende der Siebzieger fast nur im Karbid zu bekommen war. Und dass die Ärmel inzwischen viel zu kurz sind, dürfte doch Beweis genug sein!) und außerdem darf man ja wohl annehmen, dass, selbst mit westlichem Color-Waschmittel, hunderte Waschdurchgänge die Farbe inzwischen etwas verblasst haben dürften...
Eigentlich will ich auch gar nicht darüber diskutieren, und auch nicht, ob es tatsächlich zwei unterschiedliche Arten der Kunden-Oberbekleidung gab. Ich glaub's nämlich nicht!
Fleischerhemd. Pelzerhemd. Papperlapapp!

So, das Konzert ist jetzt aus!

Ihnen noch viel Spaß beim Umgraben, Komposthaufenwenden oder Wegsteineschleppen morgen!
Ihr Frosch

Monokel Kraftblues (Kiste, Hellersdorf, 08.04.2017):
Michael "Lefty" Linke (g, voc)
Wilfried Borchert (g)
Michael "Pitti" Pflüger (bg)
Dicki Grimm (dr)

*Personal micro wave oven

Samstag, 24. September 2016

Feierabend!


Warum haben Frösche Frauen?
Sie denken bestimmt, damit unsereiner ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn er 'n Weechbier trinkt?
Weit gefehlt! Nö, das Weechbier reicht gewöhnlich sowieso nicht bis nach Hause. Der Weech ist einfach viel zu lang!
Und fährt man eben mit der S-Bahn, gehört es wenigstens am Freitag dazu, auch weil es eben nicht erlaubt ist. Ach, sind wir Rebellen!
...an den anderen Tagen jedoch wirklich nur, wenn man z.B. in den Pub fährt, sich mit Kollegen zum Spieleabend trifft, vom Sport kommt, aber sonst bestimmt NICHT! Nee, nee!
Nun ja, es reicht gewöhnlich höchstens bis zum Ostkreuz, und wenn man mal länger auf den Zug warten muss, ist Leninallee bereits Schluss... So sieht's nämlich aus!

Jedenfalls, so gemütlich nach Hause getrullert, werden einem sogleich Hut und Parka zugeworfen, kaum dass man den Begrüßungskuss schafft.
Ab geht's!
Fünf Minuten vor Hosenknopf, wenn 'de rennst, denn schaffst'ditt noch!

Sie ahnen es schon - da hat wohl doch jemand an die Parkbühne gedacht.
Und es ging tatsächlich dorthin. Abendbrot (Ha-ha, 'ne Schmalzstulle und zwei der meist knappen Bratwürste ergattert. Bouletten wurden als Reserve erst mal zurückgehalten.) gab es eben beim Konzert. Beim Tanzen wäre höchstwahrscheinlich der Mostrich heruntergekleckert, aber solange man nur beim Zuhören ist, kann man eigentlich gefahrlos abbeißen und kauen.


Dermaßen gestärkt ging es "hinein" ins Konzert. Apfeltraum spielten natürlich Altes, manchmal aber nicht so intensiv, wie man es von damals in Erinnerung hat. Vielleicht hat man es aber früher auch nur intensiver empfunden, weil es spannend und irgendwie konspirativ war, die zwischen den Textzeilen versteckten Botschaften zu erahnen, ...quasi zu entschlüsseln.




The times they are a changin'...

Engerlings Version von Bob Dylans bekanntem Titel eröffnete nach kurzer Umbaupause und eher rudimentärem Soundcheck den zweiten Teil des Abends. Dreimal hoch- und zweimal heruntergeregelt, und alles hörte sich so an, wie erwartet.

Ich ahne jetzt schon Ihre Frage.
Na klar, der Moll-Blues kam als vierter Titel. Zufrieden?




Ein schöner Abend, und dennoch versuchte unsereiner immer wieder irgendwo nach dem Blueser Ausschau zu halten.
...ehe einem erneut einfiel, dass wir hier niemals wieder ein Bier gemeinsam trinken werden.

