Freitag, 22. November 2024

Man kann alt werden wie 'ne Kuh ...

 ...und lernt immer noch dazu!
Kenn' Sie bestimmt diesen Ausspruch von Tante Friedel, oder? Man sagt aber auch, wenn es der Kuh zu bunt wird, geht sie auf's Eis tanzen.
Wie dem auch sei, unsereiner hat sich ewig geweigert ABBA zu hören, bzw. in den Diskos und Klubabenden in den Siebzigerjahren zu spielen. Immer wenn ein paar Diskogänger den Wunsch nach ABBA äußerten, sagte man, "ja, Moment, ich schau mal nach", setzte die Kopfhörer auf und spulte auf der zweiten Bandmaschine hin und her und fand ...nichts! Logisch!
Und an Donnerstagen gab's im Klub beim "Klubabend" nur die Doors. Den ganzen Abend. Das war was Feines, aber es kamen auch gar nicht mal so viele hin ...

Nun ja, im Schwimmbad gab es heute zum Aquafitness nur Musik der damaligen schwedischen Popgruppe, und unsereiner fand es nicht schlimmer, als Aquafitness mit blöden Schlagern.




Das ist doch schon mal was, oder?
Und manch einer der Senioren trug sogar Hut im Schwimmbecken, bzw. eine ziemlich üppige Perücke ...

Bleiben Sie mal fit und munter!
Ihr Frosch

PS:
Wer es nicht glaubt, kann ja mal im Netz suchen.
Man findet dort sogar irgendwelche Videos.

Montag, 18. November 2024

Noch ist Herbst!

In der Kiste gibt es wieder Konzerte, nicht so häufig wie anno dazumal, aber immerhin. Und dann tanzt unsereiner zu Stones-Musik, rockt also richtig ab, wird dann aber sofort wieder in die Realität "zurückgeprügelt", weil jemand erwähnte, dass wohl bald das letzte Jahr dieses für uns einzigartigen Klubs angebrochen sei ...
...womöglich noch Konjunktiv, aber ein ziemlich böser Konjunktiv!

Man kann eigentlich nur hoffen, dass "es nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht worden ist", aber unterschwellig bleibt dieses doofe Gefühl. 
Nutzen wir also solange es geht noch diesen Klub, der zwar noch "Brüder" hat hier und da und jwd, zu denen wir aber kaum zu Fuß hingehen können.

Bleiben Sie gesund!
Ihr vergessener Frosch aus dem Wuhletal

PS:

In Anbetracht der weltpolitischen Lage sollte man derlei Sorgen kaum haben, aber anscheinend klammert man sich an solche "kleinen" Dinge, um nicht ganz in Pessimismus und Verzweiflung zu versinken.
Frösche haben aber nun mal eine ziemlich dünne Haut ...

Dienstag, 3. September 2024

Ob der Frosch noch lebt?

Anders herum muss man bestimmt die Frage stellen!
Nach fünf Jahren wagt sich ein kleines grünes Wesen erneut in die Welt der Menschen, um zu sehen, ob da überhaupt noch jemand sei.
Und JA, da ist noch wer. Trotz der Klimaveränderungen, die eigentlich für in etwa 200 Jahren erwartet waren, kreucht und fleucht noch alles mehr oder weniger agil.
Ja, es gibt nur noch knapp ein Viertel Insekten, unablässig brennen Wälder, woanders gibt es Starkregen, selbst dort, wo es sonst nicht regnet, hierzulande tropische Nächte und nicht nur zwei Tage im Jahr mit Temperaturen von über 30 Grad, die Meere werden wärmer. Dorsche in der Ostsee? Das war einmal!
Und leider könnte man eine derartige Aufzählung unablässig länger werden lassen, dabei ständig verdrängend, was die Enkel mal erben werden müssen ... 

