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Montag, 18. November 2024

Noch ist Herbst!

In der Kiste gibt es wieder Konzerte, nicht so häufig wie anno dazumal, aber immerhin. Und dann tanzt unsereiner zu Stones-Musik, rockt also richtig ab, wird dann aber sofort wieder in die Realität "zurückgeprügelt", weil jemand erwähnte, dass wohl bald das letzte Jahr dieses für uns einzigartigen Klubs angebrochen sei ...
...womöglich noch Konjunktiv, aber ein ziemlich böser Konjunktiv!

Man kann eigentlich nur hoffen, dass "es nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht worden ist", aber unterschwellig bleibt dieses doofe Gefühl. 
Nutzen wir also solange es geht noch diesen Klub, der zwar noch "Brüder" hat hier und da und jwd, zu denen wir aber kaum zu Fuß hingehen können.

Bleiben Sie gesund!
Ihr vergessener Frosch aus dem Wuhletal

PS:

In Anbetracht der weltpolitischen Lage sollte man derlei Sorgen kaum haben, aber anscheinend klammert man sich an solche "kleinen" Dinge, um nicht ganz in Pessimismus und Verzweiflung zu versinken.
Frösche haben aber nun mal eine ziemlich dünne Haut ...

Montag, 18. März 2019

...Monokel in den Salat gefallen?

Was erzählte Harald?
"Monokel in' Salat jefallen.
Situation jerettet.
Salatblatt ins Ooge jedrückt!".

Nun ja, das hat aber gewiss nichts mit dem Kistenabend am letzten Sonnabend zu tun. Dort spielten nämlich die Musikanten von Monokel (die Kraftblueser, falls es jemand genau wissen möchte) auf.

Und Lefty war wieder mit dabei.
Ja, er ging am Stock (im wahrsten Sinne des Wortes) und er musste während der Vorstellung sitzen, aber er war mit dabei!
Die Freude war bei allen Anwesenden so groß, dass schon während seines Einmarsches jeder aufstand und im Nu die komplette Tanzfläche in der Kiste besetzt war. Im Tanze drehen? Kaum eine Chance. Aber wozu auch, wollte man doch nicht nur Töne im Ohr, sondern auch die Band im Auge...




Irgendwie erfasste vom ersten Takt die Begeisterung das Publikum, und nicht selten meinte jemand am Ende, dass es wohl das absolut beste Monokelkonzert aller Zeiten gewesen sein müsse.
Grandios oder einfach nur Freude über Leftys Anwesenheit?
Wer will das wissen?
Unsereiner garantiert nicht. Hauptsache es hat Spaß gemacht! Uns und der Band!

Und in verklärter Erinnerung an den wunderschönen Abend verabschiedet sich jetzt
Ihr Frosch

Sonntag, 30. September 2018

Ritter und Schotten in Hellersdorf

Nun, da trafen sie sich also wieder nach einem Jahr und tjosteten und kämpften und tranken und lachten - die Ritter und die Schotten und die Hausfrauen und die Drohnenpiloten.
Apropos... als die erste Drohne abschmierte und gleich vier Leute verletzte, kam die Polizei, die dann auch bis zum "bitteren" Ende gegen 22:00 Uhr blieb und den Krawallplatz gegen ca. 800 lärmgestörte Anwohner mutig verteidigte.
Mann Leute, einmal im Jahr könnt Ihr ruhig dieses friedliche Miteinander (ich spreche jetzt nicht von den ziemlich harten Kämpfen) aushalten! Selbst schuld, wer nicht vor Ort ein würziges und fruchtiges Craft Beer probierte und die blauen, roten oder rosa(nen) Ritter anfeuerte, oder vielleicht sogar selbst in die Arena stieg.





Wer moderne Brillen oder Fotokisten bei Ritterfesten ablehnt, ist dort nicht gut aufgehoben, aber wer es weniger ernst sehen möchte, es etwas weniger authentisch akzeptieren kann, kann daran gar nicht vorbeigehen.

Auf nach Hellersdorf also! Kommen Sie doch wie Sie wollen - in Kettenhemd oder Kilt!
Das Ambiente der Villa Pelikan passte jedenfalls hervorragend und gefiel der Mehrheit.
...vielleicht gibt es 2019 wieder das BärlinPedälBättle dort. Unsereiner würde sich freuen.

Könnse glohm!
Ihr eiserner Frosch

PS:
Gewandete kamen ohne Eintritt hinein, egal ob Ritter, Schotte oder Indianer... Es musste nur mit dem Thema zu tun haben.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Mit der Seilbahn von Marzahn bis Hellersdorf

Ja, da staunen Sie, oder?
Tatsächlich kann man jetzt zwischen den Neubaugebieten mit der Seilbahn rumgurken. Das ist keine Erfindung der Findigen der BVG. Nein, im Zusammenhang mit der IGA 2017 hat man diese Schnapsidee gehabt und auch promt verwirklicht. Fuchs und Hase wurden jedenfalls hier aus dem Wuhletal (mehr oder weniger) verjagt...