The times they are a changin'...

Schönes Wochenende jedenfalls!
Ihr Frosch

PS:
Zum Vormerken:
13. November 15:00 Uhr in der Wabe.
Wir sehen uns bestimmt dort.


Sonntag, 7. Februar 2016

Engländer
und eine fette Maikäfermade im Karton!


Pardon, doch nicht Karton, Kiste!
Ja und da waren wir also, wie so manches Mal - ohne Abendbrot, auf dem letzten Drücker (nach uns wurde auch sogleich die Tür abgeschlossen...), aber voller Vorfreude auf Engerling, die unsereiner bereits seit 1982 regelmäßig hört. Damals Parkaue Lichtenberg oder Hochschule für Ökonomie "Bruno Leuschner" oder oder oder, heute Kiste oder Parkbühne.
Altersgerecht möchte man eben nicht mehr so weite Wege machen. Und altersgerecht war auch die erste Pause nach 'ner guten Stunde.
Trotzdem wurden wieder die alten AMIGA-Platten, die seit mindestens zehn Jahren auf das Band-Autogramm "warten", erneut zu Hause vergessen. Altersgerecht?
Doch lieber Ginseng-Kapseln schlucken? Vielleicht. War jedenfalls nicht und ist nicht. Noch nicht!

Nun ja, zum Tanzen war eigentlich kein Platz. Man konnte sich lediglich im Takt wiegen. Aber einem Paar gelang es dann doch beim Moll-Blues einige volle Runden zu drehen.
Man merkt also manchmal doch schon, wie klein die Schachtel Kiste tatsächlich ist. Jedenfalls für manche Band, die u.U. nicht einmal von weit her kommen muss...

Bodag und Konsorten spielten sich diesmal mehr durchs ausländische Repertoire, und schwupps waren wohl auch sehr viele Briten gekommen. Denkt unsereiner jedenfalls, denn im Kino (das wurde zum Glück ob des großen Ansturmes geöffnet) waren sogleich die ersten beiden Reihen komplett "reserviert". Nur, dass statt der üblichen Hotelhandtücher Jacken, Anoraks und Parkas rumlagen...
Bekloppte, die sich Sitze freihalten.

Nur wer braucht dort schon Sitze?!
Man steht, notfalls sogar mit 'nem Berliner Pilsener in der Hand, einfach so im Saal. Und nur wer sich mal 'ne Weile Ausruhen möchte, sitzt im Kino beim Live-Video 1:1 von nebenan.
Ach nee, ging ja nicht wegen der Briten Knalltüten!


Engerling zelebrierte so manches Stück irgendwie sogar lockerer als sonst. Play With Fire wurde regelrecht ins Publikum gehaucht.
Irgendwie schien die Band froh darüber, nicht auch mit den anderen Musikern, wie kürzlich Lemmy oder David oder Achim Mentzel (einer aus dem Publikum ergänzte den in der Aufzählung vergessenen Barden) abberufen worden zu sein.
...oder Engerling freut sich schon so sehr auf die Mitch-Ryder-Tour, oder aber der Frosch hatte dermaßen gute Laune, dass ihm alles so locker und entspannt vorkam.
Erst um halbeins machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg.

Ein paar Freunde kamen leider nicht mit. Denen sitzt die An- also Absage (!) von Fred anlässlich der Silvesterfeier noch immer zu tief im Gemüt fest. Da muss wohl erst mal noch etwas mehr Zeit vergehen.

Aber wir gehen trotzdem hin., ...in die Kiste, auf ein Bier, 'ne Bockwurst oder 'ne Schmalzstulle und eben zur Musike.

Woran sollte unsereiner doch gleich denken?
Ginseng-Pillen?
Nee! Ach ja, an die beiden AMIGA-Platten.
Aber bis zum nächsten Mal ist ja noch etwas Zeit.