Kopf in den Sand stecken? Nö, lieber hoffen, dass die Menschen anpassungsfähig sind. Irgendwie.
Und alle suchen weiter nach Fortbewegungs- und Energiealternativen. Ob die kalte Fusion schon irgendwo in einem Tresor versteckt rumliegt? E-Autos sind auch nicht der echte "Renner", jedenfalls nicht mit über zwei Tonnen Ruhemasse. Kommunikation, KI und Bitcoin und Konsorten verschlingen das letzte Tröpfchen Wasser und jede Menge Energie. Eigentlich gäbe es viel zu tun, nämlich ganz schnell und intensiv in allem "behäbiger" zu werden, das was im Club of Rome schon Anfang der Siebzigerjahre diskutiert worden ist.
Es ist bloß noch nicht jeder bereit dazu. Eigentlich sind nur ganz wenige bereit dazu. Gewissermaßen.




Ich hoffe, dass mein Tümpel noch etwas Wasser behält, sich nicht zu viele giftige Algen darin bilden und warte. Und während ich warte, worauf eigentlich?, schaue ich ab und zu mal bei Ihnen vorbei. Wenn mir dann so ist, vielleicht so ist, kommentiere ich das eine und andere. Ideen kommen von mir keine, außer vielleicht: Wenn Sie jetzt abnippeln, stürzen Sie bitte nicht in den Tümpel. Das wäre nicht gut für die Wasserqualität ...

Bleiben Sie lebendig und im Darwinschen Sinne "zuversichtlich"!

Ihr Frosch,
der sich leider nur ganz langsam an die Wärme gewöhnen kann.

Samstag, 29. Juni 2019

Die letzte Generation?

Am ersten Tag des Biesdorfer 50-Jahre-Woodstock-Erinnerungs-Wochenendes kamen sie erneut nach Berlin, Ten Years After. Und da wir diesmal, als Novum gewissermaßen, die Enkel mit in die Parkbühne nahmen, müssen wir leider annehmen, dass das jetzt die letzte Generation sein könnte, die die vier Herren (zwei der Gründungsmitglieder von 1967 sind noch dabei) noch live erleben darf...





...ein schöner und lauer Abend, der von BLUEWATER eröffnet und von den "Altehrwürdigen" aus Nottingham im Abendrot beendet worden ist. Das Publikum war begeistert, die Kinder waren es ebenso. Trotz Müdigkeit...


Und jetzt suchen Sie sich am besten ein schattiges Plätzchen, aber vielleicht sind Sie heute auch bei Mountain an ebendieser Stelle. Das kann ich nicht wissen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Frosch

Donnerstag, 20. Juni 2019

Beatles und Stones

...gemeinsam auf der Bühne

Was gibt es da schon zu berichten?
Höchstens, dass es ein heißer Abend im doppelten Wortsinn war und sogar ganz ohne Regen.
Nun ja, das Bier ist teurer geworden, aber lange anstehen musste man wie immer immer noch.
Und das mit den Trinkgeld-Talern ist neu? Ich glaube schon, und die Idee ist auch prima, obwohl man damit aber auch nicht schneller sein Getränk bekommt...

Der Abend war außergewöhnlich, was aber vielleicht an unserer großartigen Stimmung lag. Bestimmt war es so wie sonst auch immer.

Ja, und es gab am Tag danach noch ein Konzert, nach "Beatles treffen Stones" "Stones treffen Beatles".
Etwas Abwechslung muss schon sein!


Schön, dass der Fred immer alles so  gut organisiert.
Freuen wir uns jetzt also auf ein oder zwei Woodstock-Tage.

Demnächst bestimmt wieder hier!
Ihr Stones-Frosch

Im Internet ausgegraben:
Clip 1 Starfucker
Clip 2 The Pangea

Sonntag, 9. Juni 2019

Bitte - Danke - Guten Tag...

Da kommt Ihr vom Ende der Welt wieder in unsere Welt zurück und wundert Euch, dass man sich plötzlich nicht mehr an der Kreuzung grüßt, dass man dem Gegenverkehr nicht mehr dankt.


...ganz zu schweigen von der fehlenden Freundlichkeit an der Bushaltestelle oder im U-Bahn-Wagen.

Wie bitte?
Ihr wisst jetzt nicht, was ich meine?

Ach ,ja, hier wird ja eigentlich auch nicht geeucht.
Ich merke schon, ich bin jetzt also tatsächlich aus dem Urlaub zurück.