Jedenfalls wertet diese alpenländische Attraktion die hiesige Blumenausstellung erheblich auf, spart man damit nämlich nicht nur Wege, sondern hat auch noch eine alternative Beschäftigung mangels gastronomischer Genüsse. Ja, natürlich kann man sich auch 'ne Bratwurst kaufen. Nur hierzu braucht man erheblich Zeit zum Anstehen. Immer nur drei Würste gleichzeitig auf'n Grill: Brutzeln, verkaufen, drei neue rauf. Bei etwa 270 Schlangestehenden... Ja, Sie wissen schon.






Die dicken Drahtseile sehen schon sehr vertrauensvoll aus, aber bei der sonstigen Versorgung hapert's leider, zumal das Umfeld ja auch nicht die volle kulinarische Vielfalt bietet. Hier gibt es nun mal nicht so viele Kneipen, Gaststätten, Restaurants. Provinzialität ist allgegenwärtig, beginnt aber schon am Alex, wenn der ausländische Tourist vergeblich die richtige Verbindung sucht. Zwar finder er die U-Bahn Linie U5, da die ja hier sowieso nur in eine Richtung fährt, aber der richtige Aussteigebahnhof steht (noch) nicht im Plan. Woher soll er auch wissen, dass die Neue Grottkauer jetzt Kienberg - Gärten der Welt heißt?

Aber Sie wissen es jetzt wenigstens!

Willkommen in der Provinz, und genießen Sie hier die Blümchen, Kohlköpfe und Rinder!
Ihr Reiseführer-Frosch

PS:
Mich zieht es aber doch wieder in meinen Tümpel. Logisch!


Sonntag, 3. Januar 2016

Prosit Neujahr!


In jedem Jahr freut man sich aufs neue Jahr.
Und diese Vorfreude wird bekanntlich durch Feierlichkeiten eingeleitet, die u.a. auch dazu dienen, den Weihnachtsspeck etwas abzutrainieren, oder?
Na ja, jedenfalls so ähnlich.

Wir gingen also zum "Trainieren" in die Kiste. 
Wie auch sonst gab es zuerst Kino, womit die Wartezeit auf den Zwölf-Uhr-Gong immer stark verkürzt wird. Daneben und danach und überhaupt spielte Hey Tonight auf.
Die machten genau die richtige Musik für Silvester und für uns...






Ihnen für 2016 alles erdenklich Gute!
Bleiben Sie gesund!

Und wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch mal wieder nach, ob es im Getuschel hier etwas Neues gibt.
Ihr Frosch



PS:
Vielen Dank an das Kisten-Team. Das Buffet war gut wie immer, der Sekt hatte mehr Sprudel als sonst, und wir saßen auch zwischendurch ausgesprochen bequem.

Sonntag, 10. Mai 2015

Saubere Arbeit!

...Kiste war angesagt. Das hieß also, sich nach getaner Gartenarbeit dorthin zu schleppen. Die müden Waden, der Muskelkater im Gesäß waren sofort vergessen, als die Stones, die tatsächlich noch spontan sein können, die nicht alles bis ins Kleinste durchchoreografiert haben, mit dem Auftakt - also mit dem allerersten Takt - begannen.
Sollten sich Mick & Co. hier vielleicht etwas abgucken?

Da ich nie mehr zu Riesenkonzerten der Stones gehen möchte, und in die Kiste oder Biesdorfer Parkbühne werden die garantiert nicht kommen wollen, darf ich dermaßen respektlose Gedanken hier und jetzt äußern.
Niemand nimmt Ihnen den Ruhm, hunderte Titel geschaffen zu haben, die tief in die Seelen, in unsere Seelen drangen, oder einfach nur laut und rebellisch klangen. Sollen sie sich doch fortan doubeln lassen und ihren verdienten Lebensabend genießen!
Unsereiner ist mit den Doubeln doch sehr zufrieden!

Doch aufpassen! So manch ein Fan, der seine extrem langhalsige Luftgitarre zupft, kneift unter Umständen einem anderen Tänzer ins Gesäß. Unabsichtlich.
Und so manch Mega-Stones-Fan war noch niemals im Konzert bei denen.
Kann es das denn geben?!
Nicht mal 1989 in Weißensee, als die Karte "nur" 43,- Ostmark kostete und 2000 Light Years From Home Live-Weltpremiere hatte? Unglaublich aber eigentlich auch völlig egal.