Und schlucken Sie mal schön selbst Ihre Pillen!
Ihr Frosch

Sonntag, 11. Oktober 2015

Der Kisten-Blues


Wieder netter Besuch aus Erfurt in der Kiste: Jürgen Kerth kam. Und weil es für das wartende Publikum im oberen "Rang" etwas eng war, man quetschte sich quasi Gesäß an Rücken durch die Reihen, hin zur oder zurück von der Theke, kündigte der fidele Fred sogleich an, mit dem Konzert noch fünfzehn Minuten zu warten und dann, als räumliche Zugabe, den Kinosaal zu öffnen.
Gesagt, getan. Der Abendfilm ging zu Ende, die Übertragung begann.


Und wer es noch nicht weiß, dortselbst gibt es dann die Bühne auf der Leinwand im Maßstab 1:1 zu sehen. Nur muss sich der, der sich dort verlustiert, hin und wieder in den Nebenraum begeben, um zu applaudieren (oder evtl. auch neue Getränke heranzuschaffen).
Nur quatschen sollte man dort keinesfalls, fühlten sich doch die, die vielleicht dachten, das wäre ein Kinofilm, gestört. Die dermaßen Verscheuchten ob des Lärmes, des Gequassels, Lachens und Herumalberns, merkten ab der Schallschutztüre, dass das genau das war, was z.B. im Fernsehen immer als "Live" beworben wird. Und das war es ja - Live in den Nebenraum mit allem Drum und Dran.
Mit allem Drum und Dran! Fast.


Man hätte auch die Kinogucker in Ruhe Kino gucken lassen können, wäre diesmal nicht die Bühne nur nach Überwindung einer winzigen olfaktorischen Hemmschwelle erreichbar gewesen. Nach ein paar Tänzen ging man dann doch lieber nach nebenan.
Dass die Band sich ebenfalls manchmal an den rechten Bühnenrand "verkrümelte", war ganz bestimmt nur Einbildung.

Die Musik kam zuerst mit etwas übersteuerten Bässen daher, was unsereines alterstauben Ohren eigentlich kaum auffiel. Aber im "side stage" nebenan klang es dann doch irgendwie einen Deut besser.
Bläulicheres Bild, besserer Sound - eine gute, alternative Mischung!
Und beim Tanzen dort diente man auch gleichsam als partielle Projektionswand, war also fast unsichtbar, bis auf die Schatten.


Und genau hier gab es auch hin und wieder Applaus.
...war es für die "Vortänzer" oder die Band oder beides?
Keine Ahnung.

Danke an Jürgen Kerth und seinen Musikern und dem Kisten-Kollektiv im Namen der zehn Mopsfidelen vom Tümpel!
Ihr Frosch

Sonntag, 22. März 2015

Karaoke in Hellersdorf?

Shawue kam in die Hellersdorfer Kiste, und ein oller Frosch hatte Gäste aus Dresden und per Facebook beim Kistenteam reservierte Karten.
Und dortselbst lud nun die alte "Fregatte" auf eine Reise durch oder um die Welt ein, die alle ohne Vorbehalt freudig begleiten wollten.

Aber irgendwie schien uns der Seegang zu schwer, oder die angelaufenen Orte interessierten zu wenig, so dass Menschen und Frösche zur Pause kurz nachdachten, von Bord zu gehen und den Abend irgendwie anders abzuschließen.



Es lag wohl etwas am "Karaoke". Nicht Karaoke im eigentlichen Sinne. Nein, nur wir hörten ständig Instrumente spielen, die überhaupt nicht zu sehen waren...
Jeder der vier stehenden Spielleute hatte einen ganzen "Werkzeugkoffer" zu Füßen, welchem ab und an per Fußtritt ganz neue (oder auch gerade aufgezeichnete) Geräusche zusätzlich zur gespielten Musik entlockt wurden.
...und diese Gemengelage erinnerte unsereinen mehr an olle Oldfields Hitindustrie.

Die Entscheidung, das Bier, den Wein oder Kaffee doch noch in Ruhe auszutrinken, war dann aber doch richtig, denn mit dem auffrischenden Wind sprangen dann noch einige Funken auf das Publikum über, so dass viel mehr getanzt wurde und auch weder dominante Instrumente (Die Geige tat schon manchmal den Froschohren weh! Laut! Ungewohnte Tonlage.), noch "Geistermusik" die Stimmung störten.