Mit einem lachenden
und einem weinenden Auge verabschiedet sich
Ihr Frosch

Montag, 18. März 2019

...Monokel in den Salat gefallen?

Was erzählte Harald?
"Monokel in' Salat jefallen.
Situation jerettet.
Salatblatt ins Ooge jedrückt!".

Nun ja, das hat aber gewiss nichts mit dem Kistenabend am letzten Sonnabend zu tun. Dort spielten nämlich die Musikanten von Monokel (die Kraftblueser, falls es jemand genau wissen möchte) auf.

Und Lefty war wieder mit dabei.
Ja, er ging am Stock (im wahrsten Sinne des Wortes) und er musste während der Vorstellung sitzen, aber er war mit dabei!
Die Freude war bei allen Anwesenden so groß, dass schon während seines Einmarsches jeder aufstand und im Nu die komplette Tanzfläche in der Kiste besetzt war. Im Tanze drehen? Kaum eine Chance. Aber wozu auch, wollte man doch nicht nur Töne im Ohr, sondern auch die Band im Auge...




Irgendwie erfasste vom ersten Takt die Begeisterung das Publikum, und nicht selten meinte jemand am Ende, dass es wohl das absolut beste Monokelkonzert aller Zeiten gewesen sein müsse.
Grandios oder einfach nur Freude über Leftys Anwesenheit?
Wer will das wissen?
Unsereiner garantiert nicht. Hauptsache es hat Spaß gemacht! Uns und der Band!

Und in verklärter Erinnerung an den wunderschönen Abend verabschiedet sich jetzt
Ihr Frosch

Samstag, 16. März 2019

Friedrichshagen
...mal keine Dampferfahrt

Hungrig?
Sie wussten doch, dass man dort nichts findet. Na ja, das stimmt nur bedingt, denn an manchen Spielorten gab es tatsächlich Kleinigkeiten zum Essen. Wer also mit einer Currywurst oder Boulette zufrieden war, konnte sich in der Spindel laben und gleichzeitig dem Soundcheck lauschen.
Punkt acht war unsereiner dann bei Bluewater im Ratssaal - eine mehrfache Freude, der Band wegen und auch ob der ausgesprochen netten Örtlichkeit. Demnächst soll im Rathaus auch ein eigenes Bier gebraut werden. Der Wartezeit geschuldet behalf man sich erst einmal mit Vergorenem aus Altlandsberg. Nicht übel.


Nach zwei Musikblöcken setzte sich die Neugier durch, und es ging mal kurz in den Keller zu Searchin' The Roots. Den Abend schlossen wir beim Schumann Trio ab.

Man konnte viel quatschen, interessante Biere verkosten, aber auch Weiß- oder Rotwein oder Mojito probieren.
So 'n Kneipenfest ist 'ne prima Idee. Und wer weiß, dass es mit dem Essen nicht ganz so "goldig" aussieht, kann sich ja vorher den Wanst vollhauen, oder?



Man sieht sich also dort, bei dieser oder jener Band.

Bleiben Sie wohlauf!
Bis nachher bei Monokel in der Kiste,
Ihr Frosch

Mittwoch, 20. Februar 2019

'Brothers in Farms'

Nach weiteren traurigen Ereignissen im Freundeskreis bemerkt man irgendwann, bei denen, die übrig sind, geht das Leben weiter, sogar, ohne ständig auf die schlimmen Möglichkeiten und Eventualitäten fixiert zu sein. Genau so ist das!
Und weil eben das Leben weiter geht, gibt es auch wieder Freude an diesem oder jenem Ding, an Musik, an Filmen, an Feten...

Und es galt, ein Weihnachtsgeschenk einzulösen. Flugs ging es nach der Arbeit in die Zone (Nicht in die Zone, sondern in die, die den Grob- und Feinstaub aus alten Dieselfahrzeugen seit über zehn Jahren, mehr oder weniger erfolgreich, auszusperren versucht).

Hunger!
Geht man beim Columbia-Theater schnell mal um die Ecke, landet man ganz fix bei einem Italiener, der den Hauswein so servierte, wie einst Tante Friedel den Hagebuttenwein, der einem ab dem zweiten Glas die Beine wegknicken ließ:
im Keramikkrug nämlich und mit Mostrichglas (!).
Und er schmeckte!
Die Pizza ebenfalls.