Alle genossen die Tour durch die Sechziger und Siebziger mit Abstechern auch in neuere Zeiten. So mancher bekam Gänsehaut, als die ersten Töne von Gimmie Shelter oder You Can't Always Get What You Want erklangen.
Gegen viertel eins ließen wir uns dann auf unseren Patschfüßen vom Midnight Rambler aus dem Laden tragen.
Durchgeschwitzt.
Abgekämpft.
Zufrieden!

Saubere Arbeit, Dirty Work!
Danke und bis zum nächsten Mal, wo auch immer wir Euch hören werden
Ihr Frosch

Sonntag, 22. März 2015

Karaoke in Hellersdorf?

Shawue kam in die Hellersdorfer Kiste, und ein oller Frosch hatte Gäste aus Dresden und per Facebook beim Kistenteam reservierte Karten.
Und dortselbst lud nun die alte "Fregatte" auf eine Reise durch oder um die Welt ein, die alle ohne Vorbehalt freudig begleiten wollten.

Aber irgendwie schien uns der Seegang zu schwer, oder die angelaufenen Orte interessierten zu wenig, so dass Menschen und Frösche zur Pause kurz nachdachten, von Bord zu gehen und den Abend irgendwie anders abzuschließen.



Es lag wohl etwas am "Karaoke". Nicht Karaoke im eigentlichen Sinne. Nein, nur wir hörten ständig Instrumente spielen, die überhaupt nicht zu sehen waren...
Jeder der vier stehenden Spielleute hatte einen ganzen "Werkzeugkoffer" zu Füßen, welchem ab und an per Fußtritt ganz neue (oder auch gerade aufgezeichnete) Geräusche zusätzlich zur gespielten Musik entlockt wurden.
...und diese Gemengelage erinnerte unsereinen mehr an olle Oldfields Hitindustrie.

Die Entscheidung, das Bier, den Wein oder Kaffee doch noch in Ruhe auszutrinken, war dann aber doch richtig, denn mit dem auffrischenden Wind sprangen dann noch einige Funken auf das Publikum über, so dass viel mehr getanzt wurde und auch weder dominante Instrumente (Die Geige tat schon manchmal den Froschohren weh! Laut! Ungewohnte Tonlage.), noch "Geistermusik" die Stimmung störten.

Man muss nicht nur immer zu Musikern gehen, die man bereits kennt! Aber wenn man Neues kennen lernt, braucht man hin und wieder doch etwas mehr Lockerheit, Leichtigkeit oder Toleranz für einen schönen und gelungenen Abend, der natürlich nicht nur von den Interpreten abhängt, aber üblicherweise doch von diesen stark geprägt wird.

Mein alter Satz, "Egal, wer in der Kiste spielt, da macht jede Musike Spaß!" sollte eventuell neu überdacht werden und bedarf vielleicht einer kleinen Korrektur, aber selbst bei Monokel oder Engerling musste mancher bekanntermaßen von dort schon eher loshopsen...

Insofern hat Shawue ja beste Referenzen erhalten.

Mit noch einem winzigen Hauch der Wicked Wendy in der Nase (Das ist eine Insiderinformation.) wünsche ich Ihnen eine schöne Woche!
Ihr Frosch



Samstag, 15. November 2014

Keith-Micks leise Töne

Schon komisch, wenn man den, den man ursprünglich nur als Vortänzer der Stones-Cover-Band Starfucker, den man auch nicht von anno dunnemals als Rockhaus-Sänger kennt (weil man nämlich Ostmusik aus Prinzip nicht hörte...), ...also wenn dieser plötzlich mit ganz leisen Tönen, sentimentalen Versen oder Saufliedern dem Kistenpublikum einen schönen Abend schenkt.
Da kam es also, das Uwe-Fischer-Duo, und brachte als Sänger gleich mal den Mike Kilian mit.
Oder war es vielleicht anders herum?

In der N8WACHE ertappte man sich u.U. selbst beim Kneipentrip durch Hamburg, wo auch einst der Transenladen nicht ausgenommen war - Manfred.
Oder beim Bummel bis zum Gehtnichtmehr durch Kölns 1-Euro- und/oder Schwulenbars...
...das letzte Alt aus der Flasche, welches an der Hotelbar in den Blumenkübel verklappt wurde, ehe man erneut in die Spur ging, den ekligen Geschmack loszuwerden...
Die Freundin, die man verlassen hat, ganz ohne Erklärung, um Rita, Susi oder Marie kennenzulernen - oder eben Manfred.

Eigene Erinnerungen, schöne und wehmütige, wechselten sich ab, auch mal mit Betroffenheit.
Und während unsereiner dachte, die ab und zu etwas höheren Kilian-Töne seien der Selbstironie geschuldet, dem Vielleicht-doch-nicht-alles-Private-ganz-ernst-offenbaren-zu-wollen, meinten andere, nee, das war künstlerisch beabsichtigt und äußerst passend und überhaupt...