Man muss nicht nur immer zu Musikern gehen, die man bereits kennt! Aber wenn man Neues kennen lernt, braucht man hin und wieder doch etwas mehr Lockerheit, Leichtigkeit oder Toleranz für einen schönen und gelungenen Abend, der natürlich nicht nur von den Interpreten abhängt, aber üblicherweise doch von diesen stark geprägt wird.

Mein alter Satz, "Egal, wer in der Kiste spielt, da macht jede Musike Spaß!" sollte eventuell neu überdacht werden und bedarf vielleicht einer kleinen Korrektur, aber selbst bei Monokel oder Engerling musste mancher bekanntermaßen von dort schon eher loshopsen...

Insofern hat Shawue ja beste Referenzen erhalten.

Mit noch einem winzigen Hauch der Wicked Wendy in der Nase (Das ist eine Insiderinformation.) wünsche ich Ihnen eine schöne Woche!
Ihr Frosch



Sonntag, 5. Oktober 2014

Bluewater hat mir meine Schuhe kaputt gemacht!

Es kommt vor, dass ein Frosch ausgeht: Kino, Kneipe oder Tanzen.

Und wieder mal lud Jenny mit Ihrer Band in die Kiste ein.
Und wie stets zu Bluewater komme ich im Pelzerhemd, in Jeans und weißen Schuhen. Seit '75 ist das für unsereinen die höchste Form der Kleiderordnung.
Und weil die Klamotten üblicher Weise an mir ewig halten, komme ich stets mit den selbigen Zwirn- und Lederutensilien.
Geschuldet der allmählichen Zunahme des Körperumfanges müssen heutzutage allerdings die Ärmel andeutungsweise hochgekrempelt werden, denn diese sind nicht mehr lang genug...
Aber ab jetzt wird alles anders!

Sind doch gerade am letzten Freitag die hübschen Schuhchen quasi im Nu zerfallen.


Ein paar Schritte nach links, ein paar nach rechts... und aus war's. Die hochwertige Polymersohle zerbröselte gewissermaßen im Takt der Musik - nicht allmählich, nicht lange angekündigt, nee, ganz plötzlich von jetzt auf sofort.
...Sollbruchstelle nach genau 7.300,25 Tagen.

Trotz dieser Nebenwirkung(en) waren wir, gemeinsam mit den 21 anderen Gästen, geradezu begeistert. Wer liebt nicht Jenny oder Janis Joplin? Und gut gewürzt auch mit ganz anderen Titeln, ging es kreuz und quer durch den Rockblues. Selbst die Nicky-Beschriftung von Frank (das, was auf so 'nem neumodischen T-Shirt draufsteht), "Gary Moore" nämlich, forderte ihren Tribut von der Band.



Hmm, manchmal denke ich sogar darüber nach, ob ich wegen der Musik in der Kiste aufkreuze, oder wegen des Gelabers zwischen Bühne und Fußvolk oder wegen des Gebrabbels in den Pausen oder noch nach dem Konzert.
Auch das macht nämlich Spaß!

Ach ja, Frau Kallabis, irgendwann müssen wir mal einen Whisky (oder Kirschlikör) zusammen trinken, oder Bier oder Wein oder Kaffee...


Das war jedenfalls was am Freitag!
Ein toller Abend (aber auch nicht ein My unerwartet), der die insgesamt doch recht wenigen Gäste begeisterte und offensichtlich sogar zwei Fremde weit in den Osten lockte. Und diese beiden mit den Anzeichen des Fremd-in-der Kiste-Seins tanzten ganz besonders gut und eifrig und freuen sich vielleicht wieder auf die "weite" Reise dort hin.
Die Kistensaison beginnt ja gerade erst!

Also, nochmals danke für dieses schöne Klubkonzert, Bluewater!
Danke auch an Fred und seine Leute!