Dann sah man sich auch schon rennen, im Rennen die Jacke anziehend, dabei die Eintrittskarten heraussuchend und guckend, ob man auch noch genügend Geld fürs Bier übrig hatte.

Da war dann auch noch so viel Geld, dass man unweigerlich am Merchandising-Stand herumschaute und sich darüber freute, dass die Kapelle dortselbst ihre Utensilien, vor allem komische Hüte, unters Volk zu bringen versuchte. Das muss auch ziemlich erfolgreich gewesen sein, denn gefühlt trug der halbe Saal den Herman-Hut.

Und jetzt wissen Sie auch schon, wohin uns unsere Kinder (keinesfalls uneigennützig) gelotst hatten:
zu Steve 'n' Seagulls, der finnischen Country-Band.

Was uns zuerst in den Sinn kam, war Schrammelmusik mit Kuhglocke vielleicht, aber weit gefehlt. Es war ein mitreißender Sound, der auch die Sinne wach hielt, weil man ständig rätselte, woher man den Titel kannte.


Ach ja. das ist doch Rammstein!
Steppenwolf?
Und jetzt Zeppelin!
Und hopsend und johlend, dabei nicht unwesentlich viel Bier verkleckernd, machte sich allmählich unten Klebrigkeit und oben Heiserkeit breit.
...trotzdem jede Menge Spaß!

Auf bald also!
Ihr Konzert-Frosch

Dienstag, 22. Januar 2019

R.I.P Achim

2019.
Dein Schicksal lähmt uns noch.
Gerade wurdest Du zur letzten Ruhe gebettet und unsereiner vermisst den, der stets kritisch und mit angemessener Distanz die Tümpelbeobachtungen hinterfragt hat.
Der aber auch manchmal sogar neue Beiträge angemahnt hatte...

Nun fehlt diese mahnende Erinnerung, und deswegen wird am Tümpel gerade auch wenig getuschelt.

Unsere Hoffnung, die auch bestimmt in Deinem Sinne wäre:
Nach dieser temporären Lethargie werden ziemlich sicher neue Beiträge an dieser Stelle folgen.
...aber etwas Zeit benötigen wir Frösche noch.

Solange also,
Ihr/Dein Frosch

Freitag, 14. Dezember 2018

...ist gerade unregelmäßig

Das volle Zitat lautet etwa:
"KLING-KLONG! Der Zugverkehr auf der U-Bahn-Linie 8 ist zurzeit unregelmäßig. Wir bitten um Entschuldigung."

Nö! Da das ja jeden Tag so ist, egal ob morgens auf dem Weg zur Arbeit oder abends wieder nach Hause, und da das ja auch für die Linien U6 und U9 und bestimmt noch weitere zutrifft, entschuldige ich das überhaupt nicht (mehr)!
Verkehrsbetriebe! Wenn Ihr schon nicht in der Lage seid, Eure Züge zu warten oder warten zu lassen (stattdessen lasst Ihr lieber die Fahrgäste warten!), um damit einen einigermaßen planmäßigen Zugverkehr aufrecht erhalten zu können, ändert doch wenigstens die blöden Ansagen, bei denen der normale Fahrgast ja bereits zusammenzuckt, wenn die "Glöckchen" aus den Lautsprechern erschallen.


Wie wäre es denn, immer nur den regelmäßigen Zugverkehr anzukündigen? Die Fahrgäste würden sich über so viel Entgegenkommen garantiert freuen.

Ein ziemlich ungehaltener U-Bahn-Fahrer,
Ihr Frosch nämlich

Montag, 10. Dezember 2018

Steckstnfingerinarschunddrestn

...und hier ist die Frage, die zur Überschrift passt: "Wie kommste am schnellsten nach Dresden?".
Man bemerkt schon, dass man selbst in unserer kleinen, fast winzigen DDR 'ne Menge Geographie lernen konnte...
Jetzt aber im Ernst, was macht der Preuße, der einen Wochenendausflug nach Dresden im Nikolausstiefel gefunden hat?