Nee, nee, nee, vor solch' Selbsteinsicht hat doch wahrlich jeder Angst, macht sie doch die Haut weich und durchsichtig. Und wer möchte schon verletzlich erscheinen?

Herr Kilian überredete uns noch zum Geldausgeben. Seitdem habe ich also meine erste Autogrammpostkarte.

Was soll ich groß labern? Der Abend war einfach schön. Und kann es tatsächlich sein, dass der, der regelmäßig in der Parkbühne singt und spielt, zu aller ersten Mal die(se) Kiste von Innen gesehen hat.
Ich wollte es nicht glauben, aber Mike Kilian war tatsächlich erstmalig dort.

Und ich denke, er kommt wieder, wieder ganz ohne Stirnband und Yeah-yeah.
Und ich versprech's, ich kauf dann noch 'ne CD, denn der Eintritt in der Kiste macht ja nun wirklich niemanden reich...

Mit einem Augenzwinkern
Ihr noch immer ganz in Erinnerungen versunkener Frosch

PS:
Übrigens, manchmal habe ich mir vorgestellt, wie es sich anhören würde, würde man alles unplugged vortragen. Na ja, nach einer halben Stunde hatte endlich sich das Gehör durch das Gehörte angepasst.
Irgendwie.

Montag, 24. März 2014

Kiste oder Pappkarton?

"Wie war's in der Kiste?", wurde ich gefragt.
Nun ja, am Sonnabend war ja Jürgen Kerth zu Besuch. Kurz gesagt: Mir hat's prima gefallen wie eh und je, aber am Tisch wurde auch darüber diskutiert, ob es nicht vielleicht besser wäre, solo aufzutreten und die etwas zu dominanten Instrumente, Schlagzeug und Bass, einfach wegzulassen.
Ich denke, eher nicht, da unsereinem die Texte ohnehin geläufig sind.
...schwieriger allerdings für den nur gelegentlichen Bluesgänger.

Aber irgendwie schien mir zu Beginn der Sound, gerade der tiefen Töne, nun ja, etwas schwammig. Vielleicht lag es aber auch an den Schallreflektionen in der oberen "Sitzecke", eingekeilt zwischen glattem Paneel und unbeweglicher Biertischgarnitur.
Nach einer Weile klang es aber dann doch wieder wie Kiste statt Karton.


Gute drei Stunden füllten Blues (und Reggae) den kleinen Raum und brachten den einen oder anderen der etwa sechzig Zuhörer auch zum Mittanzen.
Ein Schwatz am Rande, schnell mal ein Pfund für die eigentlich ausverkaufte "Live-in-Reitwein"-Doppel-Scheibe, Gelaber mal hier und da, Rauchpause neben dem Bratwurstgrill, Wunschtitel am Ende...

Die befürchteten Fotografenheere blieben aus, warum auch immer, und eins muss ich trotzdem noch sagen:
Ich mag den Kerth-Blues wirklich sehr, aber die gecoverten Titel höre ich mir doch lieber im Original an.
Der Applaus in der Kiste war zwar gerade hier gewaltig, aber bei mir am Tümpel gab's am nächsten Tag dann z.B. doch das echte "Sunshine of Your Love" von Cream aus der Konserve.

Apropos Dose: Fred kündigte ja so manch Interessantes für hier und die Parkbühnensaison an. So sollen u.a. Canned Heat und Eric Burdons Vorband vom Neuruppiner Konzert, Lord Bishop Rocks und auch Johnny Winter vorbeischauen - in Hellersdorf oder Biesdorf eben.

Dort, also hier oder da, sehen wir uns bestimmt wieder, evtl. den Schirm in der Linken, das Bier in der Rechten. Und wenn das Wetter schön wird, wäre es ja auch nicht so schlimm.

Man soll ja eigentlich nicht unken!
Ihr Wetterfrosch

Donnerstag, 17. Januar 2013

Schwarze Marie und weiße Pracht

Halten Sie mich keinesfalls für einen Schwarz-Weiß-Maler, aber zum Wochenende hin soll die weiße Pracht ja noch viel prächtiger werden. Ich freu' mich d'rauf, obwohl bei einer gefühlten Schneehöhe von drei Millimetern bereits das gesamte gesellschaftliche Leben verkehrstechnisch zusammenbricht.



Trotzdem ist der Winter schön! Punsch, Kaminfeuer, Eislaufen, nackig Engel im Schnee hinterlassen (natürlich mit sauberem Stietz), Bratäpfel, Nüsse knacken, das W-Wort (ich bekomm' nämlich Ärger, wenn ich "Whisky" ausschreibe) u.v.a.m.

