Sonntag, 7. Februar 2016

Engländer
und eine fette Maikäfermade im Karton!


Pardon, doch nicht Karton, Kiste!
Ja und da waren wir also, wie so manches Mal - ohne Abendbrot, auf dem letzten Drücker (nach uns wurde auch sogleich die Tür abgeschlossen...), aber voller Vorfreude auf Engerling, die unsereiner bereits seit 1982 regelmäßig hört. Damals Parkaue Lichtenberg oder Hochschule für Ökonomie "Bruno Leuschner" oder oder oder, heute Kiste oder Parkbühne.
Altersgerecht möchte man eben nicht mehr so weite Wege machen. Und altersgerecht war auch die erste Pause nach 'ner guten Stunde.
Trotzdem wurden wieder die alten AMIGA-Platten, die seit mindestens zehn Jahren auf das Band-Autogramm "warten", erneut zu Hause vergessen. Altersgerecht?
Doch lieber Ginseng-Kapseln schlucken? Vielleicht. War jedenfalls nicht und ist nicht. Noch nicht!

Nun ja, zum Tanzen war eigentlich kein Platz. Man konnte sich lediglich im Takt wiegen. Aber einem Paar gelang es dann doch beim Moll-Blues einige volle Runden zu drehen.
Man merkt also manchmal doch schon, wie klein die Schachtel Kiste tatsächlich ist. Jedenfalls für manche Band, die u.U. nicht einmal von weit her kommen muss...

Bodag und Konsorten spielten sich diesmal mehr durchs ausländische Repertoire, und schwupps waren wohl auch sehr viele Briten gekommen. Denkt unsereiner jedenfalls, denn im Kino (das wurde zum Glück ob des großen Ansturmes geöffnet) waren sogleich die ersten beiden Reihen komplett "reserviert". Nur, dass statt der üblichen Hotelhandtücher Jacken, Anoraks und Parkas rumlagen...
Bekloppte, die sich Sitze freihalten.

Nur wer braucht dort schon Sitze?!
Man steht, notfalls sogar mit 'nem Berliner Pilsener in der Hand, einfach so im Saal. Und nur wer sich mal 'ne Weile Ausruhen möchte, sitzt im Kino beim Live-Video 1:1 von nebenan.
Ach nee, ging ja nicht wegen der Briten Knalltüten!


Engerling zelebrierte so manches Stück irgendwie sogar lockerer als sonst. Play With Fire wurde regelrecht ins Publikum gehaucht.
Irgendwie schien die Band froh darüber, nicht auch mit den anderen Musikern, wie kürzlich Lemmy oder David oder Achim Mentzel (einer aus dem Publikum ergänzte den in der Aufzählung vergessenen Barden) abberufen worden zu sein.
...oder Engerling freut sich schon so sehr auf die Mitch-Ryder-Tour, oder aber der Frosch hatte dermaßen gute Laune, dass ihm alles so locker und entspannt vorkam.
Erst um halbeins machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg.

Ein paar Freunde kamen leider nicht mit. Denen sitzt die An- also Absage (!) von Fred anlässlich der Silvesterfeier noch immer zu tief im Gemüt fest. Da muss wohl erst mal noch etwas mehr Zeit vergehen.

Aber wir gehen trotzdem hin., ...in die Kiste, auf ein Bier, 'ne Bockwurst oder 'ne Schmalzstulle und eben zur Musike.

Woran sollte unsereiner doch gleich denken?
Ginseng-Pillen?
Nee! Ach ja, an die beiden AMIGA-Platten.
Aber bis zum nächsten Mal ist ja noch etwas Zeit.

Und schlucken Sie mal schön selbst Ihre Pillen!
Ihr Frosch

Freitag, 8. Januar 2016

Na, so ein Theater!


Das Theater im Palais (Das Palais am Festungsgraben war mal das Haus der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft...) lud ein zum Zwei-Personen-Stück Kleiner Idiotenführer durch die Hölle und einige kamen auch.
Und die etwas zwanzig Gäste hatten ihren Spaß, den beiden Akteuren beim ständigen Rollenwechsel zuzusehen und amüsierten sich köstlich mit den Korrespondenten aus dem Jenseits und den dort angetroffenen (ganz) guten oder (ganz) schlechten Figuren aus unser aller Geschichte.