Sie ahnen es bestimmt schon.
Kultur ist angesagt gewesen.
Quasi.
Irgendwie.


Kommt man nachmittags im Regen in die Stadt (aus nördlicher Richtung), begrüßt einen zuerst die Moschee, ehemals Zigarettenfabrik, jetzt Bürogebäude und Kulturfabrik Yenidze. Jedenfalls haben wir dort schon "unterm Dach" bei Kerzenschein Märchen aus 1001 Nacht gehört.
Nicht diesmal.

Relativ zeitnah sprintete unsereiner zum Striezelmarkt, in der Hoffnung, am Freitag wäre es dort nicht ganz so voll...



Und dann gibt es noch jede Menge weiterer Märkte, die sich an Reiz in altstädtischer Umgebung stets sehr einladend präsentieren. An manchen Ecken hat man quasi das Gefühl, Dresden besteht fast nur aus den Hackeschen Höfen.





Hier Töpfereiwaren, dort Aquarelle, schnell ein Craft Beer im Gehen, 'n heißen Winzerglühwein dort, ein Blick in den und aus dem Kulturpalast, über die windigen Elbbrücken gehuscht, Goldener Reiter, Böhmische Kellerkneipe, Pub, fast schon fußmüde im Kellerkabarett...



Spätabends mit ausgestreckten Beinen wieder im warmen Zuhause bei Freunden.
"Liebascht ä Mogga oda ...?".
Ja, ein Whisky wär' jetzt nicht schlecht.










Wochenenden vergehen nur immer so wahnsinnig schnell!
Schönen Advent,
Ihr Weihnachts-Frosch

Dienstag, 4. Dezember 2018

Besinnlichkeit - was sonst?

Zeit der Besinnlichkeit (oder Besinnung?) bedeutet, die U-Bahn-Bettler etwas großzügiger abzuspeisen, oder wenigstens nicht ganz so ablehnend ihnen gegenüber zu sein.
Mann kannn es sich ja leisten, deutlich zu sehen an den riesigen Tüten und Paketen, die manch einer aus den bunt glitzernden Kaufhäusern oder Weihnachtsmärkten schleppt. Hier jedenfalls den einen oder anderen Euro abzuknappsen, bringt vielleicht nichts, tut aber garantiert auch nicht weh.

Besinnlichkeit geht u.U. aber noch weiter. Man selbst will aus "alter" Tradition Berlins Glühweinvielfalt verköstigen, bleibt aber letztendlich doch wieder beim Zarenpunsch hängen - heißer Georgischer Rotwein mit Wodkakirschen verfeinert und bei Bedarf auch noch eine Sahnehäubchen obenauf...



Im Tippelschritt geht es durch die Menge, hier 'ne Wurst, da 'n Krapfen, gebrannte Nüsse, Lebkuchenherzen mit viel Text oder kandierte Äpfel.
Kennen Sie eigentlich jemanden, der möglicherweise schon mal einen kandierten Apfel gegessen hat?

Holzspielzeug, Kerzen, Delikatessen fester oder flüssiger Art.
Mann, geht es uns gut!




Besinnlichkeit in den Gesichtern?
Keine Spur.
Jeder spurtet irgendwie von irgendwo nach irgendwo oder nirgendwo. Kaum Zeit, die Thüringer mit Mostrich richtig zu genießen, dafür kommt aber noch 'n Kurzer in den übersüßen "Glühweinverschnitt".
Weiter geht die Hatz mit bekleckertem Lätzchen und süßweinklebrigen Fingern...




Unsereiner hopste dann noch in den Dom, zum "Advent am sächsischen Königshofe". Händel, Vivaldi, Teleman u.a. brachten mit Pauken und Trompeten weihnachtliche Stimmung. Virtuose Musikanten ließen es uns quasi miterleben.

Mein Fazit:
Die Frauenkirche hat eine bessere Akustik und auf dem Nach-Hause-Weg mit defekten Türen in S- oder U-Bahn, mit Pendel- und Ersatzverkehr geht eine derart erhaschte Besinnlichkeit doch ziemlich schnell verloren...