Was fällt Ihnen denn zum Winter ein?
Klingen schärfen und putzen, die Kettenhemden einölen, den einen oder anderen Mantel flicken, wenn man den nicht gerade am Lagerfeuer übergeworfen hat, tiefe Narben fetten und massieren, Schneeballschlacht mit dem Enkelkind, Vögel füttern, aktiv die Eisdicke auf dem Tümpel prüfen...

Wie dem auch sei, morgen hören wir uns Monokels Schwarze Marie an - mit Freunden zusammen im wohl gemütlichsten und molligsten Klub Hellersdorfs, vielleicht sogar Berlins.
Zuvor werden wir Maniok und Lamm essen, vielleicht sogar einen winzigen Havana Club Añejo 7 Años mit zwei Pfefferminzblättchen genießen, ehe wir uns in die Bluesgemeinde begeben. Voraussetzung ist natürlich, dass das Licht ausreicht, die Karte lesen zu können...



Bleiben Sie gesund!
Und vielleicht sehen wir uns ja in der Kiste.
Warum Sie jetzt so komisch schmunzeln, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben...
Ihr Frosch

Sonntag, 28. Oktober 2012

Speiches Monokel in Hellersdorf

Da kamen sie, die Herren, die ich immerhin partiell 1975 in Merseburg erleben durfte.
Erleben!
Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte und hat vielleicht auch mit der Zellteilung in Speiches Monokel und Monokel Kraftblues zu tun. Aber wer will das nun genau wissen?!

Was besonders war, ist, dass Speiches Mitstreiter etwa zweiundfünfzig eigene Fans mitgebracht hatten, denn man sah tatsächlich ca. zweiundfünfzig fremde Gesichter gestern Abend in der Kiste. Fred konnte sich freuen. Wurden erst noch drei Tische zusätzlich aufgestellt, musste man nachher sowieso stehen, um etwas Bühne sehen zu können.
Es war wesentlich voller, als gewohnt.



Monokel legte sich ordentlich ins Zeug, und der Ost-Blues brachte vom ersten Takt Stimmung in das winzige Etablissement. So gab es auch bis kurz vor halb zwölf zwei Zugabeblöcke. Na klar!

Mein Froschwissen wurde auch erweitert. Speiche war der Bassist, der die ganze Zeit keinen Mucks sagte, und nicht wie ich dachte, der Sänger. Na macht ja nichts!

Schönen Sonntag!
Ihr Frosch

Montag, 2. Januar 2012

Prosit 2012

Allen Lesern ein gesundes NEUES JAHR, und lassen Sie uns schon mal üben, wie sich Kiste so anfühlt.
Beim Pott Kaffee und 'ner Zeitung lässt es sich hier ganz gut warten...



Natürlich dürfte das Licht etwas gedämpfter sein, wenn die Konzerte stattfinden.
In einem Monat kommt (oder sagt man 'kommen') jedenfalls Clover hin.
Hoffentlich gelingt der Stimmungsimport dann besser, als Silvester im Pub.
Da waren ja alle so zufrieden mit dem Menü, der netten Bedienung, mit der exzellenten Whiskyauswahl und der Musik, dass alle einfach sitzen geblieben sind.
Das Tanzen hatte sich lediglich auf das Händeklatschen reduziert...

Aber Leute, so gehen doch die Weihnachtspfunde nicht wieder weg! Und wir kennen ja bereits die Clover-Abende in der Kiste: vier Stunden Sauna.
Dampfsauna!
Vergessen Sie dann bloß nicht Ihren Achselkristall.

Man sieht sich also wieder dort.
Ihr Frosch

Sonntag, 11. Dezember 2011

Jahresendfigur mit Flügeln

Es weihnachtet quasi.
Schaut man sich nur mal in Berlin um, sieht man an die 60 Weihnachtsmärkte - und hier sind noch nicht einmal die Ein- oder Zweitagsfliegen mitgezählt.



Trotzdem fahren Hinz und Kunz zum Striezelmarkt oder nach Nürnberg, um die besondere Stimmung einzufangen. Aber was wollen Sie denn spüren?
Etwa die Erinnerung an Ihre Kindheit?

Jetzt gibt es gepanschten Glühwein, egal ob vom Winzer oder vom Apfel. Es gibt Hutverkaufsstände, teuren Tinnef, aber nicht einmal mehr die Karussells, die Ihnen damals feuchte Augen der Vorfreude bescherten.
Vor lauter greller Blinklichter, ohrenbetäubenden Geschreis und rasanter Drehungen kommt Ihnen eher der rote Zuckersirup wieder ober heraus, als dass Sie Weihnachtsstimmung erfahren...

Immerhin können Sie ja schnell mit Ihrem Eifohn einen Schnappschuss der fliegenden Kotze machen ...und von den blöden Gesichtern, die nun ganz rotgesprenkelt aussehen.