Und was ist jetzt mit meinen Schuhen?!
Ihr und Euer Frosch


PS:
Während man zu den Freitagskonzerten in der Parkbühne stets rennen musste, kam man nämlich von der Arbeit, fängt die Kiste mit der Musike erst nach 21:00 Uhr an.
Ganz schön spät für uns "Alte".

Mittwoch, 24. September 2014

Müssen wir Holz hacken?

Na klar, wenn man in der kalten Jahreszeit ordentlich einheizen will!
Einheizen wollten am Freitag auch Engerling und Elektra in der Biesdorfer Parkbühne. Und es ist Ihnen gelungen, hört man.

Mein zuvor online gewünschter und lange Zeit mit eigenen Froschohren nicht mehr live gehörter Titel, der Moll-Blues, lief auch gleich zu Beginn des Konzertes.
...allerdings standen wir da noch an der Abendkasse an.
So'n Mist!

Ob das der Grund war, dass letztlich der Funken diesmal nicht zu uns übergesprungen ist?
Oder lag es daran, dass die Bluesmusiker diesmal mehr die Instrumental- oder Balladen-Fans, die mehrheitlich wohl eher zur Elektra-Abschiedstour, The Last Waltz 1969-2015, in den Osten Berlins kamen, beglücken wollten?

Keine Ahnung. Und schlimm ist es ja auch nicht, bei einem Konzert mal nicht das Finale erlebt zu haben.
Bereits in den Neunzigern haben wir ein Engerling-Konzert (Engerling and friends!) vorzeitig verlassen müssen. Damals gab es für unsereinen einfach zu viele friends auf der Bühne...



Manchmal ist man eben doch sehr engstirnig, aber so kann man sich jedenfalls auch wieder ganz besonders auf das nächste Engerling-spielt-diesmal-mehr-Blues-Konzert hier oder da freuen.

Im Kistenprogramm ist mir jetzt erst einmal Bluewater, zum vorverlegten Feiertag, ins Auge gefallen.
Na ja, nicht wortwörtlich natürlich.

Auf jeden Fall: ab in die Kiste!
Ihr Frosch

PS:
Reiner, trotzdem viel Spaß mit Elektra in Neu Helgoland! Und da die Elektra-Fans offensichtlich weniger Bier trinken als die üblichen Blues-Kunden (Fred könnte diesen völlig subjektiven Eindruck vielleicht bestätigen), dürfte es mit der Flüssigkeitsversorgung dort keinesfalls problematisch werden.

Nun gut, hier ist mal eine qualifizierte Rezension...

Sonntag, 8. Juni 2014

Blitzlichtscheue ältere Herren in Biesdorf

Anders als beim letzten Mal hier, und anders als in Woodstock - die Biesdorfer Parkbühne präsentierte sich im allerherrlichsten Sonnenschein.
Den Auftakt machte die Joris Hering Blues Band, und eigentlich wollte sie niemand von der Bühne entlassen.
Um die zwei Stunden spielte die bluesige Vorband, ehe nach kurzer Umbaupause die altehrwürdigen Herrschaften aus L.A. die Bretter betraten.

Fred musste allerdings noch die Ansage machen, dass bitte kein Blitzlicht verwendet werden soll, sonst würde die "Eingeweckten" das Konzert umgehend beenden. Irgendwie lachhaft, dass die im Alter noch komisch werden... Vielleicht war auch Eitelkeit im Spiel. Das wäre aber eigentlich noch alberner.
Allerdings sind auch Frösche nicht vor Altersstarrsinn gefeit. Könnse glohm!






Die Stimmung war toll und ausgelassen, und auch war die Freilichtbühne ganz gut gefüllt. So, halbvoll schätze ich mal.