Schöne Adventszeit!
Ihr Besinnlichkeit suchender Frosch

Dienstag, 27. November 2018

Nachruf in rasender Zeit

Du bekommst heute erneut ein "Geburtstagsständchen".
Und wir beide würden uns bestimmt dabei ansehen, dann zu unseren Nachkömmlingen blicken und einstimmig sagen:
"Mann, wie die Zeit vergeht..."

Wir würden jetzt dasitzen und vielleicht einen extrem rauchigen Whisky trinken (dieses besondere Ritual hatten wir leider nie), daran denken, wie wir einst gemeinsam rauchten, irgendwo oder im "Haus Berlin" ein Bier tranken, zuvor stundenlang durch das spätabendliche Berlin liefen, um irgendwo zwei Kneipenplätze zu finden. Ja, früher.
Da war es für uns Jugendliche auch ziemlich fetzig (heute würde man vielleicht "cool" oder "geil" sagen), Wodka Wyborowa aus orangenen Plastetassen zu trinken. Mitten im Wald in Polen. Jeden Abend.

Und heute?
Du würdest bestimmt kaum glauben, wenn ich Dir von Mr. Trump berichte, oder vom Konflikt zwischen Russen und Ukrainer, Dir die "allgemeine" Stimmung bei uns wiedergebe.
Dieselskandal und Flüchtlingsströme in Europa oder Amerika.
Es gruselt einen, Nachrichten zu hören oder zu sehen.

...oder lass mich Dir einfach vom Ende des "linearen" Fernsehens erzählen, das garantiert nicht mehr lange auf sich warten lässt. Du siehst, die Welt dreht sich weiter, auch wenn Brandenburg vielleicht ganz langsam (oder auch viel schneller als erwartet) austrocknet.
Im Garten wächst schon eine Feige, und ich schaue mich bereits um, wo wir Olivenbäume zu kaufen bekommen.

Ich sehe quasi, wie Du Deinen Kopf schüttelst.
Aber Du wüsstest schon, dass ich mit solchen Dingen kaum Quatsch machen würde.


Inzwischen wärst auch Du 23 Jahre älter als bei unserem letzten gemeinsamen Geburtstagsumtrunk, und irgendwie glaube ich ganz stark, dass Dir so ein junger Ledaig, Staoisha, oder auch Talisker ziemlich gefallen dürfte...

Aber lach' jetzt bloß nicht über meinen Fèileadh mòr!
Slàinte mhath!, mein alter Freund,
Dein alter Freund

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Hungrig in Friedrichshagen

Genau! Das 28. Friedrichshagener Kneipenmusikfest lud wieder ein. Scheinbar eine Veranstaltung mit viiiel Erfahrung, oder? Mit 28 Jahren hat man gewöhnlicher Weise schon so manches in petto.
Gewöhnlicher Weise jedenfalls.

Unsereiner freute sich schon auf Jenny (Im Ortsplan ganz unten rechts, wo vorsorglich der blaue Punkt gesetzt war...), allerdings nicht ohne auch schon mal einen grünen Klecks zu beachten, weil ja u.a. auch Clover Musike machten. Und Punkte gab es auch in Rot (da wollten wir nicht hin) und in Lila (Mixtur aus Blau und Rot, falls man sich doch mal etwas die Beine vertreten müsste...).
Jedenfalls: Nach der Gartenarbeit rannten wir los, möglichst noch 'ne halbe Stunde eher dort zu sein, denn der Magen brauchte noch etwas zum Verzehr.
Verzehr? Ein Fremdwort im Strandbad, höchstens Salzstangen gab es.
Also losgerannt zum Brauhaus. Ebenso Pustekuchen: "Land unter!" (Zitat). Nun gut, dann eben schnell mal zum Inder...

Ich sage Ihnen, hungrig macht wütend und der erste Musikblock verging nun leider ohne uns, und dann blieben wir nach diesem Gerenne nur noch an diesem einem Ort und lauschten.



Die Location war absolut passend und Jenny gab uns mit ihrer neuen Band wieder etwas Gelassenheit zurück, sodass wir uns allmählich entspannten und den Abend doch noch richtig genießen konnten.