Jeder hat heutzutage etwas eines richtigen Gladiators in sich, oder?
Held sein, im Rampenlicht stehen, mutig der nächsten Fahrattraktion trotzen.

Trotzig auch den nächsten Gepanschten hinter die Binde kippen.
Mit 'nem Extraschuss ist der schon irgendwie erträglich.
Und im Gedränge fühlt sich auch der ganz besonders wohl, der die letzte(n) Woche(n) möglicherweise zu wenig Streicheleinheiten abbekommen hat.
Lieber hier 'kuscheln', als gar keine Festtage!

Aber kommen wir lieber mal zum Titelthema zurück.
Mir erschien tatsächlich ein Engel als Postfrau verkleidet und verkündete die frohe Botschaft.
DIE frohe Botschaft, die einen sogleich zum 2012-er Wandkalender rennen ließ, die ersten wichtigen Termine fett einzutragen:
Februar mit Clover und Engerling,
März mit Larkin und Kerth,
April mit Monokel - Kraftblues und Franky goes to Liverpool.

Endlich hat die 50-er-Generation ihren Jugendklub nebenan zurück!
Und den Auftakt gab es bereits gestern.



Auch wenn Sie es nicht glauben:
Weihnachtsgeschenke müssen nicht immer glitzern und sauteuer sein!

Genießen Sie mit mir den dritten Advent!
Ihr Frosch

Donnerstag, 7. Juli 2011

Kiste? Nie jehört.

Keen Wunder.
War se doch 'ne Ewigkeit zu.

Nun ist also diese schwierige Geburt - eine scheinbar wenig koordinierte und auch dilettantisch durchgeführte Rekonstruktion - irgendwie doch noch (fast) gelungen.
Man soll ja nicht unken, aber die Steißlage scheint vorbei zu sein, denn immerhin wagt sich ganz zaghaft schon das Kino Kiste an die Öffentlichkeit.
Kommen nun auch bald die Barden in diesen kleinen Klub jwd im Osten?

Na klar, es fragt sich nur, wann.
Aber da nun schon wenigstens ein dünnes Ärmchen in die Weltgeschichte guckt, kommt irgendwann auch der restliche Körper nach. Bestimmt.
Das Kistenteam wird schon ordentlich dran zerren, und stärker wird man auch an den übergeholfenen Problemen, ...wenn man überlebt.

Soll ich mal schon 'ne Wunschliste offenbaren?
Fangen wir mal ganz lokal an...
Ach, ich lass mich einfach überraschen!

Ja, und Eis essen werden wir dort jetzt auch können bis die Hirnschale schmerzt, denn die neue Eistheke muss doch irgendwie eingeweiht werden. Oder ist das auch so ein gut geplanter Umbau, Einbau oder Aufbau?
Frau Untrieser würde sagen: "Wat jut is jejen Hitze, is ooch jut jejen Kälte".

Wenn da keen Eis rinnkommt, kann man vielleicht Rum dort warmstellen, oder?
Ja, wat oder?
Whisky jeht natürlich ooch...
Ich wär' jedenfalls sogar mit 'nem kühlen Bier zufrieden, wenn bloß bald aufgespielt werden würde...



Solange vertreiben wir uns die Zeit auf der Brücke gegenüber und machen schon mal Faxen im Sonnenlicht.

Bis demnächst also wieder in der Kiste!
Ihr zappeliger Frosch

Montag, 4. April 2011

Frühlingsspaziergang



Manchmal sollte man den ganzen Mist um einen herum einfach mal vergessen und (ausnahmsweise) an schöne Dinge denken, oder?
Den Knospenknall jedenfalls kann man nur erleben, wenn man durch die Botanik tigert. Dabei muss man ja nicht unbedingt bis hin zu den gerade aufblühenden Japanischen Kirschbäumen fahren (Nein, dieses Thema möchte ich jetzt nicht vertiefen!).

Auch hierzulande kann man in den Frühling eintauchen bis aufs Hummelniveau, was ja bei über 20°C am Wochenende überhaupt kein Problem war.



Neben dem ganzen Erblühen um uns rum warten wir auch auf die Wiedergeburt der Kiste. Irgend jemand meinte, ab April könnte es wieder was werden.
Warten wir also doch noch die ein, zwei Tage ab...

Genießen Sie solange das Aprilwetter
Ihr erwartungsvoller Frosch

PS:
Mein Tümpel belebt sich langsam wieder. Natürlich sind die Molche schon seit fast drei Wochen drin. Am Freitag kamen aber die ersten dunklen Frösche (so um die zehn), Sonnabend waren es abends etwa 25, 30 Schwarze. Am Sonntag habe ich die ersten grünen Teichbewohner angetroffen. Ein kupferfarbener Frosch ist jetzt auch dabei.
Meine Einladung vor knapp einem Jahr (globale Erwärmung und so) wurde also angenommen...