Manch einer hatte dann sogar noch seinen ganz persönlichen Auftritt. Und mit manch einer meine ich wirklich jeden!
Kam man nämlich zur Toilette nach einem oder auch zwei Pils, ergoss sich sogleich weißes Flutlicht von oben in den weiß gekachelten Raum. Und wer am Urinal stand, brachte dort gewissermaßen ganz automatisch den Hauptdarsteller ins Rampenlicht.
...je ein greller Spot direkt in beide PPs gerichtet.

Richtiges Theater eben!
Ihr quasi von der Muse geküsster Frosch


Sonntag, 3. Januar 2016

Prosit Neujahr!


In jedem Jahr freut man sich aufs neue Jahr.
Und diese Vorfreude wird bekanntlich durch Feierlichkeiten eingeleitet, die u.a. auch dazu dienen, den Weihnachtsspeck etwas abzutrainieren, oder?
Na ja, jedenfalls so ähnlich.

Wir gingen also zum "Trainieren" in die Kiste. 
Wie auch sonst gab es zuerst Kino, womit die Wartezeit auf den Zwölf-Uhr-Gong immer stark verkürzt wird. Daneben und danach und überhaupt spielte Hey Tonight auf.
Die machten genau die richtige Musik für Silvester und für uns...






Ihnen für 2016 alles erdenklich Gute!
Bleiben Sie gesund!

Und wenn Sie Lust haben, schauen Sie doch mal wieder nach, ob es im Getuschel hier etwas Neues gibt.
Ihr Frosch



PS:
Vielen Dank an das Kisten-Team. Das Buffet war gut wie immer, der Sekt hatte mehr Sprudel als sonst, und wir saßen auch zwischendurch ausgesprochen bequem.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Tristan Otto zu Besuch in Berlin


Kaum ist der Gast aus Montana in der Invalidenstraße anzuschauen, bildet sich auch schon eine 300 Meter lange Schlange hin zum Eingang des Naturkundemuseums...
Schlau, wer seine Karten im Internet besorgt und deshalb auch den VIP-Eingang benutzen darf.

Erwartungsvolle Besucher stehen dann im Innern erneut an, um den T. Rex in seiner vollen Größe bewundern zu können.



Spannend ist es auch, danach völlig zufrieden nach diesem Abstecher in eine Zeit vor 66 Millionen Jahren, in der Gegenwart durch helle und dunkle Areale zu wandeln und dieses einzigartige Museum zu genießen...





Wann sehen wir uns mal wieder dort?
Ihr Paläo-Frosch


Dienstag, 15. Dezember 2015

Der Friedrichshainer ist umgezogen


Ja, vor zwanzig Jahren ungefähr...
...von der Ecke Straßmannstraße (in der Straßenbahn wird das heute, also nach der Rechtschreibreform, etwa so ausgesprochen: "Straahßmannstraße") hoch zur Ecke Leninallee.

Kommste rin, riecht's nach Kneipe und ist auch 'ne richtige Kneipe.



Sofort ist man mit dem Wirt und anderen Gästen im Gespräch, ehe einem ungefragt ein Stückchen melierter Riesendorsch von den Lofoten vor die Nase gestellt wird. Sehr lecker! Und mag einer mal keinen Fisch, freut sich garantiert der Sitznachbar.
Allerdings ist einem erst mal, solange man das Dorschfilet verspeist, das Maul gestopft.

Bier?
Berliner Pilsener gibt es, und das gibt es immer wieder, wenn man nicht absagt...
Na ja, und der Eine oder Andere, der bereits bezahlt hatte, hatte dann doch noch eine neue Blume ins Glas gefüllt bekommen.
Das ist ja mal ein Service!

Wen der Qualm nicht stört, der fühlt sich dort bestimmt wohl.

Skat, Billard oder Dart?
Natürlich auch keine Frage!
Und wegen Doppelkopf müsste ich demnächst mal nachfragen...

Schönen Advent!
Ihr biertrinkender Frosch


Dienstag, 3. November 2015

Da fliegt mir doch das Blech weg!


Nö, ich habe nicht vor, Ihnen über Spliff zu berichten, zumal seit '85 von denen eigentlich nichts mehr zu hören war.
Eigentlich wollte ich nur anmerken, was so alles sein kann, falls man es merken sollte.
Falls!
Das scheint hier nämlich der springende Punkt zu sein.