Aber ich kann Ihnen nur ans Herz legen, essen Sie auf jeden Fall vorher, wenn mal wieder das Friedrichshagener Kneipenmusikfest lockt.

Bis denne also!
Ihr inzwischen ziemlich satte Frosch

PS:
OK, Kneipenfest und Futterei vertragen sich vielleicht nicht optimal (Trinken soll man!), aber ein knapper Quadratmeter Grillrost hätte garantiert auch hungrige Mäuler angelockt.
Eene Bratwurst, 'ne Boulette, oder irgendeine andere Kleinigkeit, außer Salzstangen natürlich, wären doch eigentlich für so einen kulturellen Abend schon ausreichend gewesen.
Ja, ich verstehe schon, da hätte man zusätzlich für den einen Abend Personal einstellen müssen.
Ob die, also alle, beim 29. schlauer sind? So optimistisch ist unsereiner nicht!

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Farbenfrohes:
Weiß, grau, graublau und dunkelblau

Irgendwie komisch, dass manch einer an den Farben weiß, grau, graublau und dunkelblau Gefallen finden kann, fehlt doch eigentlich ein rotes oder gelbes i-Tüpfelchen. Nun ja, Ostsee ist eben irgendwie besonders und bedarf eigentlich kaum weiterer Farbnuancen.




Aber trotz Pflichtabgabe gibt es kaum Mülleimer am Wegesrand, die Straßenlaternen sind in der Dunkelheit nicht unbedingt eingeschaltet und im Pub (nicht der in Zinnowitz ist gemeint!) gibt es kühlgefilterte, eingefärbte Standardware. Nicht ein einziger torfiger Tropfen ist dabei...



Da unsereiner aber sowieso nur zum Fischessen und Ausschlafen und um sich ordentlich durchpusten zu lassen nach oben gefahren ist, ist es sowieso irgendwie egal.

Ihnen noch einen schönen vorverlegten 7. Oktober!
Ihr Meeres-Frosch


Sonntag, 30. September 2018

Ritter und Schotten in Hellersdorf

Nun, da trafen sie sich also wieder nach einem Jahr und tjosteten und kämpften und tranken und lachten - die Ritter und die Schotten und die Hausfrauen und die Drohnenpiloten.
Apropos... als die erste Drohne abschmierte und gleich vier Leute verletzte, kam die Polizei, die dann auch bis zum "bitteren" Ende gegen 22:00 Uhr blieb und den Krawallplatz gegen ca. 800 lärmgestörte Anwohner mutig verteidigte.
Mann Leute, einmal im Jahr könnt Ihr ruhig dieses friedliche Miteinander (ich spreche jetzt nicht von den ziemlich harten Kämpfen) aushalten! Selbst schuld, wer nicht vor Ort ein würziges und fruchtiges Craft Beer probierte und die blauen, roten oder rosa(nen) Ritter anfeuerte, oder vielleicht sogar selbst in die Arena stieg.





Wer moderne Brillen oder Fotokisten bei Ritterfesten ablehnt, ist dort nicht gut aufgehoben, aber wer es weniger ernst sehen möchte, es etwas weniger authentisch akzeptieren kann, kann daran gar nicht vorbeigehen.

Auf nach Hellersdorf also! Kommen Sie doch wie Sie wollen - in Kettenhemd oder Kilt!
Das Ambiente der Villa Pelikan passte jedenfalls hervorragend und gefiel der Mehrheit.
...vielleicht gibt es 2019 wieder das BärlinPedälBättle dort. Unsereiner würde sich freuen.

Könnse glohm!
Ihr eiserner Frosch

PS:
Gewandete kamen ohne Eintritt hinein, egal ob Ritter, Schotte oder Indianer... Es musste nur mit dem Thema zu tun haben.