Samstag, 29. Januar 2011

Am Wegesrand...

...stehen u.U. auch mal Pilze. Nur, wer hat heute dafür schon den gewissen Blick? Es ist ja keine Saison für Pilze.



Wer hoch hinaus will, z.B. auf einen Hügel, hat dann auch mal andere Dinge (gewissermaßen) am Wegesrand. Und das können dann sogar Hochhäuser (welch relative Bezeichnung!) sein.
Und da steht man nun im schönsten Wintersonnenschein und blickt über die Stadt - na ja, über den östlichen Teil einer Stadt.

Man blickt in den Dunst, sucht irgendwo westlich den Fernsehturm, diesen heimatanzeigenden Leuchtturm, wenn man aus der anderen Richtung blickt, und denkt sich, was haben sich die Architekten, die das Wohnungsbauprogramm ästhetisch umsetzen sollten, nur gedacht?

Das ist keine Stadt!
Marzahn oder Hohenschönhausen oder Hellersdorf sind Neubaublockansammlungen ohne gefällige Struktur. Man sucht vergebens 'zentrale' Punkte, an denen das Auge sich orientieren kann, von wo aus man die Umgebung systematisch untersuchen könnte.





Das ist weder New York, noch Shanghai oder Dresden!

Die Silhouette (falls diese Bezeichnung hier anwendbar sein sollte) ist so langweilig-konfus, wie sie sich genauso ergeben könnte, würde man einfach einem auf dem Teppich hingekippten Legohäufchen eben diesen Teppich unten wegziehen.
Es käme zu einer gewissen Ausrichtung - das ist schon alles.

Jetzt denke ich gerade, dass der Legohaufen bestimmt sogar schöner aussehen würde...
Ich sehne mich lieber wieder in meinen Teich.
Der ist rund, etwas ungleichmäßig und wurde garantiert nicht NUR zum Schlafen angelegt.

Bewahren auch Sie sich die seltenen Flecken, in denen Sie sich hier wohlfühlen können. Aber ich weiß auch, dass die expandierenden Billigläden und Nachtbars auf dem Niveau eines Döner-Imbiss das Ambiente kaum verbessern können.
Manchmal ist Qualität eben wichtiger als Quantität!

Wir werden heute Abend mal schauen, ob der alte O'Brian's Pub mit der neuen echt irischen Bewirtschaftung (so stand es in der Lokalzeitung) wieder einladender geworden ist. Glauben Sie mir, auch das ist wichtig!
Beim letzten Mal hat es uns jedenfalls gleich wieder hinausgetrieben. Und das lag nicht nur an der versprochenen deutschen Küche und an den angebotenen deutschen Fassbieren...

Weiterhin ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen trotzdem
Ihr Frosch

Sonntag, 23. Januar 2011

Noch so 'ne Warteposition

Meine lieben Leser hier und da und auch in Berlin und vielleicht sogar in Hellersdorf.
Sie wissen ja, dass ich bereits ungeduldig auf die Wiedereröffnung der Kiste warte. Man will mir sogar rechtzeitig eine E-Mail anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zusenden. Nichtsdestotrotz (dieses Wort benutze ich extra für meine ehemalige Deutschlehrerin) sehe ich ständig nach, ob die Webseite Neues zu melden hat...
Fehlanzeige, wie Sie sich denken können. Und nun schreibt sogar schon die Wohngebietszeitung vom 19. Januar 2011 zum Thema:


Das Kind, also das Kisten-Kind, ist quasi in den Brunnen gefallen, soll heißen: "Es kann noch dauern".
Eigentlich unglaublich!
Aber falls Sie den Artikel auch gelesen haben, werden Sie bestimmt sagen, dass das doch völlig normal sei. Auf jeden Fall ist es nicht ungewöhnlich. Vielerorts sind inkompetente und vielleicht sogar unintelligente, aber meist bauernschlaue Amtspersonen am Ruder!
Meine Erfahrung: Abwählen lassen die sich ja leider nicht. Ich glaube, diese spezielle Unterart Ihrer Spezies gab es ganz sicher schon vor 1990 hier an Ort und Stelle...

Ich drücke jedenfalls dem Team um Hut-Fred die Daumen, dass es die Sache irgendwie doch noch einigermaßen gerade biegen kann. Vielleicht finden sich ja sogar Fachleute, die helfen können. Immerhin ist doch der typische Kistenkonzertbesucher der etwas reifere Werktätige.

Nun ja, der Havana Club Añejo 7 Años, den unsereiner bereits für das Kistenteam als kleines Dankeschön bereit hält, wird normalerweise nicht schlecht.
Hoffentlich können wir den in absehbarer Zeit auch mal an Ort und Stelle verkosten.