Den Fotogenuss am fortgeschrittenen Abend möchte ich Ihnen aber keinesfalls vorenthalten:


Auch wenn Sie jetzt schmunzeln mögen, der Hammer des Abends war das Bier. Also das kleine Bier. Für einen Spielgeldtaler weniger wollten die Zapfer einem doch tatsächlich ein 100-ml-Becherchen anbieten. Dem fragenden Blick und einem unzufriedenen Gemurmel des Gastes folgend, wurde erklärt, dass man etwas warten solle, schließlich müsse sich der Schaum ja erst etwas setzen...
Ganz so 'verwässert' war aber der Geist doch noch nicht, dass man sich darauf hätte einlassen müssen: 'n Taler druff und 'n richtiges Bier bitte!

Für den achten neunten Beatles-treffen-Stones-Abend sollte man sich jetzt schon mal die Karten besorgen. Immerhin wurde schon im Vorverkauf die Hälfte aller Plätze vergeben. Es wird voll! Wir sind dann sicher auch wieder dort und genießen eben Doubles statt der Originale.
Und auf's Fotografieren mit Blitzlicht freut sich unsereiner heute schon...

Schönen Pfingstmontag noch!
Ihr Frosch

Samstag, 17. Mai 2014

Heutige Schlagzeilen:
"Währungsreform in Biesdorf?",
"Der Frosch rockt" und
"Viel zu schön für den Blues!"

Tja, gestern ging es wieder ganz schön ab in der Parkbühne und Fred hatte sogar einen Luxus-Reisebus für den nächtlichen Transfer zur Kiste gechartert. Blues de luxe sozusagen, der erste und überhaupt nicht verregnete Tag des zweiten Power-Blues-Park-Festivals...

Zuerst muss man aber bemerken, dass es der rot-grün-blinde Mann schwer hat ab sofort dort, denn zu den grünen Pfandmarken (damit niemand eines Tänzers Bier austrinkt und womöglich noch Pfand "abrechnet", meint der oberste Hutträger) sind nun auch noch rote "Taler" gekommen. Der Dialog beim ersten Biererwerb war schon ulkig, als Taler verlangt wurden und der unbedarfte Konzertgänger artig ein paar Euro hinpackte. Nee, nee, Taler!
Auch hierfür wurde ein Grund genannt: Flinkeres Kassieren und damit schnelleres Bier also.
Das war natürlich erst mal nicht überprüfbar, denn so richtig voll war weder die Freilichtbühne, noch gab es Andrang an den Buden für Bier und Bratwurst, Wein und Schmalzstullen, Kaffee usw.
Nachteil der roten Plastemünzen: Alles kostet fortan nur noch ganze Taler, was angesichts des Fehlens von 10-Pfennig-Schmalzstullen, wie anno dazumal im Studentenclub, sowieso egal ist. Allerdings steht der Kurs dieser Forumscheckcoupons gerade 1:1 zum Euro.
Das wird sich bestimmt auch nicht sobald ändern, es sei denn ich stoße meinen restlichen Talerbestand, der noch immer in der Bluesweste steckt, etwas billiger ab. Vielleicht sind die Chips aber auch heute Abend, am zweiten Tag des PBPF, noch gültig.






Die Musik machte Spaß, es wurde getanzt und gelacht, applaudiert und gestaunt.
Ja, gestaunt, als nach Fuel to the fire und der Hajo Blues Band Elizabeth Lee auf 14-cm-Pfennigabsätzen den Blues sang.

Hoffentlich war der Bus zur Kiste auch gut gefüllt. Unsereiner hatte nach der langen Woche nicht mehr die richtige Puste für die beiden Nachtkonzerte.
Früher war das natürlich anders...

Bleiben Sie also jung!
Ihr Frosch

Montag, 24. März 2014

Kiste oder Pappkarton?

"Wie war's in der Kiste?", wurde ich gefragt.
Nun ja, am Sonnabend war ja Jürgen Kerth zu Besuch. Kurz gesagt: Mir hat's prima gefallen wie eh und je, aber am Tisch wurde auch darüber diskutiert, ob es nicht vielleicht besser wäre, solo aufzutreten und die etwas zu dominanten Instrumente, Schlagzeug und Bass, einfach wegzulassen.
Ich denke, eher nicht, da unsereinem die Texte ohnehin geläufig sind.
...schwieriger allerdings für den nur gelegentlichen Bluesgänger.