Freitag, 21. September 2018

The Dark Side of the Moon

Im Jahr der X. Weltfestspiele schmetterte Pink Floyd ein Album in die weite Welt hinaus, das immer noch, inzwischen fast ein halbes Jahrhundert später, Leute in Wallungen versetzt. Gewissermaßen.
Und hier scheint es völlig egal zu sein, ob man die alte Platte mit dem berühmten Prisma herausholt, um sie fein entstaubt aufzulegen, oder - ist man etwas besser mit den Augen - die viel kleinere CD abspielen lässt.
...aber eher wird man vielleicht, viel zeitgemäßer, MP3s durch die Ohrstöpsel ins Hirn schwappen lassen.



Ein neues visuelles Klangerlebnis (Kann man das überhaupt so sagen?) versprach das Planetarium im Prenzl'berg mit seiner 360°-Halbkugelprojektion.
Im Liegen quasi ließ man sich dort in die winzigen Weiten unseres Sonnensystems entführen, kollidierte mit dem Mond, drang ein in dreidimensionale Fraktale, dass man sich manchmal am Platznachbarn oder der Sessellehne festhalten musste, ehe man von lautem Weckerklingeln, Sekundenklicks und Uhrengeläut als Molekül im Innern eines chronometrischen Universums erwachte.
Rasante Fahrten durch...
Ja, wodurch?
Man sah die Saiten der Gitarren aus der Amöbenperspektive, wuchs uns wuchs und flog durch wabernde, bunte Schlieren mitten durchs All.

Stilbrüche - erst waren es exakte Fraktale, dann plötzlich ausgefranste Kaleidoskopbilder - die den Zeitsprung in die Siebziger vollzogen. Plötzlich wähnte man sich mitten im Rockpalast, ehe augenbewachsene stilisierte Darmzotten tausendfach von allen Seiten in das eigene Innere schauten.

Fühlt sich so ein LSD-Rausch an?
Als man ganz behutsam und sachte wieder in die Wirklichkeit zurückstürzte, konnte man erst nicht glauben, dass die olle Platte wirklich nur so unglaublich kurz gewesen sein soll...

Das war ja vielleicht was!
Ihr immer noch leicht benebelter pinke Floyd-Frosch


Donnerstag, 30. August 2018

Urlaubsende

Heute - es ist ja auch fast schon September - ist es den ganzen Tag angenehm. Berlin: Es regnet leicht und temperatürlich ist alles im "grünen Bereich". Endlich!
Ob sich das vertrocknete Unterholz der Wälder (im Harz gesehen) wieder erholen wird? Die Straßenbäume haben bereits begonnen, etwas Laub abzuwerfen, ...und Früchte auch.
Deswegen wohl leiden gerade hin und wieder auch die wilden Schweine an Bauchweh, wenn die noch grünen Eicheln vertilgt werden.
Uns Fröschen geht es gut, obwohl auch der Moorfrosch nebenan eine sogenannte Zwischenform, temporären Zwergenwuchs nämlich, ausgebildet hat. Ein bekannter Froschdoktor meinte aber, das vergehe mit dem nächsten Jahr. Hoffentlich!

Weniger unbekümmert ist man da schon, wenn man Nachrichten, z.B. aus Gormorgschdod, hört und sieht.
Ihr Erich, also der Kästner, meinte einst, man hätte vielleicht noch bis 1928 das tausendjährige dritte Weltreich (1933-1945) verhindern können, und ich kann in Ihrem Sinne nur hoffen, dass es jetzt noch nicht 1929 ist...

Unser Tümpel steht allen offen, grünen, türkisen und sogar braunen Fröschen! Enten werden hin und wieder verjagt, und gegen die Quanten der Menschen, die die bei bester Gelegenheit ins Nass stecken und baumeln lassen, können wir sowieso nichts machen.
Die Froschwelt ist also rundum einigermaßen in Ordnung, und in der freien Zeit kann unsereiner auch mal die Nase aus dem Tümpel stecken und vielleicht nach Rummelsburg oder Stralau hüpfen, oder?
Na gut, die Bucht ist vielleicht nicht die sauberste, aber da liegen wenigstens kulinarische Kähne in Reichweite, und so ein Sonnenuntergang "über" Berlin ist ja auch nicht übel.


Es könnte wirklich sooo schön sein, wenn unsereiner beim Schnabulieren nur nicht ständig an Gormorgschdod denken müsste!

Bleiben Sie wachsam!
Ihr Frosch