Da kommen also Rabauken zum Federballspielen in die alten Hallen hinter dem Sudhaus und gehen anschließend noch in die Kneipe zum Essen und Quatschen und Trinken.
Und wird es mal etwas länger und auch immer schöner, passiert es vielleicht sogar mal, dass ein Gast mit grünen Füßen die leuchtende Gitarre aus dem Fenster abhängt und ohne zu bemerken, dass das alte Ding von Elvis nicht mehr gut gestimmt ist, anfängt zu klimpern...
Keine Ahnung, ob es sich überhaupt einigermaßen (gut) oder ganz schlecht anhörte. Jedenfalls sprang die Bedienung geschwind hinter dem Tresen hervor und entriss dem Musikus ganz fix das glitzernde und leuchtende "Original".
Von Elvis oder so, jedenfalls unbezahlbar!
So geschehen im Februar 2011.

Vier Jahre später wird dort gebastelt und gebaut.
Nicht, dass die vom CSI nach alten, liegengebliebenen Bierleichen suchen... Nö, ein neuer, riesiger und absolut notwendiger Konsumtempel soll in altehrwürdiger Umgebung entstehen.
So'n blöder Tümpelbewohner kann die Notwendigkeit höchstwahrscheinlich sowieso nicht richtig beurteilen.

Aber warum steht am Anfang die NDW-Textzeile? Was soll das?
Na ja, irgendwann sind dort mal die ollen Kupferbraureaktoren verschwunden.
Einfach so!
Drei Sudpfannen gab es dort, eine aufgeschnitten und als Bartresen benutzt.
Und alle sind verschwunden.


Keine Ahnung, wie diese voluminösen Kessel das Sudhaus verlassen konnten, hoffentlich aber nicht als kleingeflextes Kupferblech!
Das wäre wirklich schlimm, zumal jedem Brauer (und auch Biertrinker) sich dann die Nackenhaare sträuben dürften.

Komisch nur, dass das niemand bemerkt hat.
Also, nicht sogleich bemerkt hat.
Eigentlich.

Wäre man nicht schon grün, könnte unsereiner vor Ärger tatsächlich Grünspan ansetzen!
Ihr Frosch

Sonntag, 11. Oktober 2015

Der Kisten-Blues


Wieder netter Besuch aus Erfurt in der Kiste: Jürgen Kerth kam. Und weil es für das wartende Publikum im oberen "Rang" etwas eng war, man quetschte sich quasi Gesäß an Rücken durch die Reihen, hin zur oder zurück von der Theke, kündigte der fidele Fred sogleich an, mit dem Konzert noch fünfzehn Minuten zu warten und dann, als räumliche Zugabe, den Kinosaal zu öffnen.
Gesagt, getan. Der Abendfilm ging zu Ende, die Übertragung begann.


Und wer es noch nicht weiß, dortselbst gibt es dann die Bühne auf der Leinwand im Maßstab 1:1 zu sehen. Nur muss sich der, der sich dort verlustiert, hin und wieder in den Nebenraum begeben, um zu applaudieren (oder evtl. auch neue Getränke heranzuschaffen).
Nur quatschen sollte man dort keinesfalls, fühlten sich doch die, die vielleicht dachten, das wäre ein Kinofilm, gestört. Die dermaßen Verscheuchten ob des Lärmes, des Gequassels, Lachens und Herumalberns, merkten ab der Schallschutztüre, dass das genau das war, was z.B. im Fernsehen immer als "Live" beworben wird. Und das war es ja - Live in den Nebenraum mit allem Drum und Dran.
Mit allem Drum und Dran! Fast.


Man hätte auch die Kinogucker in Ruhe Kino gucken lassen können, wäre diesmal nicht die Bühne nur nach Überwindung einer winzigen olfaktorischen Hemmschwelle erreichbar gewesen. Nach ein paar Tänzen ging man dann doch lieber nach nebenan.
Dass die Band sich ebenfalls manchmal an den rechten Bühnenrand "verkrümelte", war ganz bestimmt nur Einbildung.

Die Musik kam zuerst mit etwas übersteuerten Bässen daher, was unsereines alterstauben Ohren eigentlich kaum auffiel. Aber im "side stage" nebenan klang es dann doch irgendwie einen Deut besser.
Bläulicheres Bild, besserer Sound - eine gute, alternative Mischung!
Und beim Tanzen dort diente man auch gleichsam als partielle Projektionswand, war also fast unsichtbar, bis auf die Schatten.


Und genau hier gab es auch hin und wieder Applaus.
...war es für die "Vortänzer" oder die Band oder beides?
Keine Ahnung.

Danke an Jürgen Kerth und seinen Musikern und dem Kisten-Kollektiv im Namen der zehn Mopsfidelen vom Tümpel!
Ihr Frosch