Aber irgendwie schien mir zu Beginn der Sound, gerade der tiefen Töne, nun ja, etwas schwammig. Vielleicht lag es aber auch an den Schallreflektionen in der oberen "Sitzecke", eingekeilt zwischen glattem Paneel und unbeweglicher Biertischgarnitur.
Nach einer Weile klang es aber dann doch wieder wie Kiste statt Karton.


Gute drei Stunden füllten Blues (und Reggae) den kleinen Raum und brachten den einen oder anderen der etwa sechzig Zuhörer auch zum Mittanzen.
Ein Schwatz am Rande, schnell mal ein Pfund für die eigentlich ausverkaufte "Live-in-Reitwein"-Doppel-Scheibe, Gelaber mal hier und da, Rauchpause neben dem Bratwurstgrill, Wunschtitel am Ende...

Die befürchteten Fotografenheere blieben aus, warum auch immer, und eins muss ich trotzdem noch sagen:
Ich mag den Kerth-Blues wirklich sehr, aber die gecoverten Titel höre ich mir doch lieber im Original an.
Der Applaus in der Kiste war zwar gerade hier gewaltig, aber bei mir am Tümpel gab's am nächsten Tag dann z.B. doch das echte "Sunshine of Your Love" von Cream aus der Konserve.

Apropos Dose: Fred kündigte ja so manch Interessantes für hier und die Parkbühnensaison an. So sollen u.a. Canned Heat und Eric Burdons Vorband vom Neuruppiner Konzert, Lord Bishop Rocks und auch Johnny Winter vorbeischauen - in Hellersdorf oder Biesdorf eben.

Dort, also hier oder da, sehen wir uns bestimmt wieder, evtl. den Schirm in der Linken, das Bier in der Rechten. Und wenn das Wetter schön wird, wäre es ja auch nicht so schlimm.

Man soll ja eigentlich nicht unken!
Ihr Wetterfrosch

Montag, 9. Dezember 2013

Kennse fleich Neuruppin?

Sie sagen bestimmt: "Fontanestadt und so...". Logisch.
Aber auch wenn das Wetter so mies ist, dass man den bissigsten Köter nicht vor die Haustür jagen würde, gibt es doch Leute, die hinter Hut und Schal versteckt durch das abendliche Neuruppin flitzen, Kneipen zum Abendessen suchen, und sich nach beglichener Zeche den Weg erklären lassen.
...zum Kreiskulturhaus nämlich
(Auf der Garderobenmarke stand noch das alte KKH).

Und dort traf sich dann auch die Gemeinde der Bluesfans, die sich noch rechtzeitig Karten besorgen konnten. Natürlich musste es ausverkauft sein, denn nach Berlin kam der Meister gar nicht erst. Und in Brandenburg war es das einzige Tour-Konzert:
"Til Your River Runs Dry".

Burdon & The Animals 2013 in Neuruppin

Wir hatten ein Hotelzimmer gleich nebenan bezogen, um nämlich den Abend ganz unhektisch ausklingen lassen zu können, waren am See unten noch schnell Wildschwein, Kaninchen und Gans essen, ehe wir uns von dort aus einreihten in den Zug der Parkas. Trotz glatter Wege und vieler unbeleuchteter Stolperstellen auf der Magistralenbaustelle gelangten wir rechtzeitig an Ort und Stelle, wo schon Plakate die nächsten Ereignisse ankündigten: Canned Heat und Engerling feat. Mitch Ryder.

Aber wir kamen jetzt erst mal zu Eric Burdon, schon um zu schauen, wen er diesmal in seine Animals geholt hat. Uns erwartete dann auch eine Sieben-Mann-und-eine-Frau-Bigband, in deren Fokus selbstverständlich der kleine, große Mann stand. Erst gab es aber eine Vorband, die er zwar nicht nötig gehabt hätte, die aber dennoch mit ihrem Hendrixian Motör Funk Spaß machte, sich selbst und den Zuhörern.