Bleiben wenigstens Sie geduldig!
Ihr angesäuerter Frosch

Montag, 1. November 2010

Überraschungspaket

Danke, dass jemand den Frosch eingeladen hat, als der große Hauptpreis der Biesdorfer Parkbühne 2010 entgegengenommen worden ist. Ganz unspektakulär kam das Paket per Post, dennoch große Freude bei der Gewinnerin und viel Spannung beim Öffnen und Stöbern.
Es sind viele Highlights und Bands vertreten - mit den neuesten Alben auf CD, teilweise auch mit DVDs, manchmal klassische Alben, auch Promotionvideos oder Maxi-CDs. Bunt gemixt und gut gewürzt - eine Gelegenheit, auch die zu hören, zu denen man eigentlich nicht hingehen konnte oder wollte.
Na ja, der Traumzauberbaum (© 1980) war nicht mit im Paket, aber - ich bitte Sie - wer von Ihnen hat diese CD (oder LP) nicht längst schon zu Hause?!



Für mich bedeutet das jedenfalls, dass ich mir keine Verlosung mehr bei den kommenden Parkbühnenkonzerten entgehen lassen werde.
Klappt es nicht mit dem abendlichen Preis, darf es dann ruhig der Hauptpreis der ganzen Saison werden, oder?

Zuvor warten wir aber noch auf die Kiste.
Anfang 2011 soll es wieder losgehen. Meine Froschschenkel zucken schon mächtig. Bis dann, also.

Ihr doppelt hoffnungsvoller Frosch

Sonntag, 28. Februar 2010

Pub feeling in Hellersdorf

In dem Kiez in Berlin, welcher bei der Attraktivitäts-Bewertung (lt. Berliner Zeitung) an letzter Stelle rangiert, konnte man gestern Abend urig gemütliche Pub-Athmosphäre erleben. Clover spielte Irish folk in der Kiste, und das fast vier (!) Stunden lang.

Der Saal kochte, und das meine ich fast wörtlich, denn Pech hatte der, der sein Handtuch und die Wechselwäsche vergessen hatte... Die Band und das Publikum steigerten sich Stunde um Stunde bis zum Finale gegen dreiviertel eins.



Irish folk in Hellersdorf ist aber eben doch ein bisschen anders, als in Irland: es ging länger als bis halb zwölf, es gab keine Nationalhymne zum Ende und, das konnte den Abend jedoch nicht verreißen, es gab KEIN Guinness oder Murphy's.
In Erahnung dieses Mankos konnte man aber vor Konzertbeginn gleich 'gegenüber' im O'Brien's Irish Pub schnell mal ein, zwei Stout zischen, ehe es ans Ausschwitzen und Abtanzen ging.

Mir jedenfalls gefielen die feuchte Haut und der Dunst sehr. Und ich habe anerkennend wahrgenommen, dass weder graue Haare, noch künstliche Gelenke hinderlich sind, wenn es ums Herumhüpfen geht.
Aber gestatten Sie mir abschließend bitte noch die Bemerkung, dass ich das in jedem Fall wesentlich besser und eleganter kann!

Ihr Frosch

Samstag, 30. Januar 2010

Engerling polarisiert nicht

Nee, bestimmt nicht!
Man geht hin, oder man kennt die überhaupt nicht... So einfach ist das wohl.

Ich bin jedenfalls hingehüpft. Und es ging besser als gedacht. Wahrscheinlich wegen des verharschten Schnees. Aber egal, das ist ja sowieso meine Sache, und Sie interessieren sich doch höchstens als Feinschmecker für Froschbeine!

In der Kiste also, war die Luft dicker als sonst. Ich meine das im Wortsinn. Ja, ja, es waren ja auch doppelt so viele Besucher beim Konzert. Doppelt so viele wie sonst in der Kiste.
Was soll man sagen? Es war prima, erwartungsgemäß. Das Tanzen begann später als sonst. Vielleicht auch, weil die Tanzfläche 'verstellt' war, denn nicht jeder hatte einen Sitzplatz.




Tja, irgendwie spricht sich das wohl rum mit der Kiste...
Das heißt, wir sehen uns wohl bald alle dort.

Solange noch einen schönen Winter
und dem Geburtstagskind 'Vielen Dank!' für den Anisschnaps
Ihr Frosch

Hier noch ein paar ältere Fotoschnippsel:
. Engerling und das Dritte Ohr, Parkbühne Biesdorf 2008
. Engerling in der Wabe, Prenzl'Berg 2003
. Engerling, Parkbühne Biesdorf 2006
. Hervorragendes Amateur-Tanzorchester der DDR, 1978
. Engerling spielt Stones, F'hain, Rockfactory 'Halford' 2003