Aber was soll ich Ihnen erzählen?!
Mit Hopsen und Klatschen ging es von Titel zu Titel, Bier gab's in dünnen Bechern, und es war so, dass wir am Ende noch begeistert stehen blieben und den Roadies beim Abbau zusahen. Große Klasse, ...wie erwartet eben.

Bis bald!
Ihr musikalischer Frosch

Konzerte und Gedanken:
Berlin 2006
Erfurt 2010
Nur ein Traum 2010

Sonntag, 17. März 2013

Ein Reggae ist auch nur 'n Blues

So, wie manch einer den Cognac und den Rum zu den Whiskies zählen würde, ist irgendwie auch der Reggae bloß ein Blues.
Ansonsten bringt Jürgen Kerth meist die 12-taktigen Stücke aus Erfurt mit und seinen Sohn am Bass und den lockigen Schlagzeuger, der wie kein anderer sein Haar hinters Ohr streichen kann.



Irgendjemand hat das Konzert vorab in facebook gepostet und prompt war es beinahe zu voll in der Kiste. Das Besondere waren aber die Schwärme von Fotografen, denen man die Tanzfläche fast gewaltsam abtrotzen musste.
Dann merkte man aber, was Paparazzis bedeuten. Vom Blitzlicht geröntge Ohren, Schnappschüsse von hinten durch den Schritt, ohne überhaupt irgendeinen Sicherheitsabstand nahe der Intimsphäre einzuhalten... Fotografen!

Immerhin hat eine Fotografin netterweise die Betroffenen geknipst - und gar nicht mal so schlecht.

Jürgen Kerth zu hören bedeutet immer, sich mit den melancholischen und dann doch wieder trotzig optimistischen Texten auseinander zu setzen. Man genießt die überlangen Lieder, wiegt sich im Blues, küsst sich hin und wieder, lächelt und greift zum Bier. Und für die ganzen Zuhörer, die dem Blitzlichtgewitter trotzten, gab es gleich nach der Verabschiedung - ganz ohne Bettelei und langem Applaus - drei saftige Zugaben am Stück. Ich nenne das interaktiv und altersgerecht. Danke dafür!
;-)

Das Besondere in der Kiste ist stets die Nähe zu den Künstlern. Man redet mit Jürgen Kerth über den Schnee auf der Autobahn nach Süden (morgen - also heute - ist man selbst dort unterwegs) und man kauft sich schnell mal nebenbei 'ne CD, die er auch gleich noch signiert. Bei manch anderem Konzert ergab sich auch mal ein gemeinsames Bier an der Bar.



Kommt wieder gut nach Hause!
Euer/Ihr Frosch

PS:
Da jetzt bereits der St. Patrick's Day angebrochen ist, darf man sich nach dem Heimweg auch noch einen kleinen Talisker eingießen.
Zum Hören der Neuen CD wird es heute allerdings nicht mehr kommen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

PS am 19.03.2013:
Ein Masterfoto. Saubere Qualität, aber irgendwie viel zu artig... (Soundcheck)
Trotzdem lohnt ein Blick ins s/w-Album.

Youtube:
Kiste, 16.02.2013:
Der Blues vom Blues
Jürgen Kerth mit Stefan Kerth & Ronny Dehn

Kiste, 16.02.2013:
Jürgen Kerth in Berlin 2013 - part 1
- part 2
- part 3

Hier gibt es einen umfassend illustrierten, qualifizierten Konzertbericht.

Sonntag, 17. Februar 2013

Der Rabe hat mein Bild geklaut!

Konnte gar nicht so richtig berichten...
Der hat mein Bild geklaut und auch versaut!
Na, egal. Das, was der Meckervogel krakehlt, hat auch sein Gutes: ich habe damit keine Arbeit, und gesagt werden sollte es ja trotzdem. Immerhin dürfte Fred dann nicht auf mich sauer sein...



Nächstens also wieder!
Ihr Frosch